Kommunikative Spielregeln für unsere Gruppe
Diese Gruppe soll ein Raum für echten Austausch, tiefe Reflexion und respektvolle Diskussion sein – kein Tribunal, keine Bühne, kein Trollplatz. Damit das gelingen kann, gelten folgende Spielregeln:1. Wir reden von uns – nicht über andere.
👉 Verwende Ich-Botschaften statt Verallgemeinerungen.
Statt: „Frauen wollen eben...“ → lieber: „Ich habe als Frau erlebt...“
Statt: „Das ist doch alles nur woke Ideologie“ → lieber: „Ich habe Schwierigkeiten, diesen Begriff zu verstehen...“
2. Kein Grundsatz-Battle um Begriffe wie Patriarchat, Rassismus, Transfeindlichkeit etc.
👉 Diese Realitäten werden in dieser Gruppe nicht in Frage gestellt.
Wenn du diese Grundlagen nicht teilen kannst oder möchtest, ist dies nicht der richtige Ort für dich.
3. Wir kritisieren Positionen – nicht Personen.
👉 Meinungsunterschiede sind willkommen – persönliche Angriffe nicht.
Respekt ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für jede Auseinandersetzung.
4. Wir sprechen achtsam und inklusiv.
👉 Sprache schafft Realität. Wir bemühen uns um Formulierungen, die FLINTA*, BIPoC, trans*, nicht-binäre und marginalisierte Menschen nicht ausschließen oder abwerten.
5. Triggerbewusstsein statt Triggervermeidung.
👉 BDSM ist kein Wattebäuschchen-Thema. Aber: Wenn du Themen wie Gewalt, Trauma, Erniedrigung etc. ansprichst, kennzeichne sie möglichst mit einem Triggerhinweis oder spreche sie sensibel an.
6. Privates bleibt privat.
👉 Keine Weiterleitung von Screenshots oder Aussagen ohne ausdrückliche Zustimmung.
Vertraulichkeit schafft Sicherheit.
7. Offenheit vor Absolutismus.
👉 Wir kommen aus unterschiedlichen Kontexten. Das bedeutet: Was für dich eine Wahrheit ist, kann für andere ein Schmerzpunkt oder ein blinder Fleck sein.
Lass Fragen zu. Lass Irritationen zu. Und manchmal auch: Stille.
8. Kein Platz für Dominanzgehabe im Diskurs.
👉 BDSM kennt Machtspiele – diese Gruppe nicht. Wer Gespräche nutzt, um zu dominieren, zu provozieren oder sich rhetorisch zu profilieren, verfehlt das Ziel.
9. Verantwortung statt Empörung.
👉 Bevor du schreibst: „Das geht gar nicht!“ – frage dich: „Was möchte ich beitragen?“
Empörung kann berechtigt sein. Aber Veränderung braucht mehr als das: Klarheit, Geduld, Dialog.
10. Consent gilt auch hier.
👉 Niemand ist verpflichtet, auf eine Frage zu antworten oder persönliche Erfahrungen zu teilen.
Zustimmung ist sexy – auch in der Kommunikation.
Wenn du dich in diesen Regeln wiederfindest: Willkommen.
Wenn nicht: Vielleicht ist ein anderer Raum besser für dich geeignet.


