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Tantra - wie viel lernen? wie viel leben?

Ritual
*****ied
168 Beiträge
Themenersteller 
Tantra - wie viel lernen? wie viel leben?
Aus meiner Sicht ist Tantra eine Weltanschauung. So wie Christentum, Buddhismus, Islam, ...
Bei allen anderen Weltanschauungen kommt man in Kontakt über Menschen (Freunde, Werbung, Veranstaltungen der jeweiligen Organisationen, ...) Bei Tantra sind fast nur kostenpflichtige Dienstleistungen/Veranstaltungen zu finden.
Da wir selbst in Leipzig eine gut funktionierende Sangha mit ca. 30 Menschen haben, kenne ich das Thema auch von der anderen Seite. Neue Interessierte schnuppern mal bei Treffen rein, bekommen viel Aufmerksamkeit, und gehen wieder. Daher wünschen wir uns, dass Interessierte ihr Interesse erst mal in Seminaren geprüft haben, bevor sie zu Sangha-Treffen eingeladen werden.
Die Umgangsformen in der Sangha müssen gelernt werden, wie z.B. Verantwortung für die eigenen Gefühle zu übernehmen, oder Bewustsein für die eigenen "Dämonen" zu entwickeln. Die Niederschwelligen Angebote, wie der Mantra-Singekreis oder Yogastunden werden nicht als Tantra wahrgenommen.
Und es ist richtig, dass die "Entwicklungs-Booster" in den gut vorbereiteten und professionell geleiteten Seminaren liegen.
Auch bei den Christen, Muslimen, Buddhisten usw. ist ja einiges neues zu lernen, bevor Mensch als Mitglied der jeweiligen Gemeinde anerkannt wird. Allerdings ist es "ungefährlich" mal einem (jeweiligen) Gottesdienst beizuwohnen, wohingegen bei tantrischen Tempelnächten nach 1h vorbereitenden "Abgrenzungsübung" recht schnell "zur Sache" geht. Ich halte das Format der tantrischen Tempelnächte für fortgeschrittene geeignet. Also doch Tantra erst mal "lernen"?

P.S.: "Rituale sind die Ernte der spirituellen Praxis". Auf Internetplattformen gibt es viel Zuspruch für Rituale, aber wenig Resonanz auf solide Grundkurse wie z.B. für Massage oder tantrische Selbsterfahrung.
*********lebee Mann
2.347 Beiträge
@ Also doch Tantra erst mal "lernen"?
. . . Du hast es ja im Titel geschrieben: Tantra - wie viel lernen? wie viel leben?

Deshalb verstehe ich die letzte Frage nicht wirklich mit dem ‚erst mal‘ ? Weil . . .

. . . wenn jemand schliesslich sich für Tantra (weiter-gehend) interessiert, egal von welchem Stand er kommt, sei es Multimilliardär, Waffenproduzent, südamerikanischer Viehzüchter oder . . . Buddhist (quasi halb vorgebildet was Sangha - Vereinigung, etc.) angeht . . .

Dann . . dann hat er/sie/es das Tantra ja schon er/ge/lebt. Sonst hätten sich die Wege ja nicht gekreuzt.

Also geht ich mal auf die Ausgangsfrage im Titel ein . . . wieviel ?

In Berührung kam ich über ein Tantra-Yoga-Wochenend-Seminar vor vielen Jahren in Freiburg . . . seitdem hat mein tatsächlich gelebtes heutiges Tantra den Vorstellungsrahmen von damals völlig gesprengt . . .

Wie bin ich da hingekommen ? Üben. Seminare. Leben. Üben . . . Reihenfolge beliebig austauschbar. Mit völlig unterschiedlichen Erfahrungen zu jeweils unterschiedlichen Zeiten . . .

Mal wurde ich in einem lange bestehenden Sangha als Wow-Experte angesehen, mal in einem erst kurz bestehenden Sangha als völlig unpassend (und ich sollte doch erstmal in die Lehre gehen).

