Moin Zusammen und ein frohes neues Jahr, Glück, Gesundheit und Zufriedenheit für euch in 2026.
Heute am 1.1.2026 wissen wir von zwei 18-jährigen Toten und diversen Kindern und Jugendlichen, diesich bei unsachgemäßem Umgang schwer verletzt haben, zum Teil mit illegalen Feuerwerkskörpern, teils mit legalen Feuerwerkskörpern, die aber nicht in ihre Hände gehörten und die jetzt zum Teil fehlen.
Ich bin gegen ein grundsätzliches Verbot, sehe aber einen sinnvollen Ansatz in „begleitetem“ Abfeuern in dafür vorgesehenen Zonen.
In meiner Jugend war ich sehr feueraffin, experimentierfreudig. Und bin zum Glück auf Eltern gestoßen, die sahen, dass es wohl besser sei, eine große Feuerstelle und angeleitetes Experimentieren zu gestatten als dass ich das Haus bei meinen Versuchen abfackel. Da mein Vater berufsbedingt über entsprechende Kenntnisse, Sprengscheine und damit Erfahrungen zu Sprengmitteln verfügte, hatte ich das Glück, meiner Neugierde unter elterlicher Obacht nachgehen zu können. Dadurch war das Umgehen mit Chemikalien ein ganz anderer, der Appell an die Eigenverantwortung auch anders. Natürlich habe ich damals aus Böllern neue gebaut, den Inhalt analysiert etc. Und durch eigene Erfahrung massig Respekt gehabt, was schief gehen kann. Bin unverletzt aus dieser Phase entwachsen. Ein neuer Teppichboden und ein Fensterbrett sind damals dagegen nicht so gut weggekommen.
Nicht jeder hat derartiges Glück in seiner Jugend gehabt. Aber der Reiz des Verbotenen sollte nicht unterschätzt werden. Ansonsten würde es nicht soviel Kinder und Jugendliche treffen.
Und ja, es gibt anscheinend immer mehr, die meinen, Freiheit bedeute Regellosigkeit. Grenzen zu respektieren scheint immer schwerer zu fallen, insbesondere wenn der Eindruck überhand nimmt, Dreistigkeit siegt, eigene Verantwortung wird nicht eingefordert. Der unsachgemäße Umgang ist da für mich betrachtet einer von vielen Ausflüssen, die vergleichbar sind.
Das kommende Verbot in den Niederlanden hat dazu geführt, dass die Amsterdammer Kirche wahrscheinlich abgebrannt ist, in einigen niederländischen Städten es zu einer „turbulenten“ Nacht wurde. Daher die Frage: warum fällt es soschwer, eigentlich gute Ansätze wie Verzicht aufs Böllern als massiven Eingriffi in meine Rechte auffassen zu müssen? In meiner Heimat mussten erst zig Reetdachhäuser abbrennen, bevor man sich auf Verbotszonen einigen konnte.
Daher sehe ich es wie
@*******enig es gibt ein inneres Denktabu zu dieser Thematik.
So wie es vielen schwerfällt, sich an Verkehrsregeln, Geschwindigkeitsbeschränkungen zu halten, fällt es schwer, darüber nachzudenken, wo das Böllern absolut nicht hingehört. Und einen Schritt weiterzugehen: so wie bei Autorennen nicht klein reden sondern das Strafgesetzbuch voll ausnutzen, dh. Wieso nicht die Prüfung von Mordaspekten bei illegalen „Feuerwerkskörpern“, was diese oftmals nämlich nicht mehr sind sondern tatsächlich Sprengmittel.
So wie es bis heute eine Steigerung in Bezug auf illegale Straßenrennen in den Statistiken gibt, werden die Dummen leider nicht sich selbst ausrotten sondern Unbedarfte, Schutzbefohlene in ihren Bann ziehen, besonders bei Verboten. Daher persönliche Verbote für diejenigen, die auffallen, aber kein komplettes Verbot für alles und jeden.
Daher: Öffentliche Diskussion notwendig und richtig, aber auch neue Wege gehend, z.B. bei Ultras persönliche Auflagen wegen Pyrotechnikmissbrauch.