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Missbrauch im Tantra und Sexological Bodywork

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*******lore
254 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
Missbrauch im Tantra und Sexological Bodywork
Hallo ihr lieben,

mich hat soeben dieser Artikel erreicht und ich möchte dazu auch etwas sagen.
https://taz.de/Sexualtherapeutinnen-ueber-Tantra-Szene/!5885320/

Zu Beginn ein paar Worte zu dem Artikel selbst.
Das ist meine ganz persönliche Meinung!
Meines erachtens ist er sehr reißerisch geschrieben und im großen und ganzen fehlen mir Kontexte. Das ist aber die Art des Autors und hat nichts mit dem Inhalt zu tun, der jetzt nunmal auf dem Tisch zu sein scheint. Leider erschient er mir auch sehr einseitig zu sein, aber dazu kommen wir später. Mir fehlt auch die positive Sicht auf diese Berufe. Laut dieser Darstellung sind wir alle Monster und esotherische Verbrecher. Das ist mir persönlich doch etwas zu dünn. Ich könnte hier auf die Feinheiten des Artikel viel tiefer eingehen, das würde jedoch tatsächlich zu weit gehen.

Es ist überhaupt keine Frage, dass sexueller Missbrauch eine absolute Katastrophe ist, den niemand erleiden darf! Wenn der Vorwurf auch unter Tantra-Masseuren oder Sexological Bodyworkern seinen Platz findet, dann bestürzt mich das nochmehr.
Es bestürzt mich, weil wir diejenigen sind, die Menschen helfen wieder in ihren Körper zu finden, ihre eigene Sexulität zu entdecken, über Grenzen aufklären und noch viel mehr leisten für eine gesunde Sexualität.
Nun ist es leider auch so, das wahrscheinlich einige schwarze Schafe unter uns sind. Das macht mich sehr traurig und auch sauer, wenn Scharlatane diese wichtigen Berufe zerstören wollen, die eh schon viele Jahre um ihren Platz in der Gesellschaft kämpfen. Jeder Bodyworker/in bekommt einen sehr großen Vertrauensvorschuss geschenkt. Das ist nicht verhandelbar und sollte mit Demut betrachtet werden. Denn ich bekomme die Erlaubnis mit jemandem zu arbeiten und auch an seinem oder ihrem Körper zu arbeiten.
In dieser Arbeit, ist also Grenzen zu achten ein ganz großes Thema und wahrscheinlich eins der wichtigsten.

Was ich leider generell erlebe, ist dass die meisten Menschen ihre Grenzen nicht kennen und es auch nicht als Problem ansehen, dass es so ist. Das ist ein Irrglaube im übrigen. Denn wir lassen zu das Menschen unsere Grenzen Missachten und wir achten sie auch selbst nicht. Genauso verhällt es sich mit der Kommunikation dazu. Doch das können wir lernen in Achtsamkeit, Trainings, Workshops zu genau diesen Themen. Meines Erachtens auch in Sexbod und Tantraseminaren, wo genau dieser Raum auch geöffnet wird und sehr aufmerksam drauf geachtet wird. Haltet inne wenn ihr unsicher seit und sprecht an wie ihr euch fühlt. Grenzen gehen uns alle was an und wir alle haben sie um sie schützen. Wenn ich lese, dass Frauen in eine starre fallen, während eines Trainings oder während einer Session... Wo ist die Person die das gesehen hat und was hat sie dagegen getan? Reicht es also einen Artikel zu verfassen um sich dann dazu zu äußern? (kleine Entrüstung am Rande)
Wir alle haben fast nicht gelernt mit Grenzen umzugehen und sie zu spüren. Dieser Artikel hat absolute Sprengkraft und wahrscheinlich möchten viele nicht drüber sprechen. Ich hingegen sehe ihn als Weckruf!

Ein Weckruf für Tantramasseure, Sexological Bodyworker, Bodyworker, Therapeuten, Coaches,etc. Zum einen zeigt er mir nochmal wie wichtig das Thema Grenzen ist und wie sehr wir noch daran arbeiten können und müssen, damit dieser wichtige Berufsstand professionell bleibt und Menschen sich sicher fühlen wenn sie zu uns kommen!

