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Reflexion

******rta Mann
57 Beiträge
Themenersteller 
Reflexion
Weil ich den Austausch und die Antworten insbesondere in der Tantra Gruppe immer sehr wertgeschätzt und darin für mich immer gute Anknüpfungspunkte gefunden habe (ich will jetzt nicht sagen, ich würde die Gruppe als Therapieersatz missverstehen), will ich gerne meine Situation aufschreiben und ganz nett um lebhafte und kritische Antworten bitten.

Seit drei Monaten treffe ich eine Frau, die ich hier im JC kennengelernt habe. Wir haben schnell gemerkt, dass wir sowohl mental, als auch körperlich auf einer Wellenlänge sind. Die gesamte Zeit war für mich wirklich wunderschön, wir haben uns ineinander verliebt sind wohl jetzt sowas wie ein Paar. Sie selbst ist 9 Jahre älter als ich, hat auch schon zwei Kinder, was für mich aber auch kein „Thema“ ist. Sie hat oft gesagt, dass sie sich freuen würde, wenn ich diese irgendwann kennenlernen würde. Wir haben uns da noch zurückgehalten, einfach um den Kindern keine Brüche zuzumuten und sicher zu sein. Sie hat mich vielen ihrer Freunde vorgestellt, ich mag die auch alle. Ganz zu Beginn unserer Zeit wollten wir einfach jemanden kennenlernen, haben beide niemanden gesucht, uns dann aber doch gefunden.

Summa summarum #1: ich weiß ihre Art, ihr Wesen sehr zu schätzen, ich mag sie sehr sehr gerne.

Schon zu Beginn hatte sie immer mal wieder angedeutet, dass sie sich längerfristig eher etwas Offenes vorstellt. Ich war damit immer d‘accord, oder hatte dem im Eifer des Gefechts keine große Beachtung geschenkt. Gestern kamen wir also auf ihre vorige Beziehung zu sprechen und sie sagte, dass sie zu Beginn des letzten Jahres gemerkt hatte, dass sie dort nicht mehr an der richtigen Stelle ist und hinter seinem Rücken mit einem anderen Mann schlief. Mir hat sich gestern der Magen quasi umgedreht, ich wollte in der Nacht nicht wirklich Körperkontakt, zog mich etwas zurück, auch wenn wir dann später am frühen Morgen doch wieder sehr leidenschaftlich miteinander waren, nachdem ich ihr sagte, warum ich gerade nicht schlafen konnte. Sie sagte in dem kurzen „Nachtgespräch“, dass sie das jetzt gerade nicht beabsichtige und sich freuen würde, wenn wir ein gemeinsames Vertrauen aufbauen und irgendwann einmal gemeinsam einen Schritt weitergehen. Sie war von Beginn an sehr offen, was auch den Kontakt zu früheren Liebhabern angeht.

Summa summarum #2: Vielleicht ist es einfach dem Altersunterschied oder ihrer anderen Art der Sozialisierung geschuldet, dass sie da anders mit umgehen kann.

Hinsichtlich meiner eigenen Beziehungsbiographie (sowohl familiär als auch liebestechnisch) sehe ich mich selbst als eine Art „gebranntes Kind“. Verlusterfahrungen spielen eine sehr bedeutende Rolle. Meine Ursprungsfamilie erweist sich rückblickend als sehr unstabil und schicksalbeladen. Meinen Vater sehe ich als einen Narzissten, meinen Bruder habe ich vor drei Jahren verloren durch Suizid, mit meiner Mutter hatte ich viele Jahre keinen Kontakt mehr. Meine erste wirkliche Beziehung mit 15 war sehr schön, endete letzten Endes aber damit, dass sich herausstellte, dass sie mit meinem besten Freund hinter meinem Rücken schlief. Meine zweite und auch letzte Beziehung war ebenfalls lange schön, endete aber ebenfalls damit, dass sie nach dem Tod meines Bruders mit meinem Hund von dannen zog, den ich damals echt gebraucht hätte, um zu trauern. Es war auch teilweise meine Schuld, dass das alles so verlief, weil ich schon in dieser zweiten Beziehung mit Eifersuchtsproblemen zu kämpfen hatte, auch sie war 12 Jahre älter als ich. Die letzten Jahre seit der Trauer hatte ich immer mal wieder kurze Techtelmechtel, zog mich aber immer wieder zurück, sobald es ernst wurde. Ich konnte mich irgendwie noch nie liebestechnisch zu gleichaltrigen oder jüngeren Frauen wirklich hingezogen fühlen, meistens, weil ich die Charaktere nicht gewappnet für meine Situation oder ein zu junges Wesen hinter dem Menschen sah, bei dem ich mich nicht verstanden und gesehen fühlte.

