Lack und Leder
Lack und Ledervon Jan Letter
Klappentext:
"Drei gestohlene Oldtimer.
Ein Mord, eiskalt wie poliertes Chrom.
Und eine Frau, die vom Spiel mit Dominanz lebt.
Mike Troxler ermittelt mit seiner Partnerin Rebekka Irniger im Mordfall eines Oldtimer-Sammlers und stösst auf ein Netz aus internationaler Kriminalität, verdrängten Konflikten und gefährlicher Gier. Je tiefer er gräbt, desto mehr gerät auch sein Weltbild aus den Fugen. Denn Mike betritt ein Milieu, das öffentlich gemieden wird – und in dem Ehrlichkeit, Achtsamkeit und Vertrauen zählen. Hier verschwimmen die Grenzen zwischen Stärke und Hingabe.
Lack und Leder verbindet Krimispannung mit psychologischem Tiefgang und einer unerwartet zarten Note. Ein Roman, der unter die Haut geht."
Auch wenn ich von Autos nichts verstehe, hat mich das Rätsel um drei gestohlene Oldtimer und dessen Auflösung gepackt. Die subtile Zeichnung der Charaktere, die Tiefgründigkeit und menschliche Wärme in diesem Krimi haben mich angesprochen. Am meisten fasziniert hat mich als leidenschaftliche Femdom allerdings die Art, wie das Thema BDSM behandelt wird. Es wird nicht mit billigen Klischees effekthascherischer Voyeurismus bedient, sondern Achtsamkeit, Einvernehmlichkeit und Menschlichkeit nehmen viel Raum ein. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Buch bei Menschen ohne BDSM-Bezug Verständnis für die BDSM-Subkultur schafft. Vielleicht sogar Appetit darauf... Als BDSMlerin fühle ich mich jedenfalls verstanden und erkenne mich wieder.