Und zum anderen zeigt er mir ebenso auf, wie wichtig es ist auf Qualitätzu achten. Es ist nicht in Ordnung das diese Arbeit verramscht wird und verhökert wird für schlechte Qualität und quasi unter dem Ladentisch für wenig Geld angeboten wird, aber dafür gibts was extra...
Mein Appell an alle Menschen die sich für eine Arbeit mit ihrem Körper interessieren und auch dafür entscheiden - Achtet auf Qualität, Umgebung, Ausbildungen und ja, auch auf den Preis. Es hat schon seinen Grund warum Tantramssagen, Sexbod,etc kostet, was es nunmal kostet. Seit es euch wert, auch das Geld in euch selbst zu investieren und sucht euch vertrauensvolle Coaches und Bodyworker aus, bei denen ihr auch ein wirklich gutes Gefühl habt! Grenzen, Bedürfnisse, Erwartungen, Einschränkungen, Ziele, Verantwortung, all das sind Themen die besprochen werden sollten in einer Session. Es geht dabei um euch, euren Körper und eure Seele!

Ich möchte auch kurz etwas zu der Ausbildung in der Schweiz sagen, da sie im Artikel erwähnt wird. Ich habe meine Ausbildung zum Sexological Bodyworkerin dort gemacht und kann mit abolut ruhigem Gewissen sagen, dass diese Ausbildung zu jedem Zeitpunkt Grenzen gewahrt hat. Ich habe meinen Ausbilder so erlebt, dass er eine ganz klare Haltung dazu hat und auch zur #Metoo Bewegung. ER hat uns dazu sensibilisiert daraauf zu achten und Traumasensibel zu arbeiten. In der Ausbildung setzt man sich automatisch mit seinem Inneren auseinander und macht Grenzerfahrungen. Allerdings im positiven. Es gibt eine rundum Betreuung für die gesamte Zeit und alle Prozesse finden in der Gruppe platz, mit sehr viel Respekt und Wohlwollen. Mich hat diese Arbeit zu tiefst berührt und deshlab gebe ich sie auch weiter. Das es erst seit dem letzten Jahr ethische Richtlinien gibt, ist nicht wahr. Da ich meine Ausbildung schon vor Jahren gemacht habe und es diese schon gab, weiß ich es sehr genau. Auch der Traumasensible Part wird sehr gut gelehrt und wir wurden gut ausgebildet in zu vielen Facetten, als das ich sie jetzt hier alle wieder geben könnte. Mein Fazit von der Ausbildung in Zürich ist ganz klar. Sie ist absolut Professionell!

Der ISB wird heute Abend eine Stellungname dazu abgeben und einen Livecall dazu starten. Selbstverständlich wird dazu von allen Verbänden ein Statement abgegeben.

Was ich mir wünsche ist, mehr Eigenverantwortung und viel mehr Sensibilisierung in der Gesellschaft für einander. Dafür müssen wir keine Coaches sein, damit das Thema Grenzen wichtig wird. Und dazu müsssen wir noch nichtmal im sexuellen Bereich arbeiten um das Thema anzugehen. An seiner Sexualität zu arbeiten ist meines Erachtens ein sehr wichtiger und auch befreiender Punkt in unserem Leben. Diese Arbeit sollte nicht für neue Panzer sorgen, sondern diese befreien. Ich halte es aber durchhaus für falsch jetzt mit der Arbeit aufzuhören oder sie einzuschränken. Lasst uns statt dessen in den Kontakt gehen und geziehlt zusammen arbeiten.