Auch wenn ich wirklich eher vom Typ Mensch bin, der andere nicht von ihrem eigenen Weg abbringen oder sie verbiegen möchte, befinde ich mich seit gestern in einer Art Angstspirale, die ich aus meiner letzten Beziehung kenne. Was, wenn sie mich betrügt. Was, wenn, was wenn. Es schmerzt mich.

Ich weiß nicht, wie ich gerade mit der Situation umgehen soll. In der Voraussicht, dass ich wenn es soweit ist erstmal wieder mit mir selbst zu kämpfen haben werde, alle Zelte abbrechen und das lieber sein lassen? Versuchen, zu wachsen in dieser Situation und scheinbar eine alte Wunde erkennen und behandeln ? Aber wie ? Grundsätzlich sprachen mich solche Beziehungskonstellationen ja immer etwas an. Aber ich gestehe mir selbst gerade ein, dass ich Vertrauensprobleme und sowas wie eine Bindungsstörung habe und weiß nicht weiter damit. Ich habe eine zweijährige Therapie gemacht, da ging es aber eher um meine Trauer und die ist zu Ende. Eine weitere ist also erstmal keine Option. Während meiner Trauer hatte ich studiert, das war eine verdammt harte Zeit, wurde letzten Sommer depressiv und habe mich seit einiger Zeit wieder gefangen und gehe jetzt auch einer Arbeit nach. Irgendwie scheint mein Leben wieder leichte Aufwärtstendenzen zu haben, aber da ist echt noch ein Wunder Punkt an mir.
********n_HH Mann
3.675 Beiträge
Danke für deine Offenheit.

Ich projeziere Beziehung zwischen Menschen auf das Bild von Kreisen, die sich teilweise überdecken und Schnittmengen bilden. Die gemeinsame Schnittmenge ist das was euch verbindet.

Deine Autonomie besteht darin, dass du den Fokus setzen kannst:
A) auf das, was euch verbindet
B) auf das, was euch nicht verbindet oder vielleicht sogar entfremdet
C) auf etwas vollkommen anderes, was dich ablenkt

100% A gelingt mir nicht, es bleibt immer eine Rest-Aufmerksamtkeit über. Diese lenke ich aber lieber auf C statt auf B. Und siehe da: das funktioniert (bei mir).


Im Umkehrschluss bedeutet das für deine "Negativspirale": konzentrierst du dich auf B, wird das ganz wichtig und C und A werden unwichtiger. Insbesondere A wirst du damit allmählich zerstören bzw entwerten.... *snief*
Nun, das blöde ist, und das weißt du vielleicht ja auch schon aus der Therapie, die du gemacht hast, dass Vermeidung zwar zur Beruhigung im hier und jetzt führt, aber das Problem nicht wirklich gelöst ist. Das gilt für Höhen- wie für Bindungsangst. Gleichzeitig muss man vor jeder Herausforderung, die man anbehmen möchte, prüfen, ob man die Ressourcen hat, sie heute, hier und jetzt zu bestehen... das kannst du nur selber beurteilen. Und parallel ist es wichtig, "angemessene" von " unangemessenen" Befürchtungen resp. Ängsten gut unterscheiden zu lernen. Gebranntes Kind scheut das Feuer ... stimmt ... aber so wird es im Winter aber auch ganz schön kalt, wäre schon gut, ich wüsste wie Feuer machen 'safe' möglich ist.
Vertrauen ist halt blöderweise etwas, was man zunächst schenkt. Und erst im Nachgang erweist es sich als gerechtfertigt (oder leider nicht). Was kein Aufruf zu Naivität ist. Aber Sicherheit gibt es halt nur begrenzt. Weshalb es weise ist, gut zu wählen, wem man dieses Vertrauen schenkt.
Ich glaube, mir wäre wichtig, dass mein Gegenüber meine Ängste ernst nimmt, sie nicht klein redet oder versucht weg zu reden. Und gleichzeitig bei sich bleiben kann. Ernst genommen werden wäre für mich der Kern. Und vielleicht kannst du dir jenseits von Therapie eine andere Art der Begleitung im Prozess des Beziehungswachstums zur kontinuierlichen Reflexion suchen. Es gibt ja in allen Regionen Deutschlands sog. Lebensberatungstellen, oder Ehe- und Familienberatungen. Die beraten in der Regel aber für/in allen Beziehungsfragen unabhängig vom "rechtlichen Status der Beziehung ".
****fee Frau
1.933 Beiträge
Gute Fragen...
Ich würde eine offene oder polyamore und transparente Beziehung immer allem Lug und Trug vorziehen. Derartige Beziehungsmodelle erfordern allerdings eine ausgiebige und gute Kommunikation.
Ob Du das aushalten und damit leben kannst, kannst aber nur Du selbst herausfinden, glaube ich.

