Das Gesetz betrachte ich als eine bürokratische Formalie. Wo es Regina eher drum geht ist, dass viele Tantra-Massagen doch nicht so absichtlos/ergebnisoffen gestaltet werden, wie der tantrische Gedanke dahinter sein sollte.
Die Beweggründe dafür sehe ich nicht nur im finanziellen Anreiz, sondern auch im eigenen Bewusstsein der massierenden Person. Als solche sollte man die eigenen Themen durcharbeitet haben, um wirklich absichtslos massieren zu können. Ich spreche da aus eigener Erfahrung.
Mein "Good Girl", das gefallen will, war bei meinen anfänglichen Massagen sehr aktiv. Und meine Konditionierung hatte mich so geprägt, dass ich nur gut bin, wenn ein Orgasmus dabei herausspringt. Mit steigendem Selbstwert und vertiefter Bewusstseinsarbeit kann ich das nach und nach loslassen.
Zwar wird in den Massageschulen neben der Technik auch etwas zur Haltung vermittelt, doch kann diese nicht ausschließlich vom Kopf her verstanden und so auch angewandt werden. Es geht darum, das Bewusstsein zu erweitern, um die Haltung zu verkörpern zu können. Und das ist oft nicht so einfach.
Rückblickend bin ich gnädig mit mir, den einen oder anderen Orgasmus aktiv unterstützt zu haben, da es ein Teil meines Entwicklungsweges war. So können auch jüngere Handwerker noch nicht eine solche Kompetenz an den Tag legen, wie der alte Meister.
Wir sind alle auf unserem Weg. Einer, der ein paar Schritte weiter zurück ist, ist nicht weniger wert, nur weil er/sie noch Hausaufgaben zu machen hat.
Die Welt braucht Berührung. Und da würde ich nicht warten wollen, bis alle den Meister-Satus erlangt haben. Dann hätten wir ein noch geringeres Angebot. Jede Begegnung hat ihren Sinn und Wachstum ist auch erlaubt.