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Glory Hole

Die Pforte ins Glück
12. Januar 2018

Seinen Schwanz durch ein Loch stecken, ohne zu sehen, was da auf der anderen Seite auf einen wartet? Klingt für Ungeübte gewagt. Dabei ist es genau diese totale Reduktion auf das sexuell Wesentliche – die Lustbefriedigung –, die neben der Anonymität den Reiz von Glory Holes ausmacht. Ein kleiner Guide zu den Ruhmeslöchern.

 

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Glory Holes – Was ist das Geile daran?

Wer ein Glory Hole nutzt, kommt nicht zum Reden oder Beichten. Worauf die Erziehung die meisten Menschen getrimmt hat, nämlich den Mitmenschen als Ganzes zu betrachten, als Wesen mit Vergangenheit und Seelenleben, als ein Ineinandergreifen aus Erfahrungen und Wissen, Humor und Verletzlichkeit – herrjemine –, all diesen zwischenmenschlichen Bewertungsballast aus Charakter und Aussehen erspart einen der begrenzte Sicht- und Kommunikationsausschnitt eines Glory Holes. Depersonalisierung pur. Geil.

Ein Glory Hole verengt den Handlungskorridor auf entspannt-erregende Art.

Wie alle sexzentrische Begegnungsgelegenheiten bietet ein Glory Hole einen Ausfallschritt aus dem Trott des Alltags. Es gibt in Relation wenig Unwegsamkeiten, kaum Raum für verunsichernde Darf-ich-das-jetzt-Gedankenspiele oder Schamgefühle: Ein Glory Hole verengt den Handlungskorridor auf entspannt-erregende Art.

Der Mann ist auf seinen Schwanz reduziert, die Frau auf ihre Funktion als "Melkmaschine". Sofern sie nicht selbst bedient werden will – einige Damen halten dafür gerne ihren Hintern an die Öffnung. Ein Glory Hole bedeutet Klarheit, wie es sie sonst selten gibt.


Das JOYclub-Paar macdomanz in Aktion. Hier geht's zur FSK-18-Freischaltung.
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Eine andere Attraktion: Anonymität bzw. das Wissen, es mit zumeist vollkommen Fremden zu tun zu haben. Vor allem Frauen bringen das als Argument vor: mehrere Schwänze fremder Männer (in Anwesenheit des eigenen Partners) zum Spritzen zu bringen bzw. vollgespritzt zu werden. "Wir waren in einem Raum mit acht Glory Holes und in jedem steckte ein Teil (und das zwei Runden lang) – und die haben alle gut abgeliefert", beschreibt das JOYclub-Paar EvaDidi den Bukkake-Faktor. Daher kann es von Vorteil zu sein, ein Etablissement zu besuchen, das mit Duschen aufwartet.

Ein weiteres Pro-Argument: Der Umstand, den Gegenüber nicht zu sehen, stimuliert die Fantasie. Die Dame von PaarLysander1x2 beschreibt das wie folgt: "Mein Partner hat oft über JOYclub Kontakt und weiß ungefähr, wer kommt. Er macht mir es mir schmackhaft und erzählt mir von den Schwanzformen und Größen oder vom guten Schreibstil der Herren. Das füttert meine Kopfkinofantasie im Vorfeld."

Wo finde ich Glory Holes?

Die offiziellen Varianten finden sich in Pornokinos, Sexshops, Swingerclubs oder ausgewählten Erotik-Diskotheken. Achtet auf Sauberkeit. Das JOYclub-Paar Sonnenstern77 bringt sich darüber hinaus stets Handdesinfektionsmittel mit. Wer auf den Reiz des Verbotenen setzt (und weniger auf Hygiene), wird auf den öffentlichen Toiletten mancher Bahnhöfe, Universitäten oder Parkplätze sein Ruhmesloch finden. Glory Holes können entsprechend bei Parkplatzsex eine Rolle spielen.

Glory Holes: Hier findest du Ruhmeslöcher in deiner Region!

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Was geht am Glory Hole?

Viel. Glory Holes sind in erster Linie für Blow- und Handjobs bekannt, vor allem in Pornokinos und Swingerclubs. Unter Paaren ist es gängige Praxis, dass er mit ihr in der Kabine ist, sie ihn bedient oder sich von ihm nehmen lässt, während sie sich zugleich anderen Schwänzen widmet.


Das JOYclub-Paar BlowJobCouple in Aktion. Hier geht's zur FSK-18-Freischaltung.
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Ein Footjob, Rimming und Sex sind ebenso in der Lostrommel. Glory Holes müssen nicht unbedingt hüfthohe Löcher in einer Wand sein. Neben dieser Standardvariante gewinnt eine größere Lösung an Beliebtheit. Dabei schiebt eine Person ihren Unterkörper durch eine verhangene Klappe. Die Verfügbarkeit des gesamten Unterkörpers erhöht die Wahrscheinlichkeit auf Sex enorm. In dieser Variante ist es oftmals die Frau, die sich feilbietet.

Bei zwei aneinanderliegenden Kabinen bietet sich ein Partnertausch am Glory Hole an: Wechselweise interagieren Frau und Mann des jeweils anderen Paares.

Impressionen vom Glory Hole

Die Dame von PaarLysander1x2:

"Gut sind Kabinen mit zwei verschiedenen Wänden. Eine Wand mit Löchern für die Schwänze und eine mit einem größeren Loch auf der anderen Seite, wo ich mein Hinterteil anbieten kann. Klinex und Desinfektionsmittel wären auch super. Ich hätte gern mehr Licht, ich will ja auch was sehen. Ein bewegbarer Hocker darf nicht fehlen, den ich für mich positionieren kann.

