Film: Dreißig Jahre an der Peitsche
In der Arte Mediathek ist zur Zeit das Dokudrama: Dreißig Jahre an der Peitsche verfügbar.Der Film erzählt das Privat- und Berufsleben von Tina, die sehr lange als professionelle Domina gearbeitet hat. Das ist auch der Fluchtpunkt ihres Porträts. Wichtige Situationen und Wendepunkte werden von Schauspielern in Szene gesetzt, sie selbst bleibt durch ihre Reflexionen, Einschätzungen und Urteile, die sie in der Rückschau macht, stets präsent.
Der Film ist facettenreich und seine Methode ist der künstlerische Realismus. Unter anderem bekommen die Freier auch ihre Minuten. Alte häßliche Männer, die ihre Perversion ausleben können und Glücksmomente haben vor tiefer Lust; ein junger Mann, der noch nicht weiß was er will und wie ein Stein ist; ein anderer Mann, der glaubt, er kenne sich, weil er Pornos geschaut hat usw.
Sowieso geht es in dem Film mehr um die Männer als der Titel vermuten lässt. (Rosa von Praunheim ist Schuld :))
Ich empfehle den Film hier, weil ich glaube, dass sich viele Leser und Leserinnen in der einen oder anderen Sequenz wiederfinden könnten. Ich konnte mich wiederfinden, als ihr Freund bibbernd am Andreaskreuz gefesselt ist und ihm wegen der Kälte sein Pimmel zusammengeschrumpelt ist.






