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Squirting

… oder die weibliche Ejakulation und ihr Mythos
17. Juni 2017

Squirting wird auch als weibliche Ejakulation bezeichnet. Männer sind, so scheint es, entweder ganz verrückt danach oder peinlich berührt davon. Auch unter Frauen sind die Reaktionen gespalten: Zwar können immer mehr Squirting genießen, doch ist es für einige Frauen noch immer schambehaftet. Ein Blick in die Geschichte des Squirtings.

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Anatomisch gesehen können alle Frauen squirten. Es ist meist mit einem intensiven Lusterlebnis verbunden und mündet in die stoßweise Freisetzung eines Sekretes, das mal wässrig farblos und mal milchig weiß sein kann. Erstaunlicherweise wurde dieser Ausdruck der weiblichen Lust lange Zeit von der Gesell- und Wissenschaft geflissentlich ignoriert. Erst in den letzten Jahren ist die Zahl ernsthafter Studien gestiegen. Graciella beschreibt die Eindrücke wie folgt.

Wie fühlt sich Squirten an ...

für sie?

Sie sitzt auf ihm. Er fühlt sich großartig an. Sie spürt, wie er es genießt, wenn sie auf ihm reitet, die Geschwindigkeit, den Takt angibt. Sie genießt es, wie er sich ihr hingibt, vollkommen. Sie spürt ihn intensiv, sehr intensiv und sie spürt wie ihre Lust sich über alles erhebt, spürt wie es ihr kommt, stärker als sonst – ein besonders inniger, emotionaler, liebevoller, lustvoller, leidenschaftlicher Augenblick mit einem besonderen Mann, dem sie sich maximal öffnet und hingibt. Sie spürt ihn auf eine ganz besondere Weise und sie spürt es … sie wird feucht, sie wird nass … immer nasser … es gluckst, es schmatzt, es klatscht – Haut auf Haut, nass auf nass. Immer nasser bahnt sich ein Orgasmus der besonderen Art seinen Weg in die Vollendung.

Sie spürt, wie es ihr kommt, gewaltig. Sie zerfließt, löst sich auf, verbindet sich mit ihm. Mit ihren Lustschreien spritzt es aus ihr heraus, schwallartig, auf ihn, ins Bett … alles nass – sie, er, das Bett. Sie ist gekommen und "es" auch. Soll sie diesen Wahnsinnsorgasmus nun in vollen Zügen genießen, ihn als besonderes Ereignis mit einem besonderen Mann langsam und ganz genussvoll abklingen lassen oder doch aufstehen und putzen?

Squirting ... oder wenn der Akt besonders feucht endet.
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Squirting ... oder wenn der Akt besonders feucht endet.
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für ihn?

Schweigt er, weil er es einfach nur unendlich genießt, es ihn anmacht, dass sie so kommt, oder ist er peinlich berührt, weil er vielleicht denkt, sie hat ihn angepinkelt?

Er genießt, verteilt ihr Nass auf seinem Bauch, nimmt sie fest in den Arm, lässt nicht zu, dass sie aufsteht, sie solle "es" genießen, möchte er ihr sagen, doch er schweigt träumerisch. Doch er will mehr von dieser Frau, er liebt es. Es macht ihn maximal an, wenn eine Frau kommt. Er möchte dieses Nass genießen, es und sie lecken, salzig-herb bis bitter-zart … lecker und einfach einzigartig schmeckt ihr wässriger Erguss.

Er dankt ihr für dieses besondere Geschenk, lässt nicht zu, dass sie sich entschuldigt, möchte am liebsten schon wieder mit ihr zerfließen und erst später, viel später hilft er ihr beim Betten frisch beziehen.

 

  • Bereits eine Statue aus einem alten hinduistischen Tempel des Jahres 1200 v. Chr. in Kamataka zeigt sie – die weibliche Ejakulation. Eine Frau, mit gespreizten Beinen, aus der "es" herausfließt.

    Auch Aristoteles beschreibt bereits um 300 v. Chr. dieses "es" als eine flüssige Absonderung beim weiblichen Orgasmus, die jedoch keinen Samen enthalte. Der griechische Arzt und Anatom Galen führte die Flüssigkeit im 2. Jahrhundert auf die weibliche Paraurethraldrüse zurück.

