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Bondage-Seile im Überblick

Wichtige Hinweise zu Material und Länge
01. Januar 2018

Bevor man sich beim Bondage dem süßen Lustschmerz hingeben kann, steht man oft vor einer ganz anderen Qual: Der Qual der Wahl für das richtige Bondage-Seil. Das Passende zu finden, ist gar nicht so einfach. Verwendungszweck und persönliche Vorlieben müssen beim Kauf genauso beachtet werden wie Länge und Material.

 

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Die Gefahren des falschen Seils

Zunächst einmal sollte man Seile nur dann im Baumarkt kaufen, wenn man genau weiß, wie diese beschaffen und welche Chemikalien eventuell enthalten sind. Inhaltsstoffe wie Farben und Klebemittel können Hautreizungen hervorrufen und sind deswegen nicht geeignet.

Es empfiehlt sich also eher ein richtiges Bondage-Seil aus dem Fachhandel, bei dem auf entsprechende Hautverträglichkeit geachtet wird. Hat das Seil die falschen Eigenschaften, kann es unter Umständen zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • gefährliche Quetschungen, wenn das Seil zu dünn ist
  • Verbrennungen, wenn sich das Seil beim Durchziehen zu stark erhitzt
  • zu feste Knoten, wenn sich diese immer fester ziehen
  • andere Verletzungen, wenn das Seil reißt

Auf dem Markt der Bondage-Seile gibt es eine übersichtliche Anzahl an Materialien, die bedenkenlos verwendet werden können.

Der Durchmesser des Bondage-Seils

Üblicherweise verwendet man Seile mit einem Durchmesser von 6 oder 8 mm, sehr geübte Bondage-Liebhaber nutzen auch gern Seile in 4 Millimeter Stärke.

Nur mit dem richtigen Seil können Gefahren ausgeschlossen werden.
Nur mit dem richtigen Seil können Gefahren ausgeschlossen werden.
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Beim Seildurchmesser gilt: Je dicker das Seil, umso weniger ziehen sich Knoten zusammen, aber umso weniger anschmiegsam ist es auch. Je dünner wiederum ein Seil ist, desto leichter lässt es sich knüpfen, gleichzeitig erhöht sich aber auch die Gefahr von Verletzungen durch Einschnürungen. Anfänger sollten eher zu 8 Millimeter Seilen tendieren, da diese einfacher zu handhaben sind. Die Geübten greifen eher zu 6 Millimeter starken Seilen.

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Materialien: Verschiedene Seiltypen

☆ Das Kunstfaserseil

Dieses Seil ist für die absoluten Einsteiger und "wir möchten einfach mal probieren"-Kandidaten am besten geeignet. Es bedarf keinerlei weiterer Nachbehandlungen und kann sofort eingesetzt werden. Die Enden sind meist bei Lieferung bereits abgeflämmt und halten somit gut zusammen. Sollte sich dennoch mal etwas lösen, hilft ein einfaches Feuerzeug weiter.

Die Kunstfaserseile haben eine hohe Zugfestigkeit und werden nicht zu heiß beim Durchziehen. Allerdings sind sie auch nicht so anschmiegsam. Dafür ziehen sich die Knoten nicht unerwünscht fest, was das Handling für einen Neuling sehr vereinfacht. Schmuckbondages sehen mit Kunstfaserseilen allerdings nicht so toll aus.

 

☆ Das Baumwollseil

Der Klassiker unter den Seilen ist sehr anschmiegsam und hat eine ordentliche Zugfestigkeit. Das Baumwoll-Bondage-Seil muss nicht nachbehandelt werden und kann durch verknoten an den Enden vor dem Aufdröseln geschützt werden.

Allerdings sammelt es gerne den Schmutz auf. Nach der Benutzung auf einer Party sollte das Baumwollseil also unbedingt gewaschen werden.

Baumwollseile sind generell anschmiegsamer als Kunstfaserseile. Allerdings kommt es hier darauf an, ob diese mit oder ohne Seele sind.

Die Seele eines Bondage-Seils

Die Seele ist in der Regel ein Kunststoffkörper, um den das Seil geflochten wird und wodurch das Seil noch mehr Stabilität erhält.

Die Seele eines Bondage-Seils sorgt für noch mehr Stabilität.
Die Seele eines Bondage-Seils sorgt für noch mehr Stabilität.
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Ob man beim Bondage ein Baumwollseil mit oder ohne Seele verwendet, ist Geschmackssache. Bei Seilen ohne Seele ziehen sich die Knoten etwas fester zusammen, dafür ist es sehr viel anschmiegsamer.

Die Haltbarkeit und Zugfestigkeit ist aber bei beiden Seil-Arten ausreichend, auch für ein Hängebondage.