Alles ist relativ. Und alles passiert zum richtigen Zeitpunkt. Es ist, wie es ist. Im Zweifel hat es mir stets eine Lektion in Demut gegeben. Oder auch der Gemeinschaft.

Die Mischung macht‘s ?
*********rgara Frau
8.588 Beiträge
Gruppen-Mod 
Der EP lädt zu allerlei Grundsatzdiskussionen ein...

Zur Erinnerung, was wir in dieser Gruppe unter Tantra verstehen, möchte ich auf unsere Gruppenbeschreibung verweisen:
Tantra: Gruppe

Für mich ist Tantra eine innere Haltung. Für andere sind das nur die inzwischen leider bekannteren Tantramassagen. Für nochmal andere hat das mit Tantra nichts zu tun, weil Tantra ursprünglich etwas anderes war als das heute bei uns verbreitete Neotantra.

Zu den Hintergründen gibt es viele Forenbeiträge in der Gruppe und ich bitte darum diese Grundsatzdiskussionen hier nicht zum fünftausenddrölfzigsten Male wiederzukäuen und damit das Thema zu schreddern. Auch wenn der EP so formuliert ist, dass man sich dazu eingeladen fühlen könnte...

Zur Frage des Einstiegs:

Ich sehe bei den mir bekannten Anbietern viel Nachfrage bei den Einsteigerveranstaltungen. Natürlich gibt es die, die gleich zur Sache kommen möchten und oft steht dahinter auch eher sexuelles Interesse. Da hilft eine eindeutige Beschreibung der Angebote auf der Homepage und der Voraussetzungen für die Teilnahme daran. Außerdem ist ein Austausch mit den sich Anmeldenden nötig und nimmt oft viel Zeit in Anspruch . Dieser Aufwand wird von Teilnehmern vermutlich oft unterschätzt, denn auch das kostet Zeit in der Vorbereitung, die durch Einnahmen gedeckt sein will.

Im übrigen sind die tantrischen Angebote meiner Meinung nach nicht vergleichbar mit Gottesdiensten. Eher mit den zahlreichen Angeboten im Coaching, die teilweise um ein vielfaches teurer sind als Tantra . Dort wird aber erheblich weniger diskutiert, ob es etwas kosten darf. Vermutlich , weil manche Tantra tatsächlich in die religiös/spirituelle Ecke einordnen.

Die Vermittlung von Wissen ist eine Dienstleistung und wer sich dazu ausbildet und es weitergibt, um davon auch leben zu können, verschenkt dieses Wissen nicht.

