Ich habe meinen Lehrer mal gefragt, warum ich bei einer Tantramassage nicht sexuell werden soll.
Wenn Tantra nichts ausschließt und sich beide einig sind , warum dann nicht sexuell werden?
( Der Übergang kann fließend sein und alles andere als klar )
Im Kern war die Antwort, dass sich die Energie verändert. Es sei dann eben kein Tantra mehr, sondern Sex.
Die Unterhaltung hatte ich mit ihm nachdem ich in einem Seminar mit meinem Seminarpartner sexuell geworden war. Hier spielte auch noch eine Rolle, dass wir ein angeleitetes Ritual hatten und da nicht mehr gemacht werden soll als vereinbart.
Warum das wollte ich auch wissen.
Weil es die Atmosphäre / die Energie der ganzen Gruppe verändern kann. Ich kann damit alle ins Sexuelle ziehen. Dazu hatte ich aber nicht den Konsens des Restes der Gruppe!
Die meisten Menschen lernen die spirituellen Energien nie kennen, weil sie immer in der sexuellen bleiben. Das ist an sich nicht schlechtes. Aber anders. Und wenn ich den Wunsch habe , für mich oder weil ich als Gruppe dieses Ziel verfolge oder als Paar, spirituelle Erfahrungen zu machen, dann geht das nur, wenn ich das rein sexuelle nicht dauend die Oberhand gewinnen lasse.
Warum? Weil das Sexuelle Ziel gerichtet ist und den Orgasmus verfolgt. Dadurch bin ich fast blind für alles andere. Wenn man das nie erlebt hat, ist es schwer vorstellbar. Wie wenn man nicht lesen kann. Hat man es aber mal gelernt, kann man nicht anders als es sehen und tun...
Ich überlege mir also immer genau, was ich tun möchte. Bin ich spirituell , dann mache ich mich innerlich leer und entdecke , was sein kann, wenn ich nicht versuche zu lenken oder zu erwarten , sondern einfach nur bin. Und das erfordert einen genauso eingestellten Partner. Wenn der mittendrin ins Sexuelle kippt, ist es vorbei.
Habe ich aber Sex , dann hab ich Ziele und Wünsche und genieße und gestalte das auch. Aber ich halte möglichst beides getrennt oder wechsele nur im Einvernehmen.