Autarkie im WoMo / WoWa!
Wir sind die Gita und der Georg und wir wollen mal „unsere“ Erfahrung mit Autarkie und dem DIY-Bau einer entsprechenden Anlage zeigen.Wie es eigentlich üblich sein sollte, haben wir zuerst eine Strombedarfsanalyse gemacht.
Ein Beispiel von einer Strombedarfsberechnung ist im Ordner mit den Bildern.
https://www.joyclub.de/profile/fotoalbum/5688543-4260462.hexenmobil.html#media_id_0_58013601_4260462_5688543
Wir wollen eine Espressomaschine betreiben und zumindest 30 Std. lang „müssen“ unsere 2 Kompressorkühlboxen ohne „Strom tanken zu können“ durchlaufen. (Die müssen auch mal eine Schiffspassage von Venedig bis Patras abkönnen.)
Warum dass die wichtigsten Eckparameter sind!
Die Espressomaschine ist der stärkste Verbraucher.
Beim Aufheizen braucht er schon mal so um die 140Ah (Anschlusswert des Gerätes: 1.400W lt. Hersteller)
Tatsächlicher Verbrauch incl. aller Verlustleistungen ca. 133Ah ( 1.750Wh : 13,2V (LiFepo4))
Jetzt kommen noch beide Kompressorkühlboxen dazu.
Wenn wir Pech haben, schalten sich die auch noch gleichzeitig dazu.
Noch einmal mit Anlaufstrom rund 7-8A pro Box (x2 = 16A)
Warum wir die über WR laufen lassen?
Das Netzteil der Boxen hat 14,5V/4,1A.
Wir haben versucht, die Boxen über 12V laufen zu lassen.
Da haben wir die Temperaturvorgaben nicht geschafft.
Da waren in Italien (32 Grad) bei der TK-Box nur -8° Grad möglich, bei der Kühlbox max. +8° Grad.
Mit den Netzteilen schaffen wir die eingegebenen Temperaturen -16° bzw. +3° Grad.
Im Schnitt springen die 2 Boxen dann 1x pro Stunde an und benötigen zusammen rund 5-6Ah. (Es ist aber kein großer Unterschied festzustellen, ob 30° Grad Raumtemperatur oder nur 20° Grad. Der Strombedarf ist ziemlich gleich)
Nach diesen Berechnungen müßte die Batterie schon einmal größer 149A groß sein.
Wenn man jetzt noch 20% Reserve dazurechnet, zumindest 180Ah
Also habe ich eine 200Ah LiFePO4 in einer EURO-Box untergebracht und in Betrieb genommen.
Hat funktioniert, wenn auch nicht zufriedenstellend.
Damit der 2kW Wechselrichter beim Kaffee machen nicht auf Störung gegangen ist, habe ich noch zusätzlich Landstrom anschließen müssen.
Also war ein Generalumbau angesagt.
Da der Platz in einem Kastenwagen IMMER sehr beschränkt ist,
und wir noch dazu nicht das übliche Ausbaulayout gewählt haben,
war ein bisschen Ideenreichtum gefragt.
Herausgekommen ist ein Setup mit einer 628Ah LiFePO4 Batterie, die sich „unauffällig“ in das Fahrzeug integriert.
Damit sind wir nach einer Saison vollkommen zufrieden. Wir können bei Sonne im Süden „unendlich“ freistehen, limitiert durch Ent- und Versorgung.
In DE, wo der Winkel zu den Solarmodulen nicht so optimal ist, gehen sich aber trotzdem noch immer 8-10 Tage ohne Landstrom aus. (sofern Sonne scheint) Da läuft dann aber auch nur eine Kühlbox. Die hat dann ein TK-Fach und einen Kühlteil.
Im Juni waren wir in Italien zu 100% autark am CP. (Strombedarf 1.8kWh, Produktion 2.4kWh)
Ein einziges Mal kam es zu einem Alarm und die Batterie hat abgeschaltet.
Das war vergangene Woche, als wir von Italien zurückgekommen waren.
Da hatte es auf einmal -5° Grad und da ist die Batterie auf Störung gegangen. (Temperatur)
Wir sind keine Wintercamper und daher hat die Batterie auch im Wageninneren Umgebungstemperatur und ich habe die Batterieparameter sehr sicherheitsbetont eingestellt. (Niedrigtemperaturschutz +5° Grad)
Und ich hatte noch die Urlaubsventilatoren eingeschaltet gehabt. (Verbraucher waren also in Betrieb)
Ventilatoren wegen ….. Die internen Ventilatoren der 2 WR machen Krach.
Mit 5V-USB SuperSilent Ventilatoren kann ich das Gehäuse der WR in 3 Stufen kühlen und dann springen die internen Ventilatoren gar nicht an.
Nach 13 Vollzyklen der Batterie habe ich eine Zelldifferenz von 0,009V und Kaffee kochen funktioniert jetzt auch ohne Unterstützung durch Landstrom.
Link zu der Erklärung der Bilder
Homepage "Unsere Stromversorgung im Auto" von Hexenmobil
link zu den Bildern des Setups
Fotoalbum "Unsere Stromversorgung im Auto" von Hexenmobil
Bitte: verschont mich mit „Das darf man nicht“ „Das hat keine NORM“ bla bla bla
Es ist UNSERE Anlage in einem Bus, der auch nicht als WoMo typisiert ist.
Halb Europa besteht nur mehr aus dem Verbotsschild
„Durchgestrichenes Wohnmobil-Symbol“
Dieses Schild verbietet spezifisch das Abstellen von Wohnmobilen auf dem betreffenden Parkplatz. Auch das Übernachten ist hier nicht gestattet.
Und wir haben mit Batterie schon 2 TÜV-Termine „überlebt“ und leben noch immer.
UND!! Alle Teile haben die entsprechenden CE-Zeichen und zum Teil auch die Zulassungszeichen (E-Zulassung)
Klar: Wenn man bei dem Umgang mit dem Schraubenzieher „selbstmordgefährdet“ ist, sollte man einfach die Klappe halten und in eine Werkstatt gehen. DORT wird einem geholfen und das Geld aus der Tasche gezogen.
Unser Setup hat rund 2.000,- und ein paar zerquetschte gekostet. Details stehen auf der homepage.
Für den Rest, den IHR in der Werkstatt bezahlt, fahren wir „die nächsten Jahre“ relaxed in Urlaub.
UNSERE MEINUNG!






