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Grenzen und Bedürfnisse

*********rgara Frau
8.683 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
Grenzen und Bedürfnisse
Eine Grundlage von (Neo)Tantraseminaren, die als Inhalt keine Massagetechniken vermitteln, ist es einen Erfahrungsraum zu bieten, in dem die Teilnehmer ganz bewusst erleben können, wo die Grenzen ihrer Komfortzone in der Begegnung mit anderen Menschen sind , wie man diese Grenzen wertfrei kommuniziert und welche Bedürfnisse sie haben.

Es gibt viele Varianten von Angeboten , manche auch mit Massagen, manche eher psychologisch , andere eher rituell . Da kann man wählen , was passender erscheint.

Das Ziel dieser Seminare ist es nicht eine reine Wellnessoase zu bieten, sondern bewusst und dennoch achtsam an die Grenze der Komfortzone zu gehen oder auch mal darüber. Immer bewusst und ohne Druck, jeder in seinem Tempo, zu seiner Zeit und auf seine Weise.
( Ander sollten Seminare nicht ablaufen , aber manche machen sich auch selbst starken Druck ).

Soweit die Theorie , das klappt für den einen besser als für den anderen, sei es man wählt einen Anbieter, dessen Konzept nicht passt oder weil mehr Druck entsteht, als man ertragen kann. Denn der beste Anbieter und das beste Konzept können nicht zu 100 Prozent ausschließen, dass der Teilnehmer überfordert ist. Jeder ist anders und kommt mit anderen Erwartungen oder anderer Vorgeschichte.

Als Anfänger tendiert man dazu zu erwarten, dass das Konzept und die Leitung einen vor Überforderung bewahren und alles ganz easy und fluffig bleibt.
Das ist eine Illusion. Natürlich soll sich die Mehrheit meistens wohl und sicher fühlen, aber Grenzerfahrungen kann man nur dann machen, wenn sich bewusst der Grenze nähert.

Das beginnt zu Anfang schon mit dem Thema wie viel Nacktheit mag ich wann und wie, wo und unter welchen Voraussetzungen mag ich mich wie berühren lassen und geht bis hin zum eigenen Umgang mit Nähe und Distanz, Sex und Intimität und Beziehungen allgemein sowie Grenz- und Bedürfniskommunikation und der möglichen Varianten drum herum.

Was habt Ihr zu Beginn für Erfahrungen mit Euren Grenzen gemacht? Habt Ihr erlebt, dass sich Grenzen verschoben? Gab es Grenzen, die Ihr als unveränderbar erlebt habt?
Gab es Veränderungen in Eurem Selbstbild oder Eurem Umgang mit anderen Menschen , Euren Zielen ?
Habt Ihr Eure Grenzen bewusst entdeckt und Eure Bedürfnisse besser verstanden und gelernt beides zu kommunizieren? Könnt und wollt Ihr uns teilhaben lassen an Euren Erfahrungen und wie sie Euch geprägt haben?
Hier sind gute wie schwierigere Erfahrungen willkommen, gerne auch mit Details zu den erlebten Situationen und deren Wirkung auf Euch.

Meine Hoffnung ist es , einen Eindruck zu vermitteln, welche Erfahrungen Seminare bieten können, aber auch welche Herausforderungen.
******ki7 Mann
6 Beiträge
Wo wie was wann? Diese Informationen fehlen mir in dem Beitrag.
*********sser Mann
2 Beiträge
Zwischenbericht
Ich besuche aktuell genau so eines der beschriebenen Neo-Tantra Seminare. Aktuell in der Hälfte der vier Wochenenden und kurz vor dem dritten.
Den Anbieter habe ich über eine Empfehlung aus meinem Umfeld gefunden. Vielleicht hätte ich diesen Weg sonst erst viel später für mich entdeckt. Vom Leitungsteam habe ich den Eindruck, dass sie uns als Person und unsere Gruppe sehr achtsam an die Grenze und manchmal darüber hinaus befördert. Auch die Gruppendynamik spielt eine entscheidende Rolle und hat Raum. Wenn nach einer schweisstreibenden Übung die ganze Gruppe ohne Einfluss der Leitung die restliche Kleidung auszieht und mit dem Gartenschlauch duscht, ist das pure Dynamik. Es war echt erfrischend und belebend. Ein Highlight unter vielen.

Die Grenzen setzen und kommunizieren finde ich selber nicht nur in diesem Umfeld ziemlich schwierig. Das ist für mich definitiv ein Lernfeld, auch wenn die Grenzen wahrscheinlich schon recht weit gesetzt sind; es tut gut, diese zu erweitern. Was ich für mich mitnehme, ist die Kommunikation meiner Bedürfnisse. Dass Nein auch positiv sein kann. Dass es nicht richtig oder falsch gibt.

Ein grosses Lernfeld war und ist die Achtsamkeit mir selber gegenüber. Ich habe am ersten Wochenende erkannt, dass ich diesem Punkt bisher viel zu wenig Gewicht gegeben habe. Das ändere ich nun in meinem Leben. Nicht radikal, aber jeden Tag ein wenig, Schritt für Schritt.

