Ambivalenter Blick in die Zukunft - Affären-Mann aufgeflogen
Ihr Lieben,ich benötige mal ein paar Gedanken, die eben nicht meinem Kopf entspringen, denn ich hänge in meinem ambivalenten Gedankenkarussell fest. Ich hoffe, dass ich mich einigermaßen klar ausdrücke, wenn auch auf das Wesentliche reduziert.
Mein monogam gebundener Liebhaber (bis 12/24 war ich selbst in offener Ehe und bin seither Witwe) ist im Juni durch eine Unachtsamkeit mit seinem Handy aufgeflogen und im Juli hat uns seine Frau quasi im Flagranti erwischt.
Wir haben seit Herbst 23 eine Affäre miteinander, die das Ziel hatte, dass wir einander geben, was uns in der Hauptbeziehung fehlte. Auch wenn wir beidseits Trennungen deutlichst ausgeschlossen haben, haben sich doch starke Gefühle über die Zeit entwickelt.
Mein Affären-Mann und seine Frau bemühen sich gerade, ihre Ehe wieder ins Gleichgewicht zu bringen und dennoch, sagt er, dass er nicht von mir lassen könne, trotz des Risikos, alles zu verlieren, wenn seine Frau ihn wieder erwischt. Er vermutet oder besser hofft/spekuliert auf ein Öffnen der Ehe in ca. 6 Monaten.
Mir fällt es irre schwer für mich eine gute Handhabung in der Situation zu finden.
Ich vermisse seine Nähe und die starken Gefühle in unserer "Blase", doch das zwischen den Stühlen sitzen und abwarten zehrt an mir. Ich verlange von mir selbst aus Anstand gerade, stark und hart zu bleiben, damit die beiden eine Chance haben und so wir vielleicht ja auch. Dafür muss ich mir gerade aber jede Sehnsucht verbieten und merke, dass mir das unterschiedlich leicht oder schwer fällt.
Doch auch zum rigorosen Aufgeben der Verbindung kann ich mich noch nicht durchringen.
Manchmal empfinde ich mich als egoistisch, dass ich keinen Schluss-Strich ziehe.
Manchmal empfinde ich einen Widerwillen ob seiner Schwäche für mich.
Und wieder in anderen Momenten vermisse ich ihn und unseren Sex so sehr. Im nächsten Moment bin ich von mir selbst angewidert und verbiete mir gleich ganz jegliche Lust, wie eine Strafe.
Ich grüble seit zwei Monaten immer wieder, was an ihm oder zwischen uns ist, dass ich nicht loslassen kann oder will.
Ich frage mich, ob ich mich zwingen sollte, das Ganze zu beenden und jetzt eben durch den Trennungsschmerz gehen muss? Oder warte ich in der Luft hängend ab, ob seine Spekulation in 6 Monaten aufgeht? Und was mache ich in der Zwischenzeit? Aktuell vergleiche ich jeden anderen Mann mit ihm - wie ungerecht und auch selbstbestrafend.
Natürlich kann mir niemand Rat geben, denn die Entscheidung muss ich allein treffen. Doch mich interessieren Eure Gedanken in der Hoffnung auf Klärung meiner eigenen.














