23.03.2007

Voyeurismus
Die Lust am Zuschauen

Magazin

Das große Sex- und Erotik-Magazin mit vielen Anregungen, Tipps und Tricks wird dein Sex-Leben bereichern und aufregender machen. Immer wieder neu und aktuell!

Viele Menschen schauen anderen gern beim Sex zu.
Viele Menschen schauen anderen gern beim Sex zu.

Der Begriff des Voyeurismus stammt von den französischen Begriffen "voir" und "le voyeur" was übersetzt "sehen" bzw. "der Seher" bedeutet. Gemeint ist damit eine Form der Sexualität, bei der eine Person durch das Betrachten nackter Menschen bzw. deren Geschlechtsteile sexuell erregt wird. Auch das Beobachten vom Geschlechtsakt steigert das Lustgefühl eines Voyeurs. Eine solche Neigung ist das Gegenstück zum Exhibitionismus.

Die sexuelle Erregung eines Voyeurs kommt nicht nur durch das reine Betrachten von Geschlechtsorganen sondern noch zusätzlich durch den Tabubruch, etwas Verbotenes zu tun. Der Reiz des Voyeurismus wird also durch die Gefahr entdeckt zu werden, noch zusätzlich verstärkt. In den meisten Fällen kommt es direkt beim Zuschauen zur Masturbation des Voyeurs. Ist dies nicht unmittelbar vor Ort möglich, passiert dies in den meisten Fällen unmittelbar danach.

"Jagdgebiete" von Voyeuren

Besonders beliebt bei Voyeuren ist der Sommer. Knappe Bikinis und kurze Kleider machen es leicht, einige Blicke von intimen Körperteilen zu erhaschen. Besonders Nacktbadestrände oder Seen ohne Umkleidemöglichkeiten sind die "Jagdgebiete" eines Voyeurs. Doch auch im Winter bieten sich Möglichkeiten zum "spannen": Hierfür eignen sich gemischte Saunen oder erleuchtete, gardinenfreie Fenster, die besonders im Dunkeln einen freien Blick in das Innere des Zimmers gewähren.

Kleine Hilfsmittel für Voyeure

Die genaue Fixierung der Geschlechtsteile ist für Voyeure sehr wichtig, deswegen suchen sie sich häufig Gelegenheiten, bei denen sie einen langen, ungestörten Blick darauf haben. Da dies aber nicht immer möglich ist, kommen in den letzten Jahren immer mehr Hilfsmittel zum Einsatz. Große Bedeutung erlangten Beispielsweise Webcams. Besonders kleine Modelle lassen sich einfach an bestimmten Orten versteckt installieren und erlauben so dem Voyeur sein Opfer aus sicherer Entfernung ungestört beobachten zu können.

Ebenso beliebt sind Handys mit einer Kamerafunktion. Frauen können so unbemerkt auf der Straße oder an anderen öffentlichen Orten fotografiert werden. In den meisten Fällen konzentrieren sich die Voyeure auf die Ablichtung des Hinterteils in engen Jeans oder kurzen Röcken. Doch auch die Vorderansicht, besonders bei einer deutlichen Abzeichnung der Kleidung im Schritt, dem so genannten Cameltoe, sind gern gesehene Motive.

Formen des Voyeurismus

Wie oben bereits kurz angedeutet, bezieht sich der Voyeurismus nicht nur ausschließlich auf das Betrachten von nackten Körperteilen. Das heimliche Beobachten von zwei Menschen beim Geschlechtsverkehr regt ebenso das Lustgefühl vieler Voyeure an. Eine spezielle Form ist das Cuckolding, oder auch Cuckold genannt. Dabei empfindet der Mann ein besonderes Lustgefühl, seiner Partnerin beim Sex mit einem anderen zuzuschauen.

Der Begriff des Voyeurismus lässt sich auch noch ohne jeglichen sexuellen Bezug erweitert. Häufig werden Schaulustige, die sich bei Unfällen oder Naturkatastrophen unmittelbar am Ort des Geschehens aufhalten und damit auch häufig Rettungsarbeiten behindern, als Voyeure bezeichnet.