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Erfahrungsberichte

*****ini Frau
483 Beiträge
Was macht Tantra (für mich) eigentlich so intensiv?
In diesem Text teile ich persönliche Erfahrungen und biete zugleich eine professionelle Perspektive auf die Auswirkungen von Nähe, Selbstwahrnehmung, Energie und Beziehung in intensiven Erfahrungsräumen.

Tantra wird für mich als eine Praxis wahrgenommen, die herausfordernd, ehrlich und transformierend wirkt.

Als Paar- und Sexualberaterin interessiert mich besonders, wie diese Prozesse mit Beziehungsfähigkeit, Grenzwahrnehmung und innerem Wachstum in Verbindung stehen.


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Wenn ich ein Tantra-Wochenende besuche, betrete ich keinen neutralen Raum. Ich bringe mich selbst mit: meine Geschichte, meine Muster, meine Bedürfnisse. Und ich betrete ein Feld, in dem Begegnung, Berührung, Rückzug und Resonanz in sehr dichter Form erlebbar werden. Das ist berührend – aber oft auch herausfordernd. Als Mensch. Und als Paar- und Sexualberaterin interessiert mich genau dieser Zwischenraum: der Ort, an dem sich Körperlichkeit, Emotion und Beziehungsgestaltung treffen.


Der Einstieg beginnt früher als man denkt

Für mich beginnt der Prozess oft schon beim Ankommen. Noch bevor irgendeine Übung stattfindet, bin ich auch mit Fragen beschäftigt: Wer wird da sein? Welche Geschichten verbinden mich bereits mit manchen Menschen? Welche davon sind unausgesprochen, offen, vielleicht auch konflikthaft? In meiner Arbeit mit Paaren kenne ich dieses Phänomen gut: Das Unausgesprochene wirkt – ob in einer Beziehung oder in einem Raum mit 20 fremden Menschen. Tantra holt das nach oben, was sonst oft unter der Oberfläche bleibt.


Nähe, Differenz, Selbstkontakt

Was Tantra so intensiv macht, ist die enge Taktung zwischen Kontakt und Rückbesinnung. Ich begegne Menschen, körperlich wie emotional – und merke, dass ich Entscheidungen treffen möchte: Was fühlt sich für mich stimmig an? Ich wünsche mir Resonanz, ich erlebe Anziehung und manchmal gleichzeitig die Notwendigkeit von Abgrenzung. Diese Prozesse ähneln dem, was viele Paare erleben – nur verdichtet.


Frauenkreise und gleichgeschlechtliche Räume

Ein Element, das ich besonders schätze, ist der bewusste Raum für gleichgeschlechtliche Verbindung. Im Frauenkreis entstehen für mich oft intensive Momente von Nähe, ohne dass Vergleich oder Bewertung im Vordergrund stehen. Übungen mit gleichgeschlechtlichem Kontakt können dabei eine wichtige Erfahrung sein: Verbindung unter Frauen, ohne Konkurrenz. Als Beraterin sehe ich hier ein Gegenmodell zu vielen internalisierten Bildern von Weiblichkeit oder Männlichkeit, wie sie oft unbewusst wirksam sind.


Körperarbeit und energetische Zustände

Tantrische Seminare beinhalten intensive Körperarbeit: bewegte Meditationen, Yogaähnliche Dehnungsübungen, bewusste Atemübungen. Das ist für mich manchmal körperlich fordernd – aber es öffnet Räume, in denen ich Energieflüsse konkret spüren kann. Für mich ist Tantra auch ein Weg, sexuelle Energie nicht als reines Spannungsfeld zwischen zwei Personen zu begreifen, sondern als Ressource, die sich transformieren kann – in Klarheit, Lebendigkeit, Wachheit. Ich erlebe das auch in der Beratung: Wenn Menschen beginnen, ihre eigene Energie als gestaltbar zu erleben, verändert sich oft auch der Zugang zur Sexualität.


