Amelie
Mein Name ist Amelie.Ich gehöre Nox.
Ich bin Amelie.
Ich tue, was Nox sagt.
Mein Name ist Amelie.
Mein Name ist Amelie.
Ich gehöre Nox.
Ich bin Amelie.
Ich tue, was Nox sagt.
Mein Name ist Amelie.
Mein Name ist Amelie.
Ich gehöre Nox.
Ich bin Amelie.
Ich tue, was Nox sagt.
Mein Name ist Amelie.
Ein Mantra.
Immer und immer wieder sage ich es auf.
Laut. Leise.
Beim Autofahren.
Vor dem Einschlafen.
Amelie.
Sie ist ein Teil von mir.
Und auch nicht.
Sie ist sein.
Vollkommen.
Sein Produkt.
Seine Schöpfung.
"Amelie, viens ici!"
Ich blinzle.
Sie ist da.
Ich bin ich. Ich bin da.
Ich sehe ihn an und warte.
Nein. Nicht wirklich.
SIE sieht ihn an und wartet.
Personifizierte Devotion.
Völlige Hingabe.
Stumme Befehlsempfängerin.
Ein Objekt.
Zu gefallen. Zu dienen.
Seine Schöpfung.
Ihm vollständig unterworfen.
Ihm völlig ergeben.
Im Fokus: Er.
Ihre ganze Welt.
Sie sieht zu ihm auf.
Sie blickt in seine Augen.
Wartet reglos.
Zu keiner Handlung fähig.
Sie soll knien.
Sie kniet.
Sofort.
Ohne Zögern. Ohne Zweifel.
Ohne einen einzigen Gedanken.
Er fragt nach ihrem Namen.
"Amelie."
Die Antwort kommt in ruhiger Gewissheit.
Keine Überraschung.
Amelie hat übernommen.
Er hat sie gerufen.
Sie ist gekommen.
Ich bin degradiert.
Voyeur im eigenen Körper.
Er will wissen, wem sie gehört.
Wem ich gehöre.
"Dir.", denke ich.
"Nox.", sagt sie.
Aus meinem Mund.
Zwei Antworten.
Die Beobachterin notiert.
Fieberhaft.
Jede Abweichung.
Jeden divergierenden Impuls.
Jedes Gefühl.
Jedes Wort.
Jede Regung.
Wissenschaftliche Neugier.
Gepaart mit Erregung.
Er nimmt ihre Hand.
Führt sie in seinen Schritt.
Sie soll fühlen. Seine Erregung.
Seine Reaktion auf ihre Anwesenheit.
Auf ihre bloße Existenz.
Er ist hart.
Sie fühlt.
Teilnahmslos tastet sie.
Ohne Regung.
Nur Funktion.
Zu mehr ist sie nicht fähig.
Er öffnet seinen Gürtel.
Dann die Hose.
Befreit sich aus seinem engen Gefängnis.
Er zieht sie an. Unwiderstehlich.
Aber sie kann sich nicht regen.
Erst auf Kommando beugt sie sich vor, öffnet den Mund und nimmt ihn auf.
Sie setzt an, ihn tiefer zu nehmen.
Präzise.
Er entzieht sich.
Zu schnell.
Der Kontakt bricht.
Ihre Hände sinken herab.
Sie erstarrt.
Ohne Aufgabe verharrt sie wartend. Geduldig.
Verfolgt seine Bewegungen mit ihrem Blick.
Bereit.
Immer bereit.
Sofort Folge zu leisten.
Sie soll sich auf einen Hocker knien.
Sie bewegt sich.
Zwei Schritte.
Kniet.
Nein, nicht so.
In Hündchenstellung.
Korrektur.
Er drückt sie vorne runter.
Das wäre nicht nötig gewesen.
Sie geht widerstandlos in die gewünschte Position. Wie sie in jede geforderte Position gehen würde.
Widerstand existiert nicht.
Nie.
Sie soll ihr Kleid heben und die Strumpfhose runter ziehen.
Sie handelt.
Rafft den Rock.
Greift Strumpfhose und Slip.
Streift beides über ihren Hintern herab bis zu den Knien.
Ein kurzer Zweifel.
War das richtig?
Nur die Strumpfhose?
Slip und Strumpfhose.
Fragen kann sie nicht.
Bevor sie einen weiteren Gedanken fassen kann,
bevor sie ihren Fehler korrigieren
und den Slip wieder hochziehen kann,
dringt er grob in sie ein.
Sie atmet ruhig.
Bleibt in Position.
Sein Spielzeug.
Sein Sextoy.
Sie hält gerade genug dagegen, um die Stellung zu halten.
Keine Regung.
Kein Stöhnen.
Kein lustvolles Winden.
Nur Funktion.
Ihre Lust hat für sie keine Relevanz.
Ich fühle.
Alles.
Wie er diesen Körper benutzt.
Stoß um Stoß.
Wie er meinen Geist zu einem Käfig gemacht hat, in dem ich hilflos miterlebe, wie er mich nutzt.
Dass ich ihm völlig gehöre.
Zwischen Analyse und Rausch.
