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Grapefruit und andere Früchtchen

****rna Frau
Themenersteller Gruppen-Mod 
Grapefruit und andere Früchtchen
Nein, das wird keine persönliche Laienanfrage, auch wenn mein nachfolgendes Intro so klingen mag, mir stellt sich die Frage, ob wir denn alle, die wir so jeden Tag mit Medikamenten umgehen, auch wissen, wie selbige zu handhaben sind.
Ich habe momentan eine mehrwöchige Medi- Therapie abzuleisten, die ist noch relativ neu und somit sind Neben- und Wechselwirkung noch nicht wirklich alle im Waschzettel zu finden. Soweit so gut.
So zog ich also kürzlich duch den Supermarkt und besorgte mir einen Liter Grapefruit-Saft, und kaum zu Hause, in´s Glas gefüllt ....und wieder weggestellt, weil mir einfiel, daß eben gerade Grapefruit in seiner Wechselwirkung mit Medikamenten nicht zu unterschätzen ist. Dasselbe gilt für Johanniskraut. Des weiteren gibt´s noch andere Dinge zu beachten, als da wäre Eisenpräparate mit Vitamin-C einzunehmen oder der Klassiker Antibiotika nicht mit Milch.
So habe ich mich also auf die Suche nach der Grapefruit gemacht, und bin auch tatsächlich fündig geworden, allerdings nicht hier, sondern in den Staaten. Dort fand ich eine (mutmaßlich nicht vollständige) Seite der Wirkstoffe, die sich mit der Frucht nicht vertragen. Die besagte Wechselwirkung kann sich äußern in einer Verminderung der Wirkung des Präparates, oder auch in einer Verdoppelung der Wirkung (letzteres könnte kriminelle Ausmaße annehmen).
Es finden sich auf dieser Listung unter anderem Diazepam und amiodaron (kennen wir alle) und......vor allem hier im Joyclub nicht uninteressant: vardenafil, tadalafil und sildenafil. Bedauerlicherweise sagt die Liste nichts darüber aus, ob sich die Wirkung verringert oder verdoppelt.....


Ich fände es schön, wenn sich noch ein paar Infos zusammentragen ließen *freu*
(....die nicht unbedingt alle mit der Grapefruit zusammenhängen müssen)
**************
Also als Apotheker würde ich zum Thema Grapefruit und Medikamente sagen: Auf keinen Fall zusammen *panik* *wuerg* *wuerg2* *umfall* !!!
Die Grapefruit hat so einen wahnsinnigen Einfluss auf die CYPs, dass das echt sehr unschöne Wechselwirkungen haben kann. Deshalb ist es auch - meiner Meinung nach - viel zu kompliziert aufzulisten was mit welchem Wirkstoff genau passiert.
**********eiber Mann
Die Leber steht unter Verdacht
Sildenafil - wie alle PDE-Hemmer - wird in der Leber durch u. a. durch Cytochrom 450 katabolisiert (u. a. eine N-demethyliert) und über die Niere ausgeschieden.

Gegenstand der aktuellen Forschung ist eine mögliche Interaktion eines Bestandteiles des Grapefruitsaftes mit diesem recht komplexen Katabolismus.
Im Übrigen beeinflußt Grapefruitsaft die Plasmaverfügbarkeit einiger Medikamente.
Auch im Tubulussystem wird modifiziert, resorbiert und rückresorbiert. Im Gespräch stehen wohl auch hier eine Hemmung, respektive Förderung der Tranpsorterkomplexe.

Es mag Kollegen, etwaig Pharmakologen geben, die hier mehr Wissen aufweisen. Dies ist so das "Hausmütterchen-Wissen" der Intensivmedizin.

Weder eine Garantie auf Richtigkeit, noch auf Vollständigkeit.
Es beantwortet auch nicht wirklich Deine Frage, Dalarna. Das fiel mir gerade so spontan ein.

Es grüßt euch der habrfeldtreiber
****rna Frau
Themenersteller Gruppen-Mod 
Deshalb ist es auch - meiner Meinung nach - viel zu kompliziert aufzulisten was mit welchem Wirkstoff genau passiert.

