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Ist männliche Sexualität auf Joy wertlos?

*****ast Mann
651 Beiträge
Themenersteller 
Ist männliche Sexualität auf Joy wertlos?
Was mir auf Joy zunehmend auffällt:

Während viele Mädels im Joyclub offensichtlich mit Nachrichten überhäuft werden, kämpfen viele Jungs – trotz ehrlicher Mühe –überhaupt wahrgenommen zu werden.


• Warum scheint männliche Sexualität in eher beziehungslosen Kontexten – wie sie hier oft gelebt werden – deutlich weniger „wert“ zu sein?

• Haben die Frauen womöglich keine Lust auf diese Art der Begegnung?

• Wie wirkt sich diese Ungleichverteilung auf Selbstbild und Kommunikation von Männern und Frauen aus?


Mir geht es nicht um Schuldzuweisungen, sondern um ein Bewusstsein für eine strukturelle Asymmetrie: Männer buhlen um Aufmerksamkeit – Frauen hingegen sonnen sich gelegentlich in Fantasien der Unwiderstehlichkeit und lassen einen Mann nach dem anderen abblitzen.

Ich freue mich auf ehrliche, auch widersprechende Perspektiven.

Und vielleicht liest diesen Beitrag ja jemand, der mehr Nachrichten bekommt, als er beantworten kann –und das nicht nur, weil er ein Profilbild mit Dekolleté hat. *zwinker*

Nachtrag:

Was macht es mit dem Selbstwertgefühl eines durchschnittlichen Mannes, wenn er sich in einem System wiederfindet, in dem er trotz Mühe und Anstand kaum wahrgenommen wird – während ein attraktives Frauenprofil ohne ein Wort zu sagen dutzende Nachrichten bekommt?

( Tabu: Ist männliche Sexualität auf Joy wertlos? )
********vate Mann
2.697 Beiträge
Nun, dieses Thema findet sich immer wieder im Vergleich Mann/Frau.....

Wichtig: Was jetzt kommt, sind allgemeine Stereotype, die ich aus verschiedenen Erfahrungen kenne. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ALLE Männer/Frauen so sind. Moralische und ethische Fragen lasse ich da jetzt mal außen vor, denn die betreffen alle Geschlechter gleich. Mir geht es dabei eher um die "natürliche" Betrachtungsweise, nicht um Konventionen, Moral und Co.

Zunächst einmal ist es so, dass die Lust der Frau - in der überwiegenden Mehrheit der Fälle - anders ausgelebt wird als die beim Mann.
Eine Frau will in der Regel nicht promiskuitiv Sex haben, sondern will emotionale Wärme, Bindung und Liebe mit Sexualität kombinieren.

Ein Mann dagegen hat häufig Lust, mal eben einen wegzustecken, seinen Samen zu verteilen (ich lasse das mal dahingestellt, ob das wie gerne argumentiert wird, genetisch bedingt ist...). Dabei ist es ihm egal, dass er die Frau weder liebt noch sympathisch findet - sie hat primäre Geschlechtsmerkmale...das reicht...

Männer haben auch gerne Sex, um sich zu entspannen.... Frauen dagegen haben erst dann gerne Sex, wenn sie entspannt sind (sowohl körperlich als auch emotional).

Männer beschränken sich gerne auf das Wesentliche, kurz, knapp, präzise. Schnörkel oder Small Talk sind nicht notwendig ... ein einfaches: "Na, Du? Geile Titten hast Du!. Ficken?", reicht da vermeintlich häufig als Konversation. Die meisten Frauen wollen jedoch gewertschätzt werden, sie wollen umgarnt werden, sie wollen ernst genommen werden als Mensch, nicht als seelenlose "Ficklöcher", begrenzt auf körperliche Merkmale wie große Brüste o.ä.

Männer gehen gerne hin und beschreiben ihre Vorzüge nicht ausgiebig, sondern sind der Auffassung, dass Profilnamen wie "geiler Hengst" oder "Satyrschwanz 23x6" ausreichend sind, um eine Frau sofort willenlos zu machen. Ähnliches gilt dann auch in der "Kommunikation" beim Übersenden von Schwanzbildern....
Frauen dagegen wollen einen respektvollen Umgang und sich nicht mit "Schwänzen" unterhalten. Sie wissen sehr genau, wofür diese Dinger am Mann gut sind, aber sie sagen sich in der Regel: Da ist ein Mensch und ein Mann.... und da ist dann später sein Schwanz dran.... Die wenigsten Frauen sagen: Da ist ein Schwanz mit irgendeinem Mann dran...

Männer gehen sehr häufig davon aus, dass der Joy oder andere Plattformen quasi den "Puff" ersetzen. Sie haben bezahlt und können, dürfen... ja müssen erwarten, dass sofort alle Frauen willens sind, sich ihnen beineöffnend hinzugeben. Dementsprechend fällt die Mühe meistens auch aus, was Ansprachen, Profiltexte usw. angeht.

Insofern klare Aussage: Die "ehrliche Mühe" sehe ich bei vielen männlichen Profilen nicht.... sie sind lieblos, schnell dahingeschrieben, häufig mit Profilgenerator erstellt, ohne persönliche Einsichten in Sicht- und Denkweisen des Profilinhabers, häufig ausschließlich auf sexuelle Merkmale getrimmt ("ich liebe es von vorne, von hinten, von der Seite, Oral, Anal und überaupt mit allem Zipp und Zapp").

Dass solche Profile seelenlos sind, erkennen die meisten Männer nicht. Sie erregen damit häufig nicht die Aufmerksamkeit der Damen im Joy oder auf anderen Plattformen... sie sind seelenlos, auf Körperlichkeiten beschränkt, das ist einfach nicht attraktiv.

Von daher ist mein Fazit ein anderes: Die männliche Sexualität ist gar nicht "weniger wert"..... die Sexualität kommt nur nicht dazu, ausgelebt zu werden, weil die meisten Männer sich in ihren Profilen nicht attraktiv darstellen. Sie unterliegen dem Irrglauben, dass Attraktivität rein sexuell ist.... "superpotenter Großschwanzhengst befriedigt sie alle"...das mag für männliche Stammtischphantasien wirkungsvoll sein, hier aber eher nicht.... wenn jede Dame schon beim Lesen des Profils das Gefühl hat, die nächste Kerbe im Bettpfosten zu sein, wenden sie sich schnell anderen Profilen zu.
Wenn man jedoch einmal eine Bindung zu einem Mann/einer Frau hat, ist die gelebte Sexualität dann sehr wohl etwas oder gar viel wert. Wenn eine emotionale Verbindung besteht, lassen sich hier 2 Seiten aufeinander ein - selbst, ohne heiraten zu wollen/zu müssen. Es geht also - die meisten Männer kommen jedoch gar nicht dazu, diesen Status zu erreichen.....

Mit diesen Männern führe ich immer wieder Diskussionen, da sie sagen: Der Joy ist scheiße, die Frauen sind scheiße, das hier sei Abzocke usw.....
Sie verstehen nicht, dass sie selber mit ihrem Profil meist das Problem sind! "Ehrliche Mühe" reicht da dann halt oft nicht aus - da kann man sich dann durchaus professionelle Hilfe bei der Profilgestaltung suchen! Um ein Profil persönlicher zu gestalten, kann man zB ein Gesichtsfoto als Profilfoto nutzen - diese Visitenkarte wird selten genutzt, da man Angst vor "Entdeckung" hat - vielleicht sogar von der eigenen Frau, der man nichts erzählt, dass man auf Abwegen ist......

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Frauen sehr wohl Lust und Interesse daran haben, unverbindlich Sexualität leben zu wollen. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber es gibt sie - sowohl die Gründe als auch die Frauen - sie wollen das nur nicht mit jedem "Hengstschwanz" erleben, sondern mit einem Mann, der offen, zugewandt, eloquent, empathisch und meist auch großzügig ist. Dabei geht es NICHT darum, Männer auszunehmen! Es geht meist darum, dass Männer, die auch ansonsten wollen, dass es ihren Frauen gut geht, dies auch in der Sexualität umsetzen.

Die Ungleichtverteilung, die definitiv da ist, führt zu unterschiedlichen Sicht- und Handlungsweisen. Diejenigen, die wie oben gesagt, sich über den Joy beschweren.... die ziehen nach kurzer Zeit weiter auf andere Plattformen, in der Hoffnung, dass einer der 100 Sammelanschreiben doch mal sein Ziel erreicht. Diese "Ficknomaden" überlegen aber auch nicht, ob sie ihr eigenes Verhalten z.B. bei der Profilgestaltung ändern sollten...die ziehen ihren Stiefel durch und beschweren sich lieber über die undankbare Frauenwelt. Das ist dann - häufig - leider auch das Ergebnis des gelebten Sex - der Mann ist nach 5 Minuten fertig und fragt die Frau narzistisch gerne, wie toll sie denn waren.....