Ich finde es grundsätzlich gut und ehrlich, dass sie das von Anfang an thematisiert hat und als einen besseren Weg als hinterrücks etwas anzufangen.

Gute Tipps dazu gibt es hier auch in den Gruppen, die Polyamorie thematisieren.

🐞🍀🕉🙏☮
*********rgara Frau
8.640 Beiträge
Gruppen-Mod 
Beitrag aus dem Hauptbereich verschoben in den off topic Bereich *modda*
*********lebee Mann
2.371 Beiträge
Mutter . . .
. . . am Ende kommste immer auf die Mutter . . . (alter Therapeutenwitz) . . .

Und tatsächlich kam mir das in den Sinn, als ich von Deinem Kontakt zu ihr las. Und auch Deinem bevorzugten Beuteschema ‚ältere Frauen‘ . . .

Das ganze noch gewürzt mit Themen wie Suizid, Tod, Depression und so . . .

Christian Hanisch/Goslar ist da (Suizid) übrigens Spezialist. Just sayin‘ . . .

Aussertherapeutisch fällt mir - wenn Du das überhaupt wissen willst - dazu spontan ein:

Erstelle eine Liste mit Fragen, die Du deiner Mutter stellen würdest, wenn Du denn in Kontakt wärst.

Wenn ich Deine ‚Reflexion‘ richtig verstanden habe, war sie es, die Dein Beziehungsbild insofern massgeblich geprägt hat. Angst vor Betrug.

Und solange Du das nicht mit ihr direkt oder thematisch z.B. durch Familienstellen mit Stellvertretern angehst, wirste von einer betruggefärbten Beziehung durch die andere gehen, so lange . . . bis Du‘s für dich geklärt hast.

Was Deine neue Freundin und ihre Offenheit (auch in Sachen ‚hintergehen‘, betrügen und so) angeht, herzlichen Glückwunsch. Was is’ der Unterschied zu vorherigen Betrugsbeziehungen ? Und offensichtlich führt sie Dich ja auch an Deine wunden Punkte (Würgereiz und so) heran. An deine alten und noch nicht verheilten Wunden.

Sicher, dass Du keine weitere Therapie genehmigt bekämst ?

Dann kann ich Dir nur noch raten . . . schüttel‘ Dich. Oder geh’ Tanzen. Das hilft auch. Einstweilen. Schau‘ Dir dazu Ilan Stephani an. Wirkt auf Traumata.

Übrigens . . . durch’s Betrügen, durch Betrugsphasen gehen fast alle im Laufe ihres Lebens. Und die, die möglicherweise darunter leiden, müssen sich früher oder später davon frei machen und für sich selbst Verantwortung übernehmen lernen. So als generelle Erkenntnis der meisten Coachings und Therapien.

Ch ch ch ch changes . . . phases, we‘re goin‘ throu‘ . . . David Bowie . . .

Meine Gedanken dazu. Nimm‘ Dir davon, was Du willst . . . good luck.

HNY2025 . . . one&all . . . ❤️🙃💋
********n_HH Mann
3.675 Beiträge
Zitat von *********lebee:

. . .
Erstelle eine Liste mit Fragen, die Du deiner Mutter stellen würdest, wenn Du denn in Kontakt wärst....

