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Lack ist out, Flausch ist in – Wolle als Fetisch

Ein Woolie über die Liebe zur Wolle auf nackter Haut
19. November 2017

Wolle als Fetisch?! Ja, auch diese Vorliebe gibt es! Lack, Leder und Latex sind aus dem Bereich Fetisch nicht mehr wegzudenken. Doch jetzt bekommen sie Konkurrenz, denn: Auch Wolle ist sexy! Was genau das Erotische an Wolle ausmacht, erklärt ein Wollfetischist im Interview.

Wenn es draußen kühler wird, beginnt für Woolies die schönste Zeit des Jahres. Woolies leben einen Wollfetischismus: Ihnen verschafft das Gefühl von Garn und Zwirn auf ihrer Haut Lust. Egal ob Socken, Schals oder Pullis, Hauptsache Wolle.

Verrückte Materialfetische haben es dir angetan? Dann haben wir genau das Richtige für dich!

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Was macht den Reiz der Wolle aus?

Nicht immer nur Oma-Pullis: Auch für Woolies gibt es erotische und optisch ansprechende Strickkleidung.
Nicht immer nur Oma-Pullis: Auch für Woolies gibt es erotische und optisch ansprechende Strickkleidung.
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Durch das Tragen von Wollkleidung auf der nackten Haut erleben Wollfetischisten ein ganz neues Körpergefühl. Nicht nur während des Liebesspiels, auch im Alltag. Bei jeder Bewegung streicht die Wolle über den Körper und erzeugt ein Gefühl von Wärme, Geborgenheit und Liebkosung.

Wer dem exhibitionistischen Wollfetischismus frönt, liebt es, Wolle in der Öffentlichkeit zu tragen und sich darin sehen zu lassen. Voyeuristischen Woolies hingegen reicht es aus, Wollbekleidung an anderen Menschen zu sehen oder zu berühren.

Wollfetischisten mögen jedes Kleidungsstück aus Wolle. Doch Achtung: Wolle ist nicht gleich Wolle: Auch beim Material gibt es verschiedene Variationen. Rau und kratzig, samtweich und kuschelig. Mohair, Angora oder Alpaka: Jeder Woolie hat seinen eigenen Geschmack.

Wie passen Wollfetisch und BDSM zusammen?

Viele Woolies genießen es, fast schon bewegungsunfähig dick in dutzende Lagen Wollkleidung gepackt und geschnürt zu werden. Im Bereich Bondage eröffnen sich so neue und aufregende Möglichkeiten.

BDSM-Praktiken aus diesem Bereich: das Stressen und Brüten. Bei beiden Stilen wird die Körpertemperatur durch viele Lagen an Wolle und Kleidung erhöht. Das Stressen soll den Eingepackten in eine Lage bringen, aus der er sich (augenscheinlich) selbst nicht mehr befreien kann. Es soll sich ein Gefühl der Hilflosigkeit einstellen. Dagegen dient das Brüten dazu, den Körper durch das erzwungene Nichtstun zu entspannen und sich nach dem Entblättern aus den Wollschichten wie neu geboren zu fühlen.

Wo findet man sexy Wollbekleidung?

Wer sich gerne erotische Wollbekleidung zulegen möchte, muss dafür nicht selbst das Stricken erlernen. Wollfetischisten finden im Internet mittlerweile ausreichend Bezugsquellen. Spezielle Onlineshops fertigen Catsuits und Overalls, Sturmhauben und Kleider. Sogar Unterwäsche und Willy-Wärmer für das beste Stück des Mannes werden in liebevoller Handarbeit und ganz nach den persönlichen Vorlieben gestrickt.

Die Sorten Mohair und Angora sind beim Wollfetisch am beliebtesten.
Die Sorten Mohair und Angora sind beim Wollfetisch am beliebtesten.
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Interview mit einem Wollfetischisten

Auch im JOYclub finden sich Mitglieder, die dem Wollfetisch frönen. JOYclub-Mitglied Flauschfan berichtet im Interview von seinem Leben mit dem Wollfetischismus.

Wollfetischismus ist wie Latex- oder Nylonfetischismus ein Materialfetisch. Was macht für dich den Reiz an Wolle aus?

Flauschfan: Für mich ist Schafwolle allgemein nicht erregend. Oft finde ich sie sogar kratzig und fies. Interessant ist seidig-flauschiges Material, am besten Mohair oder Angora. Mich macht daran fast alles an: das Aussehen, das im Gegenlicht ein bisschen wie eine Aura wirken kann, der Geruch und natürlich das Gefühl auf der Haut. Warm, weich, streichelnd, vielleicht ein ganz kleines bisschen kitzelig-kratzig. Im Idealfall nur so wenig, dass man es eben deutlich spürt, es aber nicht schnell nervig wird. Das Material steht auch für etwas anderes. In meinem Fall für Wärme, Geborgenheit und Kuscheligkeit.