☆ Das Hanfseil

Das Hanfseil ist für alle Fortgeschrittenen ein absolutes Muss. Man kann es unbehandelt oder gleich fesselfertig kaufen. Bei der ersten Variante benötigt man allerdings etwas Zeit und Muße für die Nachbehandlung: Damit das Seil nicht so störrisch und kratzig ist, muss dieses ausgekocht, gespannt, abgeflämmt sowie anschließend geölt werden. Alles in allem ein recht zeitaufwendiger und arbeitsintensiver Vorgang.

Das Hanfseil eignet sich besonders gut für das Hängebondage.
Das Hanfseil eignet sich besonders gut für das Hängebondage.
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Das Hanfseil ist nicht ganz so angenehm auf der Haut wie das Baumwollseil. Besonders am Anfang ist es meist noch etwas kratzig, was aber mit zunehmender Verwendung nachlässt. Dieser Seiltyp ist für Hängebondage besonders empfehlenswert.

Erworben werden kann das Hanfseil in verschiedenen Arten. Es gibt sowohl geflochtene als auch geschlagene (gedrehte). Für das Bondage allerdings eignen sich nur die geschlagenen, da geflochtene Hanfseile viel zu elastisch sind.

 

☆ Das Juteseil

Der Mercedes unter den Seilen ist das behandelte japanische Juteseil. Es weist eine extrem hohe Zugfestigkeit auf und ist dabei besonders anschmiegsam. Eigentliche DAS perfekte Seil, wenn es nicht so teuer wäre. Zu erwähnen sind hier Osada Steve oder auch Asanawa als Beispiele für namhafte Hersteller.

 

☆ Weitere Bondage-Seile und Materialien

Für alle, die das Besondere lieben, gibt es weitere, nicht so gängige Materialien wie z.B. Sisal-, Seide- und Leder-Bondage-Seile. Diese erzeugen zum Teil bemerkenswerte Ropemarks – damit werden die Abdrücke des Seils auf der Haut bezeichnet –, riechen außergewöhnlich und fühlen sich zusätzlich sehr edel an. Allerdings sind einige dieser Seilarten nur sehr schwer zu bekommen, deswegen auch entsprechend teuer und nicht zwingend für ein Hängebondage geeignet.

Das Hanfseil ist für alle Fortgeschrittenen ein absolutes Muss.
Das Hanfseil ist für alle Fortgeschrittenen ein absolutes Muss.
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Selbstverständlich kann man zum Fesseln oder Schnüren auch viele weitere Materialien verwenden wie bspw. Ketten oder Folien.

Die passende Seillänge für Bondage finden

Gerade für Anfänger ist es schwer einzuschätzen, welche Seillängen man für welche Art von Bondage benötigt. Auch die persönlichen Vorlieben spielen dabei eine Rolle. Es gibt allerdings genügend Hinweise für Beginner, um nicht völlig ahnungslos dazustehen. Unter drei Metern Länge braucht man sich im Prinzip (außer zu ungewöhnlichen Fesselungen wie z.B. der Zehen) kein Seil zuzulegen. Folgende Anhaltspunkte sind meist hilfreich:

  • drei Meter: zur Fesselung von Händen oder Füßen
  • sechs Meter: zur Fesselung einer Hand oder eines Beins z.B. an das Bett oder einen Stuhl
  • acht Meter: ist die klassische Länge für alle Fortgeschrittenen. Reicht das Seil nicht aus, wird einfach ein weiteres Acht-Meter-Seil angeknotet.
  • zehn Meter: ist die passende Länge für die etwas Stärkeren unter euch. Auch für ein Schmuckbondage zum Tragen auf einer frivolen Party eignet sich ein Zehn-Meter-Seil sehr gut.

Die Experten auf dem Gebiet des Bondage können auch mit einem 20 oder 25 Meter langen Seil viel anfangen. Diese Dimension verlangt aber ein ordentliches Maß an Erfahrung.

Bondage: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen

Wer mit dem Bondage das eigene Liebesspiel aufpeppen will, sollte sich vorher unbedingt etwas schlau machen. Nicht nur die falsche Technik, sondern auch unpassende Materialien und Längen beim Seil können zu Verletzungen führen. Um die sexuelle Spielart also richtig auskosten zu können, ist es notwendig, sich vorab entsprechende Informationen einzuholen und auch die möglichen Risiken nicht zu unterschätzen.

Hilfreiche Tipps sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene gibt es auch unter anderem in der Bondage-Gruppe. Geübte Bondager tauschen hier ihre Erfahrungen aus und Neulinge können einen ersten Einblick in diese besondere Spielart bekommen.

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