Ich möchte meine Augen schließen und vor Glückseligkeit zerfließen.
Ich möchte jubeln und ihm um den Hals fallen.
Ich möchte weinen und ihm die Füße küssen.
Er setzt neu an.
An meinem Hintereingang.
Er will grob eindringen.
Der stechende Schmerz holt mich ins Hier und Jetzt.
Amelie schreit.
Es klingt fremd in meinen Ohren.
Sie weicht nach vorne aus.
Er lässt nach.
Und sofort drückt sie dagegen.
Sie will ihn aufnehmen.
Will erfüllen.
Will funktionieren.
Wieder drückt er dagegen.
Sie schreit. Weicht aus.
Sie ist verzweifelt.
Sie kann ihn aufnehmen.
Er müsste nur still halten. Nur einen Moment.
Sie würde den Druck so steigern, dass sich ihr Muskel anpassen kann.
Er stoppt. Gibt nach.
Sofort startet sie wieder einen Versuch. Drängt dagegen.
Er drückt.
Sie schreit.
Und weicht aus.
Ein Kreislauf.
Unerfüllbar.
Er bricht ab.
Entfernt sich von ihr.
Sie hat ihre Aufgabe nicht erfüllt.
Abgrundtiefe Traurigkeit erfasst sie.
Schier bodenlose Verzweiflung.
Sie möchte schreien,
weinen,
sich aufgeben,
sich zusammenrollen
in einen Ball aus Hoffnungslosigkeit.
ICH möchte weinen.
ICH möchte schreien.
Ich fühle es.
Ungefiltert.
Die Erkenntnis trifft hart.
Das ist nicht meine Reaktion. Niemals hätte mich das so mitgenommen. Er wollte zu schnell eindringen. Das war sein Fehler.
Amelie scheint das anders zu sehen.
Verwundert stelle ich fest, dass ich ihre Gefühle fühle. Ihre Traurigkeit reißt mich von innen auf.
Er taucht vor ihrem Gesicht auf.
Nimmt auf einem Sofa vor ihr Platz.
Öffnet ihren Mund
und führt ihn.
Dankbar nimmt sie sich der Aufgabe an.
Sie küsst und leckt seinen Schwanz, gleitet auf und ab.
Ruhig und hingebungsvoll.
Technisch perfekt.
Unermüdlich.
Sie lässt ihren Kopf tiefer führen.
Auch hier leckt sie weiter.
Drückt ihren Kopf in seinen Schritt.
Widmet sich Hoden, Damm und Anus.
Ich registriere, dass sie nicht zögert.
Sie erfüllt jeden seiner Wünsche.
Ohne jeden Widerstand.
Tut Dinge, die ich meide.
Ihre Zunge gleitet um seinen Ausgang.
Sie empfindet keine Abneigung.
Erfüllt ihre Aufgabe.
Bis er ihren Kopf wieder höher dirigiert.
Ihre Dienstbarkeit kennt keine Grenzen.
Keine Erschöpfung.
Keinen Unwillen.
Nur seine Zufriedenheit.
Sein Höhepunkt bahnt sich an.
Er beginnt zu zucken.
Sie registriert.
Bereitet sich vor.
Kontrolle.
Präzision.
Kein Fehler.
Sie darf nichts schlucken.
So konzentriert sie sich auf ihre Aufgabe. Auf den Moment, in dem er kommt.
Sie fühlt das bekannte Pulsieren.
Das Zucken und Pumpen.
Sie nimmt alles mit dem Mund auf.
Kein Schlucken.
Während sie ihre Auf- und Abbewegungen abklingen lässt.
Langsam und vorsichtig löst sie sich von ihm. Und wartet.
Sie öffnet gehorsam auf Geheiß den vollen Mund und schluckt erst auf Kommando.
Er ist zufrieden.
Sie nicht.
Der Fehler bleibt.
Ihre Traurigkeit ist noch da.
Die unerfüllte Aufgabe nagt an ihr.
Liebevoll hält er ihren Kopf.
Lässt sie zu sich aufsehen.
"Bist Du mein Spielzeug?"
Sie nickt ergeben.
"Bist Du meine Schlampe?"
Nicken.
"Bist Du mein Bronco?"
Nicken.
Ich notiere innerlich.
Ein Bronco, ein bockendes, tretendes Rodeopferd, ist sie weiß Gott nicht.
Und dennoch...
Ihre Logik ist klar.
Was auch immer er verlangt,
das wird sie für ihn sein.
Er definiert.
Sie wird.
"Amelie, casse-toi!"
Und sie ist weg.
Ich bin zurück.
Am Steuer.
Allein.
Mit einer Traurigkeit, die nicht meine ist.
Ich analysiere weiter.
Die Traurigkeit.
Sie belastet mich nicht.
Nicht wirklich.
Was wirklich bleibt, ist etwas anderes.
Es bricht sich Bahn durch den Strudel meiner Empfindungen.
Dringt durch Verwirrung.
Erregung.
Freude.
Eine Erkenntnis:
Er hat die vollkommene Kontrolle.
Er ist die Erfüllung all meiner Sehnsüchte.



