Guten Morgen lieber Robby,
Vielen Dank für diese geteilten Einblicke. Auch wenn es diesmal nicht du warst, der sie auseinandergenommen hat. Wir danken deinem Freund für die Details.
Es ist für uns alle essenziell zu wissen und vor allem zu sehen, wie solche Peitschen aufgebaut sind. Nun erklärt sich auch ganz schnell, warum diese Knicke entstehen. Die erste Vermutung war ja, dass dort Stäbe drin wären, die gebrochen sind. Im Nachhinein gedacht, nicht die wirklich logischste Erklärung. Aber diese Bilder zeigen ein anderes. Diese Bilder zeigen tatsächlich, dass es sich um die ganze Klebebandstruktur handelt, die gebrochen ist. Steife und klebrige Brüche und weit ab von auf Dauer elastisch im Kern.
Dieser Peitschentyp ist definitiv nicht für viele Jahre Haltbarkeit ausgelegt, wenn viel im Einsatz.
Irgendwie erinnert mich dieser Peitschentyp leicht an die Tapered Whips. Peitschen, die aus Tape aufgebaut sind. Solch eine Peitsche kann man unter Anleitung im Rahmen eines Workshops binnen weniger Stunden bereits aufbauen.
Aber auch beim Einsatz von Tapes gibt es sehr große Unterschiede aufgrund der großen Vielfalt an unterschiedlichen Tapes. Isolierband und Paketband gehören hier eher zur absolut untersten und niedrigsten Klasse. Egal, wie filigran der Aufbau aussehen mag in dem Fall. Da würden hochwertige Gewebetapes, die generell schon auf Langlebigkeit ausgelegt sind, aufgrund ihres typischen Einsatzgebietes schon deutlich besser abschneiden. Hockey Tapes gehen in die Richtung, aber sind auch nicht im sehr hochwertigen Bereich. Manche, sehr spezielle Tapes bekommt man nicht im üblichen Handel. Das geht dann in Richtung von Spezialtapes, die es in der Industrie gibt. Die wurden dann extra auf spezielle Anforderungen entwickelt. Und da steckt viel Entwicklungszeit drin, meist über Jahre.
In einer Peitsche müssen sehr hohe Anforderungen an Flexibilität, Elastizität und Haltbarkeit erfüllt werden, damit sie vielseitig und auch intensiv einsetzbar ist.
Als recht einfach und schnell hergestellte Peitschen für erste Gehversuche geeignet, aber niemals für den Profieinsatz. Und, um die Frage zu beantworten, sehe ich diese auch nicht in der Preiskategorie von 300 €. Das ist meiner Meinung nach viel zu hoch angesetzt.
Und, ich gebe Robby Recht, es gibt viele andere Peitschenbauer, die für den anspruchsvollen Peitschenverwender deutlich höherwertiges und langlebigeres abliefern.
Für den Einsatz im BDSM und die allerersten Startversuche sowie sehr weiche Body Wraps, hauptsächlich zum streicheln, kann man solche einsetzen. Auch ich habe mit solchen angefangen. Die waren schon besser als so manch ein anderer Schrott, der auf dem Markt gehandelt wird. Wer jedoch deutlich mehr vorhat, sollte sich gut informieren und sein Geld dann deutlich sinnvoller einsetzen.
Im Endeffekt muss jeder für sich selbst entscheiden, was er genau mit einer Peitsche anstellen möchte. Und auch, wie viel Geld er investieren möchte in eine Peitsche. Wichtig ist dann zu wissen, wie solch eine Peitsche aufgebaut ist und ob sie dann den eigenen Preisvorstellungen und eigenen Einsatzgebieten entspricht.