„Je kompakter je besser, um auch Ziele im urbanen Raum (Italienische Kleinstadt) oder im Wald/Piste
zu erreichen. [...] 7,5t bei 6,5m Länge, 2,55m Breite und 3,55m Höhe.
Genau so ist es!
Wir liegen bei 6,3m Länge, 2,20m Breite und 3,2m Höhe. Reisefertig mit 400 Liter Wasser, 220 Liter Diesel und 15kWh Strom bei 6,5 Tonnen.
Und ehrlich gesagt ist das tatsächlich schon sehr einschränkend. Nicht auf Island. Nicht in der Wüste. Aber auf alten Armeestraßen in den Alpen, im Wald, auf Brücken, in den Pyrenäen oder den Picos de Europa, Unterführungen und Tunneln... sogar auf Supermarkt Parkplätzen... Es gibt einfach viele Orte an die wir so schon jetzt nicht mehr kommen, die mit kleineren und leichteren Autos easy möglich waren. Es gibt sehr viele Tracks die wir so nicht mehr fahren können, weil sie sonst eben nur von kleinen Geländewagen gefahren werden.
Und dem Vernehmen nach ist das in vielen Bereichen südlich der Sahara, im Land Cruiser Revier ebenfalls der Fall. Man hört immer wieder Geschichten wie die Flanken der Reifen dran glauben müssen, wenn der Track eben doch nicht breit genug ist, und spitze Steine oder Wurzeln am Rand liegen. Und von den Brücken fange ich gar nicht erst an.
„Bleiben noch der Iveco Daily und der Mercedes Atego.
[...]
Meine aktuelle Tendenz geht zum Atego 1023 als Fahrgestell.
Jetzt liegt die Entscheidung ob Alu oder GFK Kabine. Gewichts technisch sind beide annähernd identisch.
Ja. Ich war auch bei Iveco, aber ich fand den im Vergleich zu Mercedes und MAN einfach viel zu teuer. Insbesondere wenn man den etwas fragwürdigen Ruf in Betracht zieht. Aber zumindest scheint das Problem mit dem Verteilergetriebe halbwegs im Griff zu sein. Eine Alu Kabine käme mir auch nicht ins Haus...
„Allerdings ist das Thema Kondenswasser, was außen anfriert nach meiner Kenntnis nicht zu unterschätzen.
Wir waren mit unserem Kastenwagen letzten Winter in der Arktis (Insgesamt 2 1/2 Monate Skandinavien), und hatten innen so gut wie kein Kondenswasser. 4kW Heizung 24/7, gute Isolierung, Dachlüfter, deutsche Lüftungsgewohnheiten und Gasfreies Kochen lösen da viele Probleme.
Außen am Auto kann in kalten Regionen außerdem kein Wasser kondensieren. Das passiert nur, wenn warme, feuchte Luft auf einen kalten Gegenstand trifft. Der Mechanismus ist, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann. Also eine relative Luftfeuchtigkeit von 50%, ist absolut gesehen, bei 0° Lufttemperatur sehr viel weniger Wasser als bei 40°.
Kondensation tritt also nur auf, wenn warme und feuchte Luft an einem kalten Gegenstand abkühlt, und dann das Wasser einfach "ausfällt", also die relative Luftfeuchtigkeit die 100% überschreitet. Bei so gut wie jeder Wettersituation in der es im Auto wärmer ist als draußen kann also nur im Auto Kondensation auftreten.
Wenn man aber nun die Luft regelmäßig tauscht, kann man sehr effektiv die warme Innenluft mit einer (absolut gesehen) höheren Luftfeuchtigkeit gegen sehr viel trockenere Außenluft tauschen, und so die Kondensation ganz gut in den Griff bekommen.
Zitat von **********fft66:
„also wenn das gewicht durch den alten 3 er eingeschränkt wird ..
[...]
weil ob du gelogene 7,5 tonnen im sand versenkst ...oder 9,5 macht dann echt keine unterschiede !
Im Sand ist das vermutlich richtig. Aber überall sonst? Alles über 7,5 Tonnen verkompliziert Dinge echt. Sowas wie Parken in Wohngebieten und geschlossenen Ortschaften, die LKW Maut, die 5 Jährigen Führerscheinverlängerungen, die ärztlichen Untersuchungen, die Überholverbote, die Durchfahrten in Ortschaften, bei Brücken... Je kleiner und leichter desto besser!
Am Ende ist das halt alles ein Kompromiss, der zu den eigenen Reisegewohnheiten, Reisezielen und Komfortbedürfnissen passen muss.