Für mich ist es eher ein Zeichen von Werteverfall, wenn nach der Sichtweise anderer gefragt wird und dann jede andere Sichtweise am eigenen Tunnelblick zerschellt und man immer wieder wiederholt, wie man es selbst sieht.
Ein hoher Wert, nicht nur in der Kommunikation, sondern im Miteinander ist es doch, dass man sich gegenseitig bereichert, ergänzt und miteinander wachsen kann. Dafür sorgen soziale Gruppen, in die man sich begibt. Vereine sind ein klassisches Beispiel der Vanilla-Welt, Zirkel ein Beispiel aus der D/s Welt und was ist eine Partnerschaft oder Familie anderes als die kleinste soziale Gruppe, in der man dieses Ziel verfolgen kann.
Dabei ist es für mich egal, ob ich zwei oder drei Sklavinnen habe. Wichtig ist, dass ich ihnen nach meinen Werten gerecht werden kann und sie meinen Ansprüchen genügen. Erst wenn ich das nicht mehr schaffe - und das können ganz verschiedene eigene wie fremde Umstände sein - dann setzt der Werteverfall ein, denn durch die notwendigen Kompromisse verlieren sie an Wert.
Im übrigen glaube ich, dass Exklusivität an sich kein Wert ist. Man kann auch mit einer einzelnen Dame nach schlechten Werten leben. Werte sind für mich eher Treue, Aufrichtigkeit, Anstand, Manieren und noch einige andere, womit ein wertvolles Miteinander genährt wird.
Eventuell ist mit der ursprünglichen Äußerung auch gemeint, dass sich die Gesellschaft um einen herum in eine Richtung entwickelt, die den eigenen Werten nicht entspricht und man diese somit eher im Verfall ansieht. Hier lauert jedoch möglicherweise ein anderer Trugschluss, denn eine andere Form von Werteverfall wäre, wenn die eigene Entwicklung zum stehen kommt und man sich und sein Umfeld nicht mehr weiterentwickelt. Stillstand ist bereits das erste Zeichen dafür. Deswegen ist es gut, dass sich eine Gesellschaft weiterentwickelt. Ob nun als Paar, Gruppe oder als Menschheit insgesamt.
Sir M.