Ein selbstgemachtes Zaumzeug & HowTo
Ein selbstgemachtes Zaumzeug & HowToIn Bezug auf den Beitrag "Ein selbstgemachter Lederharness" Ponygirls: Ein selbstgemachter Lederharness ( & HowTos in loser Folge) hier eine Anleitung für ein passendes Zaumzeug/Kopfgeschirr. Werkzeuge, Materialien & Techniken sind die gleichen, daher wird der Beitrag sehr viel kürzer :). Auf dem ersten Bild unten ("Grundaufbau") sieht man die Einzelteile (große grüne Buchstaben) und einige Details (rote Kleinbuchstaben) die man beachten sollte.
Das Stirnband ergibt sich aus A, das ist der vordere breite Stirnriemen (35mm Breite) und den beiden schmaleren Riemen am Hinterkopf(B, 25mm). Die drei Teile werden mit 40mm Ringen verbunden (beim Körperharness waren es 50mm Ringe..). Wichtig hierbei ist, das A lang genug ist, das die Seitenringe (a) wirklich nah oberhalb & kurz vor den Ohren liegen und das der Punkt (d) nicht zu tief kommt. (b) ist noch nennenswertes Detail: Der kleine Zierriemen auf dem Stirnriemen, - hier sind die Schraubenköpfe aus Komfortgründen ausnahmsweise außen. Am besten trägt man das Stirnband (A+B) mal für eine Zeit und schaut ob es passt: Es rutscht nicht nach unten und drückt nirgendwo. Wenn man danach anfängt das Stirnband zu suchen und nirgendwo "findet", - das wäre der Idealzustand
Alle nachfolgenden Riemen sind noch etwas schmaler: 20mm. Als nächstes misst man die Kopfriemen C. Einer verläuft seitlich oberhalb des Kopfes von Ohr zu Ohr, der andere nach hinten verhindert das "Abrutschen" des Punktes d nach unten. Die Kinnriemen D kommen als nächstes. Wie zu sehen sind die überkreuz gestaltet und werden mit dem Riemen F verschnallt. Auch hier sind die Schnallen beidseitig symmetrisch und abschließbar. Entscheidend ist hier, das diese Schnallen seitlich am Hals sitzen (c), - so kann man die über Karabinerhaken auch als Leinenaufnahme links/rechts benutzen. Die bequeme Richtgebungsvariante sozusagen
Um die Länge von E zu bestimmen zieht man das Zaumzeug an und misst einfach ab. Achtung: E und F sind nicht miteinander verbunden. F verläuft hier nur in der unteren Schlaufe von E.
Zu den schwarzen "Lauschern" (e) gibt es nicht viel zu sagen. Die sind sehr individuell. :). Die Grundform ist ein recht- und spitzwinkliges Dreieck, wobei die Hypotenuse kurvig
geschnitten wird. Sie werden in der Mitte gefaltet und direkt hinter den "Ohr"-Ringen angeschraubt,- hier muss man durch drei Lederschichten und braucht daher etwas längere Schrauben/Hülsen.
Bis hierhin haben wir eigentlich schon ein einfaches und wirksames Zaumzeug. Aber ein paar Details fehlen ja noch: Trense und Kopfschmuck! Schauen wir mal auf das zweite Bild ("Details"):
Trensen (d) und (e)
Ich habe zwei verschiedene Varianten gemacht. Eine Gummivariante (d), "Internetstandard" und eine gebogene ungebrochene Stahltrense für Ponies (e), in diesem Fall 85mm Maulbreite. Bei der Gummivariante habe ich die Originalriemen entfernt und durch eigene Riemen ersetzt(a und b). Auch hier wieder das "Zweischnallenprinzip". Neben der besseren Optik hat das auch den Vorteil das (b) insgesamt nur einmal gemacht werden muss. Andere Trensenarten haben jeweils nur unterschiedliche (a)-Längen wie es hier auch der Fall ist. Die Stahltrense (e) z.B. hat seitlich sehr große "D"-Ringe, so daß der Riemen (a) hier natürlich kürzer ausfällt. Die Trensen sind nicht mit dem Zaumzeug verbunden. Für einen besseren Halt gibt es daher die...
...Schlaufe (c)
Diese Schlaufe wird in die beiden Kinnriemen geschoben und verläuft um den Hinterkopf. Sie verhindert einerseits, das die Kinnriemen nach vorne rutschen können und bieten einen Auflagepunkt für die Trensenriemen (a): Dafür werden die innen (also zwischen Kinnriemen und Haut) durchgeführt und zwar oberhalb der Schlaufe (c) (Diese sitzt also eher tiefer als höher am Ohr).
Schmuck! (f) - Straussenfedern natürlich. Die gibts in unzähligen Farben und können einfach zwischen dem Stirn- und dem Zierriemen eingesteckt werden.
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LG Pony Gwyn