Zusatztipp: Erstelle dir zwei weitere Listen.
Eine mit den Antworten, die von deiner Mutter kommen würden.
Eine zweite, mit den Antworten, die Du Dir von ihr wünschen würdest.

'Good luck Jack'
(Morricone)
******rta Mann
57 Beiträge
Themenersteller 
Besten Dank für die bisherigen Antworten.

@*********lebee : deine direkte Art, das anzusprechen, finde ich toll. Danke! Ich will das mit der Mutter nochmal deutlicher sagen: Ich hatte mehrere Jahre keinen Kontakt mehr zu ihr. Jetzt schon wieder, er ist auch ganz gut. Ironischerweise kommt mir aber in den Sinn, dass meine Schwester ebenfalls durch eine krasse Betrugsbeziehung ging. Hmm es bimmelt, Mensch ich komme wohl aus dem Schlund der Hölle..

Mich haben die bisherigen Beiträge schon etwas erheitert, diese ganze jetzige Beziehung als Anstoß zu begreifen versuchen, meine alten Wunden nochmal zu lecken…
**********ige76 Frau
791 Beiträge
Zitat von ******rta:
Besten Dank für die bisherigen Antworten.

@*********lebee : deine direkte Art, das anzusprechen, finde ich toll. Danke! Ich will das mit der Mutter nochmal deutlicher sagen: Ich hatte mehrere Jahre keinen Kontakt mehr zu ihr. Jetzt schon wieder, er ist auch ganz gut. Ironischerweise kommt mir aber in den Sinn, dass meine Schwester ebenfalls durch eine krasse Betrugsbeziehung ging. Hmm es bimmelt, Mensch ich komme wohl aus dem Schlund der Hölle..

Mich haben die bisherigen Beiträge schon etwas erheitert, diese ganze jetzige Beziehung als Anstoß zu begreifen versuchen, meine alten Wunden nochmal zu lecken…

Etwas knapp am Thema vorbei und etwas ungefragt. Aber wenn ich Dir mal ungefragt Feedback geben darf?

Ich ziehe meinen Hut vor Dir....die Selbstreflektion in Deinem Alter und mit Verlaub als Mann (sorry, aber liegt evtl. am Alter dass in meiner Generation die Kerle noch nicht soviel an sich arbeiten - Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel) eine Rarität.

....aus dem Schlund der Hölle <lach> ein toller Ausdruck, in dem sich vermutlich mehr Menschen wiederfinden als ich oder Du zu vermuten mögen.

Du bist auf dem Weg, und nur das zählt. Alles Gute für Dich *blume*!

Liebe Grüße,
ScharfSinnige76
****ose Frau
13.435 Beiträge
Danke für deine Offenheit und den Mut, dich hier so verletzlich zu zeigen.
Ich mag gerade nicht auf die anderen Beiträge eingehen, nehme Bezug auf den EP.

Was ich wahrnehme:
Du hast eine Frau in deinem Leben begrüßt, die sehr viel in dir triggert.
Sowohl auf der positiven Seite mit Wohlfühlen und einen gemeinsamen Weg beschreiten, als auch mit dem Thema des Vertrauens(Bruchs).
Hier wird es für dich unsicher und gleichzeitig meine ich rausgelesen zu haben, dass ihr gut miteinander kommuniziert.
Du merkst, dass ihre Wünsche nach Öffnung der Beziehung dich in deine Schattenwelt eintauchen lassen.
Kannst du denn mit ihr über die Schatten und deine Ängste reden?
Nimmt sie dich an der Stelle wahr und ernst?
Kann sie ihr Tempo auf deine Bedürfnisse und Schritte einstellen?
Bist du bereit bis in die Tiefe dich deine Schatten zu stellen? Sie einzuladen und anzusehen (mit Unterstützung)?
Wie gehst du mit deinen Fluchttendenzen um? Kannst du und kann sie dich damit lassen - im Vertrauen auf eure gemeinsame Basis?
Wie schätzt du die Tragfähigkeit eurer gemeinsamen Basis der Beziehung ein?