Beleidigte Männer gibt es zuhauf - das erlebt man auch als Clubgänger, wo mit zunehmendem Abend die Männer immer frustrierter und damit auch aufdringlicher werden - sie sind ja zum Sex dahingekommen, haben Eintritt bezahlt und erwarten auch noch, dass sie einen wegstecken können. Das ist hier im übertragenen Sinne ähnlich.
Männer, die dagegen entspannt mit sich und ihren Erwartungen sind, denen fliegen häufig ganz automatisch die Schmetterlinge vorbei, weil sie weder ziehen, noch fordern, sondern in sich ruhen. Das dauert dann vielleicht etwas länger, aber hat auf Dauer mehr Erfolg, als offensiv sexuell zu sein.

Die Mehrzahl der Fälle, die ich kenne, ist nicht so, wie von Dir beschrieben. Natürlich sind wir hier im Club der Eitelkeiten, jeder ist besser als der andere, das eigene Gras ist immer grüner als das vom Nachbarn.... das erinnert mich immer an Vögel, wo auf jedem Ast ein Männchen sitzt und einen Balztanz aufführt in der Hoffnung, dass ein Weibchen ihn nimmt....Daher ist der Begriff des "Buhlens" auf der Männerseite sehr richtig gewählt.

Bei Frauen sehe ich das anders.... sie sind nicht hier für ihr eigenes Ego.... sich bewundern zu lassen und dann Männer abblitzen zu lassen.
Sie sind hier, weil sie ehrliche und klar kommunizierte erotische Phantasien und Wünsche haben und einen geeigneten Mann suchen, dies auszuleben....
Die Schwierigkeiten in der Kommunikation sind daher meines Achtens immer nur die, wo es um die "Eignung" geht.... da sehen sich Männer anders geeignet als Frauen das werten würden.
Wenn Männer mal 3 Gänge zurückschrauben würden und erkennen, dass "weniger mehr ist".... wären sie glaube ich in der Masse wesentlich erfolgreicher.

Das sind meine persönlichen Erfahrungen aus einem sexuellen Leben von 40 Jahren, die man durchaus auch auf die reale Welt übertragen kann. In der Disco frühe habe ich auch nicht die Hose runtergelassen, mit meinem Schwanz vor einer Frau gewedelt und gefragt: "Geiler, Schwanz, ne? Wollen wir ficken?"

Männer fühlen sich in der Kommunikation gerne ungerecht behandelt, wenn es um die Frage des Selbstbildes geht. Frauen geht meistens die direkte, wenig wertschätzende Kommunikation, am besten noch mit Schwanzbildern, auf den Keks. Beide Seiten brauchen daher Durchhaltevermögen - Männer brauchen Geduld und eine Änderung ihrer Profilformulierungen und Verhaltensweisen, Frauen brauchen ein dickes Fell, wenn sie wieder eine niveaulose Nachricht bekommen, um nicht dem ersten Impuls "ich muss hier weg" zu folgen.....

Und ich kann sagen - Geduld lohnt sich für beide Seiten. Hier gibt es sehr wohl die Möglichkeit, ein passendes Pendant zu finden!
******lia Frau
11.025 Beiträge
@********vate Danke! *roseschenk* Vielen lieben Dank, ich fühle das genauso.


Trotzdem habe ich mal versucht, auf die drei Fragen zu antworten, wie ich es auf die Schnelle tun würde....ich hab ja ein Dekolleté im Profilbild! *meld*


• Warum scheint männliche Sexualität in eher beziehungslosen Kontexten – wie sie hier oft gelebt werden – deutlich weniger „wert“ zu sein?

Scheint mir nicht so. Ich stehe komplett auf männliche Sexualität! Die Frage ist halt, was männlich ist. Das beantwortet jede anders. Für mich ist eine männliche Sexualität eine, die sich fallenlässt, öffnet, mich in meiner Weiblichkeit beantwortet, herausfordert, wertschätzt und nimmt.
Es gibt überhaupt nichts geileres als einen Mann, der mit seinem Penis umzugehen weiß, der beweglich ist in seiner Hüfte und in seinem Geist. Ein Mann, der sich seiner selbst so sicher ist, dass er kein Programm abspult, sondern sich mit mir im Fragen, Suchen und Tasten verbindet und der weiß, wie er seine Hände benutzen kann.
Meine Erfahrung sagt mir, dass viele Männer ihren Körper gar nicht richtig spüren und genießen, wie sollen sie dann meinen spüren?
Aber prinzipiell ist die männliche Sexualität exakt genauso viel wert wie die weibliche und auch wie alles dazwischen. Alles andere wäre abstrus.



• Haben die Frauen womöglich keine Lust auf diese Art der Begegnung?

Ich hab sehr viel Lust! Das ist der Grund, warum ich in den JoyClub gegangen bin. Aber wie @********vate sagt, ich brauche Entspanntheit, die Sicherheit mit meinen Macken und Unsicherheiten und Verrücktheiten und mit meinem Spieltrieb gesehen und gemocht zu werden. Ich komme sonst einfach nicht in die Lust rein!
Diese Sicherheit braucht eigentlich nicht viel in lüsternen Tagen, nicht viel mehr als charmantes Wohlwollen mir gegenüber, aber selbst das ist allermeistens für viele Männer im JoyClub schon zu viel verlangt.
Vielleicht ist der kleinste Nenner die Wertschätzung. Wenn ich vor einem SexDate keine Wertschätzung spüre, bleibe ich lieber bei Netflix und mach's mir selbst.



• Wie wirkt sich diese Ungleichverteilung auf Selbstbild und Kommunikation von Männern und Frauen aus?

Frustrierend. Einfach krass frustrierend. Ich habe es schon erlebt, dass ich nach dem Einstellen eines Dategesuchs heulend alles gelöscht habe, weil ich in krass hoher Zahl nur noch objektifiziert worden war.
Inzwischen spüre ich an mir selbst schon die Vorurteile, wenn ich angeschrieben werde, ich bin zu oft geghostet worden, zu oft hingehalten worden zu oft ausgefragt worden für die eigenen Sexfantasien ohne echtes Interesse an einem Treffen.

Deswegen bin ich raus aus dem online Dating hier. 😊
Manche Männer, die ich erst im Realen kennenlerne auf Treffen oder Events, sind nämlich oft richtig toll und so kriege ich ohne online zu suchen doch ein leckeres Stück von männlicher Sexualität ab. *ja*
*********rgara Frau
8.540 Beiträge
Sexualität ohne Verbundenheit ist für mich absolut öde.
Sie erfüllt nachhaltig und nährt, wenn man verbunden ist. Da reicht ein gegenseitiges herzliches Wohlwollen aus.

Männliche Sexualität hier im Joy ist nicht wertlos, sie ist zu oft oberflächlich und egoistisch .
Das ist absolut unsexy und viele Frauen haben das schon so oft gehört, dass sie schreiend davon laufen.
Als Objekt behandelt zu werden , das weder interessant noch liebenswert ist, hinterlässt Verletzungen. Selbst wenn Frau das gut verarbeiten kann, wirkt es immer noch wie ein ständig sich wiederholender Tropfen und höhlt den Stein mit der Zeit.

Frauen finden es nicht geil ein seelenloses Werkzeug für die männliche Selbstbefriedigung zu sein.

Eigentlich hat @********vate so gut wie alles dazu geschrieben, das man/frau dazu sagen kann. Und er lebt das auch und schreibt das nicht nur.
*******Duft Frau
267 Beiträge
Zitat von *****ast:
"Warum scheint männliche Sexualität in eher beziehungslosen Kontexten – wie sie hier oft gelebt werden – deutlich weniger „wert“ zu sein?

• Haben die Frauen womöglich keine Lust auf diese Art der Begegnung?

Ad 1: Sexualität "hat" aus meiner Sicht so viel Wert, wie die Beteiligten geben.
Das fängt hier bei JC beim Lesen an, geht übers Schreiben weiter und zeigt sich im Tun bei realen Treffen.
Die Frage ist also die nach Henne und Ei.
Wenn ich in meiner (weiblichen?) Sexualität nicht wert-geschätzt werde, kann und will ich auch keine Wertschätzung geben.
Eigentlich doch ganz einfach.
Und so beantworte ich die meisten Mails nicht, weil die Schreibenden offensichtlich meinen Profiltext nicht gelesen und/ oder nicht verstanden und/ oder nicht ernst nehmen = nicht wert_schätzen.

