Definitiv regelmäßig. Jedoch sollte es zur emotionalen und physischen Dynamik der Beteiligten passen.
Die emotional abgespeckte Variante kickt auf eine andere Weise. Ich "vertrage" z. B. mehr davon. Die Frage ist, ob ich ein quantitatives Mehr auch von mir aus unterstütze oder lieber beim qualitativen Viel-Mehr bleibe, in dem ich diese Ritual nur mit besonderen Menschen durchlebe. Ja, das Wort Ritual trifft es sogar präzise.
Ein bis dreimal "Passiv" im Monat ist für mich persönlich angemessen. Wenn sich Fisting für meine Begriffe (zu) "selten" ereignet, macht sich das auch bemerkbar. Dann fordere ich es meist dezent ein.
Am liebsten spüre ich den Impuls zum Fisten von meinem Liebes- und Hauptsexualpartner. Ich habe es bislang noch nicht erlebt, dass sich bei uns die Erfahrung im positivsten Sinne gleichermaßen aufdrängt. Es war auch noch nie unpassend. Zu den Gegenbeispielen, die ich in diesem Thread gelesen haben, habe ich eben geringeren Zugang. Kommt mir wie eine Art Ur-Macht vor, zu der ich nicht reif genug bin, who knows. (oder die partnerschaftliche Chemie gibt es nicht her)
Ohne Fistingpartnerin fällt aktives Fisting logischerweise aus. Bedauerlich, weil es sich als Frau(enhand) in einer Frau(envagina) ähnlich fabelhaft anfühlt wie auf der passiven Seite an der Hand des Lieblingsfisters.
Ich sehe Fisting als eine Vorliebe auch von mir (als Frau) an. Warum hält sich das (Vor)urteil, vorallem Männer stünden darauf? Vielleicht weil es unbeschwerter (nicht = fahrlässig) als fistender Part ist?
Vaginales Fisting können Männer ja nunmal NUR AKTIV.
Okay. Die Eigeninitiative geht auf die Kappe meines Mannes. Ohne meine mentale Eigenleistung - deren Grundstein ich bereits vor 20 Jahren legte, als ich entschloss "ich will das auf jeden Fall auch" hätte er hingegen null Chance gehabt. (Ist ja auch kein Wettkampf... .)
Wie heißt es so schön? Wer einmal Blut leckt, der will noch mehr.
In der Beziehung hat Fisting einen festen Stellenwert. Es gibt ein "zu wenig" und es existiert eine durchschnittliche "goldene (mittlere) Häufigkeit". Und ich hefte eine dritte Häufigkeitssparte an... Ein "zu viel" ist eben auch möglich. Zum Beispiel bewahrheitet sich für mich, dass ab zweimal täglich oder auch ab dem dritten Tag in Folge diese Kategorie greift. Wie wunderbar, dass es persönliche Grenzen gibt, die individuell logischerweise variieren dürfen. Wichtig ist, dass du dir die Sexpraktik nicht verdirbst/zerstörst/kaputt machst, weil die Meinung vorherrscht "das muss so" (von innen, von außen - völlig gleich).
Achtsamkeit SICH SELBST gegenüber [als Frau] und Empathie FÜRs Gegenüber (wenn man die fistende Person ist, ♂️ oder ♀️) sollte unbedingt dazugehören.