Bei meiner ersten Impact Play Session wird klar: Ich liebe Spanking, aber ich habe keinen Schimmer, wie man's richtig macht. Wie ich als Anfängerin hautnahe Erfahrungen mit Schmerzwerkzeugen sammelte und dabei mein Herz an ein ganz bestimmtes Toy verlor.
Von Cleo Libro
Tom und ich lernten uns auf einer total vanilla Dating-App kennen. Nichts an seinem süßen, aber spießigen Profil hätte mich vermuten lassen, dass unsere Affäre ein kinky Machtgefälle entwickeln würde. Bis er mich eines Morgens mit einer Nachricht überraschte.
"Ich kann's kaum erwarten, dass du mir einmal so richtig zeigst, wer hier die Chefin ist…", erschien Tom auf meinem Telefon. "Was genau meinst du damit?", fragte ich hoffnungsvoll zurück. Schließlich hatte bisher nichts darauf hingedeutet, dass Tom devot sein oder auf eine Dynamik stehen könnte, bei der die Frau das Sagen hat. Eine Spielart des BDSM, die ich erst kürzlich für mich entdeckt hatte.
"Wenn ich ehrlich bin, hab ich schon lange davon fantasiert, mich mal von einer dominanten Frau rannehmen zu lassen. Auch mit Hintern versohlen und so." Ich konnte seine Anspannung förmlich durch mein Telefon spüren. "Was für ein Glück du hast, du kleiner Perversling. Spanking will ich auch unbedingt ausprobieren!"


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The blind leading the blindfolded…
Also steht Tom ein wenig später nur noch mit seiner Unterhose bekleidet in meinem Schlafzimmer. Seine Hände brav im Schritt gefaltet, schaut er mich erwartungsvoll an. Wir haben beide auf diesen Moment hingefiebert – unsere erste Play Session, bei der auch Spanking eine Rolle spielen sollte.
Ich war vorab so aufgeregt, dass ich mich schon am Vortag auf diese Nacht vorbereitet hatte. Mein Outfit stand fest – schwarzer Lederrock über rotem Spitzenbody und schwarze Boots – und ich hatte mir grob eine Szene zurecht fantasiert, um unser Rollenspiel in Gang zu bringen. Doch jetzt unter den aufmerksamen Augen meines ersten echten Subs will mir davon nichts mehr einfallen.
"Ähm, ich glaube, ich wollte dich für irgendwas bestrafen. Aber ich weiß überhaupt nicht mehr, was das war", gebe ich lachend zu. Tom grinst verlegen und schlägt vor, dass wir es beim ersten Mal doch ruhig wie ein Experiment angehen könnten. Einfach Spaß am Ausprobieren haben. Trial and error kann ich gut und weise ihn an, sich bäuchlings auf mein Bett zu legen und schon mal den Hintern frei zu machen.
Tom gehorcht kichernd. Aber kaum hat er sich vor mir platziert, verwandelt sich sein Lachen in einen zischenden Schmerzlaut. "War das schon zu dolle?", frage ich verunsichert. Ich habe nicht lange gefackelt und meine flache Hand testweise auf seinen Po klatschen lassen. "Das ging nur ein bisschen schnell", gibt Tom zu. "Vielleicht müssen wir uns erst mal aufwärmen?"
Wie Recht Tom mit diesem Vorschlag gehabt hatte, geht mir allerdings erst am nächsten Morgen auf. Nach einer Nacht, in der wir für mehrere Stunden mit dem Tempo und der Intensität meiner Schläge auf seinen Hintern experimentierten, sind mir zwei Sachen klar.
Meine körperliche Reaktion auf sein Winseln und Winden hatte daran keinen Zweifel gelassen. Im Anschluss an die Session war kein Sex keine Option gewesen.
Doch zeigten mir die Schwellungen und blauen Flecken an den Seiten meiner Finger ganz eindeutig, dass ich zweitens meine eigenen Grenzen überschätzt und keinen blassen Schimmer von safer Spanking habe. Geschweige denn davon, was beim Impact Play – dem konsensuellen Spiel mit Schmerz durch Schläge – noch so alles möglich ist, als bloß einen Hintern mit den Händen zu versohlen.