Ich habe erkannt, dass für mich auch einen Mann zu umarmen sich gut anfühlt. Dass Nackt natürlich ist. Bei mir selbst zu sein. Achtsamer Austausch. Empfangen und Geben zu geniessen.

Meine Ziele im Leben haben sich bisher nicht gross geändert, die waren und sind schon ziemlich präzise definiert.
Ich bin gespannt, was noch kommt...
****on Mann
17.241 Beiträge
Zitat von *********rgara:
Was habt Ihr zu Beginn für Erfahrungen mit Euren Grenzen gemacht? Habt Ihr erlebt, dass sich Grenzen verschoben? Gab es Grenzen, die Ihr als unveränderbar erlebt habt?
Gab es Veränderungen in Eurem Selbstbild oder Eurem Umgang mit anderen Menschen , Euren Zielen ?
Habt Ihr Eure Grenzen bewusst entdeckt und Eure Bedürfnisse besser verstanden und gelernt beides zu kommunizieren? Könnt und wollt Ihr uns teilhaben lassen an Euren Erfahrungen und wie sie Euch geprägt haben?

Mein Beginn war eine weiße Tantragruppe, die privat organisiert war, mit rund 20 gleichzeitig Anwesenden. Wir waren in Wirklichkeit rund 40 Mitglieder, aber die Hälfte von ihnen konnte diesen monatlichen ganztägigen Termin nicht immer wahrnehmen. Es ging überhaupt nicht um irgendetwas vordergründig Erotisches, sondern um tiefes Fühlen in Begegnungen. Es ging auch immer um das Wahrnehmen von Nähegrenzen, Nähewünschen, und um den sinnvollen Umgang damit. Alles eingebettet in Meditationen, Energieübungen und Wahrnehmen jenseits der Alltagswahrnehmung.

Ich habe damals entdeckt, dass meine Grenzen durch soziale Ängste gezogen wurden. Und dass sie verschwanden, nachdem die Ängste erkannt waren, und in der Folge verdunsten durften. Allerdings wurden in dieser Gruppe Grenzen nur sanft und leicht herausgefordert, wenn überhaupt.

Mein Selbstbild hat sich verändert. Ich habe mich als eingebetteter und angenommener erlebt, und damit als liebenswerter wahrgenommen. Ich habe meine damalige Bedürftigkeit entdeckt und konnte die dahinter liegenden unerfüllten Bedürfnisse und Sehnsüchte erkennen. Dadurch konnte ich zu mir selbst kommen, erkennen, dass ich richtig bin, und dass ich meine Bedürfnisse selbst erfüllen kann, anstatt sie auf andere zu projizieren.

Später ging ich zu anderen Tantraseminaren und war verblüfft über die erotische Komponente darin. Sie hatten ganz andere Schwerpunkte, und da ich von meiner Gruppe so verwöhnt war, konnte ich dort nicht gut anknüpfen, denn ich ging ja wie gewohnt dorthin, um in subtile Begegnung zu gehen, zu meditieren, in Trance zu gehen, zu fühlen. Als HSP war mir das zu viel - nicht bös gemeint! - Kirmes. Meine Grenzen habe ich gesetzt, in dem ich solche Seminare nicht mehr besucht habe.

Die weiße Gruppe gibt es nach wundervollen Jahren seit Corona nicht mehr. Ich plane eine neue, aber vor 2027 wird es nicht zur Umsetzung kommen.
***as Mann
635 Beiträge
Gruppen-Mod 
Ich habe Seminare, Kurse und Jahretrsinings in etlichen verschiedenste Richtungen besucht.

Ich beschreib es mal so, es ist wie beim Fahrlehrer:

Es gibt Anbieter die lernen erst mal Bremsen lassen aber das Gasgeben erst mal weg..


Andere drücken auf das Gas ohne ans Bremsen zu denken..


Andere tuckern gemütlich durch die Landschaft, andere wühlen sich durch die Grossstädte..


Bei Auto kenn ich den Place d‘Etoille in Paris, den Strassenkampf im Nahen Osten und auf der Autobahn in DE wenn man mit 180km/h immer noch von hinten bedrängt wird.. genauso wie holprige Pfade am Limit..


Tantrisch muss ich nicht alles mitmachen, andernseit, macht es mit 20km/h und dauernd angezogener Handbremse im 1.Gang auf der Autobahn nicht lange Spass…


Deshalb bevorzuge ich mittlerweile lieber Begegnungen zu zweit oder im kleinen, selbstverpflichteten Rahmen.. wo nichts muss aber alles kann.. sofern für alle ok!
**********niker Mann
563 Beiträge
Ich komme aus vom Thema Massage zum Tantra.
Der Kontakt und das Kennenlernen anderer durch Berührung und Empathie gefällt mir.
Dieses Kennenlernen sehe ich als sehr ehrlich.

Somit habe ich mir ein Angebot für Tantra Massage gesucht das einen ganzen Tag geht und sich langsam steigern kann.
Damit wir immer wieder zur Erinnerung gehalten bekommen nur zu tun was man bereit ist und auch beim Empfang immer wieder mit sich selbst zu reflektieren. Seine wünsche auszusprechen.

