Besondere Menschen
Hast du Angst, dass deine Arbeit nicht bedeutsam oder wichtig genug ist? Quält dich der Gedanke, dass du vielleicht deine Zeit verschwendest? Ich verrate dir wie du garantiert die Welt verändern kannst – egal, was du tust. Inhalte Anzeigen
An manchen Tagen sehe ich tolle Menschen, die großartige Leistungen vollbringen. Sie geben inspirierende TED-Talks, helfen hungernden Menschen oder spenden ihr gesamtes Vermögen. Sie erfinden großartige Dinge, die die Welt besser machen. Und jeder sieht sofort: deren Arbeit ist bedeutsam, sie hinterlassen Spuren.
Und dann ertappe ich mich bei folgendem Gedanken:
Was mach ich schon Besonderes, um die Welt zu verändern?
Muss ich meinen Beruf erst hinschmeißen und hungernden Kindern helfen? Habe ich einen ehrenwerten Beruf? Dann wurde mir vor einigen Wochen etwas klar, dass auch dir helfen kann, wenn du diese Selbstzweifel manchmal spürst.
Ich sitze Herbert in einem schönen Restaurant in Bonn gegenüber. Er braucht meine Hilfe als Marketingberaterin und ich frage ihn nach seinem Werdegang.
Herbert erzählt: Angefangen hat er als Industrie-Mechaniker, da er dort am wenigsten mit anderen Menschen in Berührung kam. „Ich habe Menschen einfach nicht verstanden – ich war schüchtern und unsicher. Ich wusste, wie ich mit Schrauben und Maschinen umzugehen hatte, aber Menschen waren mir immer ein Rätsel.“
Durch Zufall bekam er später eine Stelle bei einem Konsumgüter-Konzern – und zwar als Personalleiter für über 3.000 Personen. Ich musste laut lachen – von jemanden, dem Menschen suspekt sind, hin zu einer Führungskraft, die für tausende Menschen verantwortlich ist.
Herbert erzählt weiter: „Jetzt liebe ich es, mit Menschen zu arbeiten. Es gibt nichts, was ich lieber machen würde.“ Vor 15 Jahren kündigte er die Stelle, um ein eigenes Unternehmen auf die Beine zu stellen. Das läuft auch gut, aber Herbert reicht das nicht: Er möchte nun auch als Mentor für junge Chefs fungieren, damit diese ihrer Mitarbeiter bestmöglich fördern können. Es ist dann das zweite Unternehmen, das Herbert gründen wird.
Habe ich erwähnt, dass Herbert mittlerweile 67 Jahre alt ist?
Am Ende des Gesprächs meint er: “Natürlich kann ich es verstehen, wenn Sie mit einem alten Sack (O-Ton) wie mir nicht arbeiten wollen, aber es würde mich sehr freuen! Ich liebe meine Arbeit und die Förderung von jungen Menschen ist mir sehr wichtig.“
Natürlich will ich mit ihm arbeiten. Ich muss nur in die Augen dieses erfahrenen Manns schauen, um zu erkennen, das er brennt! Er sprüht vor Lebensfreude und ich habe keinerlei Zweifel daran, dass er die Welt verändern wird.