Gruppenprozess und Beziehungskompetenz

Parallel zu den Übungen läuft bei mir fast immer ein innerer Wahrnehmungsprozess mit: Wie stehe ich in der Gruppe? Fühle ich mich gesehen, zugehörig, gehalten? Wenn das nicht der Fall ist, schaue ich auf meine Anteile. Auch das ist ein zentraler Aspekt tantrischer Räume – und ein Punkt, an dem sich meine professionelle Arbeit berührt: Beziehungskompetenz zeigt sich nicht nur in Partnerschaften, sondern in jedem sozialen Raum. Die Fähigkeit, die eigene Rolle im Beziehungsgeschehen zu reflektieren, ist wichtig für Veränderung.


Selbstorganisation, Alltagsnähe und Rückbindung

Viele Seminare sind bewusst einfach gehalten: gemeinsame und selbstverantwortlich organisierte Mahlzeiten, geteilte Badezimmer, wenig Rückzugsräume. Für mich – als jemand, die alleine lebt – ist das oft eine Reibungsfläche. Aber es ist auch eine Form der Praxis: Wie kann ich mir in kollektiven Räumen die Selbstfürsorge ermöglichen, die ich im Alltag automatisch habe? Auch das ist ein wiederkehrendes Thema: Wie kann ich in gemeinschaftlichen oder engen Strukturen für meine eigenen Bedürfnisse sorgen – ohne dabei in Rückzug oder Vorwurf zu kippen?


Wunschklärung, Kommunikation und Realität

Besonders verdichtet wird dieser Erfahrungsraum im großen Abendritual – meist am Samstagabend. Die Partnerwahl, die eigenen Wünsche, das Aussprechen oder Nichtaussprechen von Bedürfnissen: All das berührt zentrale Themen, die ich aus der Beratung gut kenne. Wie formuliere ich, was ich mir wünsche – ohne zu erwarten, dass es erfüllt wird? Wie gehe ich mit Enttäuschung um, ohne zuzumachen? Tantra bietet hier einen Erfahrungsraum für das, was in Beziehungen oft abstrakt verhandelt wird.


Intimität und Nachklang

Nach dem Ritual fließen viele Prozesse weiter – oft in offener Form. In dieser sogenannten „Free-Flow-Zeit“ entsteht häufig neue Nähe. Für mich stellt sich dann die Frage: Wie bleibe ich bei mir? Wie erkenne ich meine Grenzen, auch unter hoher sexueller Energie? Das ist ein wichtiger Punkt: Denn genau in solchen Übergängen – zwischen bewusstem Ritual und freier Gestaltung – zeigt sich oft, wie stabil Selbstkontakt und Selbstregulation wirklich sind.


Herzöffnung ohne Anhaftung

Ein zentrales Thema im Tantra ist das Herz – nicht im romantisierten Sinne, sondern als Erfahrungsraum für Verbindung. Ich erlebe Momente, in denen ich mich verbunden fühle: mit mir, mit dem Leben, mit anderen. Und gleichzeitig ist da die Übung, nicht daran festzuhalten. In der Begleitung ist das ein oft schmerzhafter Punkt: Wie kann ich Nähe zulassen, ohne Besitz daraus zu machen? Tantra ist für mich ein Ort, an dem ich das selbst übe.


Schattenarbeit als Wachstumsfeld

Und zuletzt: Tantra ist für mich auch Schattenarbeit. Ich begegne Anteilen von mir, die nicht vollständig integriert sind – Unsicherheiten, Schutzmechanismen, Unklarheiten. Andere spiegeln mir das manchmal direkt. Das ist nicht immer angenehm, aber es ist ehrlich. Ich sehe darin einen wichtigen Teil von Entwicklung: nicht durch Optimierung, sondern durch Bewusstwerdung.


Resümee

Tantra ist für mich ein intensiver Erfahrungsraum, in dem Körper, Beziehung und Bewusstsein zusammenkommen. Als Teilnehmerin lerne ich darin viel über mich. Als Paar- und Sexualberaterin finde ich in diesen Prozessen oft konkrete Anknüpfungspunkte für meine Arbeit: Wie entsteht Beziehung? Wie gelingt Kommunikation? Wie können Menschen ihren Körper, ihre Energie, ihre Bedürfnisse klarer spüren – und sich damit zeigen?

