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Auf dem Weg

********hemy Mann
739 Beiträge
Themenersteller 
Auf dem Weg
Ihr Telefon hat geklingelt.

Nicht nur irgendein Summen. Dieses Summen: das Vibrationsmuster, das er sie hatte so einprägen lassen, dass sie erspüren konnte. Drei kurze Pulse. Ein langer.

Sie hielt mitten im Gang des Supermarktes inne, die Finger um eine Dose Kichererbsen geschlungen, und erstarrte.

Sie wusste genau, was das Summen bedeutete.

Überprüfe deine Nachrichten. Jetzt sofort.

Sie schluckte. Stellte die Dose ab. Sie griff nach ihrem Telefon, als ob es etwas Heiliges wäre. Eine direkte Verbindung zu ihm.

[Audiobotschaft, 0:23 Sekunden]

Sie zögerte.

Dann tippte sie auf "Play".

Seine Stimme glitt, mit leichtem Versatz in ihre beiden Ohren wie Samt über Stahl.

"Drop."
Das war alles, was sie brauchte.

Ihre Knie gaben nicht nach, nicht ganz, aber ihr Griff um das Telefon wurde fester, ihr Atem stockte und ihr Verstand kippte so zur Seite, dass ihr die hellen Neonlichter zu scharf und zu weit entfernt erschienen.

Sie lehnte sich gegen den Wagen. Blinzelte einmal. Zweimal.

Seine Stimme fuhr fort.

"Ganz genau so. Du spürst es, nicht wahr? Das Gewicht in deinen Gliedern. Der Nebel, der sich hinter deinen Augen zusammenzieht. Und du weißt, was ich von dir will."
Das wusste sie.

Sie erinnerte sich an die Regeln. Das Fernsteuerungsprotokoll. Die subtilen Befehle, die nicht wie Befehle klangen, bis sie auf wundersame Weise ihre Wirkung entfalteten.

Sie war nicht in Trance, nicht ganz. So grausam war er nicht. Aber sie war genau dort. Schwebend. Am Rande einer süßen, lockenden Trance. Und... Suggestibel.

Und er war nicht einmal in ihrer Nähe.

Das machte es noch schlimmer. Eigentlich. Ihr Hirn jedoch registrierte das nicht mehr.

"Du wirst deinen Einkauf beenden, wie ein braves Mädchen. Du wirst mit niemandem sprechen, es sei denn, du musst es tun. Du wirst meine Stimme bei jedem Schritt in deinem Rücken spüren. Und wenn du nach Hause kommst, setzt du dich auf die Bettkante und drückst wieder auf Play. Hast du das verstanden?"
Sie nickte. Schaute kurz, dass sie niemand sehen konnte. Und obwohl er es nicht hören konnte, flüsterte sie leise: "Ja, Sir".

"Gut. Geh jetzt zurück an die Oberfläche. Aber fühle es. Spüre mich. Jede Minute."
Die Nachricht endete.

Sie stand eine Sekunde lang benommen da, die Welt war zu laut und ihr Körper zu leicht.

Dann begann sie wieder zu laufen.

Und jede Bewegung, jede Entscheidung, was sie kauft, wohin sie sich wendet, wie schnell sie geht, gehörte IHM.

Denn ER war in ihrer Tasche. In ihrem Kopf. In der Schleife ihrer konditionierten Gedanken.

Selbst über dutzende Kilometer Entfernung hinweg.

Und wenn sie nach Hause kam?

Würde sie sich - fast automatisch - wieder in Trance fallen lassen.

Weil ER es ihr gesagt hatte.

Weil sie es so wollte.

Weil..., es das ist, was sie ist.

SEIN.
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