Hä? Wie lange geht denn so ein Honeymoon?
Ich bin überzeugt polyamor und fühlte schon mit 18, dass ich wirklich zwei Männer lieben kann - damals fehlten mir nur die Wörter und ich dachte ich sein unmoralisch.Das ist meine Prämisse, ich war mein Leben lang zerrissen in mehreren Lieben und konnte mich erst vor drei Jahre durch den JoyClub damit aussöhnen, dass ich das auch darf. Mit dem Wissen meines Mannes, ich kann und darf und möchte poly sein!
Seither hatte ich polyamore Beziehungen und gehe regelmäßig auf den Poly-Stammtisch, wo ich viele superliebe Gleichgesinnte treffe.
Nun hat mich aber in den letzten Monaten ein Schlimmes nach dem nächsten heimgesucht und es gipfelte darin, dass bei meiner erwachsenen Tochter ein Hirntumor festgestellt wurde, mein Leben ist nicht wie vorher.
In dieser Zeit mit Bandscheibenvorfall und allem, habe ich einen monoamoren Mann kennengelernt, der mir unfassbar viel Sicherheit und Aufmerksamkeit und Liebe gibt.
Von Anfang an habe ich ihm gesagt, dass ich polyamor bin, und dass ich in meinem Leben nie wirklich mono sein konnte. Er wappnet sich, weiß nicht, wie es dann sein wird, hat es noch nie erlebt und will offen damit umgehen.
Ja nun. Ausgerechnet jetzt fühle ich mich aber absolut ruhig mit ihm. Ich brauche Ruhe und Ankommen, Geborgenheit, Sicherheit, ich brauche nur ihn.
Wie soll ich denn jetzt eine Beziehung aufbauen, die eigentlich poly sein soll, aber sich völlig mono anfühlt und gerade auch nur mono ausreicht?
Kennt ihr solche komischen Konstellationen, dass man jemandem erklärt, was polyamor bedeutet und euch dann komplett diametral
dazu verhaltet?
Wir sind seit drei Monaten zusammen, ich verbuche das als Honeymoonphase, von der ich in polyamoren Beziehungen gehört habe. Aber wie lange gehen die denn?
Oder kann man durch Lebensumstände plötzlich mono werden?

