Ad 2. Was meinst Du denn mit "diese Art von Begegnung"?
Das erinnert mich an den schrecklichen Satz "wir wissen doch alle, warum wir hier sind" *hypno*
Aber vielleicht tu ich Dir unrecht und verstehe es einfach nicht.
Das ist aus meiner Sicht häufiger ein Hemmnis, auch hier: Vermeintlich klare Kommunikation... doch jede/r meint etwas anderes.

Für beziehungslosen Sex kann man(n) ja auch in den Puff oder zu Glory Hole- und ähnlichen Events gehen, dort trifft man & frau Menschen mit ähnlicher Wertschätzung und für alle ist gesorgt.
****p35 Mann
10.061 Beiträge
Ich lese in diesem Thema bisher eine Überspitzung von Klischees, die meinen Realitätschecks nicht standhalten, gefolgt von sich aus solch überspitzten Stereotypen ergebenden Problemen, für die nun eine Lösung gesucht wird.
Meine Idee: Einfach mal in sich selbst reinhorchen und schauen, ob das Problem wirklich das eigene ist.
Moment, mach ich jetzt mal kurz... *ungeduldig* ...Ergebnis: Nö, is so nicht mein Problem.
Ich zahle hier nicht immer und mein Postfach ist eigentlich immer gut gefüllt. Nicht immer bin ich mit Frauen in meiner näheren Umgebung für nen kurzen F*ckbesuch in Kontakt, aber für sowas gäbe es zahlreiche andere Seiten.
Ein Gesichtsbild hatte ich übrigens hier noch nie. Muss man wirklich wissen, wie Gegenüber aussieht, um ein Treffen zu verabreden für näheres Beschnuppern? Ich finde auch aus Erfahrung nein, bin doch kein Modell aus dem Bestellkatalog. Ansonsten mag ich den Joyclub für seine Vielseitigkeit. Es gibt hier durchaus Frauen, die ONS suchen, ebenso Männer, die Beziehungen was abgewinnen können und meine männliche Sexualität liegt halt wohl irgendwo dazwischen. Kann mich nicht beklagen. So wie ich in den Wald reinrufe, so schallt es heraus. Wenn ich Schwanzbilder verschicken würde, dürfte ich mich nicht wundern, wenn ich als wertlose Massenware behandelt und oberflächlich beurteilt (meist ausgesiebt) würde.
*******enig Mann
15.190 Beiträge
Gruppen-Mod 
Also zuerst möchte ich dem Statement oder der Frage widersprechen, ob männliche Sexualität wertlos ist. Das ist sie natürlich nicht! Wie sollte man die Frage beantworten, ob weibliche Sexualität wertlos ist? Sexualität wird oft so betrachtet, als wäre sie ein handelbares Gut und man könnte den Wert aus dem Börsenbericht heraus lesen. Das ist natürlich Quatsch! Obwohl Plattformen wie diese und andere durchaus oft das Gefühl vermitteln, als sei die Partnersuche ein großer Jahrmarkt der Eitelkeiten. Ich glaube insofern, dass der TE hier sein persönliches Gefühl des Marktplatzes Joyclub beschreibt.

ABER: es gibt auch Frauen mit leeren Briefkästen im Joyclub, du hörst und siehst bloß nichts von ihnen!

Daher stelle ich mir die Frage, ob die Frage des TE das Problem überhaupt beschreibt, falls es eines geben sollte. Aus eigener (absolut verstörender und beängstigender) Erfahrung kann ich dir sagen, dass du ein Profil schreiben kannst, wo du schon mit Text ohne Bilder Antworten bekommst und nach dem Hochladen von Bildern in Antworten von Frauen geradezu ertrinken wirst. Allerdings stellt sich die Frage, ob du das überhaupt willst und ob das Profil dann noch etwas mit dir zu tun hat.

Aber das wäre ein anderes Thema...
******ier Frau
43.406 Beiträge
Gruppen-Mod 
@*****ast
So ist es nicht.
Als Frau möchte ich dir sagen, dass viele Frauen einen großen Bogen machen um Männer, die in einer festen Beziehung sind, so wie es bei dir der Fall ist, denn sie wollen nicht das gefühl haben, "Ersatz" oder "Notlösung" zu sein, weil es zu Hause nicht läuft.
Auch möchte ich dir zurückmelden, dass du unsichtbar bist. Du bist nicht zu sehen, also bildlich, in deinem Profil. Dahingehend gibt es massenhaft KI-Bilder in deinem Profil.
Auch wisse bitte, dass sehr viele Frauen zuerst emotional & geistig berührt werden möchten, bevor sie sich körperlich hingeben.
Ansonsten haben die vor mir geposteten Beiträge schon viel richtiges & wichtiges dazu ausgesagt.
Liebe Grüße von mir. *wolf*
******ung Mann
7.386 Beiträge
Ist männliche Sexualität auf Joy wertlos?


Sie ist individuell.
Und als solche ist sie kompatibel - mit der Sexualität der Frauen die ebenfalls individuell ist.
Wenn sich zwei individuelle Sexualitäten treffen - machts "KRAWUMMS!" und die beiden machen dann mega coole Sachen zusammen.

Männliche Sexualität ist also nicht wertlos - sondern voll knorke.
*******Frau Frau
6.343 Beiträge
Zitat von *****ast:
trotz ehrlicher Mühe

Zunächst ein Mal was verstehst du unter "ehrlicher Mühe"?

Ich denke sie ist nicht weniger Wert, sondern einfach anders. Wie schon von einigen hier beschrieben. Frauen wollen nicht einfach als Loch gesehen werden, oder mit Aussagen bombardiert werden, wir wissen doch alle weswegen wir hier sind! Nein weiß ich nicht und nein es geht nicht nur um stumpfen Sex, auch wenn die Platform Joyclub heißt.

Zitat von ******ier:
Als Frau möchte ich dir sagen, dass viele Frauen einen großen Bogen machen um Männer, die in einer festen Beziehung sind, so wie es bei dir der Fall ist, denn sie wollen nicht das gefühl haben, "Ersatz" oder "Notlösung" zu sein, weil es zu Hause nicht läuft.

Dem kann ich nur vollumfänglich zustimmen, viele Frauen wollen einfach nicht als Notnagel gesehen werden, weil mal wieder das Rohr frei gepustet werden möchte.
Und ich will auch nicht dieses Gefühl bekommen.

Ich oute mich jetzt mal als Frau die kaum Zuschriften bekommt und, wenn dann schreiben mir Männer, die mich vielleicht optisch ansprechend finden, aber mein Profil nicht gelesen haben, was anhand der Anschreiben und dem Profil besagter Männer recht offenkundig ist.
*****ast Mann
651 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von ********vate:
Nun, dieses Thema findet sich immer wieder im Vergleich Mann/Frau.....

Wichtig: Was jetzt kommt, sind allgemeine Stereotype, die ich aus verschiedenen Erfahrungen kenne. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ALLE Männer/Frauen so sind. Moralische und ethische Fragen lasse ich da jetzt mal außen vor, denn die betreffen alle Geschlechter gleich. Mir geht es dabei eher um die "natürliche" Betrachtungsweise, nicht um Konventionen, Moral und Co.

Zunächst einmal ist es so, dass die Lust der Frau - in der überwiegenden Mehrheit der Fälle - anders ausgelebt wird als die beim Mann.
Eine Frau will in der Regel nicht promiskuitiv Sex haben, sondern will emotionale Wärme, Bindung und Liebe mit Sexualität kombinieren.

Ein Mann dagegen hat häufig Lust, mal eben einen wegzustecken, seinen Samen zu verteilen (ich lasse das mal dahingestellt, ob das wie gerne argumentiert wird, genetisch bedingt ist...). Dabei ist es ihm egal, dass er die Frau weder liebt noch sympathisch findet - sie hat primäre Geschlechtsmerkmale...das reicht...

Männer haben auch gerne Sex, um sich zu entspannen.... Frauen dagegen haben erst dann gerne Sex, wenn sie entspannt sind (sowohl körperlich als auch emotional).

Männer beschränken sich gerne auf das Wesentliche, kurz, knapp, präzise. Schnörkel oder Small Talk sind nicht notwendig ... ein einfaches: "Na, Du? Geile Titten hast Du!. Ficken?", reicht da vermeintlich häufig als Konversation. Die meisten Frauen wollen jedoch gewertschätzt werden, sie wollen umgarnt werden, sie wollen ernst genommen werden als Mensch, nicht als seelenlose "Ficklöcher", begrenzt auf körperliche Merkmale wie große Brüste o.ä.

