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Blut ist kein Parfüm

******n_S Frau
4.767 Beiträge
Themenersteller Gruppen-Mod 
Blut ist kein Parfüm
Ich hab mir eine Gedanken um den Wert einer Devota gemacht und möchte gerne einen kleinen Text teilen und anschließend würden mich die Gedanken der Gemeinschaft interessieren.

"Sie kommt mit Wunden.
Frisch oder vernarbt.
Manche sichtbar. Die meisten nicht.
Sie legt sie nieder wie eine stumme Opfergabe – hofft vielleicht, dass jemand hinsieht, ohne zu richten.
Oder gerade, weil er richtet.

Und er?
Nennt sie "wertlos".
Weil sie sich nicht wehrt.
Weil sie sich ergibt.
Weil sie alles still aushält.

Doch Blut ist kein Parfüm.
Und Schmerz ist keine Währung.

Wir haben verlernt, den Unterschied zu sehen.
Zwischen echter Hingabe und erlerntem Gehorsam.
Zwischen kraftvoller Unterwerfung – und dem Überlebenstanz eines gebrochenen Mädchens im Körper einer Frau.

Der Wert einer Devota misst sich nicht an ihrer Leidensfähigkeit.
Nicht daran, wie viel sie aushält. Wie still sie bleibt.
Nicht an blutigen Knien, an durchwachten Nächten, an stummem Dienen.

Sondern daran, wie sehr sie sich selbst kennt – und dennoch bereit ist, sich zu schenken.
Nicht als Leere, die gefüllt werden will.
Sondern als Fülle, die bewusst loslässt.

Echte Hingabe ist kein Reflex.
Sie ist Entscheidung.
Sie ist mutig.
Und sie ist unbequem.
Weil sie nichts mehr versteckt. Weil sie alles sichtbar macht – auch für den, der sich „Dom“ nennt.

Eine Devota, die ihren Schatten kennt, wird nicht leicht zu führen sein.
Sie wird fordern. Nicht mit Worten – sondern mit Tiefe.
Mit Wahrheit.
Mit Präsenz.

Und der Herr, der das nicht aushält?
Der eine „wertlose“ Devota will, weil er selbst ihren Glanz nicht tragen kann –
der verdient keine.

Denn:
Schatten zu führen braucht mehr als eine Peitsche.
Es braucht Herz. Es braucht Mut.
Es braucht Verantwortung.

Blut ist kein Parfüm.
Und wer den Duft echter Hingabe sucht,
sollte nicht in Wunden graben –
sondern bereit sein, selbst nackt zu stehen
."

__________________________________________________________________

Gibt es so etwas wie „würdige“ Unterwerfung?

Muss eine Devota sich selbst verlieren, um wertvoll zu sein?

Und warum übt die Idee der „Wertlosigkeit“ auf manche eine solche Faszination aus?
*********lity Mann
310 Beiträge
In meiner Vorstellung und in meinem Tun ist Unterwerfung ein Geschenk. Man würdigt sie, indem man auf das Gegenüber eingeht und dem Spiel oder der Interaktion Lust verleiht. Genau das ist die Herausforderung, von der aus meiner Sicht jeder Dom steht. Ein Neigungsbogen hilft da ungemein, denn er zeigt, in welchem Rahmen ein Spiel stattfinden kann und sollte.

Natürlich wird es auch hier Ausnahmen und Menschen geben, die den Aspekt der Wertlosigkeit teilweise oder allgegenwärtig brauchen. Hier halte ich eine genaue Betrachtung der Gründe und deren Reflexion für unabdingbar, um einem ungesunden Spielverhältnis vorzubeugen.

Liebst
S_A ☺️
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