In jedem Bereich ist es üblich sich einzuarbeiten oder die basics zu lernen. Egal ob man schwimmen lernt, ein Instrument zu spielen , Schach, Tanzen oder einen Beruf. Nirgends steigt man normalerweise ohne Vorkenntnisse in die Angebote für Fortgeschrittene ein.
****ina Frau
42 Beiträge
Also Tantra ist für mich ein ganzheitlicher Weg der Achtsamkeit. Sich durch Rituale wieder eins mit der Schöpfung fühlen. Inneren Frieden spüren. Mit allen Sinnen spüren und erleben. Männliche und weibliche Anteile verbinden. Blockaden lösen. Sexualität als positive Energie zu sehen. Körper, Geist und Seele als eine Einheit sehen. In allen Dingen, Tieren und Menschen das göttlichen sehen und achten. Anderen Menschen liebevoll auf Augenhöhe begegnen und dennoch eigene Grenzen waren. Sich seiner Bedürfnisse bewusst sein und Verantwortung für die eigenen Gefühle und Handlungen übernehmen. Die Grenzen der anderen respektieren. Sich gewiss sein, das was man erlebt ein Lernfeld ist und zum Wachstum beiträgt. Das ist meine persönliche Einschätzung von Tantra und wie ich es versuche umzusetzen.
*******a80 Frau
460 Beiträge
Sangha? Hat bitte jemand einen für gut erachteten, weiterführenden/ beschreibenden Link?
*******555 Mann
142 Beiträge
***ou Mann
1.389 Beiträge
Hi @******nme es gibt wenige, es gibt sie dennoch, die Tantra so sehen wie Du.
Bin beeindruckt über Deine Ansichten.
Viel Energie zur Erfüllung dieser weißen Erkenntnis.
Ritual
*****ied
168 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *******a80:
Sangha? Hat bitte jemand einen für gut erachteten, weiterführenden/ beschreibenden Link?
Praktisch verstehe ich "Sangha" so wie "Gemeinde" bei uns (bei den Christen). Eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten in regelmäßigem persönlichen Kontakt. Und jede Gemeinde hat viele Freiheiten, ihr Gemeinschaftsleben zu gestalten. Wir orientieren uns an Tantra und benutzen die Sanskrit-Begriffe. Inhaltlich kann ich Lightonme folgen, sehe aber auch noch die klassischen Aspekte anderer Weltannschauungen wie heilige Schriften, Gottheiten, Ordensgemeinschaften usw.
In meinen Augen ist es nicht völlig Wahlfrei, welche Werte und Begriffe zu Tantra dazugezählt werden können.
*******555 Mann
142 Beiträge
Hallo @*****ied,
Ich verstehe Deinen Grundgedanken nicht so ganz:
Zum einen schreibst Du, dass man in jeder anderen Weltanschauung "einfach mal reinschnuppern" kann bei einer Versammlung/Gottesdienst/.... - ich persönlich halte das für sehr positiv und bin in vielen Teilen der Welt sehr liebevoll als Gast empfangen worden (auch in dem Bewusstsein, dass ich natürlich nicht alle Dinge auf Anhieb "richtig" mache). Wenn man sich dann für einen Bereich weiter interessiert, muss man natürlich "investieren" (Zeit, Einstellung), um die Grundregeln zu erlernen und festzustellen, ob man sich damit identifizieren kann/möchte.

Bei der Tantra-Sangha (speziell eurer Gruppe) möchtest Du Gäste aber lieber ausschließen, da sie erst einmal "lernen" sollen. Damit hebst Du Deine eigene Gruppe in die Fortgeschrittenen-Ebene, für die erst Erfahrung aufgebaut werden sollte.

Somit kann man Deine Sangha nicht mit einer der anderen "öffentlichen Veranstaltungen" (zu denen Gäste oft explizit eingeladen werden) vergleichen, und damit entsteht auch kein Widerspruch.
Veranstaltungen zum ersten Kennenlernen "als Gast" beinhalten, dass dieser nicht alles versteht und auch "Fehler" macht/machen darf - sie ermöglichen einen ersten Eindruck.
Andere Veranstaltungen erfordern sicherlich Vorwissen und Kenntnisse, die dann aber auch entsprechend genannt werden sollten, damit es für alle passt.

Namaste
Ritual
*****ied
168 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *******555:
Hallo @*****ied,
Ich verstehe Deinen Grundgedanken nicht so ganz:
...

Namaste

Die Beschreibung unserer Sangha war ein wenig verkürzt. Auch wir haben offene Treffen, wo jeder Mensch willkommen ist. Und dann wieder Treffen mit fortgeschrittenen Ritualen, die natürlich nicht öffentlich zugänglich sind.
*******555 Mann
142 Beiträge
Hallo @*****ied,
Dann passt doch alles 😊
Dein Satz "Daher wünschen wir uns, dass Interessierte ihr Interesse erst mal in Seminaren geprüft haben, bevor sie zu Sangha-Treffen eingeladen werden" kann sich dann ja wohl nur auf die Fortgeschrittenen-Treffen zutreffen, bei denen es Euch selbst obliegt, die" geeigneten" Leute einzuladen oder Vorkenntnisse abzuklären.
Für "Schnupper-Treffen" sollten keine Vorkenntnisse erforderlich sein.

Namaste
Ritual
*****ied
168 Beiträge
Themenersteller 
In unserem Bildungssytem werden Fähigkeiten wie Achtsamkeit, Mitgefühl, Lust, Wahrnehmung und Kommunikation von Gefühlen und Bedürfnissen, abgestufte und angemessene Reaktion auf Grenzüberschreitungen, differenzierte Körperwahrnehmung, ... nur am Rande behandelt (wenn überhaupt).