Männer gehen gerne hin und beschreiben ihre Vorzüge nicht ausgiebig, sondern sind der Auffassung, dass Profilnamen wie "geiler Hengst" oder "Satyrschwanz 23x6" ausreichend sind, um eine Frau sofort willenlos zu machen. Ähnliches gilt dann auch in der "Kommunikation" beim Übersenden von Schwanzbildern....
Frauen dagegen wollen einen respektvollen Umgang und sich nicht mit "Schwänzen" unterhalten. Sie wissen sehr genau, wofür diese Dinger am Mann gut sind, aber sie sagen sich in der Regel: Da ist ein Mensch und ein Mann.... und da ist dann später sein Schwanz dran.... Die wenigsten Frauen sagen: Da ist ein Schwanz mit irgendeinem Mann dran...

Männer gehen sehr häufig davon aus, dass der Joy oder andere Plattformen quasi den "Puff" ersetzen. Sie haben bezahlt und können, dürfen... ja müssen erwarten, dass sofort alle Frauen willens sind, sich ihnen beineöffnend hinzugeben. Dementsprechend fällt die Mühe meistens auch aus, was Ansprachen, Profiltexte usw. angeht.

Insofern klare Aussage: Die "ehrliche Mühe" sehe ich bei vielen männlichen Profilen nicht.... sie sind lieblos, schnell dahingeschrieben, häufig mit Profilgenerator erstellt, ohne persönliche Einsichten in Sicht- und Denkweisen des Profilinhabers, häufig ausschließlich auf sexuelle Merkmale getrimmt ("ich liebe es von vorne, von hinten, von der Seite, Oral, Anal und überaupt mit allem Zipp und Zapp").

Dass solche Profile seelenlos sind, erkennen die meisten Männer nicht. Sie erregen damit häufig nicht die Aufmerksamkeit der Damen im Joy oder auf anderen Plattformen... sie sind seelenlos, auf Körperlichkeiten beschränkt, das ist einfach nicht attraktiv.

Von daher ist mein Fazit ein anderes: Die männliche Sexualität ist gar nicht "weniger wert"..... die Sexualität kommt nur nicht dazu, ausgelebt zu werden, weil die meisten Männer sich in ihren Profilen nicht attraktiv darstellen. Sie unterliegen dem Irrglauben, dass Attraktivität rein sexuell ist.... "superpotenter Großschwanzhengst befriedigt sie alle"...das mag für männliche Stammtischphantasien wirkungsvoll sein, hier aber eher nicht.... wenn jede Dame schon beim Lesen des Profils das Gefühl hat, die nächste Kerbe im Bettpfosten zu sein, wenden sie sich schnell anderen Profilen zu.
Wenn man jedoch einmal eine Bindung zu einem Mann/einer Frau hat, ist die gelebte Sexualität dann sehr wohl etwas oder gar viel wert. Wenn eine emotionale Verbindung besteht, lassen sich hier 2 Seiten aufeinander ein - selbst, ohne heiraten zu wollen/zu müssen. Es geht also - die meisten Männer kommen jedoch gar nicht dazu, diesen Status zu erreichen.....

Mit diesen Männern führe ich immer wieder Diskussionen, da sie sagen: Der Joy ist scheiße, die Frauen sind scheiße, das hier sei Abzocke usw.....
Sie verstehen nicht, dass sie selber mit ihrem Profil meist das Problem sind! "Ehrliche Mühe" reicht da dann halt oft nicht aus - da kann man sich dann durchaus professionelle Hilfe bei der Profilgestaltung suchen! Um ein Profil persönlicher zu gestalten, kann man zB ein Gesichtsfoto als Profilfoto nutzen - diese Visitenkarte wird selten genutzt, da man Angst vor "Entdeckung" hat - vielleicht sogar von der eigenen Frau, der man nichts erzählt, dass man auf Abwegen ist......

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Frauen sehr wohl Lust und Interesse daran haben, unverbindlich Sexualität leben zu wollen. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber es gibt sie - sowohl die Gründe als auch die Frauen - sie wollen das nur nicht mit jedem "Hengstschwanz" erleben, sondern mit einem Mann, der offen, zugewandt, eloquent, empathisch und meist auch großzügig ist. Dabei geht es NICHT darum, Männer auszunehmen! Es geht meist darum, dass Männer, die auch ansonsten wollen, dass es ihren Frauen gut geht, dies auch in der Sexualität umsetzen.

Die Ungleichtverteilung, die definitiv da ist, führt zu unterschiedlichen Sicht- und Handlungsweisen. Diejenigen, die wie oben gesagt, sich über den Joy beschweren.... die ziehen nach kurzer Zeit weiter auf andere Plattformen, in der Hoffnung, dass einer der 100 Sammelanschreiben doch mal sein Ziel erreicht. Diese "Ficknomaden" überlegen aber auch nicht, ob sie ihr eigenes Verhalten z.B. bei der Profilgestaltung ändern sollten...die ziehen ihren Stiefel durch und beschweren sich lieber über die undankbare Frauenwelt. Das ist dann - häufig - leider auch das Ergebnis des gelebten Sex - der Mann ist nach 5 Minuten fertig und fragt die Frau narzistisch gerne, wie toll sie denn waren.....

Beleidigte Männer gibt es zuhauf - das erlebt man auch als Clubgänger, wo mit zunehmendem Abend die Männer immer frustrierter und damit auch aufdringlicher werden - sie sind ja zum Sex dahingekommen, haben Eintritt bezahlt und erwarten auch noch, dass sie einen wegstecken können. Das ist hier im übertragenen Sinne ähnlich.
Männer, die dagegen entspannt mit sich und ihren Erwartungen sind, denen fliegen häufig ganz automatisch die Schmetterlinge vorbei, weil sie weder ziehen, noch fordern, sondern in sich ruhen. Das dauert dann vielleicht etwas länger, aber hat auf Dauer mehr Erfolg, als offensiv sexuell zu sein.

Die Mehrzahl der Fälle, die ich kenne, ist nicht so, wie von Dir beschrieben. Natürlich sind wir hier im Club der Eitelkeiten, jeder ist besser als der andere, das eigene Gras ist immer grüner als das vom Nachbarn.... das erinnert mich immer an Vögel, wo auf jedem Ast ein Männchen sitzt und einen Balztanz aufführt in der Hoffnung, dass ein Weibchen ihn nimmt....Daher ist der Begriff des "Buhlens" auf der Männerseite sehr richtig gewählt.

Bei Frauen sehe ich das anders.... sie sind nicht hier für ihr eigenes Ego.... sich bewundern zu lassen und dann Männer abblitzen zu lassen.
Sie sind hier, weil sie ehrliche und klar kommunizierte erotische Phantasien und Wünsche haben und einen geeigneten Mann suchen, dies auszuleben....
Die Schwierigkeiten in der Kommunikation sind daher meines Achtens immer nur die, wo es um die "Eignung" geht.... da sehen sich Männer anders geeignet als Frauen das werten würden.
Wenn Männer mal 3 Gänge zurückschrauben würden und erkennen, dass "weniger mehr ist".... wären sie glaube ich in der Masse wesentlich erfolgreicher.

Das sind meine persönlichen Erfahrungen aus einem sexuellen Leben von 40 Jahren, die man durchaus auch auf die reale Welt übertragen kann. In der Disco frühe habe ich auch nicht die Hose runtergelassen, mit meinem Schwanz vor einer Frau gewedelt und gefragt: "Geiler, Schwanz, ne? Wollen wir ficken?"

Männer fühlen sich in der Kommunikation gerne ungerecht behandelt, wenn es um die Frage des Selbstbildes geht. Frauen geht meistens die direkte, wenig wertschätzende Kommunikation, am besten noch mit Schwanzbildern, auf den Keks. Beide Seiten brauchen daher Durchhaltevermögen - Männer brauchen Geduld und eine Änderung ihrer Profilformulierungen und Verhaltensweisen, Frauen brauchen ein dickes Fell, wenn sie wieder eine niveaulose Nachricht bekommen, um nicht dem ersten Impuls "ich muss hier weg" zu folgen.....

Und ich kann sagen - Geduld lohnt sich für beide Seiten. Hier gibt es sehr wohl die Möglichkeit, ein passendes Pendant zu finden!


Lieber @********vate vielen Dank für deine ausführliche Betrachtung.
Bei mir bleibt allerdings ein schaler Beigeschmack. Die Schlagrichtung wirkt auf mich nicht ganz ausgewogen.

