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Allzweck-Creme für trockene Haut mit ätherischen Ölen

*****lub Frau
946 Beiträge
Themenersteller 
Allzweck-Creme für trockene Haut mit ätherischen Ölen
Hallo zusammen,
hab mal eine kurze Anleitung zur Herstellung einer Creme erstellt. Vllt interessierts ja wen.
Viel Spaß beim nachmachen - ist ganz leicht.

Inhaltsstoffe:
Cetylpalmitat - das ist künstliches Walrat; kein Bock auf echten Walrat - aber der ist gut für die Haut und seit Jahrhunderten bewährt (12 Teile)
nichtionische Alkohole - das ist der Emulgator (macht in etwa das Gleiche wie das Cholesterin in Ei: Öl&Wasser verbinden) (10 Teile)
Glycerol - gut für die Haut (15 Teile)
----
alle übrigen Zutaten, kannst Du nach Belieben zugeben, so wies Dir halt taugt und die Konsistenz ergibt, die Dir gefällt (Augenmaß)
Du brauchts noch:
• Wasser (abkochen! Creme enthält keine Konservierungsstoffe)
• fette Öle (Mandelöl, Hagebuttenöl, Aprikosenkernöl, Jojobaöl, Distelöl - egal, was Du magst ... oder kannst auch Sheabutter einarbeiten)
zum Schluss: Ätherische Öle (ich hab dieses Mal genommen: Kamille blau, Blutorange, Nelkenblüte, Rose (bulgarisch), Rosenholz, Sandelholz)
Kamille blau nehm ich deshalb gern:
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/titel-05-2003/
Ich kauf das Kamillenöl bei Primavera - weil die das in 1ml-Abpackungen haben, Kamillenöl ist vergleichsweise teuer und verdirbt recht schnell

Die Creme im Kühlschrank aufbewahren & alsbald verbrauchen (keine Konservierungsstoffe)
Die Creme emulgiert auf der Haut dann erst noch mal so richtig auf (d.h. man muss ne Weile schmieren, bis die weg ist, aber dann ist die auch eingezogen und fettet gut)
*****lub Frau
946 Beiträge
Themenersteller 
Vorbereitung:
Grundzutaten langsam bei niedriger Hitze schmelzen (dauert... Geduld haben)
Wasser abkochen
bis das Zeugs geschmolzen ist, kühlt das Wasser wieder ab, beides hat dann in etwa die gleiche Temperatur (gleiches Prinzip wie bei Sauce Hollandaise)
*****lub Frau
946 Beiträge
Themenersteller 
dann fette Öle zur Grundmasse geben, Rühren, beim Rühren Wasser zugeben.
Kalt rühren (ca. 30 Minuten dauert das).
Zum Schluss die ätherischen Öle zugeben, nochmal rühren.
In Gläser füllen. Fertig.
*****lub Frau
946 Beiträge
Themenersteller 
Wenn Dir das zu aufwendig ist: Nimm irgend eine Basiscreme, rühr die atherischen Öle ein. Fertig.
*****lub Frau
946 Beiträge
Themenersteller 
Oder nimm eine Basiscreme, misch die mit fetten Ölen, ätherische Öle dazu, fertig.
***_r Mann
2.076 Beiträge
Gruppen-Mod 
Moin @*****lub
heute habe ich ein Blatt meiner Aloe Vera abgeschnitten und daraus fast eine Tasse Gel gewonnen.
Was würdest du daraus machen?
Ich habe das Gel pur probiert und vertrage es sehr gut.
Zur Überwinterung braucht die Pflanze die ganzen Blätter nicht. Sie ist extrem gewachsen in diesem Jahr. Und etliche Kindl sind auch noch dran.
*****lub Frau
946 Beiträge
Themenersteller 
mhhhm, ja spannende Frage.
Ich hatte mal (vor Jahrzehnten) eine sehr unschöne Begegnung mit einer Feuerqualle (ergab ein "Branding" aus Quallenkörper und Tentakeln, was meinen Oberarm dann ein paar Jahre "zierte"^^), das war an einer abgelegenen Bucht am Cabo de Gata und die nächste Apotheke, in der ich Brandsalbe o. Ä. hätte bekommen können, wäre erst nach mehrstündigem Fußmarsch wieder erreichbar gewesen. Da hat mir jemand mit einer Salbe aus Aloe vera geholfen. Also "aus Aloe vera" - so war zumindest damals die Aussage der Person, die mir das gab, war irgendwas selbst zusammen Gemixtes von jemanden, der dort am Cabo de Gata lebte und nicht nur das pure Gel, sondern eher eine Salbe. Ich war zuerst skeptisch, weil ich da nix "fettiges" von unbekannter Zusammensetzung drauf schmieren wollte. Hat aber erstaunlich schnell und wirklich gut gegen die höllischen Schmerzen geholfen. Scheint also was zu können - kann aber leider nicht sagen, was genau da zusammen gerührt und mir gegeben wurde und war mir damals ehrlich gesagt dann auch egal (schlimmer konnts eh nicht mehr werden^^).