Das Training solcher Fähigkeiten bleibt weitgehend der Familie und "Peergroup" überlassen. Wer hier "Pech" hatte, muss schauen, wo er oder sie bleibt. Dabei sind solche Fähigkeiten sehr wichtig für ein erfülltes Liebesleben.

Bildungsangebote für Erwachsene gibt es dann in verschiedenen Therapien. Sonst kenne ich persönlich die systematische Vermittlung solcher Fähigkeiten hauptsächlich aus Tantra-Seminaren. Wie, bwz. wo lernen das die "anderen"?

In tantrischen Tempelnächten und sonstigen Treffen und Partys sind solche Fähigkeiten essentiel. Natürlich können sie Stück für Stück durch positive oder negative Erfahrung angeeignet werden, aber ich würde mir mehr Bewustsein wünschen, solche Fähigkeiten gezielt zu lernen und Lernräume dafür zu suchen und anzubieten. Zumindest halte ich das für einen ganz wesentlichen Teil meiner Arbeit als Yoga- und Tantralehrer. Dann kann ich Treffen und auch Partnerschaft viel umfassender genießen.
*********lebee Mann
2.347 Beiträge
@ Wie, bwz. wo lernen das die "anderen"?
Weiss zwar nich‘, inwieweit wir mit Deiner Frage noch am Thema dran sind, aber Du bist ja der TE . . .

@ Das Training solcher Fähigkeiten bleibt weitgehend der Familie und "Peergroup" überlassen.
DAS . . . halte ich für normal. Das Bildungssystem sollte da nicht mehr als ein Korrektiv sein.

In humanistischen Bildungszweigen (Altgriechisch, Latein, Philosophie, etc.) haste das Training solcher Fähigkeiten als aufmerksamer Schüler vielleicht noch stärker mitbekommen.

Also: Eigenverantwortung. Eltern und von da weiter raus . . .

Peergroup ? Meinste Freunde und so ? Also erweiterter Zirkel ?

Und von daher wird‘s für mich auch klar, dass das Bildungssystem im innersten Kreis eher fehl am Platz wäre.

Und dass der innerste Zirkel (Vergleich ‚goldener Löffel im Mund‘ vs. Betonwohnungsburgen) kein Ponyhof is‘ . . . nun gut, isso.

Zur Frage. . . @ Wie, bwz. wo lernen das die "anderen"? . . .

Antwort: Wohin auch immer der (Lebens)Weg sie führt . . . mich z.B. hat er über die Klassengemeinschaft (Schule) über den Sportverein (Team), Tanzkurs (Attraktivität, Ausstrahlung), Job (Team, job-relevante Weiterbildungen), Studium, Selbständigkeit, vielfältigste Weiterbildungen . . . oft . . . z u f ä l l i g . . . im Sinne von ‚es fiel mir zu, weil ich dafür bereit war, es deshalb erkennen konnte und die Gelegenheit beim Schopfe griff‘ . . . auf das Level geführt, auf dem ich eben jetzt bin. Und solange es noch nicht zu Ende ist, geht es weiter.

Wachsam sein . . . Weitwinkelblick . . .

Von daher ist es zumindest mir klar, dass, egal auf welchem Level jemand ist, stets Luft nach oben herrscht . . . und sollte die nicht mehr sein . . . haste wohl Samadhi erreicht.
*********rgara Frau
8.588 Beiträge
Gruppen-Mod 
Meiner laienhaften Beobachtung nach lernen die meisten das mehr oder weniger durch ihr soziales Umfeld.
Ich sehe das auch nur am Rande als Aufgabe der Schule.
Viele Menschen erlebe ich diesbezüglich als sehr unbewusst. Ihr soziales Verhalten ist mehr Gewohnheit und Prägung als bewusste Entscheidung.

