13.06.2012

CSD Köln fordert Gleichstellung der Homo-Ehe
Christopher Street Day 2012 wirbt für mehr Toleranz gegenüber der Homo-Ehe

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"JA, ich will" lautet das diesjährige Motto der "ColognePride", dem CSD in Köln! Und "Ja, wir wollen" sagte sich auch das Team unserer JOYclub-Gruppe Christopher Street Day! Nunmehr zum fünften Mal organisiert unser Mitglied Un_voyageur mit seinem kleinen, aber eingeschworenem Team, bestehend aus dreamteam37_40 und Cupiditas42, die Teilnahme an der Abschlussparade der vierzehn Tage dauernden "ColognePride" in Köln.

Auf Seite zwei des Artikels stellen wir euch eine weitere Gruppe (KINKY BEATS) vor, die an der abschließenden Parade des CSD in Köln teilnehmen wird und sich auf euch als Gäste freut.

Die CSD Gruppe aus dem JOYclub auf dem CSD 2011 in Köln.
Die CSD Gruppe aus dem JOYclub auf dem CSD 2011 in Köln.
 

Ja, ich will – Das Motto der "ColognePride" in Köln

Einer der Initiatoren: Un_voyageur
Einer der Initiatoren: Un_voyageur

Der Begriff "ColognePride" steht für eine jährlich in Köln durchgeführte Demonstrationsparade (auch CSD Köln genannt), deren Rahmenveranstaltungen sich teils über mehrere Wochen hinweg ziehen und während der für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern geworben wird.

Im Jahr 2012 steht die "ColognePride" unter dem Motto "Ja, ich will!" und kämpft folgerichtig für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Denn obschon sich Lesben und Schwule seit 2001 in Deutschland verpartnern lassen können, verweigert der Gesetzgeber die völlige rechtliche Gleichstellung von Lebenspartnerschaft und Ehe. So dürfen verpartnerte Lesben und Schwule gemeinsam keine Kinder adoptieren und sie sind steuerlich schlechter gestellt. Das muss sich endlich ändern ...

Höhepunkt und Abschluss der "ColognePride" ist wie jedes Jahr die mehrstündige Parade am ersten Juli-Sonntag durch die Kölner Innenstadt.

Christopher Street Day Gruppe des JOY auf dem CSD Köln

Des Lords wichtige Unterstützung: dreamteam37_40
Des Lords wichtige Unterstützung: dreamteam37_40

Zusammen mit über einhundert weiteren Fahrzeugen und Fußgruppen wird die Christopher Street Day Gruppe unter dem Namen "Rainbow-Circle-Cologne" mehr Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben, aber auch BDSMlern, Transvestiten, DWT und anderen Fetischisten einfordern.
"Jede(r), deren/dessen Neigung nicht gegen das Gesetz verstößt, sollte seine Sexualität den Umständen entsprechend frei und ungehindert ausleben dürfen", so lautet die Botschaft, die vermittelt werden soll.

Um was geht es?
"Höllisch tolerant - Teuflisch gut!" ist dieses Jahr der Slogan des "R-C-C" (Rainbow-Circle-Cologne). Dieses Jahr möchte die Gruppe den hunderttausenden von Zuschauern den Begriff der Toleranz bzw. deren Nichtbeachtung in unserem alltäglichen Leben an aktuellen Beispielen aus den vergangenen 12 Monaten vergegenwärtigen. Und sie hofft, dass die Zuschauer nach dieser Parade für sich persönlich zu dem Entschluss kommen: "Ja, ich will mehr Toleranz!" Es wäre dringend anzuraten, wie folgende Beispiele zeigen:

Schwule müssen mit Verfolgung rechnen

Gar nicht so einfach haben es Lesben und Schwule, wenn sie in den Urlaub fahren möchten. Zumindest dann nicht, wenn sie auch dort zu ihrer sexuellen Ausrichtung stehen wollen. In über fünfzig Ländern kann das zu - teilweise drastischen - Konsequenzen führen.

Es gibt Tourismusregionen, die sich verstärkt um homosexuelle Urlauber bemühen, da diese als zahlungskräftige Klientel gelten, die nicht so genau aufs Geld schauen und gern einkaufen und feiern. Das ist aber nicht in allen Ländern so - im Gegenteil: Bei Auslandsaufenthalten müssen Homosexuelle nach Angaben des Auswärtigen Amtes derzeit noch in mehr als 50 Ländern mit Verfolgung rechnen. Dazu gehören auch beliebte Reiseziele wie Ägypten, Tunesien oder die Malediven. Dies geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor. Zugleich kündigte die Bundesregierung an, ihre Reisehinweise für den Aufenthalt von Bundesbürgern im Ausland zu überarbeiten.

Insgesamt listet das Auswärtige Amt in seiner Antwort 55 Länder auf, in denen wegen homosexueller Handlungen Strafen drohen. Genannt werden auch China, der Iran und Saudi-Arabien. Die Grünen verwiesen in Berlin darauf, dass Staaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate in der Aufstellung fehlten.

Seit 2007 wurden nach Ministeriumsangaben unter anderem Bundesbürger in Marokko, Gambia, Ghana und dem Libanon wegen des "Verdachts homosexueller Handlungen" verhaftet. In Marokko seien vier Deutsche deshalb auch zu Haftstrafen verurteilt worden.

