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BDSM & Polyamorie
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Für haben wir Frauen gefragt, was sie gerne früher über ihre…
Polyamorie und Ich
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Was hättest du gerne vorher über Polyamorie gewusst …

*******ngo Frau
871 Beiträge
Themenersteller 
Was hättest du gerne vorher über Polyamorie gewusst …
… bevor du selbst in ein polyamores Leben gestartet bist?
Was hätte das geändert?

(Ich schreibe zu einem späteren Zeitpunkt meine Antwort in den Thread.)
*********1949 Frau
281 Beiträge
Für mich hat sich nichts geändert. Ich habe mich auch erst sehr spät dazu entschlossen für mich die Polyamorie zu entdecken. Für mich ist es eine, in der heutigen Zeit, eher sehr ehrliche Lebensweise. Man ist offen und zeigt ehrlich ganz klar an, mit wem man zusammen ist und wen man zu sich gehörend erachtet.

Dafür braucht man nicht zusammen wohnen, es ist einfach die individuelle Lebensart, die man für sich gut findet, nicht mehr und auch nicht weniger.

Man lebt zwar alleine, ist aber in nicht alleine sondern es ist ein Gefühl der gesicherten Freiheit. Ein unsichtbares Netz was einen auffängt.
*****ody Frau
214 Beiträge
Wenn mir die geringe Akzeptanz in der Gesellschaft und vor allem in der Verwandtschaft bewusst gewesen wäre, wäre ich wahrscheinlich nicht so offen damit umgegangen.

Ich für mich in meiner Poly Bubble kann aber sagen... Wir machen hier verdammt viel richtig 🥰🥰🥰🥰
*****out Mann
352 Beiträge
Wie selbstverständlich es werden kann, dass meine Partnerinnen sich gegenseitig nicht nur akzeptieren, sondern echte Freundinnen werden. Dass die Gesellschaft, und überraschend oft auch die queere Community, damit trotzdem fremdelt. Dass jeder Mensch, der dazukommt, alle anderen Beziehungen reicher macht, nicht ärmer. Wie viel man über Sexualität lernt, wenn man sieht, wie unterschiedlich sie für jeden Menschen und jedes Paar funktioniert. Vor allem aber, wie viel man über sich selbst lernt: seine Bedürfnisse zu kennen, sie auszusprechen, und Nähe zuzulassen, die einen verletzlich macht. Und dass wir uns in der Ehe wahrscheinlich früher hätten trauen sollen, mehr Menschen als zusätzliche Lieben zuzulassen, statt so lange zu warten.
*******n_M Mann
2.145 Beiträge
Vor unserer Ehe vor über 30 Jahren, haben wir versucht darüber zu sprechen was in 10,20,30… Jahren so passieren kann. Das uns andere Herzmenschen begegnen könnten war uns da uns schon bewusst. Poly halt sich dann irgendwann ergeben. Es war nie der Plan. Als es dann sich entwickelte, gab es keine offenen Fragen.
Unser Umgang mit Nachbarn und Freunden musste dann einfach angepasst werden
******dow Paar
19 Beiträge
Was ich gerne früher gewusst hätte: Dass mit jeder weiteren Person nicht einfach nur eine weitere Beziehung dazukommt, sondern eine ganze Reihe neuer Beziehungsebenen und Kommunikationsebenen entsteht.

In einer Zweierbeziehung gibt es im Wesentlichen eine Beziehungsebene. Mit drei Personen sind es plötzlich nicht einfach drei, sondern fünf Ebenen, die gepflegt werden wollen: A↔B, A↔C, B↔C sowie die Beziehung aller drei gemeinsam und zusätzlich die Beziehung jedes Einzelnen zur gesamten Konstellation. Mit vier Personen wird das noch einmal deutlich komplexer.

Mich hat überrascht, wie schnell sich Dynamiken verändern können. Jede neue Person bringt nicht nur neue Gefühle, sondern auch neue Bedürfnisse, Grenzen, Erwartungen und Kommunikationswege mit. Dadurch steigt der Koordinationsaufwand nicht linear, sondern beinahe exponentiell.

Ich glaube, viele stellen sich Polyamorie als “mehr Liebe” vor. Für mich bedeutet sie vor allem auch mehr Verantwortung, mehr Kommunikation und deutlich mehr Bereitschaft zur Selbstreflexion. Nicht, weil sie anstrengend sein muss, sondern weil jede zusätzliche Verbindung Auswirkungen auf alle anderen Verbindungen haben kann.