Du schreibst, nicht alle Männer seien gemeint – und beschreibst dann dennoch recht ausführlich den von Dir erlebten „typischen“ Mann als etwas notgeilen, plumpen, leicht realitätsfernen Egomanen. An den wenigen, an die Weiblichkeit angepassten , klugen Jungs hingegen , „fliegen ganz automatisch die Schmetterlinge vorbei“.
Frauen erscheinen in deinem Text durchweg als reif, reflektiert und auf der Suche nach Tiefe. Ist das wirklich differenziert? *nachdenk*

Dass du männliche Sexualität eher abwertend beschreibst , zeigt genau das Problem, das ich in meinem Beitrag ansprechen wollte. Männliche Sexualität wird als billig, störend oder übergriffig wahrgenommen – nicht als legitimer Ausdruck von Lust, männlich gelesener Nähe oder Sehnsucht.

Dass es unangemessene Profile und plumpe Nachrichten gibt, bestreite ich nicht. Aber meiner Meinung nach blendest du aus, dass es auch auf weiblicher Seite Ego-Strategien, selektives Ghosting, Machtspiele und überhöhte Erwartungshaltungen gibt.

Wie würdest du – oder andere Frauen hier – reagieren, wenn ich weibliches Verhalten ähnlich karikieren würde? Als narzisstisch, passiv wählerisch oder strategisch ausnutzend? Würde das als sachliche Kritik gelten – oder wäre ich dann plötzlich sexistisch?

Mir geht es darum, eine Asymmetrie zu benennen, die viele Männer betrifft: Während sie sich oft bemühen aber dennoch untergehen, genügt bei Frauen bereits die bloße Existenz eines Profils mit wenigen sexuellen Reizen, um zur Selektierenden zu werden.

Schau dir das ProfilGestaltung -Forum an – du wirst schnell erkennen, was ich meine. Dass du eine Lösung in „Profiloptimierung“ siehst, wirkt auf mich etwas bequem – denn damit wird die Verantwortung einseitig den Männern zugeschoben.

Dabei liegt meiner Meinung nach eine strukturelle Dynamik vor, die sich nicht allein durch Selbstoptimierung auflösen lässt, sondern veilleicht eher durch gegenseitiges Verstehen? *nachdenk* . Du analysierst meiner Meinung nach männliches Verhalten, idealisierst gleichzeitig das weibliche – und blendest die Wechselwirkung der Rollenverteilung weitgehend aus.
Reicht es wirklich aus, männliche Sexualität abzuwerten und weibliche als Maßstab für emotionale Reife darzustellen?
Wir sind in einem Tabu-Forum. Genau hier sollten wir in der Lage sein, auch die unbequemen Fragen zu stellen – auf beiden Seiten.
*****ast Mann
651 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *********rgara:


Eigentlich hat @********vate so gut wie alles dazu geschrieben, das man/frau dazu sagen kann. Und er lebt das auch und schreibt das nicht nur.

Liebe @*********rgara

ich habe als Mann da aber doch noch ein paar kleinere Anmerkungen *zwinker*

Tabu: Ist männliche Sexualität auf Joy wertlos?
*****ast Mann
651 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von ******lia:
@********vate Danke! *roseschenk* Vielen lieben Dank, ich fühle das genauso.


Trotzdem habe ich mal versucht, auf die drei Fragen zu antworten, wie ich es auf die Schnelle tun würde....ich hab ja ein Dekolleté im Profilbild! *meld*


• Warum scheint männliche Sexualität in eher beziehungslosen Kontexten – wie sie hier oft gelebt werden – deutlich weniger „wert“ zu sein?

Scheint mir nicht so. Ich stehe komplett auf männliche Sexualität! Die Frage ist halt, was männlich ist. Das beantwortet jede anders. Für mich ist eine männliche Sexualität eine, die sich fallenlässt, öffnet, mich in meiner Weiblichkeit beantwortet, herausfordert, wertschätzt und nimmt.
Es gibt überhaupt nichts geileres als einen Mann, der mit seinem Penis umzugehen weiß, der beweglich ist in seiner Hüfte und in seinem Geist. Ein Mann, der sich seiner selbst so sicher ist, dass er kein Programm abspult, sondern sich mit mir im Fragen, Suchen und Tasten verbindet und der weiß, wie er seine Hände benutzen kann.
Meine Erfahrung sagt mir, dass viele Männer ihren Körper gar nicht richtig spüren und genießen, wie sollen sie dann meinen spüren?
Aber prinzipiell ist die männliche Sexualität exakt genauso viel wert wie die weibliche und auch wie alles dazwischen. Alles andere wäre abstrus.



• Haben die Frauen womöglich keine Lust auf diese Art der Begegnung?

Ich hab sehr viel Lust! Das ist der Grund, warum ich in den JoyClub gegangen bin. Aber wie @********vate sagt, ich brauche Entspanntheit, die Sicherheit mit meinen Macken und Unsicherheiten und Verrücktheiten und mit meinem Spieltrieb gesehen und gemocht zu werden. Ich komme sonst einfach nicht in die Lust rein!
Diese Sicherheit braucht eigentlich nicht viel in lüsternen Tagen, nicht viel mehr als charmantes Wohlwollen mir gegenüber, aber selbst das ist allermeistens für viele Männer im JoyClub schon zu viel verlangt.
Vielleicht ist der kleinste Nenner die Wertschätzung. Wenn ich vor einem SexDate keine Wertschätzung spüre, bleibe ich lieber bei Netflix und mach's mir selbst.



• Wie wirkt sich diese Ungleichverteilung auf Selbstbild und Kommunikation von Männern und Frauen aus?

Frustrierend. Einfach krass frustrierend. Ich habe es schon erlebt, dass ich nach dem Einstellen eines Dategesuchs heulend alles gelöscht habe, weil ich in krass hoher Zahl nur noch objektifiziert worden war.
Inzwischen spüre ich an mir selbst schon die Vorurteile, wenn ich angeschrieben werde, ich bin zu oft geghostet worden, zu oft hingehalten worden zu oft ausgefragt worden für die eigenen Sexfantasien ohne echtes Interesse an einem Treffen.

Deswegen bin ich raus aus dem online Dating hier. 😊
Manche Männer, die ich erst im Realen kennenlerne auf Treffen oder Events, sind nämlich oft richtig toll und so kriege ich ohne online zu suchen doch ein leckeres Stück von männlicher Sexualität ab. *ja*

Liebe @******lia

@********vate Danke! Vielen lieben Dank, ich fühle das genauso.

ich habe da doch noch ein paar kleinere Anmerkungen *zwinker*

Tabu: Ist männliche Sexualität auf Joy wertlos?


Für mich ist eine männliche Sexualität eine, die sich fallenlässt, öffnet, mich in meiner Weiblichkeit beantwortet, herausfordert, wertschätzt und nimmt.

Gilt das auch umgekehrt?
Ich wünsche mir eine Frau, die mich in meiner Männlichkeit beantwortet, herausfordert, wertschätzt und nimmt. So plumb, wie ich eben bin. *nixweiss* .
Ich suche, finde aber kaum eine. Hilf mir ! *zwinker*
*****ast Mann
651 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *******Duft:
Zitat von *****ast:
"Warum scheint männliche Sexualität in eher beziehungslosen Kontexten – wie sie hier oft gelebt werden – deutlich weniger „wert“ zu sein?

• Haben die Frauen womöglich keine Lust auf diese Art der Begegnung?

Ad 1: Sexualität "hat" aus meiner Sicht so viel Wert, wie die Beteiligten geben.
Das fängt hier bei JC beim Lesen an, geht übers Schreiben weiter und zeigt sich im Tun bei realen Treffen.
Die Frage ist also die nach Henne und Ei.
Wenn ich in meiner (weiblichen?) Sexualität nicht wert-geschätzt werde, kann und will ich auch keine Wertschätzung geben.
Eigentlich doch ganz einfach.
Und so beantworte ich die meisten Mails nicht, weil die Schreibenden offensichtlich meinen Profiltext nicht gelesen und/ oder nicht verstanden und/ oder nicht ernst nehmen = nicht wert_schätzen.

Ad 2. Was meinst Du denn mit "diese Art von Begegnung"?
Das erinnert mich an den schrecklichen Satz "wir wissen doch alle, warum wir hier sind" *hypno*
Aber vielleicht tu ich Dir unrecht und verstehe es einfach nicht.
Das ist aus meiner Sicht häufiger ein Hemmnis, auch hier: Vermeintlich klare Kommunikation... doch jede/r meint etwas anderes.

Für beziehungslosen Sex kann man(n) ja auch in den Puff oder zu Glory Hole- und ähnlichen Events gehen, dort trifft man & frau Menschen mit ähnlicher Wertschätzung und für alle ist gesorgt.


