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Awareness – sexy, sicher, respektvoll

Wo Lust auf Achtsamkeit trifft

Du hast es geschafft: Durch den Einlass, hin zur Umkleide, wo du dich in dein Outfit wirfst. Du gehst die ersten Schritte in die wohlige Atmosphäre des Clubs. Alles ist neu für dich. Und du fragst dich, wie du es schaffst, dich sicher und entspannt zwischen all den Menschen zu bewegen, mit ihnen in Kontakt zu treten und dabei bei dir selbst zu bleiben.

Was ist Awareness?Maßnahmen in Clubs7 Tipps für dich

A – was?

Kennst du diese Gedanken? Vielleicht von deinem ersten Club- oder Partybesuch, vielleicht halten sie dich auch ab, dich in frivole Abenteuer zu stürzen. Oder du hast sie immer wieder, auch wenn du regelmäßig kinky Partys besuchst.

Was du hier denkst und fühlst, lässt sich unter dem Begriff Awareness zusammenfassen. Er bedeutet im sexpositiven Partykontext, dass du dir über die Bedürfnisse, Grenzen und das Wohlbefinden aller Beteiligten bewusst wirst – Jackpot! Wenn du diese Gedanken weniger als Unsicherheit und mehr als Chance begreifst, hast du schon den ersten Schritt in Richtung freies, sicheres und konsensuelles Ausleben deiner Lust gemacht.

Was fällt alles unter Awareness?

Grenzen respektieren

Alle Beteiligten müssen sicher sein, dass ihre physischen und emotionalen Grenzen jederzeit respektiert werden. Indem du deine eigenen Grenzen kennst und die der anderen wahrst, schaffst du die Grundlage für fantastische Erlebnisse.

Sicherheit

Neben den körperlichen Aspekten muss auch die emotionale Sicherheit der Beteiligten gewährleistet sein. Fühlst du dich in intimen Situationen unsicher oder erlebst du, dass andere kein Interesse an Safer Sex haben, steh für dich und deine Unversehrtheit ein.

Klare Kommunikation

Die Kommunikation unter allen Beteiligten ist direkt und eindeutig. Bei kink-orientierten Praktiken verwendet ihr dafür Safewords oder unmissverständliche Zeichen.

Verantwortung

Du trägst für dein eigenes Wohlergehen, aber auch das der Mitspielenden Verantwortung. Dazu gehört, dass du die Prinzipien Safe-Sane-Consensual verinnerlichst.

Aufklärung

Fehlt dir Wissen über sexuelle Gesundheit oder sichere Praktiken und Konsens? Schaff's dir drauf! Denn Unwissen entbindet dich nicht von Verantwortung.

 
Mit Sicherheit Intimität schaffen
Mit Sicherheit Intimität schaffen
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Und das soll ich alles alleine machen?

Nein! Auf vielen Partys und in Clubs findest du heute schon ausgefeilte Awareness-Konzepte und Menschen, die diese professionell umsetzen. Sie stehen einerseits für Fragen bereit, um dir für dein Erleben ein sicheres Umfeld zu bieten. Andererseits greifen sie ein, wenn sich Partygäste nicht fair verhalten, ein Nein nicht akzeptieren oder anderweitig für ein schlechtes Gefühl sorgen. Die Intervention kann von einem klärenden Gespräch bis hin zum Ausschluss des Partygasts von der Veranstaltung reichen.

Zugleich sorgen diese Mitarbeitenden dafür, dass du mehr Informationen erhältst und leisten Aufklärungsarbeit. Sie beantworten Fragen rund um Konsens, sexuelle Gesundheit und Prävention.

 

Awareness-Strategien von Clubs

Viele Wege führen in den sexpositiven Partyhimmel. Veranstaltende müssen eigene Strategien finden, ihren Gästen ein gutes Erlebnis zu bereiten, ohne permanent mit dem Zeigefinger zu drohen. Während die einen sehr offen mit dem Begriff Awareness werben, labeln die anderen ihre Maßnahmen nicht. Zwei Beispiele, wie es gehen kann:

KINKY GALORE hat neben einem Awareness-Team auch ein Awareness-Medical-Team an Bord, das die ganze Nacht zur Verfügung steht. Gäste erhalten zudem vor Betreten des Clubs eine Einweisung zu Verhaltensregeln.

HS - der Lifestyle Club geht mit der Auswahl seiner Gäste strikt vor und kommuniziert mit Interessierten vorab per ClubMail, E-Mail oder Telefon. Neue Partygäste erhalten vor Ort eine Führung, Interessierte können zudem beim Tag der offenen Tür reinschnuppern.

