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Beziehungsarbeit im Polykül

******air Frau
6 Beiträge
Themenersteller 
Beziehungsarbeit im Polykül
Hallo ihr Lieben, ich möchte kurz meine Situation skizzieren und freue mich über Erfahrungsaustausch, gern auch Tipps: Mein Mann und ich befinden uns, aus einer für mich tollen, offenen Ehe kommend, nun in einem polyamoren Setting. Er hatte sich verliebt.
Ich habe mich darauf eingelassen, weil ich die Idee grundsätzlich gut finde und auch Lust habe, das zu leben. Wir kennen uns alle ganz gut und sind freundschaftlich locker verbunden. Aber...
Meine Vorstellungen von einem polyamoren Setting sind etwas unterschiedlich zu denen meines Mannes und seiner Freundin. Mit den 'Problemen', die mein Mann und ich haben, möchte seine Freundin nichts zu tun haben, obwohl die Thematik uns alle betrifft. Sie hätte keine Zeit und wolle einfach die schöne Zeit mit ihm geniessen. Dazu kommt, dass sie monogam ist und meinem Mann kürzlich gesagt hat, dass sie sich auch mal eine 'normale' Beziehung wünschen würde.
Ich aber wünsche mir dringend Austausch und Beziehungsarbeit, ich brauche Gespräche und Offenheit für alle Themen, alles hängt meiner Meinung nach zusammen. Auch wenn es mal etwas unbequem wird. Ich möchte mich der Aufgabe stellen. Und etwas entwickeln. Die beiden wollen aber lieber ihre Ruhe haben, eine gute Zeit verbringen und sich nicht damit auseinandersetzen. Ich möchte niemanden überfordern, verspüre aber das dringende Bedürfnis, zu reden. Ich habe das Gefühl, ich bin für die Beziehungsarbeit allein zuständig und die beiden ruhen sich darauf aus und finden mich sogar noch doof für mein Engagement. Sie führen meiner Meinung nach eine sehr mono-geprägte Beziehung, wollen ihre Komfortzone nicht verlassen. Mein Mann und ich haben auch noch nicht viel Erfahrung mit polyamoren Settings, deshalb halte ich es für noch wichtiger, sich mit Themen wie z.B. patriarchalen Beziehungsstrukturen auseinanderzusetzen. Was nun?
*****_73 Frau
473 Beiträge
Ja.. das hört sich immer alles so traumhaft leicht an. 😄
Da war guter Rat teuer..
ich glaube, du kannst die neue Partnerin nicht unbedingt in die Pflicht nehmen, auch wenn du das gern tätest, höchstens deinen Mann. Schmollen und Vorwürfe und Ultimaten würde ich versuchen konstruktiv zu formulieren.
Ich kann verstehen, dass du dich total unwohl und irgendwie hängen gelassen fühlst, formuliere das ruhig so. Das Gefühl ist aber durchaus normal. Du musst nicht für drei denken und fühlen.
Such dir einen schönen Ausgleich und Ablenkung, wenn die beiden auf der Piste sind, genieße deine Zeit mal solo und mach es dir schön. ❤️
****ice Mann
1.137 Beiträge
Vorab bei Bedarf: *knuddel*

Liebe TE,

du kannst die Menschen nicht dazu zwingen irgend etwas zu tun oder zu unterlassen. Das einzige was du entscheiden musst, ist wie weit du das alles mittragen kannst und magst.
Hast du beste Freunde oder Freundinnen mit denen du zumindest das Thema besprechen kannst?

Ich bin zwar ein Freund von offener und sachlicher Kommunikation aber nicht von BeziehungsARBEIT. Man kann nicht hoffen alles durch reden zu lösen. Das fängt schon damit an, das es recht schwer ist zutreffende Formulierungen für Empfindungen und Gefühlszustände zu finden.
In Beziehungen geht es letzten Endes darum, eine möglichst angenehme gemeinsame Zeit zu verbringen. Da mag es zwar vernünftig erscheinen alles zu bereden aber der Schritt alles zu zerreden ist leider nicht weit entfernt.
Das traurige an der Sachlage ist, dass derjenige, dem es nicht gut geht, so wie es ist, leicht der Buhmann ist und oft weder wirklich verstanden wird, noch wirklich gehört wird.
Offene Beziehungen und Polyküle haben in den seltensten Fällen eine ausgewogene Chancengleichheit - einer ist meist in einer benachteiligten Situation.

Sollte ich in dieser Position sein, versuche ich mich daran zu erinnern, dass der Mensch, den ich behaupte zu lieben, eine gute Zeit hat. Dafür sollte ich mich freuen können ohne denen ihre Gegenwart und Zukunft zu zerreden. Soweit die Theorie - in der Praxis ist das oft nicht so einfach. Als erster Schritt bespreche ich das mit Freunden, die es hoffentlich verstehen (was bei Polyproblematiken nicht selbstverständlich ist), es zu besprechen. Damit schließe ich erst einmal aus, dass ich mich selbst in irgend etwas hineinsteigere, unfair und ungerecht oder überzogen reagiere und damit letzten Endes mich früher oder später selbst aus dem Leben des geliebten Menschen katapultiere.
Das bedeutet aber nicht, dass ich mir alles gefallen lasse und mich nur auf eine praktische Lebensbegleitung reduzieren lasse.

