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Bisexualität in der Beziehung - Kann das klappen?

Und worin liegt der Unterschied zwischen "bi" und "bi-interessiert"?
23. Dezember 2017

Bisexualität ist eine sexuelle Orientierung, die keine klare Position bezieht, welches Geschlecht anziehender ist. Als Kurzform für Bi-Sex bzw. Bisexualität wird umgangssprachlich das Adjektiv "bi" benutzt. Wir widmen uns diesem Thema näher.

Diese Fragen beantwortet unser Beitrag:

  • Wie gehe ich mit Bisexualität in der Beziehung um?
  • Bi oder bi-interessiert: Was ist der Unterschied?
  • Wie finde ich bisexuelle Männer und Frauen?
  • Ist nicht jeder Mensch ein kleines bisschen bi?

Bisexualität in der Beziehung: Kann das gut gehen?

Im JOYclub trifft man auf Profile, in denen angegeben wird, in einer klassischen, heterosexuellen Beziehung zu leben und eine gleichgeschlechtliche Affäre zu suchen. Nur für sich allein. Manchmal mit, manchmal ohne Wissen der oder des Liebsten daheim.

Einige leben ihre Bi-Neigung aus, für andere bleibt sie eine schöne und teils auch geheime Fantasie. Für manche ist es allerdings auch ein Geheimnis, das nicht nur die eigene Seele, sondern auch die Partnerschaft belastet. Wer dieses Geheimnis oder diese Fantasie mit sich nicht mehr selbst ausmachen will oder auf der Suche nach Gleichgesinnten ist, findet Rat und Hilfe bei unseren Mitgliedern in den regionalen und überregionalen Gruppen zum Thema Bisexualität.

JOYclub-Gruppen zum Thema Bisexualität

Hier ist ein kleiner Auszug an überregionalen Gruppen, der sich an Bi-Frauen, Bi-Männer und Bi-Paare richtet:

  • Bi-Frauen: Die Gruppe "Bi-Frauen von Paaren" bietet einen Treffpunkt für bisexuelle und bisexuell- interessierte Frauen, die mit ihrem Partner als Paar angemeldet sind und ihre Bisexualität mit oder ohne Wissen ihres Partners ausleben wollen.
  • Bi-Männer: In der Gruppe "Bi-Männer" ist der Name Programm, wobei auch Paare gern gesehen sind, bei denen der männliche Part bisexuell ist.
  • Bi-Paare: Wie der Name schon verrät, richtet sich die Gruppe für "Bi-Paare" an Paare, die beide Bi oder Bi-Interessiert sind, mit Gleichgesinnten Erfahrungen- und Gedanken austauschen wollen bzw. auf der Suche nach einem anderem Bi-Paar sind.

Wie kann man sich mit Bisexualität in der Partnerschaft arrangieren?

Die Veranlagung zur Bisexualität kann bereits in der Pubertät auftreten, sich aber auch erst in späteren Jahren entwickeln. Möglicherweise lebt man dann bereits in einer heterosexuellen Beziehung. Viele stellen sich dann die Frage:

Liebe kennt keine Grenzen – erst recht nicht beim Geschlecht.
Liebe kennt keine Grenzen – erst recht nicht beim Geschlecht.
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  • Sag ich meiner besseren Hälfte, dass ich gern meine Bi-Neigung ausleben möchte?
  • WIE sage ich ihm oder ihr, dass ich bisexuell bin?
  • Wie wird mein Partner mit meinem Wunsch, offen meine Bisexualität auszuleben, umgehen?
  • Wie können wir zukünftig damit gemeinsam umgehen?

Das freie und offene Ausleben der Bisexualität kann für den bisexuellen Mann oder die bisexuelle Frau eine Bereicherung darstellen. Der heterosexuelle Partner allerdings könnte bei diesem Geständnis Angst und ein Gefühl der Bedrohung empfinden. Hier ist ein kleiner Auszug aus den Tipps unserer Mitglieder, wie man gemeinsam mit dieser Situation umgehen kann:

 

#1: Führt offene Gespräche mit eurer Partnerin oder eurem Partner

Schwierig ist die Situation, wenn die Bi-Neigung erst während einer Beziehung deutlich zum Vorschein kommt. Hier ist ein ein offenes Gespräch unabdingbar, um beziehungsbelastende Geheimnisse und unterdrückte Neigungen zu umgehen und Vorurteile und Misstrauen abzubauen.