Tantraangebote fördern das bewusste Hinterfragen und Entscheiden lernen, will ich das so oder doch anders ?
Und zwar von fast allem, was ich zuvor als gegeben angenommen hatte . Mein Weltbild hat sich dadurch einmal komplett umgekrempelt.
*******555 Mann
142 Beiträge
Die genannten Themen sind meistens Schwerpunkte in allen Sexpositiven Events (siehe die entsprechende Gruppe hier im JC).
Tantra ist nur eine Ausprägung, in der man das erlernen kann/sollte. Im BDSM-Kontext gehören sie definitiv auch dazu, und werden bei entsprechenden Basis-Events sicherlich auch trainiert.
Zitat von *****ied:
In unserem Bildungssytem werden Fähigkeiten wie Achtsamkeit, Mitgefühl, Lust, Wahrnehmung und Kommunikation von Gefühlen und Bedürfnissen, abgestufte und angemessene Reaktion auf Grenzüberschreitungen, differenzierte Körperwahrnehmung, ... nur am Rande behandelt (wenn überhaupt).

Vieles davon ist streng genommen auch keine Aufgabe des Bildungssystem, weil keine Frage der Bildung, sondern eine Frage der Erziehung.
Und Erziehung ist etwas, was sich so Mancher vom Bildungssystem verbittet und was auch viele Vertreter des Bildungssystems als Auftrag ablehnen.

Und Einiges davon kann meines Erachtens auch in Tantra-Seminaren nicht wirklich gelehrt werden.
Das ist eher was, wo sich der Einzelne hinein-leben oder hinein-fühlen muss ... oder eben erkennen, dass er sich da nicht so sieht.

Zitat von *****ied:
In tantrischen Tempelnächten und sonstigen Treffen und Partys sind solche Fähigkeiten essentiel.

Kann ich voll verstehen. Ich war zwar selbst erst mit meiner Partnerin auf einer Anfänger-tauglichen Veranstaltung, habe aber genug Empathie und Vorstellungsvermögen, wo die Reihe da hin geht und wie schwierig das werden kann, wenn da selbst noch zu unsicher, naiv und "blauäugig" heran geht oder wenn man damit rechnen müsste, dass der/die/das Gegenüber unsicher, naiv, "blauäugig" oder gar übergriffig sein könnte.

Zitat von *****ied:
Natürlich können sie Stück für Stück durch positive oder negative Erfahrung angeeignet werden, aber ich würde mir mehr Bewustsein wünschen, solche Fähigkeiten gezielt zu lernen und Lernräume dafür zu suchen und anzubieten.

Da wird dir wohl nichts anderes übrig bleiben, als ein entsprechend gestaffeltes und möglichst niedrigschwelliges (siehe unten) Angebot für die verschiedenen Grade des "Lern-Fortschritts" anzubieten und dann eben bei bestimmten Veranstaltungen nur Leute zuzulassen, die du bereits aus diesen Angeboten kennst.
Gerade letzteres, also das bewusste und gezielte Filtern der Teilnehmer durch den Veranstalter, würde ich als Teilnehmer einer Tempelnacht als essentielle Bedingung ansehen, denn ich würde mich darauf verlassen wollen, dass die Anderen vertrauenswürdig sind, also vollständig konsens-fähig (sowohl aktiv als auch passiv).