    Seitdem ist das weibliche Ejakulat bekannt unter den Namen "Aqualusio" oder "Aqlusio", abgeleitet von den lateinischen Begriffen für Wasser (Aqua) und Ende (Conclusio). Eine detaillierte Beschreibung als "schwallartiger Erguss" während der Erregung wird erstmals 1672 vom niederländischen Anatomen Reinier De Graaf verfasst, der zudem auf eine "besonders sensible Zone" verwies, die er mit der männlichen Prostata des Mannes verglich und die für die Herbeiführung des schwallartigen Ergusses nicht unerheblich ist. Diese "Zone" wurde vom Gynäkologen Ernst Gräfenberg auf der Suche nach dem vaginalen Lustzentrum wieder aufgegriffen und als Gräfenberg-Zone (besser bekannt als "G-Punkt") beschrieben.

    Bis weit ins späte 20. Jahrhundert hinein wurde die weibliche Ejakulation meist mit einem spontanen Urinabgang als Folge eines durch den Orgasmus bedingten Kontrollverlustes über den Blasenschließmuskel erklärt. 1981 konnte die weibliche Ejakulation erstmalig von F. Addiego et al. (The Journal of Sex Research, 17:13-21) in einer Fallstudie nachgewiesen werden.

    Ist das Squirting ein Urinabgang?

    Dennoch ist das Phänomen bis heute von Fachkreisen unzureichend untersucht und lässt allerlei Diskussionsraum offen. Das zeigt sich beispielsweise darin, dass es noch immer hohe Wellen schlägt, wenn eine neue Studie zum Thema Squirting erscheint. Vor allem an einer Streitfrage entzünden sich heftige Auseinandersetzungen: Handelt es sich – vor allem bei größeren Mengen – letztlich nur um Urin, dessen veränderte Farbe und veränderter Geruch auf die Beimischung des beschriebenen Sekrets aus der Paraurethraldrüse zurückzuführen ist?

    Das Squirten bzw. Abspritzen sollte Frau nicht peinlich sein.
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    Das Squirten bzw. Abspritzen sollte Frau nicht peinlich sein.
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    Dahingehend bemerkte Ernst Gräfenberg schon in einem Artikel von 1950, dass sich das bei der weiblichen Ejakulation freigesetzte Sekret zumindest vom Urin unterscheide. Grundsätzlich können Frauen während sexueller Erregung diverse Flüssigkeiten absondern – von Scheidenflüssigkeit über Ejakulat bis Urin. Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass die Harnstoff-, Harnsäure- und Kreatininkonzentration der Squirtingflüssigkeit sehr nah an der von Urin ist. Wie genau der Vorgang der weiblichen Ejakulation abläuft, klärt indes auch diese Studie nicht.

    Fest steht, dass ein Teil des weiblichen Ejakulats in den paraurethralen Drüsen (auch Skene-Drüsen) produziert wird. Diese Drüsen werden häufig auch als weibliche Prostata bezeichnet. Das Ejakulat wird beim Orgasmus durch mehrere winzige Ausgänge in den Endabschnitten der Harnröhre ausgesondert. Neuere Untersuchungen legen den Schluss nahe, dass alle Frauen diese Flüssigkeit produzieren, auch wenn sie sich dessen nicht bewusst sind und/oder nicht ejakulieren.

    Einige Frauen erleben die Flüssigkeit als glasig/durchsichtig, andere wiederum berichten von milchigen Ejakulationen. Der Geschmack soll herb-bitter-salzig sein und analog zum männlichen Sperma scheint er von Frau zu Frau zu variieren.

    Squirting – normal oder Ausnahme?

    Die allgemeine Ratlosigkeit in der Beschäftigung mit dem Thema zeigt folgendes Zitat aus dem amerikanischen Buch "The V-Book" über das weibliche Geschlechtsorgan: "Above all, release of fluid is a normal function for some women and does not require surgery or medication to make it go away." (Überhaupt ist die Freisetzung von Flüssigkeit bei manchen Frauen ein normaler Vorgang und erfordert keine chirurgischen oder medikamentösen Maßnahmen zur Beseitigung.)