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Die bunte Welt des Impact Play
Vom leichten Klaps auf den Po über Ohrfeigen bis hin zum Auspeitschen des ganzen Körpers – Impact Play umfasst viele unterschiedliche Spielarten. Techniken, die mit scharfem oder dumpfem Aufprall auf den Körper Schmerzen erzeugen – und damit für Endorphinausschüttung sorgen können – sind aber nicht das Einzige, was das sadistische Herz höher schlagen lässt. Auch gezielte Bisse, Kniffe oder sogar intensives Kitzeln können den erwünschten Effekt erzeugen: wohliges Unbehagen und diebische Freude darüber!
Tom und ich haben zwar Spaß an unseren tapsigen ersten Spanking-Versuchen, aber meistens beende ich die Sessions mit schmerzenden Händen, die am nächsten Tag blauer sind als sein Arsch. "So rum soll das ja nicht sein", denke ich mir. Ein Hilfswerkzeug muss her. Nur welches? Und wie benutze ich es? Um das herauszufinden, will ich mich nicht lange mit Online-Recherchen aufhalten, sondern lieber direkt in die Praxis gehen.


BDSM Dates im JOYclub
Mein eigenes Versuchskaninchen
Dass es für mich eine ganz vielfältige Welt der sadistischen Praktiken und ihrer korrekten Ausführung zu entdecken gibt, verstehe ich erst so richtig beim Besuch meiner ersten BDSM-Party. Ich habe mich dazu entschieden, ohne Tom in einen Club in meiner Nähe zu gehen, um mich einmal unverbindlich ausprobieren zu können. Als einsame Baby Domme in Nöten hoffe ich, so schneller Anschluss und jemanden zu finden, der oder die sich meiner Ausbildung annehmen könnte. Mit Erfolg!
Jan überragt mich um mehrere Köpfe, was auch daran liegt, dass er pinke Lack-High-Heels trägt. Er wird der versammelten Party-Gemeinde als Service Dom des Abends vorgestellt, was so viel bedeutet wie, dass er für die Erfüllung jeglicher devoten Bedürfnisse zur Verfügung steht. Zwar sind meine Wünsche nicht wirklich submissiver Natur, aber ich sehe in ihm meine Chance auf erste Lernerfahrungen. Entschlossen marschiere ich zu ihm herüber und frage, ob er mir sein beachtliches Arsenal an schmerzhaften Spielzeugen zeigen und erklären könne.
Grinsend mustert Jan mich von oben bis unten, bevor er sagt: "Gerne, aber dann solltest du sie auch am eigenen Leib kennenlernen."
Mein erster Impuls ist es, einen Rückzieher zu machen. Aber dann denke ich mir, dass es praktisch sein könnte, zu wissen, wie intensiv sich die einzelnen Schlagwerkzeuge wirklich anfühlen. So könnte ich hoffentlich besser einschätzen, was ich Tom zuhause so alles zumuten kann. Also willige ich in eine Session mit Jan ein, der mich direkt aus dem Hauptraum des Clubs und hinein in eines der Spielzimmer führt.
Der Nebenraum ist klein und dunkel gehalten, nur ein Spotlight richtet sich auf eine freie Fläche in der Mitte, über der ein Spreizbalken von der Decke hängt. Jan befiehlt mir, mich daran festzuhalten. Meine Handgelenke fesselt er allerdings nicht an den Balken. Nicht nur zu wissen, sondern auch zu fühlen, dass ich jederzeit frei bin zu gehen, beruhigt meine Nerven.
"Zieh deinen Rock nach oben", höre ich Jan auf einmal ganz nah hinter mir. Die Bestimmtheit seines Befehls lässt sogar die Härchen in meinem Nacken stramm stehen. Es ist eindeutig: Hier befindet sich eine weitere dominante Präsenz im Raum. Und wenn ich etwas über das Erleben meiner potenziellen Subs lernen will, dann muss ich mich auch gänzlich auf diese Erfahrung einlassen.