Jahrelang habe ich es sogar meiner Frau verheimlicht. Erst durch meine JOYclub-Kontakte nach Eheöffnung hat sich das Blatt gewendet.

Warum betone ich so sehr, wie das für mich ist? Weil nach meinem Eindruck auch hier jeder Fetischist seine eigenen Vorlieben und Gründe hat: Manche wollen es gerade besonders kratzig statt, wie ich, weich. Für manche muss es zusätzlich eine bestimmte Farbe oder ein anderes, spezielles Material sein.

 

Wann hast du das erste Mal bemerkt, dass Wollsachen mehr für dich sind, als nur Bekleidung? Wie hat sich der Wollfetisch bei dir geäußert?

Flauschfan: Das ging bei mir in frühester Kindheit los. Ich überredete meine Buddelkastenfreundin dazu, Verkleiden zu spielen – mit den Wollsachen aus ihrem Schrank. Damals habe ich das natürlich nicht als erotisch empfunden. Eher aufregend-wohlig. Später habe ich mir nach jeder Frau den Hals verrenkt, die etwas Flauschiges trug und dafür gesorgt, dass ich das Stück irgendwie berühren konnte – und sei es nur im Vorbeigehen.

 
Im JOYclub fand Flauschfan schnell interessierte Woolie-Damen.
Im JOYclub fand Flauschfan schnell interessierte Woolie-Damen.
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Trägst du die Wollsachen selbst oder magst du es mehr, deinen Partner darin zu sehen und zu berühren?

Flauschfan: Mein Fetisch-Bewusstsein hat sich sehr langsam entwickelt. Jahrelang habe ich den Wollfetisch sogar meiner Frau verheimlicht. Als ich begriff, dass ich mit dieser Vorliebe nicht allein bin, habe ich mir die ersten Mohair-Kleidungsstücke im Second-Hand-Laden gekauft. Notgedrungen musste ich allein damit "spielen". Nachdem ich mich meiner Frau offenbarte, ist sie gelegentlich darauf eingegangen und hat einen flauschigen Pulli getragen, aber eher mit einem nur schwach begeisterten Schaudern.

Erst durch meine JOYclub-Kontakte nach Eheöffnung hat sich das Blatt gewendet. Meine erste JOYclub-Freundin mochte meinen Wollfetisch ganz gern ins Spiel mit einbauen. Meine aktuellen, inzwischen schon längeren Beziehungspartnerinnen finden das in unterschiedlichem Maße gut und gehen damit entspannt-annehmend um. Dabei tragen vor allem sie solche Wollbekleidung, oder ich streichle sie einfach damit. Beim Sex selbst so etwas zu tragen, fällt mir schwer. Es entspricht schon sehr wenig dem typischen Männerbild – was aber auch ein interessantes Spiel sein könnte. Gelegentlich habe ich mir so ein Teil angezogen, wenn die Dame ihre Augen verbunden hatte.

Ich finde auch die Vorstellung spannend, dass sich die Brüste einer Frau innen an dem flauschigen Pullover reiben, wenn sie sich bewegt.

Wie bindest du Wolle in dein Sexualleben ein? Was gefällt dir besonders?

Flauschfan: Meine Partnerinnen und ich haben tatsächlich meist Sex ohne flauschige Wolle. Ich begehre ja sie und nicht ein Kleidungsstück. Die Wollkleidung ist mehr ein aufregendes Accessoire. Wenn wir doch mal damit spielen, dann immer wieder anders. Mal wie gesagt einfach durch sachtes Streicheln, mal hat meine Partnerin ein Teil an, in seltenen Fällen nehmen wir die Von-Kopf-bis-Fuß-Variante. Der Trend geht zur Ganzkörperbedeckung. Meist bleibt es aber bei einem einzelnen Stück, schon aus praktischen Gründen.

Den Reiz macht für mich vor allem der Kontrast von der haarig-seidig-flauschigen Weichheit und der Glätte der Haut meiner Partnerin darunter aus. Ich finde auch die Vorstellung spannend, dass sich die Brüste einer Frau innen an dem flauschigen Pullover reiben, wenn sie sich bewegt, und ihre Nippel dadurch erregt werden. Da das Material oft mehr oder weniger haart, muss man aufpassen, dass der Kontakt mit feuchten Körperteilen eher gering bleibt. Ein Mund voll feinster Härchen ist vermutlich nur für Hardcore-Fetischisten erotisierend.

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