 

#2: Kommt vielleicht ein anderes Beziehungsmodell für euch in Frage?

In einer offenen Beziehung gestehen sich Paare gegenseitig sexuellen Freiraum zu. Hier muss die Neigung zur Bisexualität nicht unterdrückt werden. Wem es möglich ist, Liebe und Sex zu trennen, der kann auch die vielleicht fremd erscheinende sexuelle Orientierung des Partners leichter akzeptieren.

Möglich sind in dieser Beziehungsform ein gelegentlicher Seitensprung mit dem eigenen Geschlecht, eine dauerhafte Affäre mit einem gleichgeschlechtlichen Partner oder auch ein Zusammenleben zu dritt. Denkbar sind zudem wechselnde, kurze Beziehungen.

 

#3: Auch eine Lösung: Liebe zu dritt - Niemand bleibt zurück

Wenn ein weiterer Partner in das Liebesspiel mit einbezogen wird, sind bisexuell veranlagte Menschen klar im Vorteil. Bei den Kombinationen Mann und zwei Frauen (FFM) oder Frau und zwei Männer (MMF) regiert die gemeinsame Lust und Leidenschaft.

Ein Mann, der keine Berührungsängste vor einem zweiten Mann hat, kann beim Flotten Dreier seine Bi-Neigung ausleben, ohne dass die Partnerin eifersüchtig wird. Im umgekehrten Fall gilt das Gleiche.

Bisexualität ist die Liebe zwischen den Ufern.
Bisexualität ist die Liebe zwischen den Ufern.
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Männer können oft sehr gut mit der Bisexualität ihrer Partnerin leben. Frauen allerdings stehen den homoerotischen Neigungen des Partners meist eher skeptisch gegenüber.

Beim Besuch einer erotischen Veranstaltung - oder auch eines Swingerclubs - könnt ihr behutsam testen, was ihr als anregend empfindet und wie weit ihr gehen wollt und könnt.

Bi oder bi-interessiert: Wo ist der Unterschied?

Dass sich Bisexuelle zu beiden Geschlechtern hingezogen fühlen, heißt nicht, dass sie sich im gleichen Maße für Männer und Frauen interessieren. Bisexualität kann ganz unterschiedlich ausgeprägt sein:

  • Da gibt es die Frau, die ihren Ehemann einmal im Monat mit einer weiteren Frau im Bett erwartet.
  • Oder da gibt es den Homosexuellen, der trotz seiner glücklichen Beziehung in sinnlichen Momenten an einen wohlgeformten Frauenbusen denkt.
  • Oder es gibt auch den Mann, der seine Partnerin mit einem anderen Mann betrügt.

Nur ein bisschen bi? Heutzutage ist man in solchen Dingen einfach heteroflexibel.

Das sind nur einige wenige Beispiele. Sex mit dem gleichen Geschlecht ist eine erotische Fantasie vieler heterosexueller Männer und Frauen. Einige leben ihre Fantasie bewusst aus, ohne sich deshalb als "bi" bezeichnen zu wollen. In den JOYclub-Profilen findet man in dem Fall oft die Angabe "bi-interessiert". Mittlerweile gibt es auch den Trend-Begriff "heteroflexibel". Beide Begriffe meinen das gleiche: Personen, die überwiegend heterosexuell sind. Aber eben nicht nur.

Neu ist das nicht: Sexualforscher Alfred Charles Kinsey etwa hatte in den 1950er Jahren in seinem "Kinsey-Report" ausführlich erörtert, dass wir Menschen sowohl das eigene als auch das andere Geschlecht sexuell ansprechend finden können. Etwa die Hälfte der Menschheit sei demnach bisexuell - in unterschiedlichen Graden.

Mehr davon lest ihr auf Seite 2!

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