Liebe @*******Duft ,

Ad 1: Sexualität "hat" aus meiner Sicht so viel Wert, wie die Beteiligten geben.
Das fängt hier bei JC beim Lesen an, geht übers Schreiben weiter und zeigt sich im Tun bei realen Treffen.
Die Frage ist also die nach Henne und Ei.


Du hast recht, aber bedenkst nicht das, was man 'Marktasymmetrie' bezeichnet:
Männliche Sexualität ist im Überfluss vorhanden, weibliche dagegen erscheint seltener, selektiver und damit „wertvoller“. Und wie in jedem Markt führt ein Überangebot bei gleichzeitig geringerer Nachfrage zu einem sinkenden "wahrgenommenen" Wert. Genau das konstatiere ich.

Frau könnte nun sagen: "Sorry, ich kann nicht alle noch so nett gemeinsten Anfragen beantworten, ihr seid zu viele 08/15 Jungs, zu dauer-lustvoll, zu anders als ich ". Das wäre für mich nachvollziehbar und angemessen.

Ich meine aber oft leicht abwertend zu hören: „Ihr seid plump und dauergeil. Geht doch in den Puff oder zu Glory Hole- und ähnlichen Events. Das finde ich abwertend und unangemessen.



Ad 2. Was meinst Du denn mit "diese Art von Begegnung"?Das erinnert mich an den schrecklichen Satz "wir wissen doch alle, warum wir hier sind" *hypno*Aber vielleicht tu ich Dir unrecht und verstehe es einfach nicht.
Das ist aus meiner Sicht häufiger ein Hemmnis, auch hier: Vermeintlich klare Kommunikation... doch jede/r meint etwas anderes.

Mit „dieser Art von Begegnung“ meine ich den Kontext, in dem wir uns hier auf Joyclub bewegen – also eine Plattform, die sich explizit dem Thema Casual Dating und sexuellen Fantasien widmet. Das unterscheidet Joyclub grundlegend von Konzepten wie Parship, die klar auf langfristige Beziehungen ausgerichtet sind.

Dass viele Männer (und sicherlich auch Frauen) mit dieser Erwartung auf Joy aktiv sind, ist für mich nachvollziehbar. Diese von der Plattform bewusst erzeugte Erwartungshaltung pauschal als fehlende Kommunikationsfähigkeit zu deuten, halte ich für problematisch .

Für beziehungslosen Sex kann man(n) ja auch in den Puff oder zu Glory Hole- und ähnlichen Events gehen, dort trifft man & frau Menschen mit ähnlicher Wertschätzung und für alle ist gesorgt.

Und was machen Damen, die beziehungslosen Sex statt Womanizer suchen? Bezahlen die sich einen Callboy? Eher nein, meine Damen oder? Sie stellen ein Joydate ein und können jeden Tag einen anderen knattern.

Denn:
Männliche Sexualität kostet eine Frau nicht mal einen Joy Premium Account.
Männliche Sexualität ist im Überfluss vorhanden und hat demzufolge einen geringen Markt-Wert.
Männliche Sexualität ist tendenziell wertlos.
Quod erat demonstrandum. *zwinker*
*****ast Mann
651 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von ****p35:
Ich lese in diesem Thema bisher eine Überspitzung von Klischees, die meinen Realitätschecks nicht standhalten, gefolgt von sich aus solch überspitzten Stereotypen ergebenden Problemen, für die nun eine Lösung gesucht wird.
Meine Idee: Einfach mal in sich selbst reinhorchen und schauen, ob das Problem wirklich das eigene ist.
Moment, mach ich jetzt mal kurz... *ungeduldig* ...Ergebnis: Nö, is so nicht mein Problem.
Ich zahle hier nicht immer und mein Postfach ist eigentlich immer gut gefüllt. Nicht immer bin ich mit Frauen in meiner näheren Umgebung für nen kurzen F*ckbesuch in Kontakt, aber für sowas gäbe es zahlreiche andere Seiten.
Ein Gesichtsbild hatte ich übrigens hier noch nie. Muss man wirklich wissen, wie Gegenüber aussieht, um ein Treffen zu verabreden für näheres Beschnuppern? Ich finde auch aus Erfahrung nein, bin doch kein Modell aus dem Bestellkatalog. Ansonsten mag ich den Joyclub für seine Vielseitigkeit. Es gibt hier durchaus Frauen, die ONS suchen, ebenso Männer, die Beziehungen was abgewinnen können und meine männliche Sexualität liegt halt wohl irgendwo dazwischen. Kann mich nicht beklagen. So wie ich in den Wald reinrufe, so schallt es heraus. Wenn ich Schwanzbilder verschicken würde, dürfte ich mich nicht wundern, wenn ich als wertlose Massenware behandelt und oberflächlich beurteilt (meist ausgesiebt) würde.


Lieber @****p35

es freut mich dass du gute Erfahrungen machst – vielleicht sollte ich bei dir in die Lehre gehen. 😉

Aber aus „läuft bei mir“ auf „es gibt kein strukturelles Problem“ zu schließen, ist ein klassischer Denkfehler, sorry. *nixweiss*
Denn statistisch zeigt sich auf Plattformen wie Joyclub & Co. immer wieder dasselbe Bild:
Viele Männer – wenige aktive Frauen – bei stark selektivem Verhalten.

Zitat (von mir übersetzt):
„75 % der Tinder-Benutzer identifizieren sich als männlich, während nur 25 % weiblich sind.
Frauen haben eine Matching-Rate von 10 %, Männer nur 0,6 %.“

Quelle: https://www.crossrivertherapy.com/research/tinder-statistics

„Männer neigen dazu, einen Großteil der Frauenprofile zu liken, erhalten aber nur einen winzigen Bruchteil an Matches – im Schnitt 0,6 %.“
Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Tinder_(app)


Genau das war mein Punkt :
Ein Überangebot an sexuell motivierten Männern trifft auf eine deutlich kleinere Zahl selektiv agierender Frauen. Das ist die schlichte Marktwirklichkeit und hat Auswirkungen auf die Psyche von Männern und Frauen. Viele Männer sind frustriert, Frauen sind genervt.
Das wird Mann in einem "Tabu Forum" mal so sagen dürfen :
Dumm gelaufen was? *zwinker*

Das ist auch eider auch keine von Dir vermutetet überspitzte Klischeevorstellung, sondern durch Studien belegte Realität. *nixweiss*
*****ast Mann
651 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von ******ung:
Ist männliche Sexualität auf Joy wertlos?


Sie ist individuell.
Und als solche ist sie kompatibel - mit der Sexualität der Frauen die ebenfalls individuell ist.
Wenn sich zwei individuelle Sexualitäten treffen - machts "KRAWUMMS!" und die beiden machen dann mega coole Sachen zusammen.

Männliche Sexualität ist also nicht wertlos - sondern voll knorke.

Lieber @******ung ,

ja, sie ist individuell. Individuell darf es schon KRAWUMMS machen.
Aber mich interersiert hier das strukturellen Problem:

Warum fühlen sich viele Männer übersehen oder entwertet?
Warum fühlen sich viele Frauen überfordert oder genervt?

Das Angebot an gewünschter männlicher Sexualität ist hoch die weibliche Nachfrage ist selektiv – viele Frauen sind nach meinem Empfinden zurückhaltender und wählerischer.
Die Folge meiner Meinung nach:
Das Überangebot führt zu einem gefühlten Wertverlust auf männlicher Seite.
DAs ist eine klassiche Marktasymmetrie.

Was macht das mit den Männern und was macht das mit den Frauen? *nixweiss*
Was ich in diesem Thread zu erkennen glaube :
Männliches Sexualverhalten wird tendenziell abgewertet. Das finde ich nicht gut

Das ist mein Thema hier.
*****ast Mann
651 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *******Frau:
Zitat von *****ast:
trotz ehrlicher Mühe

Zunächst ein Mal was verstehst du unter "ehrlicher Mühe"?

Ich denke sie ist nicht weniger Wert, sondern einfach anders. Wie schon von einigen hier beschrieben. Frauen wollen nicht einfach als Loch gesehen werden, oder mit Aussagen bombardiert werden, wir wissen doch alle weswegen wir hier sind! Nein weiß ich nicht und nein es geht nicht nur um stumpfen Sex, auch wenn die Platform Joyclub heißt.

Zitat von ******ier:
Als Frau möchte ich dir sagen, dass viele Frauen einen großen Bogen machen um Männer, die in einer festen Beziehung sind, so wie es bei dir der Fall ist, denn sie wollen nicht das gefühl haben, "Ersatz" oder "Notlösung" zu sein, weil es zu Hause nicht läuft.

