Understatement des eigenen Seins
Oftmals lasse ich gerne meine Blicke schweifen, über Veranstaltungstexte, über Foren und verschiedene Gruppe und sehr oft fällt mir heutzutage etwas auf in die Richtung gehend von "gesehen und gesehen werden", ein hervorheben des eigenen Seins.Und im Gegensatz dazu denke ich gerne an ältere Zeiten zurück, erinnere mich an einen Stammtischbesuch, wo eine kleine Vorstellungsrunde stattfand und ein dominanten Mann gefragt wurde, wie lange er denn schon BDSM auslebe und er antwortete: "Eine Zeit lang". Damals grinsten einige der Anwesenden, denn sie wusste, dass er einige Jahrzehnte bereits Erfahrungen hatte und doch war es eine Art Zurückhaltung von ihm niemals mit seiner Erfahrung zu imponieren anderen.
Heutzutage merke ich oft eine gewisse Form von offensiveren Selbstmarketing, Selbstdarstellung und wenn man hinter diese Fassade blickt, dann ist es wie das schauen in ein schwarzes Loch ohne Inhalt.
Was meinen die werten Mitglieder dieser Gruppe? Warum gibt es heutzutage weniger Understatement und deutlich mehr "zeigen"?
Gibt es eine Art Angst, nicht mehr aufzufallen und nicht gesehen zu werden, wenn man sich zurückhält?
Ich erinnere mich an das Kennenlernen mit meinem Herrn damals, er war der einzige Mann, der sich zurückhielt damals. Alle anderen, die sich als dominant ausgaben, rannten mich gefühlt um um gesehen zu werden von mir.
Wie ist es bei euch? Zeigt ihr euch offen und sichtbar oder seid ihr eher die Personen, die zwar ihr Neigungen und ihr Wesen präsentieren allerdings dieses nicht überall sichtbar zeigen müssen?