Das vielleicht als erste Fragen
******rta Mann
57 Beiträge
Themenersteller 
… der Reiz des Schreibens hier besteht ganz einfach darin, dass wir uns doch auch anonym bleiben werden - Darin liegt eine Chance.. wo sonst kann man im Alltag so frei sprechen und sich als Mensch mit allen Facetten zeigen - eben auch mit diesen Schattenseiten am…

Also mal rein hypothetisch diese Mutterthese aufgegriffen: man wird sich an frühe Erfahrungen zu erinnern versuchen. Nehmen wir an, man war 18 / 19, wie sich die Eltern trennen und die Mutter quasi am nächsten Tag einen neuen Partner hat. Fortan entzweit sich der Kontakt zunehmends, beide leben wie in unterschiedlichen Welten und haben sich bald darauf nichts mehr zu sagen. Der Kontakt bricht ab, auch weil der neue Partner einfach keinen Respekt hat und die Kinder nicht mehr so interessant erscheinen.

Gut würde man sagen, eine Situation von ähnlicher Ausprägung findet sich dann auch in der Gegenwart vor: jetzt sehe ich mich einer Frau gegenüber, die einfach ebenfalls etwas anderes will, als einen selbst. Einen selbst wahrscheinlich auch, aber eben auch anderes.

Aber was ist damit wirklich erklärt ?
Erklärt ist dadurch, dass das Leben einem gerne den Spiegel vorhält, um einem zu zeigen, was noch geheilt werden möchte.

Ich möchte dazu noch sagen, dass es in meinen Augen wichtig ist in sich hineinzuhorchen und zu entscheiden, welches Gefühl man verfolgen und leben möchte: das Gefühl des Vertrauens, dass eine Liebe heranwächst oder das Gefühl, dass eine Frau vor dir steht, die dich unglücklich machen wird.
Aber selbst, wenn sie es vielleicht irgendwann tut - oder vielleicht auch du? - man muss es LEBEN, um das Ende der Geschichte zu erfahren! Aber schlimmer, als ein vielleicht trauriges Ende ist es, es nicht versucht und gelebt/erlebt zu haben.

Meine persönliche Meinung!
******rta Mann
57 Beiträge
Themenersteller 
… und jetzt bemerke ich, dass es richtig war, hier zu schreiben. Ich habe sehr genossen, euch zu lesen und mag eure Antworten. Was jetzt kein Schluss sein soll
P.S.:
Das Wichtigste ist, dass man nicht mit einem Gefühl der Angst im Hinterkopf sein Leben lebt! Stürze dich mutig in die Abenteuer, die dich locken, ohne daran zu denken, was passieren könnte. Denn irgendwann wirst du feststellen, dass, wenn DU mit reinem Herzen eine Beziehung lebst, es natürlich schmerzhaft ist, wenn der andere es nicht auch getan hat, aber im Endeffekt ist es wichtig, dass DU dich im Spiegel anschauen kannst, weil du weißt, dass DU dein Bestes gegeben hast.

Und das sagt jemand, der schon in mehreren Höllenbereichen unterwegs war. Aber nicht die Hölle bringt uns um, sondern wenn wir die Hoffnung verlieren, dass unsere Träume wahr werden können.
******rta Mann
57 Beiträge
Themenersteller 
Ich kann dir als Nicht - Premium - Mitglied kein Danke geben - aber das würde garnicht genügen. Ich danke dir so herzlich für deine Worte - sie klingen gerade sehr an bei mir!!!! Danke
Zitat von ******rta:
Ich weiß nicht, wie ich gerade mit der Situation umgehen soll. In der Voraussicht, dass ich wenn es soweit ist erstmal wieder mit mir selbst zu kämpfen haben werde, alle Zelte abbrechen und das lieber sein lassen?

Vor schwierigen Situationen weg laufen ist keine konstruktive Art, damit umzugehen.
Im Gegenteil, du läufst ja eigentlich vor dem Umgang mit dem Problem weg.
Besser wäre es, das Problem lösen zu lernen.

Zitat von ******rta:
Versuchen, zu wachsen in dieser Situation und scheinbar eine alte Wunde erkennen und behandeln ? Aber wie ?