Dem kann ich nur vollumfänglich zustimmen, viele Frauen wollen einfach nicht als Notnagel gesehen werden, weil mal wieder das Rohr frei gepustet werden möchte.
Und ich will auch nicht dieses Gefühl bekommen.

Ich oute mich jetzt mal als Frau die kaum Zuschriften bekommt und, wenn dann schreiben mir Männer, die mich vielleicht optisch ansprechend finden, aber mein Profil nicht gelesen haben, was anhand der Anschreiben und dem Profil besagter Männer recht offenkundig ist.

Liebe @*******Frau

Zunächst ein Mal was verstehst du unter "ehrlicher Mühe"?

Schaue einfach mal hier

ProfilGestaltung

und bilde Dir deine Meinung.

Frauen wollen nicht einfach als Loch gesehen werden, oder mit Aussagen bombardiert werden, wir wissen doch alle weswegen wir hier sind! Nein weiß ich nicht und nein es geht nicht nur um stumpfen Sex, auch wenn die Platform Joyclub heißt.

Die Jungs, die hier ProfilGestaltung zum Teil deutlich sagen, dass sie kaum weibliches Feedback erhalten sehen Frauen als „Loch“? *nachdenk*
Ich habe die Profile zum teil gelesen: Ich fand die Profile respektvoll und in Ordnung.
Nicht jeder Kerl findet Worte wie ein Schriftsteller. Auch ich nicht *zwinker*

Genau diese abwertenden Aussagen über Männer kritisiere ich als ein wenig undiffernenziert *nachdenk*

Meinste nicht, dass ein Mann, auch wenn er nicht die hellste Kerze auf der Torte ist, die Taktik wechseln würde, wenn er mit seiner „Loch“-Ansprache so gar keinen Erfolg hat?
*****ast Mann
651 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von ******ier:
@*****ast
So ist es nicht.
Als Frau möchte ich dir sagen, dass viele Frauen einen großen Bogen machen um Männer, die in einer festen Beziehung sind, so wie es bei dir der Fall ist, denn sie wollen nicht das gefühl haben, "Ersatz" oder "Notlösung" zu sein, weil es zu Hause nicht läuft.
Auch möchte ich dir zurückmelden, dass du unsichtbar bist. Du bist nicht zu sehen, also bildlich, in deinem Profil. Dahingehend gibt es massenhaft KI-Bilder in deinem Profil.
Auch wisse bitte, dass sehr viele Frauen zuerst emotional & geistig berührt werden möchten, bevor sie sich körperlich hingeben.
Ansonsten haben die vor mir geposteten Beiträge schon viel richtiges & wichtiges dazu ausgesagt.
Liebe Grüße von mir. *wolf*

Liebe @******ier als @*****ast möchte ich dir sagen: Hier geht es nicht um mich.
Ich kenne mein Profil – und ich bekomme genau die Menge an Aufmerksamkeit, die ich verdiene: sehr, sehr wenig. 😉. Aber darum geht’s mir nicht.

Ich spreche mit frustrierten Männern, die ordentliche Profile haben, ich lese im Forum ProfilGestaltung und ich kenne die Statistiken.
Ich lese diesen Thread – und kaum jemand scheint wahrzunehmen, dass viele anständige Männer ignoriert werden. Nicht, weil sie sich danebenbenehmen – sondern weil es ein starkes Ungleichgewicht hinsichtlich aktiver Männer und Frauen gibt.
Das wäre sogar nachvollziehbar, wenn man davon ausgeht, dass die sexuellen Erwartungen von Männern und Frauen oft nicht deckungsgleich sind.
Denn es kann ja sein: Frauen erleben häufiger responsives sexuelles Verlangen (=emotional & geistig berührt), Männer erleben eher spontanes sexuelles Verlangen (=dolle Möpse)
(Frage an die Mädels: Ist das vielleicht der Grund, warum mich auf Joyclub so viele Dekolletés anlachen? 😉)

Aber das alles hat meiner Meinung nach nichts mit „Puffersatz“ , sondern mit mangelndem gegenseitigen Verständnis zu tun. Was ich hier überwiegend lese, ist die fast reflexartig Abwertung männlicher Sexualität: Der ignorierte Mann sehe in der Frau nur ein „Loch“, eine „Notlösung“, eine billige Ersatz-Hure.

Ansonsten haben die vor mir geposteten Beiträge schon viel richtiges & wichtiges dazu ausgesagt.

Ja – aber eben auch: Abwertungen und eine Optimierung hinsichtlich weiblicher Bedürfnisse als Königsweg:
Jungs, strengt euch einfach mehr an – dann fliegen euch die Schmetterlinge zu.
Das ist mir ehrlich gesagt etwas zu unterkomplex.
In einem Tabu-Forum frage ich mich gerade, ob sich hier nicht gerade ein Tabu zeigt.

Liebe Grüße von mir zurück *g*
******ung Mann
7.386 Beiträge
Ach, es geht dir um das strukturelle Problem das du siehst?
OK
Das ist ne andere Baustelle.

Ich denke nicht, dass Frauen da eine..."künstliche Verknappung" erzeugen.
Vielleicht ist der Blick - deiner und der von den Studien etc - aber zu kurz?
Vielleicht müssen wir dazu ein wenig weiter schauen?
Es ist noch nicht so lange, dass Frauen tatsächlich frei über ihre Sexualität entscheiden können und DÜRFEN.
(Jetzt bitte kein: "Durften die früher auch schon weil die daheim die Hosen an hatten und die Männer nur außerhalb der eigenen vier Wände das Kommando hatten." Gelaber - einfach schon deshalb weil es falsch ist.)
Und das ist noch nicht mal global so.
Gleichzeitig können Männer sich aber nicht mehr zwingend alles einfordern was sie wollen oder denken zu brauchen.
Dadurch entsteht eine... Lücke oder eine scheinbare Lücke.
Tatsächlich gab es schon viel früher sowas wie "Damenwahl" wenn es um Sex ging.

Weibliche Sexualität ist nicht wertvoller als die männliche.
Frauen sind keine besseren Menschen als Männer.
Frauen sind nicht netter oder lieber oder weniger böse als Männer.
Und umgekehrt trifft das auch auf Männer zu.
Und ebenso wenig ist die männliche Sexualität wertlos.
Sie ist aktuell nur anderen Gesetzmäßigkeiten ausgesetzt als vor 50 oder 100 oder 1.000 Jahren.
Und daran müssen wir uns erst gewöhnen - Frauen und Männer gleichermaßen.

Es ist kein strukturelles Problem, auch wenn es so aussehen mag - schon allein deshalb, weil es diese Struktur noch gar nicht lange genug gibt in unserer aktuellen Gesellschaft um zu einem solchen zu werden.

Frauen haben schlicht darauf so behandelt zu werden wie sie es gerne hätten - so lange sie niemanden damit übergriffig behandeln.
Und Männer haben dieses Recht auch - unter den gleichen Voraussetzungen.
Und das funktioniert - offensichtlich - ständig und immer wieder.

Und ja - Frauen lehnen Männer nur deshalb ab weil sie ihnen optisch nicht gefallen... aber wo ist das Problem? Machen Männer doch bei Frauen auch.

Was wäre denn deine Lösung für dieses Potentielle strukturelle Problem?
Hast du Vorschläge oder Ideen?
******lia Frau
11.025 Beiträge
Wenn das mit der von dir @*****ast beschriebenen Asymmetrie stimmt, dann würde ich vermuten, dass die Abwertung der männlichen Sexualität aber kein reines Frauenphänomen ist, sondern dass Männer sich zu allererst einmal selbst abwerten, indem sie sich nicht um ihre Emotionen, ihr sexuelles Erleben, ihr sexuelles Fühlen kümmern. Dass da strukturell vieles schief läuft, ist glaube ich inzwischen den meisten bewusst.

Immer da, wo ich Männer treffe, die sich um ihre und anderer Emotionen Gedanken machen....sei es beim Shibari, beim Tantra, bei Polystammtischen, bei BDSM-Stammtischen....löst sich das Ungleichgewicht auf.