Ich wünsche dir viel Kraft, Besonnenheit und innere Ruhe und Klarheit. Sehe unbedingt von Drohungen ab aber ziehe deine Grenzen.
*****oir Frau
160 Beiträge
Puh, ich weiß auch nicht ob ich mich mit patriarchalen Beziehungsstrukturen auseinander setzen wollen würde, wenn ich frisch verliebt bin…😅

Ich frage mich (rhetorisch als Denkanstöße für dich gedacht 💚): Was sind deine Motive? Was liegt dir gerade auf dem Herzen, was es zu klären gibt? Welches Bedürfnis ist nicht erfüllt? Welche potentiellen Ängste/Erwartungen gibt es von Deiner Seite?

Und: Muss das alles jetzt geklärt werden? Vielleicht ist es sinnvoller die NRE erstmal abklingen zu lassen und dann zu schauen, was es an Beziehungsarbeit gibt?
.
*******icht Mann
3.946 Beiträge
Das, was du beschreibst, liest sich für mich wie ein verwickeltes Wollknäuel, das danach ruft, entwickelt zu werden, damit daraus ein roter Faden der Klarheit entsteht.

Eine Beziehung beruht auf Gegenseitigkeit und bedarf der Beziehungsfähigkeit. Ein Projekt beruht auf einem gemeinsamen Vorhaben und bedarf der Teamfähigkeit. Ein Projekt kann aus beidem bestehen, ist dann aber trotzdem ein Projekt und keine Beziehung mehr.

Für mich gibt es keine Beziehungsarbeit, weil die sichtbare Erscheinungsform die Wirkung einer Ursache und damit die Wechselwirkung ist. An der Wechselwirkung kann niemand arbeiten. An der Ursache schon, was für mich jedoch mit Persönlichkeitsentwicklung und nicht mit Beziehungs- oder Projektarbeit zu tun hat.
*******enig Mann
17.613 Beiträge
Liebe @******air ,

Bei mir leuchten gerade diverse Warnlampen: die ganze "wir sind mono und machen unser Ding und du lass uns bloß in Ruhe und später können wir vielleicht sowieso eine normale Beziehung führen und auf Diskussionen haben wir keinen Bock"-Nummer hört sich für mich wie eine einzige große rote Flagge an. So ziemlich 2 zu 1 und momentan darfst du noch mitspielen, aber später wäre man doch lieber allein.

Ich hoffe wirklich sehr, dass ich mich irre!
*****n80 Mann
331 Beiträge
Ich sehe zwei Ebenen des Problems:
1. Will die Meta nicht über die Probleme deines Mannes mit dir sprechen. Ich kann verstehen, dass sie sich da raushalten will. Klär eute Beziehungsprobleme mit deinem Mann.
2. Die Meta scheint oberflächlich zu sein. Mir sind Leute unsympathisch, die nur eine schöne Zeig haben wollen. Schettinos eben, die noch damit angeben. Aber auf die Wahl der Partnerin deines Mannes hast du keinen Einfluss. Du kannst höchstens entscheiden, ob du in dem Setting, wie du es sagst mitmachen willst. Willst du das?
******ore Frau
4.952 Beiträge
Ganz schlicht:
Poly geht nur mit Polys.

Für mich sieht das nach feindlicher Übernahme aus und hat nichts mit Poly zu tun.
Ich habe das schon erlebt und fand das sehr schmerzhaft.
.
*******icht Mann
3.946 Beiträge
Zitat von ******ore:
Für mich sieht das nach feindlicher Übernahme aus und hat nichts mit Poly zu tun.
Ich habe das schon erlebt und fand das sehr schmerzhaft.

Hier scheint ein Missverständnis vorzuliegen. Im polyamoren Beziehungskontext kann es keine feindliche Übernahme geben, weil es nicht um Besitz und Verlust geht und es deshalb auch nicht schmerzhaft sein kann. Das liest sich für mich nach einer strukturell mononormativen offenen Beziehung unter dem Deckmantel von Polyamorie mit Besitzdenken und emotionaler Abhängigkeit über Bindung.