Allein mit dem Dom
Zuerst führt Jan mir seine Spielzeuge nur vor. Er erklärt mir, dass Toys aus weicheren Materialien wie Leder oder Silikon meist weniger starke Schmerzen auslösen als Schlagwerkzeuge aus Holz oder Metall. Mit einer klassischen Reitgerte streicht er meinen Rücken hinab und versetzt mir erst leichte, dann härtere Hiebe auf den Hintern. "Stimmt", sage ich, "das zwickt ein bisschen, aber das sausende Geräusch klingt schlimmer als der Impact sich anfühlt."
"Ganz genauso ist es mit dem Flogger", doziert Jan jetzt: "Je mehr Riemen der hat, desto geringer das Risiko, dass ein Schlag die Hautbarriere durchbricht. Der Druck verteilt sich." Im Gegensatz zur Single-Tail-Peitsche, wie ich am selben Abend noch herausfinden soll. Aber die Schläge mit dem Flogger zwiebeln schon ein bisschen mehr als die mit der Gerte. Was ich mir als stolze Domme natürlich nicht anmerken lassen will. Anfängerfehler.
Als Jan mir mit einem Paddle aus Silikon demonstriert, wie gering die Bewegung seines Handgelenks sein muss, um das Toy laut und effektiv auf meinen Arsch klatschen zu lassen, kann ich mir das Stöhnen gerade noch verkneifen. In den Pausen zwischen den einzelnen Toys atme ich extra tief und ruhig, aber Jan muss meine Anstrengung bemerkt haben.
Überrascht sehe ich ein: Wenn ich auch nicht auf seine Schläge stehe, seine ungeteilte Aufmerksamkeit auf meinem Körper zu spüren, macht mich an.
An die Grenzen und darüber hinaus
"Kannst du noch? Dann zeige ich dir mein aktuelles Lieblingsteil", verspricht Jan mir nicht ohne Stolz in der Stimme. "Äh, ja klar. Woraus ist es?", will ich wissen. Doch anstatt einer Antwort spürte ich erst einen dumpfen Aufprall, gefolgt von einem widerlich ziehenden Schmerz auf meiner rechten Arschbacke. Mir bleibt die Luft weg.
Der Hieb hätte sicherlich in jeder Situation weh getan. Aber auf meiner bereits malträtierten und angespannten Haut fühlt sich das hölzerne Butterbrettchen, mit dem Jan soeben einen Schlag auf meinen Hintern platziert hat, an wie ein glühendes Eisen aus Schmerz. Ich kann den blauen Flecken förmlich beim Aufblühen zuschauen.
Mir bricht der Schweiß aus, aber mein Unbehagen entgeht Jan nicht. "So, das reicht. Ich glaube, die Peitsche führe ich dir anders vor." Dankbar atme ich aus. Ich will gerade meine lahm werdenden Arme vom Balken nehmen, da höre ich seine Warnung: "Nicht bewegen!" Rechts neben mir explodiert der Raum.
Ich reiße meinen Kopf zur Seite und sehe Jan ein paar Meter von mir entfernt eine Peitsche knallen lassen, wie ich sie aus meinem alten Klischee einer Domina kenne. "Damit sollte man sich besser ausbilden lassen. Die Dinger hinterlassen auch mal blutige Striemen", warnt Jan mich. "Ich denke, das ist nichts für mich…", gebe ich zurück, erleichtert, dass die Peitsche nicht mich getroffen hat. Seine Warnung hätte es gar nicht benötigt, meine Ohren klingeln immer noch. Ich danke Jan – natürlich auf Knien – und humpele zur Bar.
Mein neuer Liebling
Mein persönliches Tutorial auf der BDSM-Party lässt mich grün und blau, aber auch massiv inspiriert zurück. Mir ist schnell klar geworden, welches Spielzeug es mir am meisten angetan hat: der Flogger.
Seine relative Sicherheit im Einsatz auch für Anfängerinnen und die Vielseitigkeit in Form und Spiel faszinieren mich. Besonders wegen des mächtigen Gefühls, mit dem ganzen Arm auszuholen und den Flogger auf einen nackten Hintern knallen lassen zu können. Eine Erfahrung, die ich auch auf besagter Party zum ersten Mal erleben konnte. Jan stellte sich nämlich als Switcher heraus und ich durfte noch mein Hühnchen mit ihm rupfen…


Nur wenige Tage später packe ich zuhause meinen ersten eigenen Flogger aus – ein mittelgroßes Modell in heißer Schlangenleder-Optik, das bis heute mein Lieblings-Schlagwerkzeug geblieben ist. Und nach nur ein paar Wochen der Übungs-Prügeleien mit meinen Sofakissen fühle ich mich bereit für eine richtige Session.
Toms Augen werden groß, als er mich im schwarzen, bodenlangen Kleid mein Schlafzimmer betreten sieht. Lockend lasse ich die Riemen meines neuen Spielzeugs durch meine Finger gleiten. "Ich hab was Neues für dich", flöte ich ihm entgegen. Und ohne, dass ich ein weiteres Wort sagen muss, dreht Tom sich willig um, um mir seinen nackten, allzu weißen Hintern darzubieten.
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