Ich schreibe diesen Text nicht als Empfehlung, sondern als Einblick in einen Erfahrungsraum, der für mich bedeutsam geworden ist – vor allem persönlich.
******_86 Mann
28 Beiträge
Mein erstes Mal!
Moin zusammen,

ich habe am Dienstag eine erste Tantramassage-Erfahrung gemacht und mir sind 3 Punkte höchst kritisch im Kopf geblieben die ich hier gerne mal diskutieren würde.

Insgesamt war die Erfahrung schön, ohne Frage, aber mich haben eben Punkte irritiert.

Zum ersten kam ich rein und es stand eine Massageliege im Zimmer, ich dachte immer Tantramassagen finden eher auf dem Boden statt um sich näher zu sein. Die Masseurin ist auch mal auf die Liege gekommen und hat ihren Körper über meinen Rücken gleiten lassen oder sich auf meinen Rücken gelegt aber insgesamt waren das nur kurze Momente, sie stand eher neben der Liege.

Zum Zweiten hat sie im Vorgespräch "verlangt" dass ich während der gesamten Zeit die Augen geschlossen halte und sie nicht betrachte wenn sie nackt ist. Ihre Begründung war zum Einen, dass es ihr Schutzraum ist, den sie sich bewahren möchte des anderen begründete sie es damit, dass ich dann besser bei mir bleibe und nicht ins Außen gehe. Ich kann die Punkte verstehen aber habe Tantra auch als verwöhnung der Sinne verstanden.
• Schöne musik für die Ohren
• gut duftende Öle für die Nase
• ein bisschen Beeren oder Schokolade für den Mund (gabs nicht aber ist okay)
• schöne Berührungen fürs fühlen
• und eben ein nackter Körper für die Augen

Ich denke ich wäre besser mit ihr im Kontakt gewesen wenn ich sie hätte betrachten dürfen und sie mir bei der Massage näher gewesen wäre. Vielleicht missinterpretiere ich das aber völlig. Da bin ich auf eure Meinung und Erfahrung gespannt.

Das Dritte was mir Unbehagen bereitet hat war die Situation um den Orgasmus. Sie hat die Lingammassage wahnsinnig gut gemacht, aber wurde zum Ende hin "schneller" sodass es in mir ein Gefühl auslöste ich müsste jetzt kommen, damit das hier ein Ende findet. So war es auch als ich kam. Sie stieg von der Liege, hat mir den Lunghi übergeworfen, ging raus und kam komplett angezogen wieder. Da war nichts von aftercare oder so. Das macht mich richtig traurig.

Ich hätte bestimmt sagen können sie soll mich langsamer massieren oder vielleicht auch bitten können ob sie mehr auf der Liege massieren kann als daneben, aber beim ersten mal als eher schüchterner Mensch fällt es schwer solche Bedürfnisse gegenüber einer Fremden auszudrücken.

Bin gespannt was ihr dazu sagt. Ich muss dazu sagen es war keine Billo-Rotlicht-Massage sondern eine seriöse Anbieterin mit viel Erfahrung auch in anderen Bereichen wie Traumaarbeit und Schoßraumarbeit.

Haut in die Tasten. Ich möchte eure Gedanken lesen.
****ann Mann
22 Beiträge
Zitat von ******_86:
Mein erstes Mal!

Zum ersten kam ich rein und es stand eine Massageliege im Zimmer, ich dachte immer Tantramassagen finden eher auf dem Boden statt um sich näher zu sein. Die Masseurin ist auch mal auf die Liege gekommen und hat ihren Körper über meinen Rücken gleiten lassen oder sich auf meinen Rücken gelegt aber insgesamt waren das nur kurze Momente, sie stand eher neben der Liege.
Du hast Recht. In der Regel finden Tantra Massagen auf niedrigen Futons oder Matten statt. Die Nutzung von Liegen kenne ich nur, sofern gesundheitliche Probleme bei der gebenden Person vorliegen.