In der Polyamorie geht es für mich um Liebe und nicht um Verpflichtung. Es geht um emotionale Autonomie und nicht um Bindung, die dann über die Entbindung schmerzhaft sein kann, wenn jemand entweder freiwillig oder über eine „feindliche Übernahme“ einen verlässt. Bei mir darf jeder freiwillig gehen, wenn er will. Ich lasse ihn in Liebe, Frieden und Dankbarkeit für die gemeinsam erlebte Zeit gehen. Dass mich das für eine kurze Zeit traurig macht, möchte ich nicht abstreiten. Trauer ist für mich ein tiefer Bewusstseinszustand, um die Veränderung im Leben anzunehmen. Schmerz habe ich bei der Trennung bisher noch nicht empfunden.
******ore Frau
4.952 Beiträge
Ich habe auch nicht zwei Partner verloren, sondern 2 Beziehungen. Das hat mit Besitz nichts zu tun.
Und wenn jemand zum Polykül dazu kommt, ist es ein großer Unterschied, ob er die bereits bestehende Beziehung anerkennt, ignoriert, oder torpediert.
Ich bin in voller Mitfreude, wenn ein Partner eine neue Verbindung eingeht. Aber ich trauere, wenn mein Partner, oder dessen neue Partnerin dafür sorgen, dass ich nicht mehr gewollt bin und meine Beziehung verloren geht.
Das, was du @*******icht beschreibst, würde ich als Unverbindlichkeit einordnen. Für dich steht der Gedanke an Freiheit vorne an.
Beides ist total legitim, wenn es einvernehmlich ist.
Ist es das nicht, ist es in meinem Erleben keine Polyamorie.
Vielleicht eher Beziehungsanarchie .
Das soll jetzt keine Grundsatzdiskussion auslösen, sondern nur die Unterschiede zwischen uns beleuchten.
Film, Leinwand und Projektor können sehr unterschiedliche Sichtweisen sichtbar machen,.
.
*******icht Mann
3.946 Beiträge
Wenn Polyamorie ein alternatives Beziehungsmodell für diejenigen sein soll, die sich auf der Grundlage ihrer Liebe auf Menschen in tiefer Verbundenheit einlassen wollen, muss es auch einen erkennbaren strukturellen Unterschied zu einer offenen Beziehung geben, die weiterhin auf mononormativen Grundannahmen basiert.

Sonst ist Polyamorie lediglich ein Label für Beziehungsvielfalt.
******ore Frau
4.952 Beiträge
Ja, bestimmt, aber für mich ist der Grad der Verbindlichkeit ausschlaggebend.
Weiter in die Grundsätze von Poly und BA werde ich nicht einsteigen.
Viel mehr interessiert mich, ob du, @******air die für dich hilfreichen Antworten bekommen hast.
*******er66 Mann
3.619 Beiträge
Ich sehe das ähnlich wie @*******enig und @******ore

Ich habe seit knapp 13 Jahren eine Freundin die aber noch einen weiteren Partner hat der auch ihr Nestpartner ist. Ich hatte hin und wieder zwischendurch auch noch eine weitere Freundin. Da war aber immer klar kommuniziert, dass die Beziehung zu meiner "ersten" Freundin nie zur Disposition steht. Ein paar mal kam dann die "Zweitfreundin" mit "mono wäre mir doch lieber, ich würde dich lieber für mich alleine haben". Das war für mich dann ein klares NoGo.

Was @*******icht schreibt ist zwar in der Theorie schön zu lesen, in der Praxis funktoniert das aber leider nicht so einfach weil wir alle Menschen mit unseren Baustellen, Verletzungen aus der Vergangenheit und Emotionen sind.
********reue Paar
4.422 Beiträge
Ich würde sogar noch weiter gehen, es muss auch nicht funktionieren.

Warum sollte ich eine gute Beziehung einfach so aufgeben, nur weil mein langjähriger Partner gerade die Welt etwas anderes sieht?

Wir alle sind Menschen, eben nicht immer rational und alles, was mit Emotionen und Hormonen zusammenhängt, ist nicht immer für jeden in jeder Lebenslage gleichlautend.
*****izu Frau
745 Beiträge
Zitat von ******air:
Beziehungsarbeit im Polykül
Hallo ihr Lieben, ich möchte kurz meine Situation skizzieren und freue mich über Erfahrungsaustausch, gern auch Tipps: Mein Mann und ich befinden uns, aus einer für mich tollen, offenen Ehe kommend, nun in einem polyamoren Setting. Er hatte sich verliebt.
Ich habe mich darauf eingelassen, weil ich die Idee grundsätzlich gut finde und auch Lust habe, das zu leben. Wir kennen uns alle ganz gut und sind freundschaftlich locker verbunden. Aber...
Meine Vorstellungen von einem polyamoren Setting sind etwas unterschiedlich zu denen meines Mannes und seiner Freundin. Mit den 'Problemen', die mein Mann und ich haben, möchte seine Freundin nichts zu tun haben, obwohl die Thematik uns alle betrifft. Sie hätte keine Zeit und wolle einfach die schöne Zeit mit ihm geniessen. Dazu kommt, dass sie monogam ist und meinem Mann kürzlich gesagt hat, dass sie sich auch mal eine 'normale' Beziehung wünschen würde.
Ich aber wünsche mir dringend Austausch und Beziehungsarbeit, ich brauche Gespräche und Offenheit für alle Themen, alles hängt meiner Meinung nach zusammen. Auch wenn es mal etwas unbequem wird. Ich möchte mich der Aufgabe stellen. Und etwas entwickeln. Die beiden wollen aber lieber ihre Ruhe haben, eine gute Zeit verbringen und sich nicht damit auseinandersetzen. Ich möchte niemanden überfordern, verspüre aber das dringende Bedürfnis, zu reden. Ich habe das Gefühl, ich bin für die Beziehungsarbeit allein zuständig und die beiden ruhen sich darauf aus und finden mich sogar noch doof für mein Engagement. Sie führen meiner Meinung nach eine sehr mono-geprägte Beziehung, wollen ihre Komfortzone nicht verlassen. Mein Mann und ich haben auch noch nicht viel Erfahrung mit polyamoren Settings, deshalb halte ich es für noch wichtiger, sich mit Themen wie z.B. patriarchalen Beziehungsstrukturen auseinanderzusetzen. Was nun?


