Ich habe Verständnis für Männer, die eine Massage als Anknüpfungspunkt für Was-auch-immer nutzen und ich mag diese Sehnsucht nicht verteufeln.
Gleichzeitig führt das dazu, dass ich zu solchen Angeboten Abstand genommen habe.
Ich schätze die Klarheit bei Begegnungen im professionellen Kontext. Im privaten Rahmen ist mir das bisher nicht begegnet. Da kenne ich nur die beiden Extreme:
1) Das Yang in ihm schlägt ins Negative um. Die Erregung, die währenddessen bei ihm entsteht, muss sich irgendwie entladen. Der Nährboden für Übergriffe. Ich werde gezwungen, permanent meine Grenzen im Auge zu haben.
2) Das Yang wird so sehr in Schach gehalten, dass keinerlei Flow entsteht und ich (die eigentlich genießen möchte) unbewusst mit allerlei Ängsten und Scham rund um seine Erregung konfrontiert werde. Ich werde ungefragt zur Raumhalterin.
In beiden Fällen gab es noch keine tiefere Auseinandersetzung mit diesen unterschiedlichen Impulsen. Ist ja auch Königsdisziplin. Weshalb ich gerne auf professionelle Anbieter zurückgreife, die das im Rahmen einer Ausbildung für sich reflektieren konnten und/oder in einem fortwährenden Prozess sind.
(Vielleicht noch als Ergänzung oder Anregung. Im privaten Rahmen wäre es auch völlig okay zu sagen: »Ich stehe noch am Anfang meiner Reise und falls ich keinen wertschätzenden Umgang mit meiner Erregung finde, würde ich das ansprechen und um eine Pause bitten. Ist das okay für dich?«)