Zum Begriff "niedrigschwellig":
Ich beobachte häufig, dass viele Tantra-Seminare als mehrtägige Events zu recht fürstlichen Preisen an recht exklusiven Locations angeboten werden. Das ist in meinen Augen eher das Gegenteil von "niedrigschwellig", denn dazu muss man erstmal so viele Tage frei nehmen können und dann auch noch das Geld fürs Seminar und die Reise-/Übernachtungskosten echt übrig haben.
Das würde mich z.B. echt Überwindung kosten, wenn es mir im Grunde nur darum ginge, die "Einstiegs-Qualifikation" für Tempelnächte oder ähnliche Veranstaltungen zu erlangen.
Für meine Partnerin wäre es oftmals aus beruflichen Gründen überhaupt nicht möglich, sich für solche Termine kurzfristig frei zu nehmen.
Ritual
*****ied
168 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *********Seil:
Zum Begriff "niedrigschwellig":
Ich beobachte häufig, dass viele Tantra-Seminare als mehrtägige Events zu recht fürstlichen Preisen an recht exklusiven Locations angeboten werden. Das ist in meinen Augen eher das Gegenteil von "niedrigschwellig", denn dazu muss man erstmal so viele Tage frei nehmen können und dann auch noch das Geld fürs Seminar und die Reise-/Übernachtungskosten echt übrig haben.
Das sehe ich genauso. Ich hoffe, dass ihr bei mir etwas anderes findet.
Aktuell biete ich wieder ein Einsteiger-Wochenende ab 7.-9.2., da der Tantra-Grundkurs über 12 Wochen mangels Beteiligung nicht stattfinden kann.
**********sseur Mann
31 Beiträge
Sehe ich das nur so oder ist die Grundlage für den ganzen Thread eigentlich nur ein verkapptes Selbstwerben für monetäre Seminare?

Die entstandene Diskussion hat mir gefallen, aber ich verstehe irgendwie nicht warum die Frage überhaupt entstanden ist.

Alle Menschen sind in ihrem Empfinden, Lernen, Leben und Lieben frei und eigenverantwortlich.

Wenn dir die Konstellation in deiner Gruppe nicht passt, liegt das entweder an der Unaufrichtigkeit deiner Beweggründe für die Schaffung dieser, inflexibles Denken und uneingeschränkte Akzeptanz aller Teilnehmer oder mangelnder Filterung der Bewerber nach deinen Kriterien.
Ritual
*****ied
168 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von **********sseur:
Sehe ich das nur so oder ist die Grundlage für den ganzen Thread eigentlich nur ein verkapptes Selbstwerben für monetäre Seminare?

Die entstandene Diskussion hat mir gefallen, aber ich verstehe irgendwie nicht warum die Frage überhaupt entstanden ist.

Im Rahmen der Sangha beschäftigt mich die Frage auf andere Weise, als in meiner Rolle als Seminaranbieter. Beide Rollen zu trennen ist nicht immer leicht. Aus diesem Threat bekomme ich inspiration für beide Rollen. Daher bin ich glücklich und dankbar über eure Beteiligung.

Die Frage entstand, weil mal wieder ein gutes Ausbildungs-Seminar kaum Resonanz fand und gleichzeitig in der Sangha die spirituelle Entwicklung bei den selbstorganisierten Treffen stagniert. Bei selbstorganisierten Treffen mag sich niemand über die anderen stellen (was auch gut ist), aber für die persönliche Entwicklung hilft manchmal die Anforderung durch Lehrende, um weiter zu kommen. Dieses Dilemma spüre ich in der Sangha.
*********rgara Frau
8.588 Beiträge
Gruppen-Mod 
Ist die Nachfrage nicht etwas, das sich danach richtet , ob das Angebot sozusagen den Nerv trifft und eine Frage , ob ich die passende Werbung mache und ein Konzept habe, das zur Nachfrage passt?
**********sseur Mann
31 Beiträge
Ja, ich kann meiner Vorrednerin nur zustimmen. In der heutigen Zeit einen 12 Wöchigen Kurs anbieten zu wollen ist meiner Meinung auch eine klassische Fehleinschätzung von Zielgruppe und Nachfrage.
Ritual
*****ied
168 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von **********sseur:
Ja, ich kann meiner Vorrednerin nur zustimmen. In der heutigen Zeit einen 12 Wöchigen Kurs anbieten zu wollen ist meiner Meinung auch eine klassische Fehleinschätzung von Zielgruppe und Nachfrage.
Genau das ist Thema dieses Threat. Im Zeitgeist glauben viele, ohne Anstrengung voran zu kommen. Werbung suggeriert oft, das das möglich sei, wenn genügend Geld investiert wird. Was alles in vielen Tantra-Werbungen versprochen wird ... klingt wie sofortige Erleuchtung ...
Die Realität erklärt den "Suchenden" dann realistischer Weise, dass das doch nicht so einfach geht. Enttäuscht lassen viele von dem Vorhaben der Selbstverwirklichung ab. Aus yogisch-tantrischer Sicht könnte man sagen, sie verschieben auf einen späteren Zeitpunkt oder eine spätere Inkarnation.
Unsere Erfahrung tiefer gehender Kurse zeigt, das Persönlichkeitsentwicklung doch geht. (Und 12 Wochen sind schon deutlich weniger als ein "Jahrestraining") Und erfahrungsgemäß wird der Sex nach einer Weile auch befriedigender.