Hätte ich das früher verstanden, wäre ich wahrscheinlich mit noch mehr Respekt und Geduld an das Thema herangegangen.
*********oaded Mann
1.022 Beiträge
Im Rückblick hätte ich gerne das Gleiche gewusst, wie auch bei der Paarbeziehung. Welchen Einfluss haben Familie und Umfeld der Partnerin auf die Beziehung? Wie steht die Partnerin zum eigenen, bestehenden Umfeld (Freunde und Familie)? Und wie steht es mit der Kommunikation in der Beziehung?

Das Ganze halt zweimal.
***al Mann
108 Beiträge
Ich hätte gerne vorher gewusst, dass viele Menschen heimliche Affären mit zwar gespielter Entrüstung dennoch verstehen und bewundern. Sich selbst sogar als Teil einer heimlichen Affäre vorstellen können. Aber offen gelebte Polyamory wird als Teufelszeug abgelehnt.

Und das muss ich mir auch eingestehen: wie stark der Reiz des Verbotenen für mich gewesen ist.
******ore Frau
4.925 Beiträge
Ein riesiger Fehler war, es in meinem sehr engen beruflichen Kontext offen zu legen, (weil ich die 3 Tage für das Polytreffen einarbeiten musste und Sonderurlaub genommen habe, war das aber nötig), denn kurze Zeit später ging mein geschätzter Vorgesetzter unerwartet in den Vorruhestand und ein muslimischer Kollege folgte ihm nach...

Was an zwei Stellen schwierig war, waren die Metamouren, die beide keine Polyerfahrung mitbrachten und meine Partner sich nicht so verhalten haben, wie ich es mir gewünscht hätte und sich von mir trennten.

Für mich sind Partner, die aus meiner Sicht die polyamoren Werte missachten, nicht mehr attraktiv. Beide Trennungen waren extrem schmerzhaft und erfahrene Partner und Metamouren sind rar gesät. Ich bin seit 3 Jahren Solopoly...
*******n_M Mann
2.145 Beiträge
… was ich festgestellt habe ist, das viele Menschen sich null Gedanken machen, wie überhaupt eine Beziehung aussehen soll. Was bin ich bereit zu investieren? Wie sind meine Erwartungshaltungen? Was sind mögliche Konsequenzen einer nicht diplomatische Lösung? Werde ich eifersüchtig? Habe ich Besitzansprüche? Und viele dieser Dinge, die man selbst reflektierend sich stellen sollte. Ich erlebe immer wieder, das Menschen in eine Beziehung gehen, und dann völlig überrascht sind, wenn sie Probleme haben, sich in der Beziehung wiederzufinden. Wenn dann natürlich noch eine weitere Person dazu kommt, ist das Chaos groß. Vielleicht kommt es mir auch durch meinen Beruf vor, in dem ich viel zu organisieren hatte, dass diese Dinge mir leichter fehlen beziehungsweise ich früher dran gedacht habe. Jedoch ist dazu ja nicht ein bestimmter Beruf nötig, um zu reflektieren, was mir in einer Beziehung wichtig ist und was nicht. hierbei rede ich nicht nur von grundsätzlichen Dingen wie Kinder, gemeinsame Wohnung oder Urlaubsziele. Sondern auch banale Dinge wie care Arbeit, Umgang mit den jeweiligen Eltern/Familie. Und was ist mir beim Sex wichtig und was nicht? Ich bedaure oft, dass scheinbar perfekte Paare sich eben auf die einfachen des Lebens nicht einigen konnten und so eine augenscheinlich innige Verbindung platzte.
*******enig Mann
17.068 Beiträge
Ich wusste nichts und es hätte mir auch nichts genützt. Ich habe einfach gemacht, eigentlich wie immer. Prinzipiell glaube ich nicht, dass man sich besser, klüger oder sonstewas verhalten würde, wenn man mehr wüsste. In meinen Augen steigt dann nur die Anzahl der Möglichkeiten und die Verwirrung.