@*****ast Du fragst mich weiter oben, ob ich dir helfen kann, eine Frau zu finden, die dich in deiner männlichen Sexualität beantwortet. Ich selbst habe auch lange danach gesucht und dann irgendwann verstanden, dass ich mich erst selbst als wertvoll lieben muss. 🥰
Klingt wie ein Kalenderspruch, deckt sich aber mit meiner Erfahrung.
Solange Menschen Sex wollen, um ihr Nervensystem zu regulieren, werden sie sich nicht sexuell befreien.
********vate Mann
2.697 Beiträge
Lieber @*****ast ,
vielen Dank für Deine Anmerkungen. Ich möchte Dir kurz etwas dazu schreiben:

Ich lebe meine Sexualität aktiv mit Männern und Frauen aus, seit ich 13 bin. Bereits mit 16 war ich das erste Mal im Pornokino und in einem Puff, mit 18 in einem Swingerclub. Kontakte über Happy Weekend gehörten für mich schon früh zu meinen Erfahrungen. Kurz - ich habe mich immer ausgelebt und dabei sehr viele Menschen getroffen, habe sehr viele eigene Erfahrungen gemacht.
Und die entsprechen zu 95% dem geschilderten Stereotyp: Männer wollen die schnelle Befriedigung, den emotionslosen Sex, den "Triebabbau".

Frauen wollen emotionale Zugewandtheit und keine seelenlose oder körperbetonte Fickerei.

So meine ganz eigene Erfahrung - und ganz vielen Sexualpartnern.
Mag nicht schön sein, ist aber genau so. Als Bi Mann erlebe ich sehr genau dieselben Dinge, die viele Frauen erleben: ungefragte Schwanzbilder, Anfrage nach Albumöffnungen ohne vorher ein Wort kommuniziert zu haben, niveaulose Ansprache in 3 Worten und und und... egoistischer Sex vor allem, nach dem Motto: "Ich habe fertig, 3 Minuten Sex und ich bin der geilste Stecher der Welt"....

Nochmal - das ist eben KEINE Wertung und KEINE Herabwürdigung. So sieht einfach die nackte Realität aus!

Und zu Deiner Frage, ob man einen Sturm der Entrüstung erntet, wenn man Frauen negativ beschreiben würde: Das kann ich nicht ausschließen...aber.... es ist wie bei ALLEN Geschlechtern...Du wirst solche und solche erleben... ich kenne auch wahllose Frauen, die sich im Club nur das größte Gemächt aussuchen, egal, welcher Mann dran hängt. Ich kenne auch Frauen, die "narzisstisch, passiv wählerisch oder strategisch ausnutzend" sind, ja, die gibt es, genauso, wie es achtsame, wertschätzende, nicht auf Sex reduzierende Männer gibt! Das ist mir wichtig zu sagen! Es sind Stereotype, die aber der Masse entsprechen, ob man das schön findet oder nicht. Ich würde mich nicht "entrüsten", ich würde aber eben feststellen müssen, dass dies die Ausnahme ist.
Ich arbeite u.a. als Sexualberater und kann daher durchaus auch sagen, dass die Verteilung in meiner Arbeit ähnlich ist.

Ich habe noch keine Frau erlebt, die sich darüber beschwert, dass sie keinen Erfolg im Joy hat. Ich habe in keinem Club eine Frau erlebt, die - wenn sie wollte - keinen Erfolg bei Männern gehabt hätte. Ich habe aber stattdessen Frauen erlebt, die genervt davon waren, dass sie 20 Männer hinter sich hergezogen haben, die - bitte als Übertreibung betrachten!- als Schmeißfliegen den gesamten Abend hinter ihnen hergelaufen sind und die Frauen genervt haben.... mit Blicken oder gar übergriffigem Verhalten.

Jetzt kann man sagen...das ist männliche Sexualität, das ist gut und richtig so! Ich werte das gar nicht, die Mehrzahl der Männer sind halt so. Früher hat man Trieb dazu gesagt.... sie sind triebgesteuert, schwanzgesteuert und schalten - häufig- das Hirn aus, wenn es Sex geben könnte.
Wie oft hab ich erlebt, dass Männer einfach das Gummi runtergezogen haben beim Sex.... DAS ist wirklich negativ.
Aber das habe ich nicht erwähnt, hier geht es einfach nur darum zu sagen: Männer sind häufig so, auch wenn es stereotypisch dargestellt ist. Ein Problem wird es nur dann, wenn diese Männer sich "beschweren", dass sie keinen Erfolg haben, dass sie eben nicht erkennen, dass ihr Verhalten zwar "normal" sein kann, "männlich gelesen", wie Du sagst, aber dass sie damit keinen oder nur wenig Erfolg haben.

Die meisten Männer erkennen nicht, dass es kein Match geben wird und regen sich auf. Anstatt ihr eigenes Verhalten zu verändern.
Frauen sind oft genervt von solch einem Verhalten, 3-Worte Anschreiben, Pimmelbildchen, Massenanschreiben ohne Mühe, lieblosen Profilen usw...das ist nun einmal Fakt. Darauf hab ich mich bezogen und das ist keine diskriminierende Art der Betrachtung, sondern einfach Realität für die überwiegende Mehrheit der Männer (nicht nur im Joy).
******ung Mann
7.386 Beiträge
Zitat von ********vate:
Ich habe noch keine Frau erlebt, die sich darüber beschwert, dass sie keinen Erfolg im Joy hat.
Na doch.
Dazu gibt es wirklich viele Threads von Frauen die sich genau darüber beschweren...
Das sie mit Erwartung-X in den JOY kamen aber dann nichts lief.
Weil niemand da war der sie interessierte und den sie dann auch interessierten, weil es ihr Beuteschema nicht gab etc...
Erst gestern hat eine gute Freundin von mir den JOY verlassen, weil sie hier niemand gefunden hat der für sie interessant war den sie nicht schon von woanders kannte und der an ihr Interesse gehabt hätte.
Dafür gab es viele an denen sie kein Interesse hatte die sie aber wollten.
Und die waren - ihrer Aussage nach - bei weitem nicht alles Arschlöcher.
Das waren die wenigsten.
Die meisten waren toll - aber halt nicht ihr Typ.
Was soll sie denn machen?
Auch Frauen geht es so.
Auch sie sind erfolglos.

Also das ist so ziemlich das einzige wo ich dir aktuell aktiv widersprechen möchte ☺️
******lia Frau
11.025 Beiträge
Ich mag mal was zu den Dekolleté Bildern sagen. 😊
Ich zum Beispiel komme aus einem sehr prüden, alles was Sex angeht abwertenden Elternhaus. Dass ich hier meine Körper in seiner weiblichen Form zeigen kann, feiere ich als meine eigene Emanzipation!
Ich liebe meine Brüste und darf das hier zeigen! Yeah!
Wenn ich das so erlebe, wird es vielen Frauen ähnlich gehen. Dass mir und anderen daraus Berechnung und Reduzierung zugeschrieben wird, liegt ja nicht an mir, sondern am Betrachter. 😁


Außerdem möchte ich auch noch anmerken, dass die Ungleichverteilung der Geschlechter im JoyClub alle gleichermaßen leiden lässt. Ich hab hier schon wie Tantalus im vollen Teich gesessen und bin schier verdurstet.
So viele Männer rennen dreimal in der Woche ins Gym! Mir ist aber einer lieber, der dreimal die Woche zur Kunsttherapie läuft. Da bleibste dann sitzen mit deiner Lust.
******lia Frau
11.025 Beiträge
@******ung
Dazu gibt es wirklich viele Threads von Frauen die sich genau darüber beschweren...
Das sie mit Erwartung-X in den JOY kamen aber dann nichts lief.

Auch Frauen geht es so.
Auch sie sind erfolglos.


Kann ich definitiv bestätigen auch aus meinem Bekanntenkreis.
*********Noob Mann
2.387 Beiträge
meine Quelle falls wen juckt. Ja, deutscher Untertitel lässt sich einstellen.

Das Problem mit Angebot und Nachfrage wurde ja schon angesprochen. Fairerweise muss erwähnt werden, auch das Damenteam bekommt nicht was es will.
Es ist ja nicht nur der 08/15 Mann hier angemeldet. Die atraktiveren Exemplare haben dann halt mehr Auswahl. Bei denn Frauen schaut dieser dann nur zum vögeln vorbei oder meldet sich gleich gar nicht. Das andere sind die Filterfunktionen. Frau kann hier mit Körpergröße, Vorlieben, Bestückung usw. sich einen Chad zusammenstellen der theoretisch möglich und sehr unwahrscheinlich ist. Nebenbei werden hier Kriterien angelegt die Real keine Rolle spielen(Körpergröße!). Oder geht eine der Damen hier mit Maßband zum Date?

Datingapps sind scheiße, nicht nur der JoyClub, alle. Wenn ihr hier irgendwas machen wollt macht was anderes. Geht zu den Veranstaltungen. Trollt im Forum. Aber verschwendet eure Zeit nicht mit Dating.

PS: Das es schlimmer ist ein feuchtes Loch zu sein, als ein Seelentampon ist vermutlich Zeitgeist.
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