Rein technisch macht es keinen Riesen Unterschied. Ein Großteil der klassischen Tantra Massage besteht tatsächlich aus langen Strichen über den Körper. Man kann auch im Stehen viele verbindende Elemente einbauen, wie Griffe unter den Rücken oder um die Oberschenkel in die Leiste fassen.

Elemente mit Ganzkörperkontakt, bzw. Körpergewicht waren ja dabei. Ich kann da aus meiner Erfahrung heraus keinen Mangel erkennen.

Zum Zweiten hat sie im Vorgespräch "verlangt" dass ich während der gesamten Zeit die Augen geschlossen halte und sie nicht betrachte wenn sie nackt ist. Ihre Begründung war zum Einen, dass es ihr Schutzraum ist, den sie sich bewahren möchte des anderen begründete sie es damit, dass ich dann besser bei mir bleibe und nicht ins Außen gehe. Ich kann die Punkte verstehen aber habe Tantra auch als verwöhnung der Sinne verstanden.
• Schöne musik für die Ohren
• gut duftende Öle für die Nase
• ein bisschen Beeren oder Schokolade für den Mund (gabs nicht aber ist okay)
• schöne Berührungen fürs fühlen
• und eben ein nackter Körper für die Augen

Ich denke ich wäre besser mit ihr im Kontakt gewesen wenn ich sie hätte betrachten dürfen und sie mir bei der Massage näher gewesen wäre. Vielleicht missinterpretiere ich das aber völlig. Da bin ich auf eure Meinung und Erfahrung gespannt.
Die Begründung mit dem Schutzraum finde ich merkwürdig. Schliesslich sieht sie dich ja auch nackt. Es soll ja eine Begegnung auf Augenhöhe sein.

Es empfiehlt sich aber tatsächlich sehr, die Augen geschlossen zu halten. Einfach, um mehr ins Spüren zu kommen. Wozu brauchst du Reize von außen? Du bist ja in der Massage in einer rein empfangenden Rolle und musst nichts leisten.

Man ist es halt gewohnt, sich auch optisch aufzugeilen und sich darüber etwas abzuholen.

Schlussendlich sollst du in aller erster Linie in einer Tantra Massage mit dir selbst in Kontakt kommen.
Das kann auch über vermeintlich enttäuschte Erwartungen passieren.

Aus den erstmal eher enttäuschenden Erlebnissen habe ich persönlich am Meisten im Nachgang für mich gelernt. *zwinker*

Das Dritte was mir Unbehagen bereitet hat war die Situation um den Orgasmus. Sie hat die Lingammassage wahnsinnig gut gemacht, aber wurde zum Ende hin "schneller" sodass es in mir ein Gefühl auslöste ich müsste jetzt kommen, damit das hier ein Ende findet. So war es auch als ich kam. Sie stieg von der Liege, hat mir den Lunghi übergeworfen, ging raus und kam komplett angezogen wieder. Da war nichts von aftercare oder so. Das macht mich richtig traurig.
.

Niemand muss in einer Tantra Massage etwas machen.
Da du bezahlt hast, ist das Ende zeitlich einfach vorprogrammiert und nicht vollständig vom Flow abhängig.
Wie hättest du reagiert, wenn sie die Massage einfach ohne Höhepunkt hätte sanft enden lassen?

Der Druck, jetzt etwas zu müssen (kommen) ist ja rein in dir drin.

Die Kunst liegt eben darin, dass was sich im Moment zeigt, erwartungslos annehmen zu können. Du hast halt keine Garantie auf einen Höhepunkt. Es muss für beide passen.

Beispiel: Wenn ich als Gebender merke, dass mein Gegenüber zwanghaft auf einen Orgasmus aus ist, bediene ich das nicht. Das ist nicht absichtslos und für mich in der Situation nicht stimmig. Ob ich damit eine Erwartungshaltung der nehmenden Person enttäusche, ist mir da erstmal egal. Das lasse ich dort.