Wie kann man also sicher sein als Bodyworker und als Klient? (aus Sicht des Sexological Bodyworkers)
~ Erstgespräch telefonisch/Videocall
~ Coaching in den Räumen, Anliegen klären, Vorgehen klären
~ Coachingvertrag
~ Kommunikation über Grenzen, die Situation, Beklemmungen, etc. Es muss nichts erkämpft werden in der Session!
~ Hintergründe der intimen Berührung klären. Absichten klären. Beide Seiten dürfen nicht missbraucht werden! Es ist ebenso wenig in Ordnung, wenn der Klient den Bodyworker für sexuelle Berührungen nutzt! Gerne führe ich diese Sicht in einem anderen Artikel tiefer aus.
~ Wenn keine Kommunikation stattfindet, gibt es keine Berührung. (Auch das führe ich gerne noch weiter aus)

Das erstmal dazu. Ich könnte noch viel tiefer in alle Bereiche rein gehen. Jetzt ist erstmal gut.

Lieben Gruß
Fenja
Liebe Fenja,

danke für Dein energisches Plädoyer. Ich habe in der Vergangenheit ja bereits mit einer Sexualtherapeutin gearbeitet und hatte nie das Gefühl, dass meine Grenzen überschritten wurden.
Und ich bin neugierig auf die Arbeit mit einem /einer Sexological Bodyworker/in.
Wer natürlich glaubt, professionelle Therapie für'n Appel und 'n Ei zu bekommen, der/die muss damit rechnen, dass er / sie an einen Scharlatan gerät.
Als ich mir meine Sexualtherapeutin ausgesucht habe, habe ich mir ihren beruflichen Background und ihre Lebenserfahrung angeschaut.
Und mir war wichtig, dass sie offen und nicht dogmatisch war/ist, also z.B. auch intensive eigene Erfahrungen im Bereich des BDSM gemacht hat.
Zusätzlich zu den äußeren Rahmenbedingungen ist ein Erstgespräch wichtig. Als Klient sollte man das Gefühl haben, dass es eine grundsätzliche Sympathie zwischen Klient/in und Therapeut/in gibt. Und dass Therapeut/in empathisch ist und aus dem Erstgespräch ein gemeinsamer Weg erkennbar wird.
Ich habe meinem Bauchgefühl vertraut und es hat mich nicht getrügt. Wenn man sich im Erstgespräch nicht wohlfühlt, irgendetwas nicht rund ist oder sich anfühlt, sollte man sich eine/n andere/n Therapeuten/Therapeutin suchen.
Auch wenn das Gefühl mitten in der Therapie auftritt, sollte es die Möglichkeit eines klärenden Gesprächs geben. Und wenn das nicht zum Ergebnis führt, sollte man die Therapie lieber abbrechen, als auf Teufel komm raus weiterzuführen.
Das ist zumindest meine Erfahrung.
Mein erster Psychotherapeut hat mich damals buchstäblich rausgeschmissen, weil er es nicht halten konnte, dass ich ihn in einer Stunde sowohl gelobt/ ihm zugestimmt, als auch kritisiert habe.
Für mich brach damals eine Welt zusammen, heute bin ich froh darüber, bin daran gewachsen, habe mich entwickeln können und habe damals eine empathische Therapeutin und später auch die Sexualtherapeutin gefunden. Ein Therapieabbruch muss also nicht das Ende, sondern kann der Anfang von etwas Neuem sein.
Wichtig ist es für mich, mein Tun und meine Erfahrungen in Therapie(stunde)n zu reflektieren,
dann kann daraus auch etwas Gutes entstehen.
Ich würde dem Artikel nicht so viel Bedeutung beimessen. Er ist nur eine Momentaufnahme und die Erfahrung eines/einer Einzelnen.
Jeder hat die Möglichkeit und sollte es auch nutzen, eigene Erfahrungen zu machen und sich dann sein eigenes Bild zu machen.
*******s_bw Mann
6.216 Beiträge
Ich war bisher "nur" Klient, habe aber darüber öfter nachgedacht, auch vor meiner ersten Erfahrung. Ich finde Dein beschriebenes Anliegen sehr wichtig - aus beiden Perspektiven.

Vorab: Ich habe nur positive Erfahrungen gemacht.

Ich finde den Artikel, wie man es oft zu vielen Themen erleben muss, sehr reißerisch und extrem einseitig. Nur Menschen, die keine Erfahrung darin haben, können ihn annehmen und vielleicht eigene Vorbehalte bestätigt finden - ohne realen Bezug. Vorurteile eben.

