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Vorschlag für ein Sonntagsessen: Klops nach Königsberger Art

*****lub Frau
945 Beiträge
Themenersteller 
Vorschlag für ein Sonntagsessen: Klops nach Königsberger Art
Vorbereitung:
• am Abend vorher Dir überlegen, was Du kochen willst, gucken ob Du alle Zutaten hast, wenn nicht, das fehlende noch kurz besorgen
• früh dann gut ausschlafen, nachm aufwachen noch bisschen im Bett rumgammeln, ein Buch lesen, im Internet surfen, ... was Du halt magst
• gegen 10 Uhr frühstücken, am besten frische Brötchen, wenn Du einen Bäcker in der Nähe hast, der Sonntags backt (danke an dieser Stelle dafür an die Bäcker, die sich das antun) und jemanden der da hinlatscht, um die Brötchen zu holen.
• gegen 11 Uhr soll der Typ, mit Du dann gedenkst zu dinieren, Deine Wohnung verlassen, der stört nur, redet ungefragt rein, lenkt Dich ab ... (der muss in der Lage sein, sich 5 Stunden selbstständig ohne Deine Hilfe zu beschäftigen, kann der das nicht: denke Dir kleine Aufgaben für den aus, muss nur außerhalb Deiner Wohnung irgendwas sein); wenn Du Kinder hast: der soll die mitnehmen.
• optional kannste dann das Radio einschalten, wenn der Typ draußen ist

Jetzt gehts los mit kochen.
Koch Dir erst mal einen Tee, damit Du zwischendurch immer mal was zu trinken hast.

• Hackfleisch: Geh zu einem guten Metzger, noch besser einer Hausschlachterrei, die die Viechter selber aufzieht, die sie dann schlachtet und kauf was Ordentliches. Ich hab das dieses Mal versäumt, hab ich das Zeug aus dem Supermarkt genommen, was am Abend halt noch da war (davon abgesehen, ist das Hackfleisch von der Supermarkt-Metzgertheke auch bloß nicht besser, als das abgepackte Zeug)
• an das Hackfleisch für Königsberger Klopse muss man eigentlich eine (1) Sardelle machen. Sardelle ist Anchovis, manche mögen den Geschmack, ich finds: igitt. Außerdem hab ich, als ich diesen wichtigen Zubereitungshinweis mal hörte, keine Sardellen im Supermarkt gefunden & mir gedacht: na gut, Sardinen gehen wohl auch. Deswegen kommen bei mir Sardinen und keine Sardelle an die Königsberger Klopse. Ne Büchse Ölsardinen hat außerdem Nutriscore A (ist also gut) - an die Fleischmasse kommen nur die Sardinen, in dem Öl aus der Sardinenbüchse bräts Du später die Zwiebeln für die Soße an
• Du brauchst Kapern: Kleine (die sind billig) für die Fleischmasse und größere (die sind etwas teurer) für die Soße später, den Kapernsaft (das ist im Wesentlichen Essig mit Salz) brauchst Du später für die Soße auch
• 1 altbackenes Doppelbrötchen (das kann knochenhart sein, egal), das schneidest Du klein, gib einen Schwapp kalte Milch dran und einen etwas größeren Schwapp heißes Wasser
• Zwiebeln 2 - 4 (je nach Größe): So fein Du es hinbekommst schneiden (oder einen Multizerkleinerer nehmen: pass nur auf, dass Du dann kein Zwiebelmus hast). Die Hälfte kommt an die Fleischmasse, die andere Hälfte dann später in die Soße
• Schalen-Abrieb von 1 Zitrone
• Senf, Pfeffer, Salz

Das alles vermengst Du zu einem Teig, wenn Du eine Küchenmaschine hast: Die braucht dafür 1-2 Minuten. Dann kommt die Fleischmasse in den Kühlschrank, damit sich die Aromen verbinden und Du machst Pause.
Du kannst nun lesen, Dich um Deine Pflanzen kümmern, Dir die Nägel lackieren, egal. Mach wonach auch immer Dir ist.
Mit kochen gehts später weiter.
*****lub Frau
945 Beiträge
Themenersteller 
Als nächstes kommt der Rohkostsalat. Nimm keinen grünen Blattsalat, sondern irgendwas, was durchziehen soll und kann und dann trotzdem schmeckt.
Das ist schnell gemacht, Zutaten schnibbeln, in ner Schüssel vermengen, dann ab in Kühlschrank.

Vorschlag: Spitzkohl, Möhre, Paprika, Apfel, abschmecken mit Zitrone (hast Du eh noch, weil Du ja fürs Fleisch schon Zitronenabrieb gebraucht hast), Dill, Kümmel, Salz. Bisschen Öl dran.
Kümmel muss man leicht anstoßen. Zitronensaft über den geschnibbelten Apfel kippen, damit der nicht braun wird.

Wenn Du das hast: Pause machen.
*****lub Frau
945 Beiträge
Themenersteller 
Nun die Zwiebeln für die Soße glasig schwitzen (die sollen nicht braun werden oder anrösten, sondern nur glasig anschwitzen), dann Mehl drüber, dann unter rühren mit einem Schneebesen Gemüsebrühe zugeben (am besten selbst gemacht, aber gekörnte Brühe tuts natürlich genau so).
Ich mag viel Soße. (Wenn da was übrig bleibt, kann man die am nächsten Tag nochmal aufwärmen und mit ner Scheibe frischem Brot essen - so man einen Bäcker hat, der ein gutes Brot hinbekommt).
Jetzt die Soße einmal richtig aufkochen lassen. Dann die Hitze wegnehmen, nur noch leicht unterm Sieden halten. Einen Schwapp Sahne dazu (nicht mehr als 1/4 Becher), Kapern dazugeben, Kapernwasser. Noch bisschen abschmecken (mit Salz, Pfeffer) - so richtig schmeckt das noch nicht: Der Geschmack kommt dann später erst durch die Klopse rein.

Klopse aus der Fleischmasse formen und die in die Soße legen. Die ziehen bei seichter Temperatur in der Soße gar (45 Minuten vllt.)

Übrige Fleischmasse frierst Du ein, falls es mal schneller gehen muss.
Das was vom gekochten Essen übrig bleibt, kannst Du dann auch portionsweise eingefrieren, kannst Du mit auf Arbeit nehmen, wenn Du da keine Kantine hast. Oder nach der Arbeit eben essen, wenn Du auf Arbeit noch nicht mal Essen aufwärmen kannst.
Jetzt setzt Du das Kartoffelwasser auf und räumst Deine Küche auf.
*****lub Frau
945 Beiträge
Themenersteller 
So langsam wird der Typ wieder erscheinen, es ist jetzt etwa 16 Uhr.
Der kann dann noch die Kartoffeln schälen, damit Du Dir die Finger nicht verbrennst und Du deckst den Tisch inzwischen. Später nach dem Essen, kann er sich um den Abwasch kümmern bzw. die Spülmaschine einräumen & die Essensreste verräumen. Zw. 16:40 und 17:00 Uhr seid ihr fertig mit Essen und könnt überlegen, was ihr den Rest des Tages machen wollt.
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