Die alten tantrischen Schriften richteten sich an junge Männer auf fürstlichen Häusern, die "alles hatten". Sie sollten lernen "den Tieger (der Sexulität) zu reiten". In heutigen Zeiten müssen einige neurotische Hauskätzchen erst wieder zu Großkatzen hochgepäppelt werden. Auch das geht nicht von heute auf morgen.
*********rgara Frau
8.588 Beiträge
Gruppen-Mod 
Nicht zu vergessen die vielen Menschen, die unter Tantra nur Tantramassage verstehen und hier beitreten mit dem Vorstellungstext sie hoffen jemand zu finden, der sie an die Hand nimmt und einführt. Wobei da wohl viele im Grunde eine kostenlose Massage und vermutlich auch mit Happyend suchen.

Der Weg jedes Menschen ist im Tantra individuell, denn der Weg zu sich selber ist für jeden anders. Und gehen kann ihn nur einer. Derjenige selber. Begleitungen auf diesem Weg entsprechen mindestens dem Coaching, maximal einer Therapie.
Viele Tantraanbieter, die ich kenne, haben daher auch andere Ausbildungen wie Heilpraktiker, Gesundheitspraktiker, sexological bodyworker , Gestalttherapie, Hypnotherapie und auch in Massagen. Die sind da aber eher zweitrangig.

Entsprechend sind auch die Angebote unterschiedlich im Niveau. Es gibt Anbieter für Neotantraseminare, die es eher psychologisch angehen und andere , die Sexualität mit einbinden.

Ich war letztes Jahr zwei Mal in einer privaten Gruppe zum Massageaustausch. Man traf sich ohne Leitung. Eine Mitwirkende hat das organisiert, die Raumkosten wurden geteilt.
Später im Jahr gab es Teilnehmer, die von der Organisatorin Begleitung in Form von Raum halten etc wünschten. Das ist dann aber eine Erwartung, die über ein privates Treffen hinausgeht.
Wenn ich will, dass bei sowas jemand dabei ist mit fundierten Kenntnissen wie man eine emotionale Krise auffängt ( was hochkommen kann in Massagen ), dann gehe ich nicht zu einem günstigen Treffen, sondern einem Veranstaltungsangebot einer entsprechend qualifizierten Person bzw eines Anbieters.

Und ja das kostet dann auch was. Denn derjenige lebt davon und hat entsprechende Ausbildungen.

Ich lass ja mein Auto auch nicht umsonst vom Kumpel reparieren und erwarte dann, dass er dafür Gewährleistung anbietet....
****omm Mann
2.224 Beiträge
Zitat Gina_Katergara

... vielen Menschen, die unter Tantra nur Tantramassage verstehen ....
... Wobei da wohl viele im Grunde eine kostenlose Massage
und vermutlich auch mit Happyend suchen.

Meine Erfahrungen sowie die etlicher Berufskollegen/innen bestätigen das zu 100 %

Leider.
*********rgara Frau
8.588 Beiträge
Gruppen-Mod 
Wobei mir da immer wieder in Erinnerung kommt, dass unserer eigener Gruppenleiter ursprünglich meinte seine Sexualität ein bisschen um Tantra erweitern zu wollen und es sei dann aber auf fruchtbaren Boden gefallen....

Und in den Bewerbungen finden sich auch immer wieder sehr schöne Worte über die spirituelle n Wege und Interessen .
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