Eine Beziehung wird dadurch zu einer Beziehung, dass man sie lebt bzw. sie mit Leben erfüllt. Zu viel Wissen kann dafür sowohl nützlich, als auch hinderlich sein.
*******n_M Mann
2.145 Beiträge
Zuviel Wissen ist Hinderlich????
Das halte ich für ziemlich mutig..
Wenn man selber nicht weiß was man möchte….
****a3 Frau
124 Beiträge
@*******ngo Danke für das Thema. Als jemand der diesen Weg noch nicht gegangen ist, sind die gemachten Erfahrungen sehr hilfreich.
*****izu Frau
712 Beiträge
Einiges

Grundsätzlich - sich Zeit nehmen eine Beziehung wachsen zu lassen, bevor ich ihr diesen Titel überhaupt gebe. Viel Drama in meinem Leben hätte ich mir ersparen können, wenn ich ohne das Label "Beziehung" erstmal "zusammen-geguckt" hätte, ob das überhaupt jemand ist, mit dem ich wirklich auch über die anfängliche rosa rote Brille hinweg ne Beziehung haben will. Dann auch in der Lage zu sein zu sagen, das passt nicht, ist natürlich nochmal ein ganz anderer Skill den ich lernen musste aber dieser fällt einfacher, wenn man das commitment noch nicht verbalisiert hat.

Auch: nur weil jemand schon lange poly lebt, heißt das noch lange nicht, dass er eine Variante lebt die für mich funktioniert oder dass es automatisch weniger Drama gibt weil die Leute beim Beziehung bauen schon mehr Erfahrungen haben.
Potentiell sind Beziehungen zu Polymenschen, die bereits ein Geflecht haben, zwar gesetzter und in sich sicherer... Der potentielle Partner daraus kann sich aber trotzdem Hals über Kopf verlieben und trotz Nestpartnerin komplett irrational und besitzansprüchig werden. Passiert, muss man mit rechnen und für sich Grenzen ziehen können.. ist aber mitunter sehr anstrengend, wenn man selbst gar nicht so eng ranwill.

Zuletzt: Bauchgefühl ist immer ernst zu nehmen. Wenn der Bauch sagt, irgendwas liegt schief, lieber frühzeitig ansprechen und eventuelle Probleme aus dem Raum bringen als es zu lange rumoren zu lassen. Und auch - Ausflüchte und Bekundungen sind keine Lösung für Probleme - Umsetzungen und taten und dann Gewohnheit hilft.

Viele Skills musste ich zusätzlich grundsätzlich auch lernen, bevor es bei mir wirklich rund lief, das wäre aber nichts was mit vorher "zu wissen" geholfen hätte. Theoretisches wissen hilft nicht, wenn man nicht in der Lage ist es umzusetzen.
*******elle Frau
55 Beiträge
Zitat von *****out:
Wie selbstverständlich es werden kann, dass meine Partnerinnen sich gegenseitig nicht nur akzeptieren, sondern echte Freundinnen werden. Dass die Gesellschaft, und überraschend oft auch die queere Community, damit trotzdem fremdelt. Dass jeder Mensch, der dazukommt, alle anderen Beziehungen reicher macht, nicht ärmer. Wie viel man über Sexualität lernt, wenn man sieht, wie unterschiedlich sie für jeden Menschen und jedes Paar funktioniert. Vor allem aber, wie viel man über sich selbst lernt: seine Bedürfnisse zu kennen, sie auszusprechen, und Nähe zuzulassen, die einen verletzlich macht. Und dass wir uns in der Ehe wahrscheinlich früher hätten trauen sollen, mehr Menschen als zusätzliche Lieben zuzulassen, statt so lange zu warten.
Das kann ich nur bestätigen. Ich mag meine Metamours sehr. Wir haben eine eigene Signalgruppe. Und natürlich individuelle Chats. Ich unternehme mit ihnen etwas einzeln oder zusammen, mit und ohne unseren Partner... und selbst wenn wir als Paar getrennte Wege gehen, seine Freundinnen behalte ich *zwinker*
.
*******icht Mann
3.885 Beiträge
Nichts, weil Polyamorie für mich nie ein Ziel war, sondern ein unvorhergesehener Zustand/Umstand, in dem mir zur gleichen Zeit mehr als nur ein einziger wichtiger Mensch im Leben zugefallen ist.

Die Bezeichnung Polyamorie beschreibt in meinem Fall nichts weiter als eine bewusste Entscheidung für mehrere geliebte Menschen zur gleichen Zeit. Jede einzelne dieser Herz-zu-Herz-Verbindungen ist einzigartig. Deshalb hat jede dieser Verbindungen ihre eigene Form, Interaktion und auch Emergenz.