Ich kann deinen Frust grundsätzlich gut verstehen aber die metamour ist auch aus meiner Sicht nicht diejenige, die hier die Wogen glätten muss. Ich habe auch keinen Kontakt zu den metamours meiner Partnys. Den brauche ich auch nicht um eine für mich erfüllende Beziehung zu meinen Partnys zu führen. Wenn ich unsicher bin oder Probleme oder Ängste entwickel, dann entwickele ich sie weil in meiner Verbindung zum jeweiligen Partner gerade etwas schief liegt und nicht weil da noch irgendwo ne andere Person rumschwirrt. Ja, die kann der Auslöser sein, nein, sie ist nicht die Lösung.

Wenn ich unsicher bin, möchte ich, dass mein Partner mir Sicherheit gibt. Dafür müssen wir beide reden und entsprechend gemeinsame Mittel und Wege finden wie trotz NRE unsere Beziehung trotzdem nicht zu kurz kommt.
Gerade wenn neue Personen dazu kommen, kann da schon die ein oder andere Angst aufkommen, mit der man nicht gerechnet hat. So kann auf einmal Neid oder Eifersucht aufkeimen, obwohl man eigentlich nicht dazu neigt. Persönlich bin ich da immer über reden und über Zeit rausgekommen. Ich musste mich immer erstmal daran gewöhnen, dass da nun jemand neues mit dabei ist, bevor ich wirklich wieder ruhig und entspannt war, wenn neue treffen anstanden. Das kann auch ein paar Monate dauern. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und meine Partnys mussten mir auch erstmal zeigen und nicht nur sagen, dass trotz neuen Menschen unsere Beziehung stark bleibt.

Was ich nicht ganz nachvollziehen kann ist das Bedürfnis über patriarchalen Beziehungsstrukturen zu reden. Was genau verstehst du darunter und kannst du einordnen, woher das Bedürfnis kommt?

Das mono-geprägte wäre für mich Auslegungssache. Am Anfang einer neuen Beziehung sitzt der Fokus erstmal auf der neuen Beziehung. Dabei darf die bestehende nicht komplett vergessen werden aber wie man damit gut und gesund umgeht, muss leider auch erstmal gelernt werden.
.
*******icht Mann
3.946 Beiträge
Zitat von *****izu:
Wenn ich unsicher bin, möchte ich, dass mein Partner mir Sicherheit gibt.

Das ist eine normative Grundhaltung: Meine innere Stabilität, Sicherheit und Tragfähigkeit liegen in meiner eigenen Selbstverantwortung und Selbstzuständigkeit. Würde ich die Verantwortung und Zuständigkeit für meine innere Disposition an den Partner delegieren, hätten sowohl der Partner als auch die Beziehung für mich eine Funktion zu erfüllen, die ich bewerten müsste, weil mein Wohlbefinden sowie meine innere Stabilität und Sicherheit in seinen Händen lägen. Beruht diese Grundhaltung auch noch auf Gegenseitigkeit, können sich beide kaum noch frei bewegen, weil das dann nur über gegenseitig angepasste Verhaltensregeln zu kompensieren wäre. Kommt nun noch ein weiterer Beziehungsmensch hinzu, können die Verhaltensregeln schnell unübersichtlich werden, weil dann jeder Einzelne dafür zuständig ist, die innere Stabilität und Sicherheit der anderen herzustellen.
****ice Mann
1.137 Beiträge
Zitat von ******ore:
Ganz schlicht:
Poly geht nur mit Polys.

Für mich sieht das nach feindlicher Übernahme aus und hat nichts mit Poly zu tun.
Ich habe das schon erlebt und fand das sehr schmerzhaft.

Ich bin etwas sprachlos, bei diesem Beitrag, vor allem weil ich von dir schon so viel konstruktiveres gelesen habe.
Was macht denn bitte einen Poly aus? Haben wir vom Schöpfer ein Gütesiegel?

