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Fisting bei einer Frau

So funktioniert Vaginal-Fisting
18. September 2018

Vaginal-Fisting: Das Einführen der ganzen Hand in die Scheide der Frau benötigt sehr viel Übung und Feingefühl. Lies im Erfahrungsbericht von unseren JOYclub-Mitgliedern Mim und Merlin, wie sich das sexuelle Empfinden der Frau durchs Vaginal-Fisting zusätzlich steigern lässt und was es dabei insbesondere für den aktiven Part zu beachten gibt.

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Keine Scheu! Richtigstellung von Vorurteilen

Eines vorweg: Sollten Ängste oder Vorurteile der Grund sein, warum das Fisten in eurer Partnerschaft bislang nicht versucht wird, hier einige Berichtigungen:

  • Nein, die Scheide wird nicht ausgeleiert, wenn man gut übt und sich sehr viel Zeit lässt. Im Gegenteil: Mim und Merlin haben vielmehr die Erfahrung gemacht, dass die Muskulatur trainiert wird und die Kontraktionen während des Sex oder des Orgasmus deutlich heftiger werden.
  • Nein, die Frau wird nicht inkontinent! Hier ist ebenfalls eine gründliche Übung ausschlaggebend, dann verhält es sich genau wie oben beschrieben. Die Frau wird trainiert, Reize besser zu verarbeiten.
  • Nein, es ist keine brutale, rücksichtslose Praktik, die nur im SM-Bereich durchgeführt wird. Es kann sehr, sehr innig und gefühlvoll sein, da zählt nur die Einstellung des Paares.

Step by step: So funktioniert Vaginal-Fisting

Das "Fingern" der Frau ist allgemein anerkannt und frei von Vorurteilen. Dabei ist das bereits eine, wenn auch kleine, Vorstufe zum Fisten. Welche Frau ist schon mit einem Finger zufrieden? Da sind es schnell zwei oder drei. Und hier sollten Interessierte ansetzen.

Beim Fisting gewährleistet die Rückenlage die beste Entspannung für die Frau. Dieses Bild ist FSK-18-Material. Hier geht's zur Freischaltung.
Beim Fisting gewährleistet die Rückenlage die beste Entspannung für die Frau.
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Welche Stellung am besten ist, lässt sich kaum pauschal beantworten. Bei Mim und Merlin lag sie auf dem Rücken und entspannte sich, so kann sie sich auch besser in die Richtungen bewegen, die für sie am angenehmsten sind. Das Mitbewegen der Frau ist äußerst wichtig.

Dann sollte jede Frau erkunden, ob ihr bestimmte Hilfsmittel die Sache erleichtern. Oft berichtet und auch bei Mim erlebt, hilft ein Vibrator an der Klitoris, um eine Luststeigerung zu bewirken, die dem Druckgefühl sehr gut entgegenwirkt.

Schritt 1: Vordehnen und Ausprobieren

Zunächst einmal die Grundfrage: Wie viele Finger werden normalerweise maximal für die Stimulation genutzt und bereiten in dieser Weise keinerlei unangenehme Gefühle für sie? Sind es drei, sollte man das Fisten mit vier Fingern beginnen.

Dann die entscheidende Frage: Wie ist das Gefühl beim Einführen der Finger für beide? Das heißt: Der aktive Part sollte erforschen, in welcher Handposition die Dame am "offensten" ist und wie er seine Finger möglichst weit in sie einführen kann, ohne dass sie Schmerzen bekommt.

An dieser Stelle ist anzumerken, dass Druckgefühle völlig normal sind, denn es handelt sich schließlich um eine Dehnung. Beide Partner sollten also wirklich ausgiebig experimentieren: Es kann nach unten hin angenehmer für sie sein oder eher nach oben. Dabei ist es auch eine wichtige Frage, ob sie am Damm oder am oberen Bereich des Scheideneingangs empfindlicher ist. Das ist von Frau zu Frau unterschiedlich.