Was die fehlende After Care angeht: Nachdem sie den Raum wieder betreten hat, wäre es passend gewesen, noch ein paar Worte zu wechseln.

Das sie sich direkt danach erstmal alleine lässt, ist eher üblich. Zeit zum Nachspüren. Auch da darfst Du erstmal mit dir sein. Man kann das auch zu zweit machen. Aber auch da wieder: Es muss für beide passen.


Hoffe, meine Ausführungen helfen dir weiter.
*********rgara Frau
8.562 Beiträge
Gruppen-Mod 
Tantramassagen sind kein Verwöhnprogramm für die Sinne.
Sie sind auch nicht gleichzusetzen mit Tantra.

Es gibt Tantramassagen , die tantrisch gegeben werden und solche , die eher eine bezahlte Dienstleistung darstellen.
Was ist der Unterschied? Die innere Haltung des Gebenden .

Ein Nachruhen und Nachgespräch sollte zu einer achtsam und zugewandt durchgeführten Masaage gehören .
Körperkontakt ist dabei nicht mehr üblich als die Hand zu halten. Der Empfangende kann nachspüren ohne sich allein zu fühlen.

Wichtig: Die Grenzen aller beteiligten Personen sind gleichwertig.
Der Gebende ist im tantrischen Kontext kein Lieferant von Geilheit, sondern von Wertschätzung und das kann auch heilsam wirken.

Hat die Massage einen Orgasmus als Ziel , vielleicht sogar vorher vereinbart, mag sie wie eine Tantramassage aussehen, fällt aber von der Stimmung und dem Kontext her unter eine Erotikmassage.

Auch hier: Der Unterschied ist die innere Haltung der Beteiligten.

Erwartung und Lieferung Orgasmus + Geilheit: Erotische Dienstleistung

Keine Erwartung und freier achtsamer liebevoller und zugewandter Flow: Tantramassage
******_86 Mann
28 Beiträge
Zitat von ****ann:
Du hast Recht. In der Regel finden Tantra Massagen auf niedrigen Futons oder Matten statt. Die Nutzung von Liegen kenne ich nur, sofern gesundheitliche Probleme bei der gebenden Person vorliegen.

Das könnte tatsächlich der Grund gewesen sein. Eigentlich wollten wir schon im November eine Massage haben aber sie hatte einen Autounfall und wohl ein Rückenleiden danach mit verdacht auf Bandscheibe.

Zitat von ****ann:
Die Begründung mit dem Schutzraum finde ich merkwürdig. Schliesslich sieht sie dich ja auch nackt. Es soll ja eine Begegnung auf Augenhöhe sein.

Es empfiehlt sich aber tatsächlich sehr, die Augen geschlossen zu halten. Einfach, um mehr ins Spüren zu kommen. Wozu brauchst du Reize von außen? Du bist ja in der Massage in einer rein empfangenden Rolle und musst nichts leisten.

Man ist es halt gewohnt, sich auch optisch aufzugeilen und sich darüber etwas abzuholen.

Ich brauche es nicht um mich optisch aufzugeilen. Ich finde Frauenkörper schön und wahnsinnig sinnlich und hätte es schön gefunden mal einen Blick erhaschen zu dürfen. Mir geht auch eher ums Gleich sein und sich einander nah fühlen. Eben weil sie mich ja auch nackt sieht.

Zitat von ****ann:
Der Druck, jetzt etwas zu müssen (kommen) ist ja rein in dir drin.

Naja den Druck hatte ich aufgrund ihrer schneller werdenden Bewegungen die mir signalisiert haben was sie erwartet. Zumindest habe ich es so empfunden.

Zitat von ****ann:
Was die fehlende After Care angeht: Nachdem sie den Raum wieder betreten hat, wäre es passend gewesen, noch ein paar Worte zu wechseln.