Was soll die TE mit dieser Aussage von dir anfangen? Ihm die Pistole auf die Brust setzen? Die Antwort erahne ich bereits. Damit ist niemanden geholfen, selbst wenn du Recht hast.

Die TE kommt aus scheinbar einer offenen Beziehung und , oh Wunder, Gelegenheit macht Liebe. Wenn sich Menschen verlieben von "feindlicher Übernahme" zu schreiben, empfinde ich als mehr als unpassend und vor allem als massive Projektion deiner eigenen Erfahrung auf eine unzureichend bekannte Situation von dir fremden Menschen.
Er dürfte irgendwann mal geäußert haben, was die neue Geliebte, wahrscheinlich unter akuten Einfluss von Verliebtheit mal geäußert hat. Ob er oder die TE das auch so richtig verstanden hat, wissen wir nicht einmal. Auch wissen wir nicht, was es an Vorgeschichte gegeben hatte, ob mal die Rollen bereits vertauscht waren oder er das Nachsehen hatte, weil die TE, sich auch ausgelebt hatte.

Genug der Spekulationen

Offensichtlich scheint mir, dass es der TE mit der aktuellen Situation nicht gut geht. Die beiden verliebten Turteltauben wollen aktuell darüber nicht reden.
Wir könnten und sollten der TE mMn hier eine Möglichkeit geben sich offen auszutauschen und nicht Worst-Case Szenarien in den Kopf einpflanzen, die zwar möglich sind aber vor allem auch von der TE erst geschaffen werden könnten, indem sie sich als Self-fulfilling-Prophecy da erst hineinsteigert.

Noch haben wir viel zu wenige Informationen von ihr, geschweige denn, dass wir die Sichtweisen der anderen Beteiligten gar nicht aus erster Hand erfahren werden.

Verliebtheit wird abklingen, wahrscheinlich werden auch zwischen den beiden Verliebten auch irgendwann die ersten Probleme auftauchen, was sie entweder Dialogwilliger machen kann oder gar diese Episode dann beendet ist.

Gerade diese Gruppe, kann mMn besser und konstruktiver damit umgehen, als es bisher geschehen ist.

Hilfreich wäre es mMn wenn die TE etwas mehr preisgeben würde. Wie geht es dir damit? Was sind deine Ängste? Was ärgert dich? Kannst du den beiden bzw dem Mann den du liebst nicht eine gute Zeit gönnen?
*********ehlen Mann
90 Beiträge
Liebe @******air ,

ich habe seit mittlerweile 7 Jahren eine 2. Partnerin. Daraus wurde dann unerwartet (so ziemlich sofort) Liebe - es hat etwas gedauert, bis ich es das auch zugelassen habe. Seit 6 Jahren verstehe ich mich als polyamor lebend. Meine Nestpartnerin (seit >33J verheiratet) ist nicht poly, aber offen - hat aber faktisch selber keinerlei Bedarf nach weiteren Beziehungen oder Partnerschaften. Würde sie frei wählen können, würde sie wohl monogam bevorzugen, aber sie sieht die Öffnung als akzeptabel, weil es ihr an nichts fehlt (Zitat) und sie nach den Jahren sich auch sicher und geborgen fühlt in der Situation die wir drei und insbesondere ich als Scharnier gestalte. Meine 2. Partnerin lebt selber polyamor. Die beiden haben schon mal telefoniert, doch meine Nestpartnerin möchte keine Kontakte über das Nötige hinaus. Was mMn auch völlig in Ordnung ist. Dass meine Partnerinnen in Kontakt sind, darf ich mir wünschen, aber es ist in keiner Weise erforderlich oder darf von keinem der Beteiligten erwartet werden.

Denn letztlich hat jede Beziehung nur genau zwei "Mitspieler". In meinem Fall die beiden Schenkel der V-Konstellation, also meine Nestpartnerin mit mir, sowie meine 2. Partnerin mit mir. Es ist meine Aufgabe, eine Balance zu finden zwischen den Bedürfnissen aller Beteiligter. Und natürlich kann jeder zu jedem Zeitpunkt frei entscheiden, ob er sich nicht mehr wohl fühlt und keine Lösung sieht dafür und sich entziehen. Wir drei sind autonom und frei. Aber auch darin, im gesunden Maß Rücksicht auf die Bedürfnisse der anderen zu nehmen. Wir haben über die Jahre eine wirklich gute Balance gefunden - und ja: Zum Teil hart erarbeiten müssen. Vor allem jeder für sich (innere Arbeit mit sich und seinen Ängsten und Sorgen, dem "Inneren Kind", etc.), aber auch Beziehungsarbeit.

