Kommt es nicht auf den Rahmen an?
So ist es für mich persönlich:
Auf Arbeit ist Joyclub tabu (Grenze).
Im Swingerclub ist Politik tabu (beim Sex ist Cortisol kontraproduktiv)
Auf dem Reiterhof rede ich nicht über Arbeit. (Akkuladestation)
Impfen... Darüber rede ich nur noch mit meinem Arzt.
Geschlechtskrankheiten.
Psychische Erkrankungen.
Was ist, wenn unsere Gesellschaft einfach erschöpft ist?
Ich jedenfalls bin es. Ich habe ein Tabu-Burnout.
Oft möchte ich nicht mehr denken. Ich möchte die Geschichte meiner Region sichern und den ethischen Kodex der Archivare einhalten.
Ich möchte auf den Hof und die Pferde putzen und die Hühner füttern. Und in der Sekunde, in der ich das tue, keinen einzigen anderen Gedanken zulassen.
Ich möchte sagen können, was ich denke. Und dass man mich durch Argumente überzeugt, und durch Empirie. Nicht mittels Ideologie oder Emotion.
Die Naturwissenschaft soll mein Nonplusultra sein. Die Ergebnisse der Erkenntnisse von Leuten, die sich den Scheiß 6 Jahre lang in die Rübe hämmern. Nicht auf dem Boden eines 15 Minuten langen YouTube-Videos, auf dessen Basis Menschen glauben, ihre eigene Wissenschaft zu etablieren und sich selbst aufzuwerten.
Ich möchte meine innere Ambiguität umarmen und bejahen.
Vom Tabu erschöpft und trotzdem neugierig.
Ohne Neugier gibt es keine Zukunft.