Das Entscheidende für mich ist nicht das Wissen, sondern meine eigene Erfahrung im praktischen Erleben. Denn nur dadurch finde ich adäquate Antworten auf meine Fragen, nicht im Schicksal anderer.

Im Nachhinein kann ich für mich behaupten, dass bei mir über das praktische Erleben mit mehreren liebenden Menschen zur gleichen Zeit, kein Wissen entstanden ist, sondern Erfahrung.
*******enig Mann
17.068 Beiträge
Vielleicht habe ich mich vorher etwas missverständlich ausgedrückt: zu viel Wissen kann meistens nicht schaden, aber nützen tut es zumindest nach meinem persönlichen Empfinden nur im Zusammenhang mit Erfahrung. Wenn andere etwas wissen und mich daran teilhaben lassen, ist das zwar nett, aber wenn meine Erfahrungen anders sind, nützt mir dieses Wissen wenig, so habe ich das gemeint.
*********yself Paar
95 Beiträge
Er: Für mich würde ich die Frage anpassen, nicht was sondern wann. So hätte ich gerne schon in der Kindheit über unterschiedliche Beziehungskonstrukte aufgeklärt werden wollen würden, dann hätte ich mich in der Adoleszenzphase selbst besser verstehen können und den Determinismus einordnen. Das hätte mir viele Nächte grübeln, Unsicherheiten und Fehlentscheidungen im Leben erspart.
******987 Frau
1.422 Beiträge
Habe mich vorher nicht wirklich viel mit dem Thema befasst.
Planen kann man es eh nicht, ob man die richtigen Menschen dafür findet. Theorie in dem Bereich ist gut, aber man muss auch schauen wie man sich wohl fühlt
Habe mich verliebt, der Rest kommt nach und nach
Lg
*******ngo Frau
871 Beiträge
Themenersteller 
Ich hätte mir viel emotionalen Stress erspart, wenn ich vorher gewusst hätte:

• dass die Länge der Öffnung einer Ehe eines neuen Partners nichts über die Menge / Qualität an Erfahrungen aussagt
• dass alle Beteiligten eines Polyküls gewisse Kompetenzen und Bereitschaften mit sich bringen müssen, damit es nicht ständig Stress gibt: Kommunikationskompetenz, Selbstverantwortung für die eigenen Themen / Wohlbefinden / Zufriedenheit / Sicherheit, wissen was man (nicht) will / Grenzen kennen, Bereitschaft die Konsequenzen eigener Entscheidungen zu tragen
• dass ich bei Nestingpartnern eines neuen Partners vorher genauer hinschauen sollte, in welchem Zustand die Partnerschaft/Ehe ist - ob die ihre "Beziehungshausaufgaben gemacht haben" - sonst fliegen die einem in der Polyamorie um die Ohren
• wie komplex und vielschichtig Hierarchie (organisatorisch, strukturell, emotional) und Pärchen Privilegien bei Nestingpartnern sein können
• dass ich Metamours nicht mögen muss und keinen Kontakt haben muss - auch wenn ich mir das anders gewünscht hatte
• auch wenn mein eigener Anspruch ist, meinem Partner völlige Freiheit zu gönnen, darf ich Grenzen setzen für mein Wohlbefinden, wenn mein Nervensystem in mancher Hinsicht in der Entwicklung noch nicht so weit ist, wie ich mir das wünsche
• dass Menschen Begriffe sehr unterschiedlich benutzen und es sinnvoll ist, die Bedeutung wichtiger Begriffe zu hinterfragen (z.B. was verstehst du unter einer Partnerschaft bzw. Liebesbeziehung?)
******in2 Frau
81 Beiträge
Für mich ganz generell zu wissen dass das Leben eine Leichtigkeit hat und das es nicht immer um Kompromisse und Kampfe dafür gibt .
Sondern es tatsächlich Menschen gibt ,die einen so nehmen wie man ist . Ohne wen und aber.

