Countdown...
Langsam aber leider unausweichlich brach dann doch der letzte Tag unseres Kurztrips in dieser faszinierenden Stadt an.
Bei unserem morgentlichen 2-stündigen Frühstück wurden dann die Etappen bis zu unserem abendlichen Rückflug erörtert.
Wir entschieden uns für einen Besuch des Historisk Museum, weil dort diverse Exponate einer wolfscatzischen Bewunderung harrten, die wir auch staunend zu geben bereit waren.
Wir waren etwas zu früh dort, so daß wir noch eine Runde um den Block gingen und dabei natürlich, wie sollte és auch anders sein

, wieder an diversen Skulpturen vorbei kamen...
Uns gelang és sozusagen auf den letzten Drücker unseres Oslopasses ins Museum zu kommen.
Der Paß gilt nämlich nicht für Tage, sondern für Stunden. In unserem Falle genau bis 12 Uhr mittags, weil wir ihn 3 Tage zuvor um 12 Uhr das erste Mal nutzten.
Das Museum war auch zweifelsfrei ein würdiger Museumsabschied von Oslo!
Im Erdgeschoß erwartete uns zunächst eine Ausstellung über frühe Funde norwegischer Geschichte, auch über den Übergang im Glauben zwischen wikingischer Mythologie und mittelalterlicher Kirchenkunst.
Verschiedene Kirchenportale im Urnes-Stil, der bekannt ist durch seine feingliedrigen Tierdarstellungen nicht nur in den Umrandungen seiner Türen, werden genauso ausgestellt, wie Exponate aus der Sigurd-Saga, die ihren Ursprung in der Lieder-Edda hat oder auch Runensteine.
In der nächsten Halle erwarten einen dann, nach einem mittelalterlichen Kirchenportal, diverse Kunstschätze aus Nordtyskland hinter dickem Vitrinenglas.
Sicherlich könnt ihr euch unsere Aufregung vorstellen, als wir trotz unserer glaubhaften Versicherung wir kämen aus "Nordtyskland" und seinen gekommen, diese offensichtlich geraubten Kunstschätze wieder ihrem Ursprungsland zurückzuführen, bei den anwesenden mit uns diskutierenden Museumsangestellten, die eilig zusammenliefen, um sich wolfscatzischer Aufdringlichkeit zu erwehren, auf Ablehnung stießen.
Kurzum sie weigerten sich die Vitrinen zu öffnen und die Gegenstände herauszugeben, auch als wir ihnen versicherten, daß ein kunstvolles Einwickeln nicht vorher noch nötig sei...
Knurrend und murrend zogen wir dann in die Hallen, die uns mit der wikingischen Mythologie konfrontierten.
Hier stießen wir erstmal auf die Götter höchstpersönlich.
anwesend waren Thor, Odin, Freya und die 3 Schicksalsnornen. Hugin und Munin flatterten auch noch lustig um uns herum.
Kurzum...ein angemessenes Empfangskomitée.
Im weiteren Verlauf konnten wir
Schwerter, Sachse, Fiebeln, Umhänge, Helme, andere Rüstungsgegenstände, Kämme und Haushaltsgegenstände bewundern.
Selbst ein wikingischer Kopfhörer wurde ausgestellt, vermutlich für Skaldengesänge. Seht selbst:
Sehr erstaunt waren wir aber auch, als uns erotisches Spielzeug aus der Reihe "Kunst und Sünde" präsentiert wurde.
sm = später mehr