Irgendeinmal hatte ich dann auch selbst hier zu Hause so eine Pflanze. Hab sie irgendwann entsorgt, da die eben wirklich stark wüchsig sind und einem über den Kopf wachsen und die ganzen Kindeln dann auch irgendwann nerven. Das ausgeschabte Gel selber gefällt mir von der Konsistenz nicht - ist mir zu "glibberig". Sieht man auch auf Deinem Bild recht schön - das ist keine homogene viskose Masse. Wem das egal ist, der kann das sicher so pur verwenden (Sonnenbrand oder ähnliches). Würde ich aber eben nur frisch verwenden. Alles was einen hohen Wasseranteil hat, muss eben irgendwie vor mikrobiologischem Verderb geschützt werden, wenn man das nicht relativ unmittelbar verbrauchen will.
Beim Aloe vera Gel scheint darüber hinaus Oxidationsempfindlichkeit eine Rolle zu spielen.
Steht zumindest hier:
https://www.gruenes-archiv.de/aloe-vera-gel-selber-machen/

Man kann sicher versuchen, das zu homogenisieren und dann wohl auch als Wasserphase in einer Creme verwenden. Dann müsste man sich Gedanken machen, wie man das konserviert und welches Antioxidans man zur Stabilisierung einbaut.
Wenn man selber Cremes "bauen" will, kann das sicher nicht schaden, sich mal mit den Grundlagen dazu zu beschäftigen. Im Grunde genommen ist es ja relativ einfach (Fettphase + Wasserphase + Emulgator) und jeder der ne Buttercreme zusammen gerührt kriegt, kann das auch.
Wenn man dann aber bestimmte Ansprüche hat (Was soll die Creme können? - die Haut hydratisieren und/oder fetten?; Wie soll die sich anfühlen? - Spreitvermögen, Konsistenz, wie "zieht" die ein?) ist es halt dann schon nicht mehr ganz so trivial und auch die Zutaten (wie Emulgatoren, hochwertige Pflanzenöle usw.) je nach Anspruch nicht ganz so billig. Und wenn einem das dann verschimmelt oder sich wegen nicht ausreichender Stabilisierung in eine braune, undefinierbare Masse verwandelt, ist es schon echt schade.

Oxidationsempfindlichkeit bedeutet übrigens, dass ein bestimmter Stoff mit dem Luftsauerstoff reagiert. Den Effekt kennt man nicht nur vom Eisenoxid aka Rost, sondern zum Beispiel auch von alten Apfelsorten, die nach dem Anschneiden braun werden. Man sollte aber im Hinterkopf haben, dass dies unter Umständen nicht nur ein optisches Problem ist (wie beim angeschnittenen Apfel), sondern dabei eben auch Stoffe entstehen können, auf die man dann (schwer) allergisch reagiert (wie zum Beispiel beim Teebaumöl - das an und für sich super verträglich ist, aber nur solange es nicht oxidiert). Insofern sollte man eher vorsichtig agieren, wenn irgendwo bei steht "ist oxidationsempfindlich" und es nicht unbedingt auf irgend einen wilden Versuch ankommen lassen, Hauptsache "rein natürlich".
*****lub Frau
946 Beiträge
Themenersteller 
Zur Haltbarkeit von äth. Ölen für die Hautanwendung bekam ich grad vor paar Tagen eine Zusammenfassung via Newsletter.
Zitrusschalenöle und Teebaumöl sind "kristische Kandidaten"
Am besten das Öffungsdatum auf der Flasche notieren.
Quelle: Newsletter Oshadi
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