Ich und der billige Chinese im Homeoffice
Corona und einer Baustelle in meinen Arbeitsräumen sei Dank habe ich gerade mal etwas Zeit für Zeug zu dem man sonst nie kommt. Ich mag es nicht als Affinität bezeichnen aber ein schon länger bestehendes Interesse an Keuschheitsgürteln für Frauen ist eben da. Leider habe ich dazu im WWW bemerkenswert wenig von Frauen gefunden, die im Thema drin stecken.. Homeoffice ist da eine tolle Chance das mal auszuprobieren.Während es für Männer eine Vielzahl unterschiedlich gestalteter Produkte in jeder Preisklasse gibt, sieht es für Frauen offenbar eher dürftig aus und so reduziert sich hier die Auswahl auf wenige „Markenhersteller“ deren Preisgestaltung trotz aller Qualität letztendlich doch etwas habgierig erscheint und eben billiger Konfektionsware aus China. Insgesamt ähneln sich alle Modellvarianten sehr und deren Konstruktion findet sich auch bei den Asiaten wieder.
Aber..
Was taugt das billige Zeug? Der Volksmund in den verschiedensten Communities folgt hier gutbürgerlichem Allgemeinwissen: „Chinaware ist Ramsch und nicht zu gebrauchen, gar gefährlich“. Meist kommt das von Leuten die sich mit Mode von KiK & Co einkleiden und eigentlich kommt sehr viel Alltagskleidung eben aus Asien.
Ich sollte endlich mal zur Sache kommen, oder?
Vor kurzem habe ich für meinen Test einen KG bei einem der großen Internetversandhandel bestellt. Um den Gag nicht zu überziehen, wählte ich hier den billigsten für € 56,48, „UUIUU Damen-Keuschheitsgürtel Fetisch Slave Bondage Metall Edelstahl-Keuschheits Panty Geschlecht spielt for Frau Weiblicher Keuschheitsgürtel“. Dieser brauchte dann schnelle 18 Tage über den großen Teich bis zu mir ( da haben die Chinesen aber Gas gegeben mit ihrem Frachter..).
Der T-Straped KG ist aus Edelstahl, ist in Taille und Schritt mit Silikoneinlagen gefüttert. Im Bund wird er mit einem Steckschloss gesichert, weiterhin gibt es ein Vorhängeschloss am Frontschild mit dem man den Schritt öffnen kann. Weiterhin ist der Schrittbereich mit kleinen Löchern versehen – als Ablauf beim kleinen Geschäft. Geliefert wurde er in 2 Teilen ( Bund und Schrittteil) mitsamt einer kleinen Tüte großzügiger Anzahl Schrauben und Muttern sowie einem kleinen Blechmaulschlüssel. Darüber hinaus habe ich noch einen Kreuzschraubenzieher und eine Schlüsselfeile ( war teilweise schlecht entgratet..) gebraucht. Der Zusammenbau war selbsterklärend und schnell erledigt – nix wie rein in das Ding! Natürlich hat er nicht sofort gepasst. Also anpassen. Da alles mit Schräubchen gemacht ist, kein Problem. Anpassen war dann einige Tage lang angesagt. Konfektionsware eben.
Irgendwann schien er zu passen und so wurden die anfänglichen, kurzen 1-2 Stunden Tragezeit länger und ich mutiger, fuhr 30 km mit dem Auto zu einem Bekannten. Ein Toilettengang stand an. Mal sehen. Die Möglichkeit, den KG vorn für den Schritt zu öffnen erwies sich als nutzlos da das obere Teil fest mit dem Bund verschlossen ist und eine starre Verbindung eingeht. Man kann es also nicht hoch- oder von Körper wegklappen. Es stört also mehr als es nutzt und ist im Weg. Zudem nutzt ein KG ja wenig wenn seine Trägerin den Schlüssel hat. Es kostet etwas Überwindung, drauf los zu lullern wenn da noch ein Höschen ist.. Geendet ist das dann auch ein einer Sauerei. Ablaufbohrungen zu klein. Alles ging überall hin und hat auch die Silikoneinlage unterspült die dadurch ihren Halt verlor und der Falz mit dem sie am Blech hält absprang. Es ist mir bei geschlossenem KG nicht gelungen das wieder in Ordnung zu bringen. Da aber eben dieser Falz um die Kanten des Frontschildes die Oberschenkel vor einschnitten schützt, brach ich meinen Versuch nach einiger Zeit verärgert ab. Mein Bekannter war etwas verwundert, was ich da aus dem Bad mitbrachte als ich zurückkam..
Es folgte einige Zeit in der ich versucht habe, den Silikoneinsatz irgendwie festzukleben um das Problem zu beseitigen. Das Silikon hat sich als Klebstoffresistent erwiesen. Die letztendliche Lösung: das Ding muss noch enger. Wenn der KG wirklich überall stramm anliegt, bleibt diese Einlage auch an ihrem Platz. Allerdings kann man einer Überschwemmung nur begegnen indem man den Schließmuskel beansprucht und nur „halbe Kraft“ laufen lässt oder sich schwallweise erleichtert. Das Ganze dann zu reinigen ist Übungssache und braucht seine Zeit. Übrigens sollte man das nicht in einer zu engen Toilettenkabine irgendwo versuchen.. ( ein großes Geschäft habe ich mir bislang damit verkniffen und meine Tragezeiten entsprechend geplant).
Eng angelegt lässt der KG sich begrenzt gut tragen. Das Frontschild drückt innen etwas gegen die Oberschenkel – das wirkt sich auf die Art zu gehen aus. Da der Bund sehr eng ist, schrumpfen die Mahlzeiten, was auch dafür sorgt, dass man von einem zum anderen Tag keine Probleme hat den perfekten Sitz zu finden, sonst funktioniert das nicht.
Er ist immer zu spüren. Das Tragegefühl ist immer da, manchmal lästig. Manche KG Trägerinnen haben erzählt, Dauerbetrieb würde die Lust schwinden lassen – ich habe anderes erlebt. Das Frontschild hält das Gewebe rund um die Klit immer auf Trab – das merkt man. Wuschig beim Einkaufen war nicht lange witzig.. Nachts auch nicht. Zwar kann man schon seine Finger irgendwie darunterschieben aber der wahre Jakob isses nich.. Eher kommt es zur Sehnenscheidenentzündung als zum Orgasmus. Der KG tut also, was er soll. Jedenfalls über inzwischen einen ganzen Tag mit Toilettenpause.
Wer sich also mit dem Thema positiv interessiert befasst einen KG zu tragen, investiert das Geld für einen billigen Chinesen nicht vergeblich. Wie Ihr hier lesen könnt, genügt er in jedem Fall um erste Erfahrungen zu sammeln, Schwächen zu erkennen und später beim Kauf eines „richtigen“ KG genau benennen zu können was wichtig ist.
Ob das etwas ist, das sich alltags dauerhaft tragen lässt, wage ich zumindest Angesichts meiner Lebensführung zu bezweifeln denn ohne Einschränkungen ist das nicht machbar.
Test läuft noch..