Ich wichse sehr gern Schwänze und freue mich wenn sie stehen und abspritzen. Das macht mich an. Am Liebsten nicht nur auf die Hand, auch viel Samen auf meinen Brüsten. Aber ich schlucke das Sperma nie.

Wenn der Schwanz besonders ist, steif, fest, groß, üppig, dann lass ich mir ihn nicht entgehen und nehm ihn gern vaginal und oder anal. Am Liebsten blas ich dann dabei meinen Mann.

Am Glory Hole bin ich die 'Herrscherin' und nehme mir die Schwänze; ich biete mich und meine Lust an und verteile Entspannung und 'Lust/Liebesenergie'.

Mein Partner ist immer mein Beschützer, falls mal jemand zu viel Testesteron hat. Ohne ihn würde ich mich nicht in die Kabine trauen. Er hilft bei der Orga, siebt im Vorfeld die ‘Testosteronies’ aus, stellt Klinex und Kondome bereit und hält mir seinen Schwanz hin.

Was ich oft blöd finde, das Frauen im Pornokino Eintritt zahlen, obwohl sie oft richtig Geld in die Kasse bringen."

Glory Holes – Was gar nicht geht

Müssen wir über fehlende Hygiene reden? Gut. Ein anderes oft genanntes Negativkriterium: üppige Schambehaarung. Durch die visuelle Reduktion auf das sexuelle Zielgebiet fallen Schamhaare nochmal mehr ins Gewicht.

Wenn man als Frau den Hintern ans Loch hält, können auch die meisten Spanner oft nicht widerstehen.

Wie bei Unfällen gilt auch bei Glory Holes: Gaffer und passive Spanner nerven und stören den Betrieb. Sonnenstern77 meint dazu: "Wir stellen immer wieder fest, dass viele einfach nur schauen wollen und dadurch die Kabinen blockieren. Oder es wird versucht, durch die Löcher zu grapschen." Das JOYclub-Paar sexypaar69001 löst das wie folgt: "Wenn man als Frau den Hintern ans Loch hält, können auch die meisten Spanner oft nicht widerstehen und kommen zur Sache."

Noch schlimmer: ungefragtes Fotografieren und Filmen der Frauen. Glory Holes sind keine Peep Show. Ebenso unerwünscht ist gaffendes Onanieren. Die meisten Damen wollen selber zugreifen, warum ihnen die Arbeit abnehmen?


Das JOYclub-Paar EvaDidi in Aktion. Hier geht's zur FSK-18-Freischaltung.
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Die Königstabus am Glory Hole: ungeschützter Sex und Spermaschlucken. All diese Leitlinien gelten vorrangig für Glory Holes in den oben genannten Etablissements. Inoffizielle Löcher hingegen birgen die Gefahren gesetztesfreier Schwarzmarktzonen. Gehandelt wird, was nachgefragt wird. Aber warum ein Risiko eingehen? Das Leben ist so schön. Vor allem, wenn man es für intensive Augenblicke aufs situativ Wesentliche reduziert. Glory Hole-leluja!

 

  • Unverbindlich, anonym, heimlich: Die Geschichte der Glory Holes reicht zurück bis ins Alte Ägypten. Künstlerische Darstellung belegen, dass sich auch die griechische Antike die Kulturtechnik der Glory Holes nicht entgehen ließ. Unabhängig davon verbreiteten sich die Lustlöcher selbst im asiatischen Raum.

    Im 16. Jahrhundert erschienen Glory Holes wieder vermehrt in europäischen Gassen, Bordellen und Toiletten. Im Gegensatz zu den Ruhmeslöcher des 19. und 20. Jahrhunderts war aber nicht der heimliche homosexuelle Kontakt das treibende Element: Rasche, anonyme und problemlose Lustbefriedigung stand im Vordergrund.

    Quellen weisen daraufhin, dass Glory Holes in der Frühen Neuzeit als recht harmloser Spaß und Zeitvertreib galten. Über den Aufstieg des Britischen Empires fand man sie bald auch in Indien, Australien und Kanada.

    Erst im 19. Jahrhundert festigte sich die Verbindung zwischen Glory Holes und Homosexualität. Die anonymen Treffen sollten teils Erpressbarkeit vorbeugen, in einer Zeit, als Homosexualität strafbar war – was in den USA noch bis 1962 und in Deutschland bis 1969 der Fall war. Die Löcher waren nicht nur auf Toiletten und einschlägigen Clubs zu finden, sondern beispielsweise auch in Bibliotheken. Wer hätte gedacht, dass das Wort “Bibliothek” in diesem Text vorkommt?

    In den 1960ern eroberten Glory Holes US-amerikanische Saunen. Viele davon wuchsen zu Treffpunkten der Gay-Community. Die AIDS-Epidemie der 1980er setzte dem ein Ende. So verfügte etwa New York 1985 die Schließung aller Schwulensaunen.

    Schon zuvor schwappten Glory Holes zurück in den heterosexuellen Vergnügungsbetrieb. Die Not, die kaum 100 Jahre zuvor Männer dazu trieb, sexuellen Kontakt über Löcher in Wänden zu pflegen, war der gefahrlosen Lust auf aufregende Anonymität gewichen.

 

Was ist für euch der Reiz an Glory Holes? Was macht für euch ein gutes Glory Hole aus? Was war euer irrstes Erlebnis am Glory Hole? Diskutiert in unserem Sex-Forum.

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