Sie hat mir beim verlassen gesagt ich hätte nun Zeit zum nachspüren. Sie kam in ihrer normalen Kleidung zurück während ich nachkt mit dem Lunghi zugedeckt auf der Liege lag und in dem Moment habe ich mich super unwohl gefühlt. Ich bin dann duschen gegangen und danach gabs eine "Nachbesprechung" in der ich die Kritik so noch nicht äußern konnte aufgrund der vielen verschiedenen Eindrücke.
******_86 Mann
28 Beiträge
Zitat von *********rgara:
Ein Nachruhen und Nachgespräch sollte zu einer achtsam und zugewandt durchgeführten Masaage gehören .
Körperkontakt ist dabei nicht mehr üblich als die Hand zu halten. Der Empfangende kann nachspüren ohne sich allein zu fühlen.

Ja, Hand halten wäre schon gut gewesen, ich habe mich eben allein gelassen gefühlt. Der Orgamsus war dadruch irgendwie schambehaftet. Also war er sowieso, weil ich es nicht geplant hatte, der so überraschend kam und es einfach das erste mal war das ihn eine Person hervorgerufen hat mit der ich nie intim wurde. Aber dann kam ich und sie verlässt mich direkt was ich als unangenehm empfand und mir sowas zurückblieb wie ich wurde bestraft weil ich einen Orgasmus hatte oder so...

Zitat von *********rgara:
Wichtig: Die Grenzen aller beteiligten Personen sind gleichwertig.
Der Gebende ist im tantrischen Kontext kein Lieferant von Geilheit, sondern von Wertschätzung und das kann auch heilsam wirken.

Gleichwertig erschienen die Grenzen ja schon mal nicht weil sie klar verlangt hat nicht angesehen werden zu wollen wenn sie nackt ist während sie mich nackt sieht.

Ich hatte keine Erwartungen an einen Orgsmus oder Geilheit, ich hätte mir den einander zugewandten Flow gewünscht. Ich hatte eine schöne Erfahrung ohne Frage aber ich empfand die Person mir nicht "nah". Ich denke halt es hätte ein Eindrucksvolleres Erlebnis sein können.
*********rgara Frau
8.562 Beiträge
Gruppen-Mod 
Zitat von ******_86:
Ich hatte eine schöne Erfahrung ohne Frage aber ich empfand die Person mir nicht "nah". Ich denke halt es hätte ein Eindrucksvolleres Erlebnis sein können.

Nähe müssen beide Seiten zulassen können. Das ist bei Tantramassagen gegen Geld vermutlich manchmal schwieriger.

Massageaustausch ( gegenseitig ) im Rahmen von Tantratagen oder Seminaren oder privaten Treffen ermöglichen ein sich näher kommen und öffnen. Da ist mehr Zeit miteinander warm zu werden. Oft wird da auch gekuschelt anschließend.
Da meist eine Leitung dabei ist, gibt es oft eine Anleitung im Nachgang langsam aus dem Kontakt zu gehen.

Ich kann Dein Empfinden von Ungleichgewicht sehr gut verstehen.
Es war nicht stimmig für Dich , dass sie Dich nackt sieht und Du sie gar nicht und sie Dich nach dem Orgasmus hat liegen lassen.
So etwas und auch das Gefühl der Scham kann aber auch bei weniger kommerziellen Begegnungen passieren.

Wenn beide Seiten emotional entspannt und offen sind und bereit den Moment zu erleben wie er ist , ist es am schönsten. Das kann schon Übung erfordern oder nicht so gut klappen, weil einer einen schlechten Tag hat. So wie Du es schilderst klingt es auch, als ob sie den Orgasmus angestrebt hat. Rein mechanisch. Und das ist sehr unangenehm, wenn einer mechanisch wirkt während der andere voll im Gefühl ist.

Das ist etwas, dass Frauen oft beim Sex passiert, wenn sie emotional offen in eine sexuelle Begegnung gehen und der Partner ( zB ein ONS ) rutscht rein mechanisch über sie drüber, zieht durch , steht auf und geht.
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