Sollte sie am Damm weniger Druck spüren und dafür oberhalb schmerzempfindlicher sein, so kann der aktive Part durch Druck der Finger/der Hand nach unten eine bessere Vordehnung erreichen. Der Aktive wird in jedem Fall merken, wie sie mit zunehmender Dehnung auch weiter und leichter zu penetrieren ist.

Während der Testphase sollte der Fister die Scheide in alle Richtungen vorsichtig dehnen. Dieses Bild ist FSK-18-Material. Hier geht's zur Freischaltung.
Während der Testphase sollte der Fister die Scheide in alle Richtungen vorsichtig dehnen.
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Achtet darauf, an welchen Stellen sie empfindsam ist. Bei Mim ist es die Stelle ca. fünf Zentimeter hinter dem Eingang oben. Habt ihr als aktiver Part eine solche Stelle gefunden, reibt sie ab und zu mal etwas stärker als den Rest des Inneren. Erreicht ihr diese Stelle mit euren Knöcheln oder später mit der Daumenwurzel, steigt die Empfindsamkeit eurer Dame ins Unermessliche. So lange ihr noch nicht so weit seid, kann das aber der Ablenkung vom Druckgefühl und damit der Entspannung sehr dienlich sein!

Für das Vordehnen und Ausprobieren solltet ihr euch sehr viel Zeit nehmen. Und es sollte sich auch in euren Köpfen nur um Versuche und Vorbereitungen handeln: Setzt euch nicht unter Druck. Manchmal geht es dann schneller als gedacht. Es empfiehlt sich in der Testphase, zwischendurch auch mal zwei Finger von jeder Hand einzuführen und nach beiden Seiten vorsichtig zu dehnen.

Wichtig: Auf Körperreaktionen achten
Es ist immens wichtig und erleichtert vieles, wenn der aktive Part sehr genau auf die körperlichen Reaktionen seiner Partnerin achtet. So führt es deutlich schneller und schmerzloser zum Ziel, wenn man mal dieses Beispiel nimmt:

Bei den ersten Versuchen konnte Merlin zwischenzeitlich durch die Stimulation mit dem Vibrator starke Kontraktionen in Mim spüren. Das wird jede Frau selbst kennen. Zog sie sich zusammen, hielt er mit dem Eindringen inne, sobald sie sich wieder öffnete, verstärkte er den Druck wieder, was die Hand fast selbstständig weiter hineinzog.

Schritt 2: Das Eindringen der Hand

Nun könnt ihr den Daumen hinzunehmen. Der sollte in die Handinnenfläche gelegt werden und die Hand zu dem bereits bekannten Entenschnabel (siehe unseren Fisting-Workshop) geformt werden. Innen müsst ihr für euch spüren, wann ihr damit beginnt, die Finger umzulegen, denn die Tiefe der Frau reicht für eine gestreckte Hand nicht immer aus und bringt auch nicht die gewünschten Ergebnisse.

Beim Vaginal-Fisting nie weiter gehen, als es die Frau aushält. Dieses Bild ist FSK-18-Material. Hier geht's zur Freischaltung.
Beim Vaginal-Fisting nie weiter gehen, als es die Frau aushält.
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Habt ihr in dieser Phase den für sie maximal aushaltbaren Grad der Dehnung erreicht, die Frau unterbricht also das Eindringen, bleibt so lange in dieser Position, wie sie es aushält. Dann zieht euch erst mal zurück und wiederholt das leichte Dehnen und Streicheln des Scheideneingangs. Ihr könnt auch einfach mal ein wenig lecken oder nur so streicheln, alles, was der Ablenkung und Entspannung dienlich ist.

Sie bestimmt, wann es weiter geht. Aber ihr werdet merken, dass es danach deutlich leichter geht und es ihr weitaus weniger Druck beschert, wieder bis in die soeben erreichte Position zu kommen. Sie muss auch bestimmen, ob sie an diesem Punkt weiter gehen möchte oder es erst mal dabei belässt und zu einem anderen Zeitpunkt auf die Zielgerade biegen möchte. Der aktive Part, ist er empfindsam und achtet auf seine Partnerin, spürt in dieser Phase genau, in welcher Position das vollständige Eindringen der Hand möglich sein wird.