Das muss auch garnicht sein, ich denke nicht, das wir hier vorhaben zum Pharmazeut umzuschulen (bezahlt das das Arbeitsamt??)
Mir ging es lediglich um die bekanntesten Wechselwirkungen, die wir halt in der Praxis nicht immer so im Gedächtnis haben. Wie zum Beispiel eben besagte Grapefruit, oder auch das Einnehmen von Medikamenten mit Milch.
**********eiber Mann
Nicht wirklich Grapefruitsaft...
...aber Nitrospray.

Ich denke, das werden die meisten von euch schon wissen. Aber PDE-5-Hemmer (Viagra und wie sie alle heißen mögen) vertragen sich ungut mit Nitrospray.
Was man, respektive der Notarzt bei bei Angina Pectoris und Herzinfarkt unter die Zunge sprüht. Gibt es auch als Kapseln zur Eigendosierung.
Besagter Saft wechselwirkt auch mit diesem Nitrospray. Vermutlich über Calcium-Kanäle, welche dafür Sorge tragen, daß sich die glatte Muskulatur relaxiert.

Ich weiß ja nicht, ob das alles zu off-topic oder speziell ist. Geht mir nur grad so durch den Kopf.

Mir fällt halt im Alltag ganz oft auf, daß Patienten, die notfallmäßig versorgt werden, oftmal "die roten Kapseln" und "was für die Potenz" kombinieren...obgleich es eigentlich jeder Hausarzt beim Verschreiben sagen müßte. Hat bisweilen unschöne Auswirkungen.

Wie gesagt...sorry, wenn off topic

Gruß vom habrfeldtreiber
****rna Frau
Themenersteller Gruppen-Mod 
Ja, Hausärzte sollten das erwähnen. Aber die Hausärzte wissen oftmals nicht, was der Patient so nebenher noch einwirft. Und nicht jeder Potenzpillennutzer gibt das gerne vor dem Doc an, daß er sich die Dinger aus dem Netz bezieht.
Auf der anderen Seite, ohne den Hausärzten was zu wollen, sind sie, so wie das Pflegepersonal auch, mitunter mit Betriebsblindheit gesegnet, und vergessen die einfachsten (aber wichtigsten) Dinge zu erwähnen.
*********
oh jaaa!
**********eiber Mann
Das Problem von Nitro und Viagra ist das meist gesagte, aber meist vergessene.

Es gibt eine große Zahl von Kollegen - keine Allgemeinmediziner, sondern Notärzte -, die zwar beim STEMI nach Allergien gegen ASS fragen oder die kardiale Vorgeschichte der Großeltern im Fokus halten,
aber Viagra wird von vielen vergessen.
Wieso auch immer... dazed&confused.

Man muß ganz klar betonen, daß eine Verordnung von PDE-Hemmern ohne Aufklärung über bzw. trotz bekannter Medikation von Nitrokapseln/-spray ein Kunstfehler ist.
Das hat nichts mit Alltagsstreß zu tun! Das kann richtig böse in die Hose gehen. Erlebt man leider viel zu oft. Da schmeißen Patienten vorsorglich Viagra ein (voller Vorfreude) und erleiden blöderweise (ist ja auch blöd einzuplanen) durch eine gewisse Überanstrengung - wieso wohl... - Herzprobleme. Jetzt hat der Hausarzt gesagt, in diesem Falle eine rote Kapsel. Und die Party ist im Gange.

Natürlich ist es auch vielen Patienten, wie auch vielen Ärzten unangenehm das Thema wirklich zu besprochen. Dann wird verschrieben und alle sind zufrieden.

Gruß vom habrfeldtreiber
*******ros Mann
Oh, habe die Diskussion gerade erst gesehen...
Um auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen: Grapefruit hemmt eines der vielen Cytochrom-Enzyme, nämlich CYP3A4 - das allerdings ziemlcih stark. Vorsicht ist also geboten bei allem, was über CYP3A4 aktiviert oder inaktiviert wird. So spontan fällt mir da z.B. Tacrolimus ein. Zu meinen Studenten-Zeiten war das Zeug so teuer, dass die Transplantationschirurgen an meiner Uni den Patienten täglich Grapefruitsaft gegeben haben, damit sie weniger brauchen. Ging natürlich nur, weil ohnehin häufig Spiegel bestimmt wurden.
Also einfach gucken, ob das jeweilige Medikament über CYP3A4 verstoffwechselt wird. Und wenn ja, steht der hinweis auf Grapefruit mit Sicherheit auch im beipackzettel.
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