 
Wir verbreiten schon im Vorfeld den Community-Gedanken in unseren Event-Beschreibungen und holen so Gäste an Bord.
HS - der Lifestyle Club
 

So fühlen sich auch Partygäste so eingebunden, dass sie einerseits einander im Idealfall mit dem größten Respekt behandeln und andererseits auch ein Auge auf Dritte haben. Die Verantwortung wird somit weniger an Awareness-Teams abgegeben und Gäste fühlen sich als eine Community, die es zu schützen gilt.

In professionell geführten Clubs, ob mit Awareness-Team oder ohne, sind zudem alle Mitarbeitenden geschult, beantworten Fragen und intervenieren im Ernstfall.

 
Ein Verstoß gegen den Konsens führt zum sofortigen Ausschluss von der Veranstaltung. Wir haben bei jeder Veranstaltung Sanitäter vor Ort, die sich umgehend um die Gäste kümmern.
KINKY GALORE
 

Hygienemaßnahmen nutzen

Lebe lustvoll, aber sicher! Damit du diesem Motto folgen kannst, stehen in sexpositiven Locations neben Flächen- und Handdesinfektionsmittel auch Kondome zur Verfügung. Lass dir gleich zu Beginn deines Erlebnisses zeigen, wo du diese Hilfsmittel findest.

 

Ehrliches Feedback geben

Gute Veranstaltende erkennst du auch daran, dass sie offen für Feedback sind. Wenn du deine Rückmeldung nicht direkt beim Event geben kannst oder möchtest, mach’s einfach danach und mit etwas Abstand.

 
Nach jeder Veranstaltung sammeln wir die Bewertungen und Kommentare aus dem JOYclub, die Feedback-E-Mails und alle Rückmeldungen, die uns über unsere Social-Media-Kanäle erreichen.
KINKY GALORE
 

Ehrliche Rückmeldungen können helfen, folgende Events noch besser zu planen und Änderungen zu initiieren.

 

Wo, wie, was? Finde Events und Clubs im JOYclub

Awareness – sexy, sicher, respektvoll
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  • Der Eventkalender gibt dir einen großen Überblick über Partys und andere Veranstaltungen in deiner Umgebung.
     
  • Welcher Club passt zu dir? Finde über die Clubsuche Locations, die zu dir passen.

7 Dinge, die du aktiv für Awareness tun kannst

Schon vor deinem Party-Abenteuer und während frivoler Events kannst du einiges dafür tun, dass du dich gemeinsam mit anderen lustvoll frei fühlst.

  1. Wo liegen deine Grenzen? Mach dir Gedanken darüber, was du erleben willst – und was nicht. Mit welchen Praktiken fühlst du dich im Partykontext wohl und welche lehnst du ab? Wenn ihr als Paar unterwegs seid, klärt vorab, welche Vorstellungen ihr für den Abend habt und vereinbart ein Veto-Zeichen.
     
  2. Kennst du deinen aktuellen STI-Status? Regelmäßige Tests halten dich über deinen eigenen Gesundheitszustand auf dem Laufenden. Tests kannst du bei Ärzt:innen durchführen lassen. Viele Gesundheitsämter und Gesundheitszentren bieten zudem Beratungen zu STI an. Für zuhause gibt es STI-Heimtests. Wenn du diese nutzen willst, bevorzuge solche, die in einem Labor ausgewertet werden.
     
  3. Stell sicher, dass du Verhütungsmittel wie Kondome, Fingerlinge oder Lecktücher dabei hast. Auch wenn viele Clubs Kondome stellen, kannst du die Verhütung selbst in die Hand nehmen. Zusätzlich immer gut dabei zu haben: Gleitgel, Feuchttücher und Händedesinfektion.
     
  4. Das erste Mal im Club? Mach dich schlau rund um die Location und die Party, die du besuchen willst. Frage bei den Veranstaltenden nach, wenn du zu Beginn eine Führung durch die Räumlichkeiten haben willst. Viele Clubs bieten das für Newbies an.
     
  5. Stay sane! Unabhängig davon, ob du benebelt durch eine Clubtür kommst, ist der übermäßige Konsum von Alkohol und anderen Drogen im Partykontext nicht empfehlenswert. Weder kannst du selbst eigenverantwortlich Entscheidungen treffen, noch wirkst du anziehend auf andere.
     
  6. Nimm dir Zeit für ein achtsames Verhalten. Auch wenn die Stimmung angeheizt ist, halte inne und fühle deine eigenen Vibes und die anderer Gäste. Zögere nicht, dich an das Awareness-Team vor Ort zu wenden, wenn du Unterstützung brauchst.
     
  7. Danach ist so schön wie davor! Aftercare kann wunderbar sein, wenn du ein tolles Erlebnis mit anderen hattest. Sei es als wohliges Nachfühlen nach einer intensiven Session in einer Kuschelecke oder als lockeres Gespräch an der Bar nach dem Date.
 

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