Zu Deiner Situation sehe ich Deinen Mann gleichfalls als sogenanntes Scharnier in der V-Konstellation. Es ist aus meiner Sicht und Erfahrung und Selbstverständnis, dass es alleine seine Aufgabe ist, ein ausbalanciertes Beziehungsgefüge sicherzustellen. Er muss in Beziehung mit Dir Deine Bedürfnisse und Eure Beziehung pflegen - und dazu gehört definitiv 3 Dinge: Kommunikation, Kommunikation und vor allem Kommunikation.
Gleichfalls sollte er dies in der Beziehung mit seiner 2 Partnerin tun. Und dann ist es seine Aufgabe eine Balance zu finden, in der alle sich (zuweilen vielleicht auch mal nur hinreichend) wohl fühlen.

Nein, aus meiner Sicht darfst Du nicht erwarten, mit der anderen Partnerin deine Kommunikationsbedürfnisse zu stillen.
Aber ja, du darfst mMn unbedingt von Deinem Mann erwarten und auch einfordern, Deine Kommunikationsbedürfnisse mit ihm zu stillen.

Die Freiheit einer offenen oder polyamoren Konstellation bedingt meines Erachtens auch Verantwortung für die Gefühle und Bedürfnisse aller - insbesondere für das Scharnier. Sonst wäre es für mich keine Liebe (wir reden hier nicht von offen, sondern polyAMOR). Würdest Du einen weiteren Menschen in Dein Herz lassen, wäre es Deine Aufgabe zwischen ihm und Deinem Mann auszubalancieren. Und auch während der NRE-Phase gibt es diese Verantwortung - weil es sonst Schmerzen und Scherben geben kann.

Es braucht Commitment - aktuell von Deinem Mann zu Dir. Wenn er das nicht tut, darf er sich nicht wundern, wenn Du Deine Freiheit zur Entscheidung gegen die aktuelle Situation lebst und Dich dem entziehst. Das ist auch Selbstverantwortung.

Denn die Verantwortung für Dich und Dein Glück hat niemand, außer Dir selber! Auch nicht Dein Mann. Das ist in keiner Weise seien Aufgabe. Wohl aber, wenn er sich entscheidet, dass er mit Dir weiter durchs Leben gehen möchte. Dann entscheidet er sich für "Scharnier" und das bedingt neben den schönen Erlebnissen eben auch Verantwortung und Pflichten, für die Menschen die man liebt.
Es ist ausschließlich Deine Entscheidung, mit ihm durch diese Mühen zu gehen oder nicht. Das gleiche gilt für ihn.

Wenn man sich für poly entscheidet, dann muss Dein Mann auch Deine Bedürfnisse regelmäßig ("Check-in") abfragen und prüfen, ob sein Handeln für Dich noch in euren Beziehungsrahmen passt - und ggf. adjustieren. Und jeder kann jederzeit um ernsthafte Kommunikation bitten und zeitnah erwarten. Weil Dein Bedürfnisse und Deine Gefühle sind genauso wertvoll, wie seine und die der anderen Partnerin.

Wenn er nicht seiner Verantwortung gerecht wird, signalisiere ihm das klar(!) und auch, dass es Dir nicht gut geht und dringenden Gesprächsbedarf hast - mit aller Zeit und Raum, die das braucht. Und in Deine Worten, darf (und wird es vermutlich) auch mal unbequem. Er und Du, ihr müsst Euch ein gewissermaßen "nackt bis auf die Knochen machen", ehrlich sein zu Gefühlen und Sorgen und Glück. Über Werte und Wünsche. Nur dann könnt Ihr qualifizierte und freie Entscheidungen jeder für sich treffen. Und hoffentlich auch für miteinander füreinander - mit Entscheidungen für ein ausbalanciertes System.

Ja, auch wir haben hart gearbeitet und auch schwere Momente durchlebt. Besonders als Scharnier ist es nicht immer leicht. Aber ich kann für mich sagen: Wow! Das ist es wert! Ich habe das unfassbare Glück, zwei Menschen sehr intensiv lieben zu dürfen. Es gehört zu den besten Entscheidungen meines Lebens. Trotz oder vielleicht sogar gerade weil gelegentlich auch mal Mühe oder Unbequemes abverlangt.
Es ist eine tägliche Entscheidung, die ich für mich jeden Tag treffe, dass ich diese beiden Menschen in meinem Leben möchte. Und ich bin dankbar dafür, dass meine beiden Partnerinnen sich offenbar auch täglich für mich in ihrem Leben entscheiden *g*

Das kann und möchte nicht jeder tragen. Jeder Jeck ist anders. Für mich fühlt es sich ungeheuer lebendig an.
Ich wünsche Dir, dass Dein Mann Dir zuhört und er bereit ist, diesen jetzt gerade auch erst mal anstrengenden Weg zu gehen - mit Dir!

Just my 2 cents - und für kurze Beiträge sind andere Foristen zuständig *rotwerd*
*****izu Frau
745 Beiträge
Zitat von *******icht:
Zitat von *****izu:
Wenn ich unsicher bin, möchte ich, dass mein Partner mir Sicherheit gibt.