Erstmal nüchterne Analyse:
Es ist total positiv zu werten, dass sie so viel Vertrauen zu dir hat, dir das Alles zu erzählen.
Positiv ist auch, dass das eine Situation aus ihrer Vergangenheit ist und da würde ich mal an deiner Stelle nicht unterstellen, dass sie dir das nur erzählt hat, um dich auf eure Zukunft vorzubereiten.
Positiv ist auch, dass sie (nach eigener Aussage) erst mit einem Anderen geschlafen hat, nachdem sie gemerkt hat, dass sie in der Beziehung nicht mehr an der richtigen Stelle ist.

Müsstest du "eigentlich nur" dafür sorgen, dass sie das Gefühl bei dir nicht hat.
Angst und Eifersucht wird das sicher nicht erreichen. *fiesgrins*
D.h. hier ist etwas mehr Gelassenheit gefragt... und manchmal auch das Einzige, was es zum Umgang mit der Situation wirklich braucht.

Was mir in solchen Situationen immer hilft, um Gelassenheit zu erlangen, ist mir folgendes bewusst zu machen:
Man hat auf andere Menschen (auch auf die eigene Partnerin) eh nur einen recht begrenzten Einfluss.
Man hat auch keinen wirklichen Anspruch auf Exklusivität und Treue bis ans Ende aller Tage.
D.h. wenn's nicht so läuft wie man sich das gewünscht hat, dann wurde man auch nicht wirklich betrogen.
Man hat nur nicht mehr von dem Schönen bekommen, was man bisher hatte.
Das ist zwar meistens ziemlich enttäuschend, aber das wird durch Selbstmitleid nicht besser (eher schlimmer).

Hinzu kommt: Ich gehe ganz fest davon aus, dass wenn meine Partnerin fremd gehen würde, dann stehen die Chancen relativ gut, dass sie dabei erst einmal merkt, was sie an mir hat. *selbstgefall*
Da wäre ich doch schön dumm, wenn ich ihr das übel nehmen würde.
Die Kunst einer festen Bindung besteht also eher darin, die Vertrautheit der Beziehung zu nutzen um der bestmögliche Liebhaber zu werden. *top*

Ich kenne reihenweise Fälle, die hätten glücklich weiter leben können, wenn der/die "Gehörnte" da nicht so ein Drama draus gemacht hätte, eben weil das "Fremdgehen" eher eine Ernüchterung war.
Den Anderen aus Verlustangst von sich stoßen... das ergibt aus meiner Sicht so überhaupt keinen Sinn.
****o69 Mann
517 Beiträge
Ich möchte dich darin bestärken, dieser neuen Liebe eine Chance zu geben. Es kommt ja nicht so oft im Leben vor, dass man sich so richtig verliebt und für mich liest sich das schon so, dass du sie sehr, sehr lieb hast und dir noch mehr vorstellen kannst. Sie scheint sich auch mehr vorstellen zu können.

Sie ist offen und ehrlich zu dir, was ihre Vergangenheit angeht. Auch kann sie anscheinend ihre Bedürfnisse und Vorstellungen klar äußern. Könntest du dir denn eine offene Beziehung vorstellen? Ich denke, das ist eine entscheidende Frage.

Ich kann dem, was @*********Seil und @*******erz geschrieben haben nur zustimmen. *top*

Und *ja* eine Enttäuschung ist immer möglich, wenn man etwas wagt. Wagt man nichts, wird man zwar nicht enttäuscht, versauert aber im Laufe der Zeit. Hab' Mut.
********n_HH Mann
3.675 Beiträge
Reine Liebe ist bedingungslos
und kümmert sich nicht um Seitensprünge
******ore Frau
4.878 Beiträge
Das setzt voraus, dass mensch bedingungslose Liebe schon früh erlebt hat und in sich verankern konnte.
Nachnähren ist ein bewusster, nicht ganz leichter Prozess.
*********rgara Frau
8.640 Beiträge
Gruppen-Mod 
Danke @******ore .

Das ist sehr wichtig . Zu wissen, dass es nachnähren braucht und einen Prozess. Was es nicht braucht ist jemand mit mahnemdem Zeigefinger. Eher Mitgefühl und Mutmachen oder einen Tip, wie man nachnähren kann. Und die Botschaft es ist ok, dass Du bedingungslose Liebe nicht kennst und leben kannst. Aber Du kannst sie lernen und leben, wenn Du Dich dafür entscheidest.
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