Schritt 3: Die maximale Dehnung der Scheide

Habt ihr das alles ein paar Mal gemacht, wird es mit jedem Mal einfacher, tiefer in sie einzudringen. Ihr werdet ab einem bestimmten Punkt merken, dass die Hand fast von selbst leicht nach innen gezogen wird. Das bedeutet jedoch nicht, dass der aktive Part jetzt einfach ordentlich nachdrücken kann und fertig! Die Dehnung ist an diesem Punkt maximal und dementsprechend intensiv für die Frau. Und dementsprechend vorsichtig sollte der Partner nun sein.


Die Hand ist ganz eingeführt. Dieses Bild ist FSK-18-Material. Hier geht's zur Freischaltung.
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Nach Mim und Merlins Erfahrung ist es am leichtesten, die Hand nun nach unten zu richten und sie gleichzeitig zu einer Faust zu formen, damit man nirgendwo hinten anstößt und so den Spaß vorzeitig unterbricht. Auch wenn jetzt der Punkt für den aktiven Part kommt, an dem dieser am liebsten dem Sog nachgeben möchte, weil er es nicht mehr erwarten kann: Gebt dem Verlangen nicht sofort nach!

Ein Tipp von Mim: Ist der gerade beschriebene Punkt erreicht, stoppen, die Hand ganz leicht rein und raus bewegen und mit dem Vibrator den Kitzler bearbeiten, bis sich der Orgasmus ankündigt. Merkt sie das, kann der aktive Part die Hand recht einfach vollständig versenken, denn in dieser Situation wirkt die intensive Dehnung luststeigernd ohne Ende, was die Sache sehr viel einfacher macht.

Der Orgasmus beim Vaginal-Fisting

Beim Orgasmus fühlt es sich für den aktiven Part an, als legt sich das gesamte Innere der Frau um die Hand. Es wird so eng, dass die Hand sehr stark gedrückt wird, auch in Richtung Ausgang. Das sollte man bei dem ersten Versuch auch sofort nutzen und die Hand wieder hinausziehen. So bleibt kein negatives Gefühl zurück und ihr könnt es noch mal versuchen. Nachdem es erst einmal geklappt hat, wird es immer einfacher.

Mit der Zeit könnt ihr dann damit beginnen, die Hand nach dem Einführen rein und raus zu bewegen. Wobei "raus" nicht wirklich raus bedeutet, sondern nur stark in Richtung Ausgang ziehen und dann wieder rein. Leichtes Drehen ist dann eine weitere Steigerungsform.


Die Frau kann beim Fisten auch zum Squirten gebracht werden. Dieses Bild ist FSK-18-Material. Hier geht's zur Freischaltung.
Die Frau kann beim Fisten auch zum Squirten gebracht werden.
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Und habt ihr das Glück, eine Frau so zu stimulieren, dass ihre Lust über das normale Maß hinausgeht, kann es sein, dass sie squirtet. Das ist beim Fisten keine Seltenheit und ist nicht mit Urinieren zu verwechseln! Keine Panik also, wenn es feuchter wird, das ist die beste Bestätigung, dass es der aktive Part richtig gemacht habt!

Das Druckgefühl danach

Wie es auch bei dem analen Fisten nach den ersten Malen der Fall ist, dass ein Druckgefühl für ein bis zwei Tage bleibt, so ist diese Reizung beim vaginalen Fisten auch im Nachhinein mit ein paar Nachwirkungen verbunden. Ein leichtes Druckgefühl bleibt, Mim beschreibt es wie einen falsch sitzenden Tampon. Das vergeht allerdings nach einem Tag und mit wachsender Erfahrung verschwindet das vollständig. Es ist nichts kaputt oder beschädigt, keine Sorge!

Viel Spaß und gutes Gelingen!!

© Mim_Merlin

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