Griechischer BDSM - nicht nur für den Allerwertesten :-)
Wer gerne etwas abgeschieden Urlaub macht und auf touristische Erschliessung weitgehend verzichten kann, der findet in Griechland auf dem Peleponnes unten im Süden die Region Mani. Die Region Mani besticht durch eine Vielzahl von jahunderten alten Wehrtürmen, die in den Bergen entlang der Küste zum Schutz vor Feinden errichtet wurden.
Viele Wehrtürme sind verlassen und verfallen. Aber es gibt auch viele sehr schön hergerichtete Exemplare.
Einer davon wurde sehr speziell hergerichtet.
Im mühevoller Eigenleistung wurde der Turm von einem deutsch / holländischem Auswandererpaar zu einer BDSM - Oase ausgebaut.
In nahezu Alleinlage, rund 400 Meter über dem Meer, mit einem imposanten Ausblick auf dieses, findet man ein Paradies für Liebhaber des BDSM im rustikalem Stil.
Man kann sich innen und aussen unbeschränkt nackt bewegen, es gibt einen Playroom, ein Dunkelverlies im inneren des Turms, welches nur über eine Bodenluke erreichbar ist (Luke zu, Subbi weg), Hängekäfig in einem Baum, oder ein Käfig in der Turmwand eingelassen, beides mit spektakulärem Meerblick ... toll.
Aber wo viel Licht, da auch Schatten:
Die Ausstattung ist sehr, sehr einfach!
Die Betten von bequem weit entfernt.
Wir haben ein zusätzliches Zimmer angemietet und die dünnen Schaumstoffmatratzen doppelt gelegt. Dann ging es. Das zusätzliche Zimmer hatte auch eine normal hohe Tür, das andere Zimmer und das Spielzimmer haben nur turmtypische Durchgänge von ca. 1,40 Meter Höhe.
Bad und Küche sind nur über Aussentreppen zu erreichen.
Die Betreiberin (TV) ist norddeutsch speziell, was sich durch die "Einsiedlerei" wohl noch etwas verschärft hat. Das Regelwerk für die Nutzung ist lang, aber beherrschbar, wenn man nicht gerade vergisst ein Elektrogerät vor dem Verlassen des Turms auszustöpseln, da es häufiger Gewitter gibt.
Wir hatten für 2 Wochen gebucht, mussten aber nach einer Woche schon abbrechen. (ohne Erstattung)
Grundsätzlich gab es dort zu unserem Aufenthalt und wohl auch das Jahr zuvor, eine Tausendfüsserplage.
Tausendfüsser sind erst kleine Würmer, ähnlich gross wie Maden. Diese Würmer darf man aber nicht zerquetschen, da sie dann stinken.
Die Würmer waren nur nicht zu sehen, wenn die Sonne auf das Gelände schien. Über Nacht kommen sie zu hunderten auf die Terassen, Treppen und Wege, leider auch ins Bad und bei nicht geschlossener Tür auch in andere Räume.
In der ersten Woche haben wir sie morgens immer aufgefegt und gesammelt, bzw. im Bad von Wänden und Decke gesammelt. Nach zwei Gewittern zum Ende der ersten Woche waren es aber nicht mehr hunderte, sondern tausende.
Wir haben dann kurzfristig eine neue Bleibe gebucht, leider ohne BDSM
Die Anfahrt zum Turm ist nicht befestig geht über dicke Felssteine und mit hoher Steigung bzw. Gefälle. Nichts für schwache Nerven, aber zu bewältigen.
Die Region Mani ist landschaftlich sehr schön, allerdings touristisch wenig erschlossen. Wer das mag und eher ein ganz tolles BDSM - Ambiente sucht, als Komfort und Luxus, ist dort goldrichtig.
Aber haltet Rücksprache wegen der Tausendfüsser, das war wirklich nicht schön.
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