Ich unterstreiche Deine Statements zu "Grenzen" und sehe hier als wichtig ein professionelles Auftreten, ohne die persönliche Begegnung zu beeinträchtigen. Das ist eine Kunst, die mit Offenheit und persönlicher Stärke gemeistert werden kann.

Weiter ist es erforderlich, dass der "Profi" sich vor einem Erstkontakt deutlich als solcher darstellt. Es kursieren in Köpfen und Foren die merkwürdigsten Fantasien, was bei einer Sitzung ablaufen kann. Diese werden bestärkt durch "MasseurInnen", die eben diese Dienstleistungen an der Grenze zur Prostitution anbieten.

Ich habe im Vorfeld beobachtet (Website, Kontaktaufnahme, ...) was das Gegenüber für einen Eindruck macht. Nicht nur das Persönliche sollte ja eine gewisse Basis haben. Ich setze hier auf ein gutes Maß an Menschenkenntnis, die mir schon oft geholfen hat. Der/die BodyworkerIn hat, wenn er/sie gut ist, diese Menschenkenntnis und Sensibilität für Zwischentöne, dass ich mir da keine großen Sorgen mache, dass skurrile Vorstellungen vorher bemerkt werden und abgebrochen werden kann. Dasselbe gilt für den Klienten.

Nochmal zum Artikel: Das ist für mich ein Beispiel für die unterste Schublade von "Journalismus".
*******Punk Frau
8.365 Beiträge
Schade, dass Missbrauch mit sexuellem Missbrauch gleichgesetzt wird.
*******sil Frau
6 Beiträge
Häh aber Missbrauch im sexuellem Bereich ist nun mal Missbrauch, da brauch man auch nichts schön reden, sexueller Missbrauch fängt bei mir schon an, wenn Tantra Gurus sich nicht bewusst sind das sie Traumen auslösen können und das dann nicht gescheit auffangen. Und dann den Traumatisierten einfach allein lassen damit, weil sie sich nicht verantwortlich fühlen oder kein Gespür und Erfahrung damit haben. Mega gefährlich ist das und ätzend, weil es nicht der "Guru" ausbaden muss, sondern der die Betroffene selbst. Deshalb find ich das Thema Missbrauch und eigentlich auch wie geh ich mit Trauma um im Tantra sehr wichtig und richtig. Auch das die Lehrer, sich oft selbst Anerkennung, Macht, Selbstwert, Ego polieren über ihre Rolle holen und kompensieren und es nicht verstehen, daß sie das tun ist auch nervig, vor allem, wenn sie es dann nicht mal zugeben können, wenn sie darauf angesprochen werden. Deshalb, danke für das Thema. Selbstreflektion und Supervision ist das A und O in solch einer Arbeit und sich eingestehen können und hinterfragen warum ich Lehrer sein will und was mir die Rolle als Lehrer und Guru gibt an Bedürfnissen. Liebe Grüße.
Zitat von *******sil:
...Missbrauch fängt bei mir schon an, wenn Tantra Gurus sich nicht bewusst sind das sie Traumen auslösen können und das dann nicht gescheit auffangen.
Das ein Tantraanbieter sich dessen nicht bewusst ist fällt mir sehr schwer zu glauben. Tantra bringt regelmäßig an Grenzen, darin liegt ja sein Potential. Und das ist jedes mal ein neues Risiko das ich eingehe.

Wenn so ein Seminar länger als ein Wochenende geht ist es üblich, das Teilnehmer hierzu eine Erklärung unterschreiben in der sie ihre psychische Stabilität erklären und den Anbieter von jeglicher Verantwortung "frei sprechen". Wäre ich Anbieter würde ich das auch zur Bedingung machen, weil ich das niemals leisten könnte zu verantworten.

Auch wenn Traumata als Thema in aller Munde sind, ist der Umgang damit in kassenärztlichen Möglichkeiten eher noch in den Kinderschuhen.