Das ist eine normative Grundhaltung: Meine innere Stabilität, Sicherheit und Tragfähigkeit liegen in meiner eigenen Selbstverantwortung und Selbstzuständigkeit. Würde ich die Verantwortung und Zuständigkeit für meine innere Disposition an den Partner delegieren, hätten sowohl der Partner als auch die Beziehung für mich eine Funktion zu erfüllen, die ich bewerten müsste, weil mein Wohlbefinden sowie meine innere Stabilität und Sicherheit in seinen Händen lägen. Beruht diese Grundhaltung auch noch auf Gegenseitigkeit, können sich beide kaum noch frei bewegen, weil das dann nur über gegenseitig angepasste Verhaltensregeln zu kompensieren wäre. Kommt nun noch ein weiterer Beziehungsmensch hinzu, können die Verhaltensregeln schnell unübersichtlich werden, weil dann jeder Einzelne dafür zuständig ist, die innere Stabilität und Sicherheit der anderen herzustellen.

Ich möchte diesen thread hier nicht mit Grundsatzdiskussionen sprengen. Es geht um das Anliegen der TE, nicht um Einzeldefinitionen diverser Grundhaltungen.

Öffne am besten einen eigenen Thread, wenn du darüber diskutieren willst.
.
*******icht Mann
3.946 Beiträge
Zitat von ****ice:
Noch haben wir viel zu wenige Informationen von ihr, geschweige denn, dass wir die Sichtweisen der anderen Beteiligten gar nicht aus erster Hand erfahren werden.

Es geht nicht um Informationen. Es geht meiner Ansicht nach um das Ereignis. Ein Ereignis lässt sich nicht beeinflussen, nur der eigene Umgang damit. Der Umgang damit setzt eine bestimmte Entwicklung voraus. Situativ kann niemand einen Schalter umlegen. Das betrifft nicht nur die TE, sondern uns alle.

Das Einzige was die TE situativ machen kann, ist, sich darüber mit anderen austauschen. Was sie auch tut.
.
*******icht Mann
3.946 Beiträge
Meine zwei Liebesbeziehungen bestanden 16 bzw. 17 Jahre zur gleichen Zeit, ohne jegliche Verbindlichkeiten. Sie beruhten auf Liebe und einer tiefen geistigen und emotionalen Verbundenheit. Ich war damals an einer Beziehung nicht interessiert, weil ich bereits alles Wesentliche in mir selbst getragen hatte und von außen nichts mehr brauchte. Beide Beziehungen waren Zufallsbegegnungen. Zwischen uns bestand vom ersten Moment an eine tiefe Anschlussfähigkeit, um uns als Menschen begegnen zu können. Die intrinsische Bedeutung bestand darin, dass es uns um unserer selbst willen ging. Die Begegnungen entstanden im Abstand von einem Jahr. Ich hatte mich damals bewusst für beide Frauen entschieden, und beide Frauen hatten sich für mich entschieden. Die einzige Absprache, die zwischen uns bestand, war, dass jeder von uns so lange dabei bleibt, wie die Beziehung für ihn tragfähig und stimmig ist. Alles andere ergab sich aus der natürlichen Interaktion, Dynamik und Wechselwirkung unserer Begegnung. Wir haben uns gegenseitig den existenziellen Raum belassen, den jeder von uns für sich beansprucht, um sich frei entfalten und entwickeln zu können. Jeder von uns war für seine innere Stabilität, Sicherheit und Tragfähigkeit selbst verantwortlich und selbst zuständig. Genauso hat jeder Einzelne seine eigenen emotionalen Konflikte für sich selbst aufgelöst. Niemand kann meine eigenen emotionalen Konflikte für mich auflösen, außer mir selbst, weil der andere nicht der Verursacher meiner Konflikte ist, sondern nur der Auslöser. Statt Konfliktvermeidung über Verhaltensregeln und Grenzsetzung haben wir bewusst Konfliktbewältigung vorgezogen, um nicht den existenziellen Raum des anderen zu beschneiden. Das ist das, was ich unter Liebe verstehe. Im Verlauf unserer Beziehungen haben wir uns über die Jahre in verschiedene Richtungen entwickelt, sodass sich dadurch eines Tages unsere gegenseitige Bezugsebene aufgelöst hatte und wir uns als Menschen nicht mehr so begegnen konnten wie zuvor. Damit war die jeweilige Beziehung für mich nicht mehr tragfähig, weshalb ich sie meinerseits in Liebe, Frieden und Dankbarkeit für die gemeinsam erlebte Zeit beendet habe.

Beide Frauen liebe ich heute noch, weil sich meine Liebe darauf bezieht, WER sie sind, und nicht darauf, WIE sie sind. Das, was sich zwischen uns im Verlauf verändert hat, ist das WIE, wie wir geworden sind, und nicht das WER, wer wir sind. Damit trenne ich für mich Liebe und Beziehung.