Zum Diskussionsthema in der CSD-Gruppe

Das schwedische Transsexuellengesetz

Die Mitte-Rechts-Koalition in Stockholm hatte unlängst bekannt gegeben, die Fortpflanzungsunfähigkeit als Voraussetzung für die staatliche Anerkennung von Transpersonen beizubehalten. Transsexuelle werden damit nur in ihrem gefühlten Geschlecht anerkannt, wenn sie sich dem operativen Eingriff einer Sterilisation unterziehen.

Die CSD Gruppe bei ihrer Teilnahme 2008.
Die CSD Gruppe bei ihrer Teilnahme 2008.

Das Europäische Parlament hatte die Weltgesundheitsorganisation bereits aufgefordert, Transgender-Menschen nicht länger als geisteskrank zu klassifizieren. Zunächst war geplant, die Zwangssterilisierung abzuschaffen, die noch aus dem ersten schwedischen Transsexuellengesetz aus dem Jahr 1972 stammt. Die Reform wird nun aber auf Druck der mitregierenden Christdemokraten aufgeweicht. Die Partei, die bei den Reichstagswahlen 2010 rund sechs Prozent der Stimmen erhalten hat, hatte bereits die Öffnung der Ehe über Jahre verhindert.

Als einzige Partei in der Vierparteienkoalition von Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt - und gegen alle Oppositionsparteien - blockierten die Christdemokraten die Gleichstellung im Eherecht. Sie wurden dann aber 2009 überstimmt. Mitglieder des Europäischen Parlaments fordern Schweden nun dazu auf, entsprechende Gesetzesänderungen voranzutreiben. Die Zwangssterilisierung, so argumentiert auch die schwul-lesbische Intergruppe im Europaparlament, bricht Artikel 3 der EU-Charta der Grundrechte. Hier werde das Recht auf körperliche Unversehrtheit geschützt.

Zu dem Diskussionsthema in der CSD-Gruppe

Keine schwulen Schützenpaare

An der Spitze von katholischen Schützenumzügen soll es künftig in Nordrhein-Westfalen keine schwulen Pärchen mehr geben. Zwar soll es weiterhin homosexuelle Schützenkönige geben dürfen. Ihr Partner darf den Thron aber nicht besteigen.

2009 ...
2009 ...

Homosexuelle haben eine Heimat in katholischen Schützenvereinen - darauf beharrte Rolf Nieborg, Sprecher des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften. Obwohl dessen Bundesversammlung am Sonntag in Leverkusen mit klarer Mehrheit beschlossen hat, dass die Ehe zwischen Mann und Frau in den Augen der Schützen höheren Stellenwert besitzt, als jede andere Partnerschaft.

"Das öffentliche Auftreten als gleichgeschlechtliches Königspaar oder Prinzenpaar ist mit der christlichen Tradition der Bruderschaften nicht vereinbar", heißt es in einem Antrag. "Repräsentanten müssen durch ihr Auftreten zum Ausdruck bringen, dass sie die Grundsätze des christlichen Glaubens mittragen." Der Antrag wurde mit 450 Ja-Stimmen angenommen. 28 Mitglieder sprachen sich dagegen aus, 18 enthielten sich.

Zum Thema in der CSD-Gruppe

Toleranz muss jeden Tag gelebt werden!

und 2010.
und 2010.

Das sind nur drei Beispiele dafür, dass noch sehr viel Bedarf an Toleranz besteht. Den Menschen muss klar gemacht werden, dass Toleranz nicht nur ein Schlagwort sein darf, sondern jeden Tag gelebt werden muss!

Die Christopher Street Day Gruppe wird auch dieses Jahr ihr Anliegen entsprechend präsentieren. Dazu gehören nicht nur einfach die Teilnahme an der Parade und das Verteilen von Flugblättern. Denn natürlich soll bei dieser Aktion nicht nur das Interesse der Öffentlichkeit geweckt werden, sondern auch der Spaß soll nicht zu kurz kommen.

Dies miteinander zu kombinieren, ist 2012 wieder sehr gut gelungen: Der Internetsender Pop Radio wird - wie auch im vergangenem Jahr - den Paradewagen während der ganzen Zeit begleiten und mit vier Kameras das Geschehen rund um den Wagen und auf dem Truck live ins Internet senden.

Gaststars beehren den CSD Gruppen Auftritt

Ein Blick auf den Paradewagen
Ein Blick auf den Paradewagen

Vier bekannte DJs waren von dem Engagement des "R-C-C" so beeindruckt, dass sie sich spontan entschlossen, die Gruppe auf ihre Art zu unterstützen. Somit werden Stars wie Shaun Baker, Sascha Mülder (Mr. Starfunk) und Stephan Drobez (Steve Sound) - Sascha und Stephan sind bekannt als 2-4 Grooves - den "Stamm-DJ" DJSkyfreak unterstützen und sowohl Teilnehmern wie auch Zuschauern kräftig einheizen.

Und natürlich - als Special für unsere Teilnehmer - gibt es wieder den bewährten Shuttle-Service.
Shuttle Service.

Wer sich der Gruppe anschließen und am 08. Juli 2012 durch Kölns Strassen ziehen möchte, sollte sich schnellstens anmelden:

Zur Anmeldung für den CSD

 

Auf der nächsten Seite erfahrt ihr alles über die CSD Teilnahme der KINKY BEATS!

Seid ihr beim CSD 2012 dabei? (14 Beiträge)