@fetzigespaar
Hallo ihr zwei Süßen,
wir haben eigentlich noch etwas abwarten wollen, ob sich zu eurer Anfrage noch jemand zu Wort melden möchte, nur da bereits ein anderes Kapitel Beantwortung gefunden hat, wollen wir nicht, dass eure Anfrage unbeantwortet bleibt.
Sauerkraut im Tontopf 5L (Gärtopf)
ist ein milchsäurevergärtes Weißkraut, idealer Weise das Winterkraut da es etwas kompakter ist.
Wir wollen aber gleich dazu anmerken, dass ihr fast jedes Gemüse milchsäurevergären könnt.
Wichtig ist das Kraut nicht vorher Waschen, wenn die Deckblätter noch brauchbar sind unbedingt mitverwenden. Die ersten 4 Deckblätter im ganzen lassen und vorerst nur zur Seite legen, danach halbiert ihr das Kraut und schneidet halbkegelförmig den Strunk heraus, wenn ihr eine Krauthobel habt hobelt ihr das Kraut in möglichst lange dünne Streifen, das könnt ihr aber auch mit einer Küchenmaschiene mit Schneidetellern machen oder einfach ein scharfes langes (glatte Klinge) Küchenmesser verwenden.
Ihr nehmt euren
nicht mit Spülmittel gereinigten Tontopf (immer nur mit heißem Wasser reinigen) und legt den gesamten Topfboden mit 2 Deckblättern aus, darüber streut ihr einen Esslöffel Zucker (auch 1/8L Molke ist möglich) als Starthilfe, geht aber auch ohne, dann einen Esslöffel Salz ( es ist vollkommen egal ob ihr jodiertes oder unjodiertes Speisesalz verwendet, die Geschichten über Fehlgärungen bei jodiertem Salz halten sich leider hartnäckig, sind aber unbegründet, Fehlgärungen entstehen Hauptsächlich durch fehlerhafte Verarbeitung beim einlegen, wenn zum Beispiel Luftbläschen im Kraut-Flüssigkeitsgemisch verbleiben!) darüberstreuen, danach eine Schicht geschnittenes Kraut (Schichtdicke ungefähr 5-6 cm), danach noch einen Esslöffel Salz darüberstreuen, jetzt kommt eure geballte Faust (natürlich mit heißem Wasser gewaschen) zum Einsatz, mit dieser stampft und knetet ihr das Kraut so lange bis es viel Saft abgegeben hat und schön weich und geschmeidig ist, nun kommt die nächste Schicht Kraut, das wiederhohlt ihr so lange bis euer Gärtopf ca. 3/4 voll ist.
Ihr könnt für den Geschmack einen gestrichenen Esslöffel Kümmel (bei Pulver etwas weniger) ca. 7-10 mit dem Messer angedrückte Wacholderkörner für den Geschmack dazu unterkneten.
Jetzt kommen noch die letzten 2 Deckblätter darüber, die ihr mehrfach mit einer Spicknadel oder ähnlichem durchstecht, so dass keine Luftpolster mehr darunter sind. In eurem Gärtopf, findet ihr meistens 2 Steine die ihr jetzt darauf packt, so dass die durch das einstampfen entstandene Flüssigkeit das gesamte Kraut bedeckt, nun gebt ihr den Deckel darauf und füllt den Rand des Gärtopfes mit etwas Wasser, nach ca. 3Wochen ist es fertig.
Bei einer Temperatur von 20-22°C (meistens 2-3 Tage) bringt ihr die Gärung in Schwung, danach sucht ihr einen Ort mit ca. 15°C und lasst es 2-3 Wochen langsam säuern. Danach kalt stellen ca. 4-8°C und 4-6 Wochen nachreifen lassen, dann ist es absolut Super.
Guten Appetit
Dieses Rezept könnt ihr nach eurem Geschmack auch mit anderen Gemüse vareiiren, lasst eurer Fantasie freien Lauf.
Gärtöpfe bekommt ihr im Fachhandel in allen Größen.
Busserl desire_69