Man muss ja erstmal lernen was einem gefällt und lernen sich selbst wieder richtig zu fühlen.

Finde das spirituelle und was Tantra alles sein kann wenn man dafür offen ist kommt mit dem Interesse von ganz alleine.

Ich habe dieses "Türen öffnen" schon mehrfach besucht um selbst zu wachsen aber auch Einsteigern zu helfen sich zu finden.

Fortgeschrittene Workshop sind nebenbei gebucht gewesen um selbst meine Grenzen zu finden, zu verschieben und daran zu wachsen. Themen wie Mann / Frau in ihren Energien und unsere Anteile in jedem.
Sinne entdecken wo die einzelnen Sinne gezielte Impulse bekommen.
Blindes entdecken um sich selbst in das eigene unbekannte zu bringen.

Natürlich immer mit den Grundsätzen auf sich selbst zu achten und sich selbst nicht zu verlieren.

Seit dem habe ich einges gelernt über mich selbst, beim fühlen und einschätzen meiner selbst aber auch der Begegnung , ihrer und auch meiner eigene Stimmung zu fühlen sowie Gefühlten Bedürfnissen zu erahnen, das zusammen fließen mit BDSM uvw.

Ich habe diese Reise begonnen und gespannt wo mein Weg mich hin bringen wird, wem ich begegnen werden, welche Personen kommen und auch wieder gehen werden, welche Erfahrungen bzw. Besonderen Momente sich ergeben.

Es wird immer wieder neue Herausforderung geben und abhängig vom Alltag meine Farbe von Energie sein

Namaste 🫂
*******sara Frau
311 Beiträge
@*********rgara was für ein schönes Thema.
Du zeigst due verschiedenen Siminararmöglichkeiten auf. Für mich ist klar, dass wenn der Kopf ein Bedürfnis hat braucht er nicht gehen.
Ich hatte Vorkenntnisse bevor ich in Seminare buchte und ich wählte zwei. Eins in Hamburg und Eins in Berlin. Single. Es war mir gleich wär sich unter meine Hände begibt. Berlin habe ich abgesagt, als die Teilnehmerzahl weit über 6 Paare reichte, ich sah da nur noch Kommerz und mein Film reichte bis zum Nachbarpoloch. Hamburg...dann auch abgesagt, finanzielle Einbußen, ein Bekannter war der Meinung sich buchen zu können um mich kennen zu lernen, null Reflektion .

Shifa und shakti? Ich lache. Doch eher geschwengel der Stengel in Bedürfnis. Ich beherrsche 4h tantramassage. Meine Finger möchten und können von der Wirbelsäule zum Bauchnabel graben. Nackt möchte ich sein und das Hirn des Mannes ist sein Schwängel.
Ich zitiere sie jetzt nicht.

Unter Zuspruch von Freunden habe ich es gewagt, hier nach einer Massage zu fragen. Weihnachtszeit, ich bot Entenbraten an. Babyöl habe ich noch toleriert, war ich richtig stolz auf mich. Als der Herr jedoch meinte ich solle ihn im dessou begegnen, war der letzte und erste Versuch gescheitert.

Meine Fotos hier sind inzwischen raus. Solange der Mensch seinen Geist nicht beherrscht und auch nicht versteht halte ich auch freie Tantra-Massage für ein Tor zumindest bei Männern für geschwängel.
Frauen haben bei dieser Massage ganz andere Themen. Auch nicht unbedingt weiter im Hirn
*********rgara Frau
8.683 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
@*******sara

Tantramassagen sind nur eine von vielen Möglichkeiten Menschen tantisch zu begegnen. Es gibt viele Seminare , in denen gar nicht massiert wird. In manchen ist man auch ständig bekleidet.

Das hat den Vorteil, dass es eben nicht um Sexuelles geht, sondern um Kontakt und Begegnung. Es gibt immer mal wieder sehr auf Sexuelles fixierte Männer auch in solchen Seminaren, aber wesentlich seltener. Nirgendwo sonst als in solchen Seminaren sind mir so viele liebevolle Männer begegnet, die sich mehr wünschen als Sex. Die bereit sind andere Prioritäten als Sexuelles zu setzen sind beim Anblick einer nackten Frau.

In solchen Seminaren habe ich viel über mich und meine Bedürfnisse und Grenzen gelernt . Davon habe ich dann profitiert, wenn ich in Massagen gegangen bin. Und ich habe mich neu vernetzt. Mit Menschen mit einer inneren Haltung, die meiner ähnlich ist.

Das Angebot an Seminaren im Bereich Tantra ist sehr groß. Manche sind sehr sinnlich und sexuell. Manche aber auch sehr behutsam und eher vom Herzen her aufbauend.

Mit der Sicherheit im Herzen war ich bereit für mehr sexuelle Seminare. Andere fangen mit sinnlichen Seminaren an und wenden sich erst dann den spirituellen zu. Manche sind mehr psychologisch angelegt und überhaupt nicht spirituell.
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