    Für manche Frauen ist die weibliche Ejakulation mit Scham behaftet.
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    Für manche Frauen ist die weibliche Ejakulation mit Scham behaftet.
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    Der Anteil der Frauen, die bei sexueller Erregung ejakulieren, variiert von Studie zu Studie stark. Während Masters und Johnson in den 1960er Jahren einen Prozentsatz von 4,7 Prozent aller Frauen ermittelten, kommen neuere wissenschaftliche Umfragen zu dem Ergebnis, dass bis zu 54 Prozent aller Frauen ejakulieren. Eine Umfrage unter 5.000 zufällig ausgewählten Frauen kam sogar auf 70 Prozent. Es ist anzunehmen, dass die Dunkelziffer sehr hoch ist, da vielen Frauen die weibliche Ejakulation unbekannt ist und sie das Ejakulat mit Urin verwechseln.

    Quellen


    - http://de.wikipedia.org/wiki/Weibliche_Ejakulation
    - Ernst Gräfenberg: The Role of Urethra in Female Orgasm, in: The International Journal of Sexology, Vol 3, No 3, pp. 145-148, 1950
    - Sabine zur Nieden: Weibliche Ejakulation: Variationen zu einem uralten Streit der Geschlechter, Gießen: Psychosozial-Verl. 2004, Reihe Beiträge zur Sexualforschung, Bd. 84, ISBN 3-89806-267-8 zgl. Univ., Diss., Frankfurt (Main) 1991, u.d.T.: Theoretische und empirische Studien zur weiblichen Ejakulation
    - Deborah Sundahl: Weibliche Ejakulation und der G-Punkt. Hans-Nietsch-Verlag, Freiburg 2006. ISBN: 3-934647-95-2
    - Josephine Lowndes Sevely: "Evas Geheimnisse. Neue Erkenntnisse zur Sexualität der Frau." Droemer Knaur 1988, ISBN 3-426-26363-7
    - http://www.the-clitoris.com/f_html/female_ejaculation.htm

Wann, wie und wie heftig spritzen Frauen?

Die weibliche Ejakulation erfolgt in der Regel in der Orgasmusphase der Sexualreaktion und wird durch die Stimulation der Gräfenberg-Zone begünstigt. Einer JOYclub-Umfrage nach spritzt eine Mehrheit der squirtenden Frauen – 56 Prozent – vor dem Orgasmus, 38 Prozent pünktlich zum Höhepunkt. Wie in den meisten Bereichen der sexuellen Lustempfindung kann auch die weibliche Ejakulation durch Lernprozesse beeinflusst werden, verläuft in der Regel jedoch unwillkürlich und wird womöglich wie die Ejakulation des Mannes reflektorisch gesteuert.

Die Fähigkeit zum Squirting beim Geschlechtsverkehr scheint auch von der Stellung abzuhängen. In der Missionarsstellung ist eine ausreichende Stimulation der Gräfenberg-Region durch den Penis – allein schon aus anatomischen Gründen (der "G-Punkt" liegt zu nah am Scheidenausgang) – eher nicht möglich. Mehr Erfolg verspricht es, wenn die Frau oben sitzt oder der Geschlechtsverkehr a tergo, also "von hinten", durchgeführt wird.

Die JOYclub-Dame Hicke in Aktion. Hier geht's zur FSK-18-Freischaltung.
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Die JOYclub-Dame Hicke in Aktion.
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Manche Frauen sprechen vom Zerfließen, manche vom Nasswerden, manche vom Spritzen. Viele Videos, die im Internet kursieren und Frauen meterweit abspritzen lassen, sind eher als ein Fake zu betrachten (mittels gefüllten Wasserflaschen wird die Scheide mit Wasser befüllt und Frau presst es nach geschickt gesetztem Schnitt schwallartig wieder heraus). Seriösere Studien sprechen von 15-150ml Flüssigkeitsabsonderung, wobei natürlich auch diese Angaben von Frau zu Frau variieren.

Welche Probleme können bei der weiblichen Ejakulation auftreten?

Von Frauen wie auch von Männern kann Squirting als Bredouille wahrgenommen werden. Oft glauben Frauen, die squirten, dass sie zu "nass" sind oder urinieren, wenn sie einen Orgasmus haben. Sie empfinden es als unangenehm oder schämen sich. Auch Männer können sich unter Umständen durch den vermeintlichen "Urin" peinlich berührt fühlen. Aus falschen Schamgefühlen kann es sogar so weit kommen, dass Frauen beginnen, ihren Orgasmus zu unterdrücken. Dabei gilt letztlich: Die Lust zählt – egal, aus was sich die Flüssigkeit nun zusammensetzt oder welche Menge abgesondert wird.

© graciella

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