Lieber Daniel, Matthias und Andreas,
liebe Mitglieder von Gentleman and Friends,
zunächst möchten wir uns herzlich bei euch bedanken, die ihr die Treffen in den vergangenen Jahren organisiert und ermöglicht habt. Das war stets mit viel Engagement verbunden und keineswegs selbstverständlich. Besonders im letzten Jahr haben wir es als sehr angenehm empfunden, dass die Termine frühzeitig feststanden – das hat die Planung für alle deutlich erleichtert.
Im Rahmen unseres gemeinsamen Resümees beschäftigt uns jedoch eine grundsätzliche Frage, die wir gerne mit euch teilen möchten:
Was möchten wir eigentlich sein – und was soll künftig im Mittelpunkt stehen?
Dabei sehen wir zwei mögliche Ausrichtungen:
• Geht es um eine Eventreihe, bei der einzelne Veranstaltungen im Vordergrund stehen und an denen man je nach Zeit und Interesse teilnehmen kann?
• Oder geht es um eine feste Gruppe bzw. Gilde, in der Gemeinschaft, Verbindlichkeit und gemeinsames Wachsen zentral sind?
So wie wir den ursprünglichen Gedanken verstanden haben, stand eher die Gruppe im Fokus: eine Gemeinschaft, die gemeinsam unterwegs ist und aus sich heraus Events gestaltet – und nicht primär ein weiteres Veranstaltungsformat, bei dem das einzelne Treffen im Vordergrund steht.
In diesem Zusammenhang nehmen wir wahr, dass die Gruppe sehr schnell gewachsen ist. Gleichzeitig haben wir den Eindruck, dass dadurch teilweise Verbindlichkeit verloren gegangen ist – etwa, wenn Zusagen häufig zurückgezogen werden, andere Termine Vorrang haben oder sich manche zu vorgeschlagenen Terminen gar nicht äußern. Das ist menschlich und nachvollziehbar, passt aus unserer Sicht aber eher zu einem Event-Charakter als zu einer festen Gruppe.
Gerade deshalb sehen wir Potenzial darin, künftig das Forum stärker für Planung, Absprachen und Terminfindung zu nutzen. Dafür braucht es jedoch Klarheit und eine gewisse Verbindlichkeit. Und diese hängt unmittelbar damit zusammen, ob wir uns als Eventreihe oder als Gruppe/Gilde verstehen. Erst wenn diese Grundfrage geklärt ist, kann auch Kommunikation und Planung gut funktionieren.
In diesem Kontext möchten wir auch anmerken, dass eine Öffnung der Gruppe aus unserer Sicht zwangsläufig eine Neuorganisation des Buffets nach sich ziehen würde. Das gemeinsame Buffet haben wir bisher immer als sehr verbindend und gemeinschaftsstiftend erlebt. Zudem sehen wir bei öffentlich ausgeschriebenen Events rechtliche Aspekte, die berücksichtigt werden müssten. Darüber hinaus haben wir den Eindruck, dass bei einer stärkeren Öffnung der Gruppe der Unterschied zu einem regulären CMS-Abend zunehmend verschwimmen würde. Das wirft für uns die Frage nach der Abgrenzung und dem besonderen Charakter unserer Treffen auf.
Vielleicht gehört zu einem nächsten Schritt auch die ehrliche Überlegung, ob eine kleinere, verbindlichere Gruppe dem ursprünglichen Gedanken näherkommt – selbst wenn das bedeutet, sich von Personen zu trennen, für die eher das Event als die Gemeinschaft im Vordergrund steht. Möglicherweise könnte sich hierzu die ursprüngliche Gruppe gemeinsam mit Interessierten zu einem direkten Austausch treffen.
Diese Gedanken sind ausdrücklich wertschätzend gemeint und sollen einen Impuls für die weitere Entwicklung geben. Uns liegt die Gruppe sehr am Herzen, und genau deshalb wünschen wir uns Klarheit darüber, welchen Weg wir gemeinsam gehen möchten.
Mit herzlichen Grüßen
Jürgen und Magdalena