So gab es noch vor 12 Jahren Traumatherapien ausschließlich stationär in Kliniken (Auskunft der TKK damals), die bis zu mehreren Monaten dauerten, mit 24/7 Betreuung. Es ist noch nicht so lange her das anerkannte Psychologen sich da weiter bilden konnten und Traumatherapie stationär anbieten dürfen. Das Tantraanbieter da gescheit mithalten können sollen ist in meinem Erleben eine Vorstellung die nicht wirklich weiter hilft. Ein bisschen Auffangen hilft bei einer echten Retraumatisierung für den Betroffenen leider meist nur bis zur nächsten Tür, so traurig das ist.

Es ist wichtig dann auf irgend eine Art selbst aktiv zu werden (was gerade da eins der schwersten ist), und wenn es letzten Endes das Seelsorgetelefon ist, durch das ich Entscheidungs- und Kontaktmöglichkeiten aufgezeigt bekomme.

Von den kassenärtzlichen Möglichkeiten schrieb ich um den mangelnden offiziellen Entwicklungsstand aufzuzeigen.

Wer sich monatlich 80€ für eine selbstbezahlte Sitzung leisten kann, hat da klar mehr Möglichkeiten. Ich gebe gern Auskunft per Links.
*******Punk Frau
8.365 Beiträge
@*******sil

In der Überschrift des Artikeles steht etwas von enormes Potenziel für Missbrauch.

