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Eltern und Swinger

Passt das zusammen?
20. April 2018

Anna und Tim (Mitte 30) sind Eltern. Diese Rolle leben sie mit viel Herz und Verantwortungsbewusstsein. Ihnen ist aber ebenso wichtig, dass sie eine intensive Partnerschaft mit einem erfüllten Sexleben haben. In ihrem Fall heißt das: Sie haben auch Sex mit anderen Menschen. Sie sind Swinger. Eltern sein und ein Swingerleben führen – ist das vereinbar? Anna schildert uns ihre persönliche Sichtweise auf das Thema.

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Swingerleben – Fantasien erfüllen und ausleben

Wir lebten sieben Jahre monogam, bevor wir uns gegenseitig gestanden, was wir eigentlich wollen. Oder anders gesagt – was wir nicht wollen: monogam leben. Wir öffneten die Beziehung. Fortan war es okay, andere zum Sex zu treffen. Zu viele Versuchungen lauern dort draußen, zu viele Fantasien wollen noch erfüllt werden. Schon lange bevor wir eine Familie wurden, vergnügten wir uns so von Zeit zu Zeit sexuell mit anderen Menschen. Wir erlebten viel, testeten uns selbst und etliche Konstellationen aus – und das war gut so.

Eltern werden, Menschen mit sexuellen Bedürfnissen bleiben

An einem heißen Tag im Mai erschien dann die bekannte zweite Linie auf dem Teststreifen. Ich war schwanger. Erst war es gar nicht greifbar für uns. Denn ehrlich gesagt haben wir uns im Vorfeld nie Gedanken über das Elternwerden und das Swingen gemacht.

Der Bauch wuchs und plötzlich schlichen sich Gedanken ein. Gedanken über Moral und Vorbild. Gedanken darüber, was die Leute von uns denken, wenn sie uns im JOYclub wieder erkennen. Und überhaupt: Was wäre, wenn unser Kind davon erfährt? Ängste schaukelten sich hoch. Auch wenn Moralvorstellungen weit auseinander gehen und jeder selber definieren und festlegen muss, was für ihn in Ordnung ist, waren da mit einem Mal Zweifel. Zweifel, ob wir es verantworten können, als Eltern weiterhin mit anderen Menschen zu schlafen. Elternwerden verändert Menschen. Auch uns. Die nächsten Monate war nichts wichtiger, als dieser kleine Mensch, der uns so sehr brauchte.

Auch als Eltern hat man natürlich ein Recht auf das Ausleben sexueller Fantasien.
Auch als Eltern hat man natürlich ein Recht auf das Ausleben sexueller Fantasien.
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Aber wir sind nun einmal sexuelle Wesen mit Bedürfnissen. Es wäre gelogen, zu behaupten, wir hätten nie Lust verspürt oder den Drang gehabt, Sex mit anderen zu haben. Denn das gehört für uns einfach zu einem erfüllten Sexleben. Irgendwann kam der Tag, an dem wir uns entscheiden mussten. Löschen wir unser JOYclub-Profil oder nehmen wir nur Bilder raus, die wir als unpassend erachten. Und immer wieder war da im Kopf die Frage: Was passiert, wenn es unser Kind mal herausfinden würde? Noch ist es klein, noch ist das alles sehr weit weg, aber das Internet vergisst eben nie.

Zu viele Versuchungen lauern dort draußen, zu viele Fantasien wollen noch erfüllt werden.

Eltern und Swinger – Passt das zusammen?

Wir tun nichts Verbotenes. Im Kopf der Gesellschaft ist dennoch eine bestimmte Vorstellung über Elternschaft verankert. Eine Vorstellung, die nicht mit dem Ausleben bestimmter sexueller Neigungen vereinbar ist. Ist es also in Ordnung, wenn man an einem kinderfreien Abend nicht ins Kino, sondern in den Swingerclub geht? Das ist eine Entscheidung, die jedes Paar oder jeder Einzelne für sich treffen muss. Aber warum eigentlich nicht? Wir entschieden: Das sind wir, so sind wir eben. Angenommen, wir kommen tatsächlich eines Tages in Erklärungsnöte, tun wir das lieber, als unsere Lüste und Fantasien zu leugnen. Wir wollten uns nicht verstellen. Wir lieben uns und dass wir mit anderen Sex haben, ist die Kirsche auf dem Eis unserer Beziehung.

Leidenschaftlicher Sex ist für viele ein wichtiger Bestandteil ihrer Beziehung – so auch für Anna.
Leidenschaftlicher Sex ist für viele ein wichtiger Bestandteil ihrer Beziehung – so auch für Anna.
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Elternschaft bedeutet nicht, dass man von einem Tag auf den anderen Tag zum prüden Paar wird, das nur noch zwei Mal im Jahr Sex hat. Auch Eltern haben Sex – oft und gerne. Für uns als Paar stand immer fest, dass unsere Beziehung offen bleiben muss. Wir brauchen den Austausch und die Abenteuer mit anderen. Würden wir uns das verbieten, funktioniert es zwischen uns vielleicht auch irgendwann nicht mehr. Wir wollen uns nichts vormachen.

Elternschaft bedeutet schließlich nicht, dass man von einem Tag auf den anderen Tag zum prüden Paar wird.

Wie offen mit dem Swingen als Eltern umgehen?

Ein Kind ändert viel. Das wissen alle Eltern. Aber es sollte das Miteinander, die innige Beziehung innerhalb der Partnerschaft nicht komplett verändern. Wir sind jung Eltern geworden. Bewusst. Genauso bewusst wollen wir uns in diesem Alter aber auch sexuell ausleben. Wir teilen keine Gefühle mit anderen Menschen, sondern ausschließlich den Sex. Sex ist für uns nicht mit Liebe gleichzusetzen. Und genau das wollen wir unseren Kindern später einmal vermitteln: Es ist in Ordnung, verschiedene Arten von Beziehungskonzepten zu leben.

Wir können mittlerweile offen über dieses Thema reden – auch mit engen Freunden. Aber natürlich wollen wir niemanden bekehren oder uns ständig dafür rechtfertigen. Wir haben lediglich einen Punkt erreicht, an dem wir sagen, dass das Swingen ein Teil unseres Lebens ist.

 

Wir bedanken uns bei Anna für diesen ehrlichen Artikel und haben Verständnis dafür, dass sie aus Schutz der Privatsphäre ihrer Familie nicht mit JOYclub-Profil genannt werden möchte.

Welche Erfahrung habt ihr mit dem Thema Elternsein & Swingen gemacht? Verratet es uns im Forum!

Eltern sein und Swingen – Wie bekommt ihr das unter einen Hut? (140 Beiträge)