Stell dir vor, du schipperst über das Mittelmeer, das Salz prickelt auf deiner Haut – und um dich herum liegt eine Atmosphäre voller knisternder Spannung. Genau das habe ich erlebt: auf der Desire Cruise, einer erotischen Themen-Kreuzfahrt für Paare. Was mich dort erwartete, hat all meine Erwartungen übertroffen – und mir neue Facetten meiner Lust offenbart.
Von Tatyannah King
Warum die Desire Cruise anders ist
Ich war schon auf einigen Kreuzfahrten. Aber keine davon kam auch nur annähernd an das heran, was ich auf der Desire erlebt habe. Schon beim Betreten des Schiffs spürte ich diese ganz besondere Energie – aufgeladen, offen, ehrlich.
Einer meiner Lieblingsplätze auf dem Schiff war das Pooldeck, auf dem Kleidung nur optional ist. Hier konnte ich mich nackt zeigen und mich gleichzeitig vollkommen wohlfühlen. Das Pooldeck war nicht nur ein Ort zum Sonnenbaden, sondern bot auch Raum zum Kennenlernen.
Ein weiteres Highlight: der Playroom. Hier konnte ich mich in einem geschützten Rahmen auf intime Begegnungen einlassen – oder einfach nur zusehen, was andere erleben. Alles freiwillig. Alles einvernehmlich. Dazu kamen tägliche Workshops, die mir nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch sinnliche Inspirationen lieferten: von analer Massage über Gruppendynamiken bis hin zu spielerischen BDSM-Praktiken.




- Route: Barcelona-Rom mit Stopps in Neapel, Sizilien, Malta, Valencia und Palma de Mallorca
- Dauer: 7 Tage
- Schiff: Oceana Sirena mit Platz für 670 Passagiere
- Gäste: nur Paare, Reise buchbar ab 21 Jahren
Nächte voller Fantasie und Show
Jeder Abend war ein Erlebnis für sich. Die Themenabende reichten von kinky Disney-Prinzen und Prinzessinnen über verruchte Retro-Partys.
Manchmal durfte sogar das Publikum mitmachen. Aber nie, ohne dass vorher klar war: Deine Grenzen zählen. Genau diese Mischung aus Show, Spaß und Sicherheit machte jede Nacht einzigartig.


Eine wirklich zwanglose Kreuzfahrt
Die Desire Cruise richtet sich an Menschen aus der Lifestyle-Community – also an Erwachsene, die sexpositiv sind, nicht-monogame Beziehungsformen leben oder sexuell einfach sehr neugierig sind. Im Umkehrschluss heißt das nicht, dass du auf einer solchen Kreuzfahrt mit Sicherheit Sex hast (sorry, falls das deine Erwartung war) oder das von dir erwartet wird.
Ich selbst habe auf der Cruise keine Partner:innen getauscht. Und ich war damit nicht allein. Viele Paare kamen, um sich inspirieren zu lassen, um in einem offenen Umfeld zu sein – nicht unbedingt, um Sex mit anderen zu haben.
Für mich war das wunderbar. Denn dadurch entstand ein respektvolles Miteinander, in dem jede:r sein eigenes Tempo und seine eigenen Wünsche leben konnte.
Meine ganz persönlichen Höhepunkte
Ich war nicht allein auf dieser Reise. Gemeinsam mit Jason Steel – Berliner Pornodarsteller und Anal-Liebaber – habe ich diese Erfahrung geteilt. Schon unsere gemeinsame Kabine verwandelten wir in eine kleine BDSM-Oase. An der Wand hingen unsere Paddel, Flogger, Seile und andere Toys.
Ich nutzte die Reise, um meine submissive Seite auszuleben – ein Wunsch, den ich schon lange mit mir herumtrug.
Ein anderes Highlight: Sex auf dem Balkon mit Blick aufs offene Meer. Der Wind, das Rauschen der Wellen – pure Sinnlichkeit. Naja, bis mir fast übel wurde. Dann ging's doch lieber wieder ins Bett.


Workshops voller Nähe und Wissen
Ich selbst durfte auch zwei Workshops leiten: Einen zum Thema Nippel-Orgasmus und einen über die Kunst des erotischen Spankings. Gemeinsam mit Jason zeigte ich Techniken und lud die Teilnehmenden ein, aktiv mitzumachen.
Es war kein klassischer Unterricht, sondern eher ein gemeinsames Entdecken. In einem Raum voller Paare, die sich küssten, berührten und neckten, entstand eine Atmosphäre, die ich nie vergessen werde.
Für mich war das der intensivste Moment von Gruppenerlebnis – ohne dass es gleich zum Gruppensex wurde.
Kommunikation ist alles – besonders für Neulinge
Viele denken bei Swinger-Reisen an zwanglosen Sex mit allen. Doch so einfach ist das nicht – und das ist auch gut so.
Manche Paare suchen gezielt neue Erfahrungen, andere wünschen sich Nähe oder intensive Gespräche. Wieder andere wollen einfach mal raus aus dem Alltag.
Mein Tipp an alle, die zum ersten Mal dabei sind: Sprich offen mit deinem Gegenüber. Über Wünsche, über Grenzen, über mögliche Unsicherheiten. Ich habe gelernt, dass klare Kommunikation nicht nur Sicherheit gibt, sondern auch Lust fördert.
Sicherheit, Hygiene und emotionale Verantwortung
Auf einer so körpernahen Reise spielen auch die Basics eine große Rolle. Deshalb hier meine wichtigsten Tipps:
- Vereinbare klare Safewords – gerade bei kinky Praktiken.
- Verwende Kondome, Desinfektionsmittel und achte auf deine eigene und die Hygiene anderer.
- Nimm dir Zeit für Aftercare. Kuscheln, Nachbesprechen oder einfach beieinander sein hilft, emotionale Sicherheit zu schaffen.
- Und: Sei achtsam, mit dir und mit anderen. Auch ein Nein ist vollkommen okay – und sollte nie hinterfragt werden.
Desire lebt das Prinzip Safe, Sane, Consensual. Und genau das macht den Unterschied.
So fühlt sich's an: Eindrücke von einer Desire Cruise
Toys, Outfits & Accessoires – was ich wirklich gebraucht habe
Ich hatte eine kleine Toybag dabei: Seile für Shibari, ein paar Spanking-Tools, meine liebsten Dildos und ein paar verspielte Accessoires. Wichtig war für mich: nur das mitzunehmen, womit ich mich wirklich wohlfühle.
Vor Ort gab es übrigens auch die Möglichkeit, Toys und Zubehör zu kaufen oder sich bei anderen inspirieren zu lassen. Besonders viel Spaß hatte ich bei den Outfitwechsel für die Themenabende – endlich mal die Gelegenheit, meine kinky Outfits wirklich auszuführen.


Eine Reise, die verändert
Für mich war die Desire Cruise mehr als ein Event – sie wurde zu einem Gefühl. Und zu einem Ort, an dem ich meine Sexualität frei und respektvoll leben kann.
Ich habe neue Menschen kennengelernt, mich selbst besser verstanden und gespürt, wie wertvoll ein sexpositives Umfeld sein kann.
Wenn du neugierig bist, dich in einem sicheren, offenen und achtsamen Rahmen auszuprobieren – dann könnte diese Reise genau das sein, was du suchst.
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