Da steht nichts von sexuellen Missbrauch. Ich habe z.b total viel emotionale Gewalt erlebt und zwar durch die Schulmedizin.
Profilbild
*****ing
130 Beiträge
Auch wenn Traumata als Thema in aller Munde sind, ist der Umgang damit in kassenärztlichen Möglichkeiten eher noch in den Kinderschuhen.
So gab es noch vor 12 Jahren Traumatherapien ausschließlich stationär in Kliniken (Auskunft der TKK damals), die bis zu mehreren Monaten dauerten, mit 24/7 Betreuung. Es ist noch nicht so lange her das anerkannte Psychologen sich da weiter bilden konnten und Traumatherapie stationär anbieten dürfen. Das Tantraanbieter da gescheit mithalten können sollen ist in meinem Erleben eine Vorstellung die nicht wirklich weiter hilft. Ein bisschen Auffangen hilft bei einer echten Retraumatisierung für den Betroffenen leider meist nur bis zur nächsten Tür, so traurig das ist.
Also, ich habe diese Gruppe hier grade entdeckt und hatte keine Ahnung, dass es sie gibt, aber sehr schön ..
zu dem Thema: Ich bin selber Tantramasseurin und Sexological Bodyworker seit 2016, auch durch die Scheizer Schule ausgebildet. Es hat sehr große Wellen geschlagen unter den Kollegen und leider muss man feststellen, das die Presse sehr gewieft arbeitet ...
Ich habe nie selber erlebt oder beobachtet, das bei mir oder einer Kollegin/einem Kollegen eine Grenzverletzung stattfand.
TizianFox, was Du über Psychologie/Psychotherapie und den Umgang mit Trauma schreibst, hatte ich fast vergessen.
Auf Grund meiner Coachingtätigkeit habe ich dann beschlossen die Somatic Experiencing Ausbildung nach Peter Levine (Schocktrauma) und die NARM Ausbildung nach Laurence Heller (Entwicklungstraumen) zu machen.
Ich kann heute sagen, das es meine Sicht auf viele Dinge total verändert hat und ich dadurch oft wie unter die Oberfläche schauen kann und sehe was da wirklich ist so ganz allgemein. Einzelne Zusammenhänge sind sehr individuell und werden dann im Coaching speziell erarbeitet. Und eigentlich bräuchte die ganze Gesellschaft (vor allem Ärzte, medizinisches und pädagogisches Personal, welches am Menschen arbeitet - nicht nur die Tantramasseurinnen oder Sexological Bodyworker - dieses Basiswissen, weil wie schnell ist es passiert, dass wir durch das was wir sagen oder machen, einen anderen Menschen antriggern ohne das wir das im Entferntesten ahnen. Es kommt verkürzt gesagt immer drauf an auf welchen Boden der Same fällt.
Zitat von *****ing:
Auf Grund meiner Coachingtätigkeit habe ich dann beschlossen die Somatic Experiencing Ausbildung nach Peter Levine (Schocktrauma) und die NARM Ausbildung nach Laurence Heller (Entwicklungstraumen) zu machen.
Genau mit den beiden Möglichkeiten habe ich bei mir die besten Erfahrungen gemacht, klar, nicht selbst sondern mit Unterstützung von Menschen, die darin geschult sind. Selbst kann das vermutlich nicht funktionieren.
********1_nw Frau
12 Beiträge
Puh...... Dieser Tread katapultiert etwas in mir hoch, was ich sehr gerne in den Tiefen meines Nirwana belassen hätte 😕
Ich habe mich vor einigen Jahren mal dazu entschlossen, eine professionelle Yonimassage in Anspruch zu nehmen, die einfach nur innerliche zutiefst verletzend war.
Ich habe mir extra eine Frau ausgesucht, zu der ein vertrauensvoller netter Mailkontakt aufgenommen werden konnte.
Ich hatte gehofft, dort in eine Begegnung zu mir selbst zu kommen, da mein Mann und ich ja völlig neu in diesem Thema waren.
Ich habe sehr viel aus dieser Begegnung aus meiner Erinnerung gelöscht, deshalb kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, ob mir kurz vorher, oder erst bei der Begegnung selber dann gesagt wurde, dass sie die Massage nicht geben konnte an dem Abend, da sie noch stillen musste.....
Ich würde also an ihren Mann verwiesen, was mir überhaupt nicht recht war, aber ich solle bitte keine Scheu haben, er würde das noch viel besser können als sie.
Innerlich schrie alles in mir Nein, aber eben nur innerlich..... Nach einer Stunde, war der Mann dann fertig mit den Worten,:"so, ich habe mich wirklich abgearbeitet, jetzt ist die Zeit vorbei...."
Tja....... Ein Erlebnis, was ich nie wieder haben möchte.......
Aber ich habe zu diesem Erlebnis sehr viel beigetragen, indem ich nicht nein gesagt habe......
Indem ich nichts gefragt wurde und indem ich mich weder spüren noch äußern konnte......
Und wenn man so neu auf einem Gebiet ist, weiß man leider überhaupt nicht, worauf man zu achten hat....
Allerdings hat es meine Scham zusätzlich verstärkt, denn darüber gesprochen habe ich noch nie.......
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*******lore
254 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
@******a71
