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Wie wichtig ist Euch Sprache?

********erJC Mann
307 Beiträge
Themenersteller 
Wie wichtig ist Euch Sprache?
Hallo zusammen,

beim surfen durch die Foren erlebe ich immer wieder ein besonderes Phänomen:

In Beiträgen wird sich oftmals so verschwurbelt ausgedrückt, dass ich auch (nach mehrmaligem lesen) immer noch nicht den Sinn verstanden habe.
Es werden Fachbegriffe genutzt, eine Satzstellung, die ziemlich fremd wirkt.

Natürlich sind "Fachbegriffe" präziser, jedoch sind die allgemein bekannt?
Bei meinen Beiträgen wünsche mir, dass der Leser meinen Beitrag versteht, ohne direkt abzuschalten. Bevor ich besondere Worte wähle überlege ich sehr genau, geht es nicht auch "einfacher" zu formulieren.

Wie geht es Euch damit, wenn Ihr derartige Beiträge (oder aber auch Profile) lest?
Wie wirkt das auf Euch? Ist das für Euch ein Ausdruck von "Intelligenz", oder aber habt Ihr das Gefühl, dass hier jemand durch eine pseudo-intellektuelle Ausdrucksweise zu glänzen versucht?

Bitte nicht falsch verstehen, hier wird ausdrücklich nicht auf Mitglieder dieser Gruppe Bezug genommen. Vielmehr jedoch ist es oft auch in den großen Foren zu sehen, dass dort mit o.g. Phänomen zu rechnen ist...
******n_S Frau
4.726 Beiträge
Gruppen-Mod 
Ich persönlich finde Sprache ein wichtiges Mittel, denn mit Sprache kann man Bilder malen mit Worten, kann man verzaubern und gleichzeitig jemanden zu Tränen rühren.

Sprache ist für mich etwas sehr mächtiges. Gesprochene Wörter kann man oft nicht mehr zurücknehmen, einmal gesagt bleiben diese für immer im Unterbewusstsein und gerade im BDSM ist es oft ein schmaler Grad, denn manches brennt sich für immer ein bei einem devoten Part.

Gleichzeitig brauch ich keine Fachbegriffe für das, was ich persönlich lebe. Das einzige was es für mich braucht ist Fühlen, ist Tiefe, ist Leben.
Wenn jemand sehr viele Fachbegriffe nutzen würde, so würde es mich persönlich in den Fingern jucken um zu schauen, wie viel hinter diesen steckt. Wie viel Gefühl in ihm ist, wie sehr er das lebt, was er vermeintlich nach außen zeigt.

Ich glaube, dass wenn man in sich ruht, man all diese Begriffe nicht wirklich benötigt, denn man kann es anders ausdrücken.
*******a_72 Frau
4.618 Beiträge
Bei einem Profil mit vielen Fachbegriffen würde ich komplett abschalten. Weil ich überlege was will der mir eigentlich erzählen. Das offene klare Wort und kurz prägnant ist für mich wichtig.
Auch bei anschreiben denke ich mir komm doch endlich auf den Punkt. Bei anderen kann ich dann gleich sagen würde passen oder eben nicht weil sie klar und deutlich formuliert sind.
*****_85 Paar
23 Beiträge
Mir ist Sprache sehr wichtig – nicht, weil ich sie besonders akademisch verwenden will, sondern weil sie viel über unser Denken und unseren Umgang miteinander verrät.

Ich achte z. B. darauf, wie ich Dinge formuliere. Wenn mein Kind sagt: „Ich kann das nicht“, antworte ich mit „Du kannst es noch nicht.“ Sprache prägt unsere Haltung, und umgekehrt.

Was du beschreibst, kenne ich aber auch: Texte, die sich in Fachbegriffen und verschachtelten Sätzen verlieren, ohne wirklich etwas zu sagen. Das wirkt auf mich weniger intelligent als bemüht – eher nach Dampfplauderei als nach Substanz.
Ich finde: Wer wirklich etwas zu sagen hat, kann es auch einfach ausdrücken.

In der direkten, persönlichen Kommunikation nutze ich allerdings gern eine bildhafte oder auch blumige Sprache – nicht, um zu beeindrucken, sondern um meine Standpunkte klarer und greifbarer zu machen. Oft versteht man ein Gefühl oder eine Haltung besser, wenn man sie spürt, statt sie nur sachlich erklärt zu bekommen.

Er
********erJC Mann
307 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *****_85:

Ich finde: Wer wirklich etwas zu sagen hat, kann es auch einfach ausdrücken.

Gut auf dem Punkt gebracht.

Wer wirklich etwas zu sagen hat, dem hört man zu. Schachtelsätze und dergleichen verwirren, lassen einen unaufmerksam werden.

Aus der Sicht eines Herrn: meine Sätze sind knapp, klar und unmissverständlich. Kommen Rückfragen, habe ich nicht präzise genug formuliert. Also lag es an MIR als bei meinem Gegenüber.

Sprache ist auch ein Spiel, damit kann ich Bilder erzeugen. Dennoch sollte ich immer im Blick behalten, was ich damit erreichen möchte.

Kommt die „Message“ erst nach der dritten Nachfrage rüber, ist etwas falsch gelaufen
*****976 Frau
373 Beiträge
Sprache ist für mich sehr wichtig. Sie ist mehr als Mittel zum Austausch - sie zeigt Haltung, Achtsamkeit und manchmal auch, wie jemand denkt, fühlt und sich ausdrückt.

Ich erlebe es ähnlich wie du: Oft wird in Beiträgen so kompliziert, verschachtelt und überladen formuliert, dass der eigentliche Sinn verloren geht. Für mich wirkt das dann weniger intelligent, sondern eher distanziert. Ich glaube, wahre Stärke in Sprache liegt nicht in Fremdwörtern oder verschachtelten Sätzen, sondern darin, klar, achtsam und ehrlich zu schreiben - so dass man es versteht.

Natürlich darf Sprache, spielerisch, poetisch und/oder fachlich präzise sein, aber sie soll ergänzen und verbinden. Sobald sie unverständlich wird, verliert sie für mich den eigentlichen Sinn und ihre Wirkung.
********erJC Mann
307 Beiträge
Themenersteller 
Zitat von *****976:
Sprache ist für mich sehr wichtig. Sie ist mehr als Mittel zum Austausch - sie zeigt Haltung, Achtsamkeit und manchmal auch, wie jemand denkt, fühlt und sich ausdrückt.

Ich erlebe es ähnlich wie du: Oft wird in Beiträgen so kompliziert, verschachtelt und überladen formuliert, dass der eigentliche Sinn verloren geht. Für mich wirkt das dann weniger intelligent, sondern eher distanziert. Ich glaube, wahre Stärke in Sprache liegt nicht in Fremdwörtern oder verschachtelten Sätzen, sondern darin, klar, achtsam und ehrlich zu schreiben - so dass man es versteht.

Natürlich darf Sprache, spielerisch, poetisch und/oder fachlich präzise sein, aber sie soll ergänzen und verbinden. Sobald sie unverständlich wird, verliert sie für mich den eigentlichen Sinn und ihre Wirkung.

Dem schließe ich mich an.
Die Kunst der Sprache liegt darin, den Zuhörer an seine Worte zu fesseln, Interesse zu erzeugen.

Das erzeuge ich nicht durch vermeintlich intellektuelles Geschwurbel, es distanziert eher.

Dazu muss man kein Philosoph sein, jedoch sollte man immer achtsam im Blick haben, welche Wirkung ich mit meinen Worten erreiche…
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