Das Gefühle und Empfindungen die man hat OK sind .
*******usOL Mann
21 Beiträge
Curly Tango Du schreibst:
auch wenn mein eigener Anspruch ist, meinem Partner völlige Freiheit zu gönnen, darf ich Grenzen setzen für mein Wohlbefinden, wenn mein Nervensystem in mancher Hinsicht in der Entwicklung noch nicht so weit ist, wie ich mir das wünsche

Welche Grenzen sind das?? Meine Partnerin ist Polyamor, ich möchte das auch sein, aber Sie will sich keine Grenzen setzen lassen. Daran leidet unsere Beziehung gerade sehr. Hast Du Ratschläge?
*****izu Frau
712 Beiträge
Zitat von *******usOL:
Curly Tango Du schreibst:
auch wenn mein eigener Anspruch ist, meinem Partner völlige Freiheit zu gönnen, darf ich Grenzen setzen für mein Wohlbefinden, wenn mein Nervensystem in mancher Hinsicht in der Entwicklung noch nicht so weit ist, wie ich mir das wünsche

Welche Grenzen sind das?? Meine Partnerin ist Polyamor, ich möchte das auch sein, aber Sie will sich keine Grenzen setzen lassen. Daran leidet unsere Beziehung gerade sehr. Hast Du Ratschläge?

Jede Beziehung ist anders. Brechstange funktioniert selten - alles braucht Zeit und Vertrauen, aber Grenzen, die Curly Tango für sich gesetzt hat, sind nicht als Blaupause für andere Beziehungen zu nehmen.
*******enig Mann
17.068 Beiträge
Zitat von *******ngo:
Ich hätte mir viel emotionalen Stress erspart, wenn ich vorher gewusst hätte:

• dass die Länge der Öffnung einer Ehe eines neuen Partners nichts über die Menge / Qualität an Erfahrungen aussagt
• dass alle Beteiligten eines Polyküls gewisse Kompetenzen und Bereitschaften mit sich bringen müssen, damit es nicht ständig Stress gibt: Kommunikationskompetenz, Selbstverantwortung für die eigenen Themen / Wohlbefinden / Zufriedenheit / Sicherheit, wissen was man (nicht) will / Grenzen kennen, Bereitschaft die Konsequenzen eigener Entscheidungen zu tragen
• dass ich bei Nestingpartnern eines neuen Partners vorher genauer hinschauen sollte, in welchem Zustand die Partnerschaft/Ehe ist - ob die ihre "Beziehungshausaufgaben gemacht haben" - sonst fliegen die einem in der Polyamorie um die Ohren
• wie komplex und vielschichtig Hierarchie (organisatorisch, strukturell, emotional) und Pärchen Privilegien bei Nestingpartnern sein können
• dass ich Metamours nicht mögen muss und keinen Kontakt haben muss - auch wenn ich mir das anders gewünscht hatte
• auch wenn mein eigener Anspruch ist, meinem Partner völlige Freiheit zu gönnen, darf ich Grenzen setzen für mein Wohlbefinden, wenn mein Nervensystem in mancher Hinsicht in der Entwicklung noch nicht so weit ist, wie ich mir das wünsche
• dass Menschen Begriffe sehr unterschiedlich benutzen und es sinnvoll ist, die Bedeutung wichtiger Begriffe zu hinterfragen (z.B. was verstehst du unter einer Partnerschaft bzw. Liebesbeziehung?)

All die genannten Punkte kann man in dysfuntionalen Zweierkisten übrigens genau gleich oder zumindest ähnlich finden. Wenn erwachsene Menschen nicht sagen können oder wollen, was sie möchten und was sie nicht möchten und sie von alleine nicht auf den Trichter kommen, dass manche Dinge, die sie gerne hätten, entweder momentan grade ausverkauft sind oder sich gegenseitig widersprechen, dann wird es halt schwierig und schmerzhaft werden mit der Polyamorie. Auch wenn die Theorie sich noch so schön anhört...
*******ngo Frau
871 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *******usOL:
Curly Tango Du schreibst:
auch wenn mein eigener Anspruch ist, meinem Partner völlige Freiheit zu gönnen, darf ich Grenzen setzen für mein Wohlbefinden, wenn mein Nervensystem in mancher Hinsicht in der Entwicklung noch nicht so weit ist, wie ich mir das wünsche

Welche Grenzen sind das?? Meine Partnerin ist Polyamor, ich möchte das auch sein, aber Sie will sich keine Grenzen setzen lassen. Daran leidet unsere Beziehung gerade sehr. Hast Du Ratschläge?

Dazu müsste ich mehr Hintergründe wissen und ich würde das Thema ungern in diesem Thread besprechen, um nicht vom Thema wegzukommen.
Ratschläge halte ich meist nicht für nachhaltig. Eher schauen, was konkret für euch Möglichkeiten wären und erstmal herausfinden, worum es genau geht.

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