Liebe Katinka, ich danke dir sehr für deine offenen Worte und dein Vertrauen welches du und hier schenkst! Ich bin zutiefst berührt, geschockt und so vieles mehr. Ich kann gar nicht sagen wie furchtbar ich das finde. Es tut mir sehr leid, dass dir so etwas widerfahren ist. Da haben wir auch wieder das Thema der Seriösität von Bodyworkern, die ich sehr oft in Frage stelle. Die nächste Frage ist leider auch, warum hast du nicht abgelehnt? Ich weiß, das diese Frage sehr schwer ist und du wahrscheinlich selbst keine Antwort darauf hast. Ich kenne solche Situationen sehr gut aus meiner Vergangenheit und auch da gab es keine Antwort. Nur ein klarer Weg, wie ich nicht mehr Leben möchte und wie ich Leben möchte. Ich finde es sehr stark, dass du den Weg zum austauschen hier wählst. Wenn du noch Fragen dazu hast, schreib mich auch gerne per PN an. *g*
********1_nw Frau
12 Beiträge
Ja, ich frage mich das heute noch.... Ich kann so typisch Skorpion sein, kann so anders sein, aber ein klares nein traue ich mich in den Situationen einfach nicht.... Warum?
Warum?
Aus Scham? Aus Angst? Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beidem.
Zumindest bin ich sehr froh um diese Gruppe, denn sie zeigt mir, daß ich nicht sagen muss:"Ich werd's überleben"...... Nee.... Eigentlich sehr und lese ich hier sehr klar die Möglichkeit, aktiv etwas für meine Heilung, für mein Wachsen tun zu können 😁😁😁😁😁😁
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*******lore
254 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
@******a71
Oh liebe Katinka, danke für deine Worte!
Das warum ist oft eine große Frage, dessen Antwort womöglich nicht kommt. Es kann auch ein angepasstes Kind in dir gewesen sein, was einfach überfordert war mit der Situation. Es kann so vieles sein, was wir hier per Nachricht nicht ergründen können. Wir haben alle unsere eigenen Mechanismen und Muster, die manchmal nicht logisch sind. Die Frage ist vielleicht eher was es dir gezeigt hat, oder was du daraus mitgenommen hast. Das Leben stellt uns vor sehr viele Prüfungen und das kann eine davon gewesen sein. Mit einer aktiven Fragehaltung zb wozu war das gut, oder was habe ich mitgenommen, kommst du in eine Handlungsfähigkeit und in eine Beobachtung. Wir können immer etwas tun um zu wachsen und auch um zu heilen. Wenn wir nicht mehr gegen Schatten ankämpfen, fällt das Heilen auch leichter und Frieden kehrt ein. *knuddel*
Ich persönlich entscheide, wohin ich hingehe. Fühle ich mich bei einer Frau besser aufgehoben, geh ich da hin. Gefällt es mir, zu einem Mann zu gehen,dann ist das mein Weg.
Wenn Berührungen statt finden ist das kein Übergriff. Ich habe mich darauf vorbereitet und lass dies zu.
Sollte es eine Situation geben, die nicht passend wäre, würde ich es direkt sagen.
Wir sind Erwachsene und frei im unseren Entscheidungen.
Ein JA ist ein JA.
Ein NEIN ist ein NEIN.
*******Punk Frau
8.365 Beiträge
Mit einer dissoziativen Störung bin ich nicht frei in meinen Entscheidungen.
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*******lore
254 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
@******kel
Hallo Spektakel, an dieser Stelle möchte ich sehr sehr gerne etwas sagen. Ich denke, dass deine Antwort (ohen dich angreifen zu wollen!) sehr einfach ist und auch in einer Traumvorstellung von Zusammenleben Platz findet, aber nicht in der Realität.
Meistens kann Ja ein Ja sein und Nein ein Nein.
Die Grenzen verschwimmen jedoch sehr und das kann schnell passieren, ja sogar flüchtig. Und plötzlich ist es eben nicht mehr klar und definiert.
Wir brauchen gar nicht in den Raum von Körperarbeit schauen, gehen wir nur mal in den Alltag. Wie schnell dort die Grenzen verschwimmen, ist wirklich unglaublich. Und im Raum von Körperarbeit, Massagen, ähnlichem geht es noch schneller.
Ich freue mich sehr, wenn du noch nie in einer solchen Situation warst! Vorstellen kann ich es mir allerdings nicht, wenn ich ganz ehrlich bin. Gar nicht mal mit böser Absicht, sondern einfach weil die meisten Menschen keinen Konsens gelernt haben.

Lass uns sehr gerne hier im Austausch bleiben. Ich finde es wikrlich sehr interessant!
Die Antwort ist nicht einfach, eher klar.
Bin eher pragmatisch und setzt mich mit Dingen auseinander.
Ich habe Selbstverteidigungskurse für Frauen mit geleitet. Da lernt man JA und NEIN.
Zusätzlich nehm ich viele Massagetermine wahr. Im Gespräch, während der Massage gibt's ab und an Veränderungen der Massage =====>>>> Yonimassage. Dies wird kommuniziert.
Demnächst werde ich ein Tantrakurs besuchen. Ich weiss was mich erwarten könnte. Rahmen werden abgesteckt.

Jetzt kommt wir wieder zu der Abgrenzung mit :

JA UND NEIN.

Gut das ich rational denke.
Einfach bestimmt nicht. Dies verbiete ich mir als Führungskraft. Danke.
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