Ich wüsste im Nachhinein auch nicht, wofür ich mich hätte verpflichten sollen: dafür, dass ich mit mir alles machen lasse, egal, was da kommt, oder dafür, dass ich mich niemals im Leben aus der Beziehung lösen werde? Ich bin weder bedürftig noch käuflich. Ich bin offen und bereit, mich in Liebe auf eine tragfähige Beziehung einzulassen, die auf der jeweiligen Selbstverantwortung und Selbstzuständigkeit der einzelnen Beteiligten als eigenständige Menschen beruht, verbunden mit der Bereitschaft, im Bedarfsfall eigene emotionale Konflikte für sich selbst auflösen zu wollen, statt dem anderen seinen existenziellen Lebensraum zu beschneiden.
********reau Frau
354 Beiträge
Mit den 'Problemen', die mein Mann und ich haben, möchte seine Freundin nichts zu tun haben, obwohl die Thematik uns alle betrifft. Sie hätte keine Zeit und wolle einfach die schöne Zeit mit ihm geniessen.

So hart das klingt: All das ist ihr gutes Recht. Darauf hätte ich umgekehrt auch keine Lust.

Dazu kommt, dass sie monogam ist und meinem Mann kürzlich gesagt hat, dass sie sich auch mal eine 'normale' Beziehung wünschen würde.

Hier wird es schon etwas problematischer. Aber da kommt nicht deine Beziehungsarbeit ins Spiel, sondern die deines Mannes. Inwiefern zeigt er seiner Freundin bei einer solchen Äußerung klare Grenzen auf à la: „Meine Frau und ich leben poly und eine rein monogame Beziehung zu dir (der Freundin) wird es nicht geben.“
Sollte er nicht bereit sein, diese Grenze zu ziehen, ist es Zeit, eure Polyamorie zu überdenken.
********wise Frau
529 Beiträge
Ich spüre nur rote Flaggen.
"Habe mich drauf eingelassen... Will nur die schöne Zeit genießen ... monogam... normale Beziehung..."
Kann man alles schön reden mit NRE und Niemand muss etc.
Aber mit Polyamorie hat das wenig bis nix zu tun für mein Verständnis.
Eher mit ausgebootet werden unter verschleierten Wahrheiten.
Wenn sich etwas wie Sch... anfühlt für Dich, warum solltest Du es für etwas anderes halten? Oder es in etwas anderes verwandeln wollen, um es wieder halbwegs okay zu finden. Wie erklärst Du Dir selbst das? Was macht das mit Deinem Respekt Dir selbst gegenüber? Und mit Deiner Liebe und Loyalität ihm gegenüber?
NRE hin oder her, (ich halte das sowieso für nen Scheunentor an Hintertürchen-BS für verantwortungsloses Handeln in Polykonstrukten, keine Ahnung wer das erfunden oder durchgewinkt hat) aber wie soll denn aus nem Distelsamen eine Rose wachsen? Was im Anfang nicht da ist, ist nicht da.
*******enig Mann
17.613 Beiträge
Wenigstens bin ich nicht alleine mit meiner roten Flagge... *zwinker*
******ore Frau
4.952 Beiträge
Vielleicht muss ich nein Erleben etwas unterfüttern, um es nachvollziehbarer zu machen.
Ich war mehrfach mit Partnern zusammen, die mit mir ihren Einstieg in die Polyamorie hatten.
Was passiert, wenn plötzlich nach Jahren bis Jahrzehnten monogamer Exklusivität eine Öffnung mit mehr als einer Erlaubnis, nämlich mit Compersion passiert?
Auskosten! Freiheit genießen.
Dass es auch Transparenz und Einvernehmen braucht, um nicht ständig anzuecken, ist das nächste. Sich selbst auszutoben ist leicht. Den anderen zu einem Liebsten ziehen zu lassen, macht schon eher mal Bauchweh....
Aber der erfahrene Part kann das begleiten und gut auffangen.
Dann kommt die Phase, dass der noch nicht so erfahrene eine zweite Beziehung eingeht. Mit einem weiteren Poly kann das richtig gut gehen. Mit einem nicht polyerfahrenen Partner kommen häufig Spannungen und Angst hoch.
Dem wird öfter mit Rückzug in die exklusive Monogamie begegnet, denn die ist dem inneren System viel vertrauter.
Und der erste Partner?
Ist überflüssig.
Das ist mein personliches Fazit aus 14 Jahren Polyleben!
Und ich bin Trauma-Therapeutin... Ich weiß, dass oft Bindungstraumata in der frühen Kindheit dahinter stehen.
Und dabei ist es immens sinnvoll, wenn sich alle ihre Sachen anschauen.
Verweigert auch nur einer das, ist das oft der erste Nagel zum Sarg...
Ich selber bin von Polyamorie total begeistert, deshalb versuche ich viele persönliche Erfahrungen hier zu posten, um anderen den Einstieg zu erleichtern.
Dass ich über so manch eigene Erfahrung noch nicht hinweg bin, weiß ich, aber ich bleibe dran.
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